Hallo zusammen,

ja, kann man sagen, war schon eine ulkige Woche, die hinter mir liegt. Ulkig ist vielleicht der falsche Ausdruck,  es gab Witziges, Schönes, Ärgerliches und Besorgniserregendes.

Ulkig war auf alle Fälle der Termin mit der WA-Redakteurin Katy Hackel am vergangenen Donnerstag. Nach mehrmaligem Bedenken und Magengrummeln meinerseits die Wochen davor gab ich Ihr dann letztendlich doch die Zustimmung, zum „Schildkrötentag“ ein kleines Video bei mir zu drehen. Eins musste man Katy Hackel anerkennen: das Interesse an den Tieren war echt, der Termin von ihrer Seite her nicht mal so eben „schnell-schnell“ (er dauerte schließlich so grob drei Stunden), wie man es manchmal von Presseterminen kennt, und auch die kleinen aber intensiven Gespräche zwischen den kurzen Drehsequenzen trugen zur Auflockerung der ganzen Geschichte bei. Wir hatten dieselbe Wellenlänge gefunden. Und so manche Wartezeit musste ja überbrückt werden, da die Schröten natürlich nicht das machten, was man gerne „im Kasten“ hätte. So ab und zu erbarmte sich aber einer der Panzerträger, vor der Linse mal eine gute Figur abzugeben, natürlich halfen hier auch extra Futtergaben 🙂

Für mich war es ein superkomisches Gefühl, nicht wie sonst bei meinen Schröten hinter einer Kamera zu stehen, sondern erstmals davor. Das ist so gar nicht meine Welt 🙂 wer mich kennt, wird es in dem Interview wohl gemerkt haben. Als ich das Video dann am 23. mittags im Netz begutachten konnte, war ich doch erleichtert. So schlimm, wie ich befürchtet hatte, war es Gott sei Dank nicht :-))))) Der Beitrag ist recht gut gelungen, wie die vielen positiven Rückmeldungen später bestätigten. An dieser Stelle ein großes Lob und Dank an Kathy, sie hat sich sehr viel Mühe gegeben! Muss ja auch mal gesagt werden! Aber ob ich sowas nochmal machen würde – ich glaube eher nicht….. Hinter den Kameras, egal ob Foto oder Video, ist mir doch angenehmer.

Schönes in der vergangenen Woche war sicherlich, dass endlich der Sommer eingeläutet wurde. Um etwas Farbe zusätzlich in den Garten zu bringen, habe ich ordentlich Blühpflanzen eingekauft und bald einen Tag damit verbracht, alles zu arrangieren, einzusetzen und einzutopfen. Aber das Ärgerliche folgte auf dem Fuß: gestern musste ich nach grober Schätzung ein Viertel der Pflanzen abschreiben, Schnecken und Ameisen hatten die Macht ergriffen und gesiegt.

Besorgniserregendes gab es auch: eine Schröte ist krank. Nach Jahren hab ich hier einen „Pflegefall“. Drei Tage beobachtete ich das Tier genauer, und das Verhalten gefiel mir ganz und gar nicht, schließlich kenne ich meine Tiere sehr genau. Wenn eine Pyxidea nicht auf einen Regenwurm anspringt, nur in eine dunkle Ecke flüchtet, etwas schwerer atmet, muss was nicht in Ordnung sein. Also ab zum Tierarzt. Das Röntgenbild zeigte, dass sich im Darm Faulgase gebildet hatten, wieso auch immer, aber nicht so gut….. Medikamente in eine Schröte zu bekommen ist ja nun auch nicht so einfach, freiwillig öffnet ein Panzerträger seine Schnute nicht bei eingezogenem Kopf. Und selbst die gebogene Kanüle an der Spritze ist nur eine minimale Hilfe, es ist eine sehr zeitaufwendige Geschichte, bis das Medikament endlich den Weg in den Magen findet….. Und das dreimal am Tag. Damit hatte ich also richtig „Spaß“ hier die letzten Tage 🙁 Morgen zum Kontrollröntgen, ich will hoffen, dass eine Besserung eingetreten ist.

Tja, so ging eine aufregende Woche hier zu Ende. Mal schauen, was die nächsten Tage so bringen, Euch eine schöne Woche,

Ines


Über die Autorin/den Autor:  Ines Wulfert ist Mediendesignerin. Ihr großes Hobby sind Schildkröten. Über ihre Erfolge in der schwierigen Zucht berichtet sie in ihrem Blog. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: