Vor einigen Tagen traten wir im Rahmen des Projektes „Welt:klasse“ unsere große Fahrt nach China an. Nach 28 Stunden Anreise mit Zwischenstopp in Kuala Lumpur, der Hauptstadt von Malaysia, kamen wir erschöpft in Kunming an. In der sieben Millionen Einwohner Stadt wurden wir von Frau Kang herzlich empfangen und betreut. Sie zeigte uns die Großstadt und vermittelte uns erste Eindrücke von Essen, Menschen und Kultur. Nach einer Nacht in einem Hotel ging es mit einem engen und voll besetzten Zug weiter nach Dali, unserem eigentlichen Ziel. Die siebenstündige Zugfahrt darf man sich allerdings nicht so wie in Deutschland mit einfachen Sitzplätzen vorstellen, sondern mit Schlafbetten, die zu Sitzbänken umfunktioniert waren. In Dali wurden wir am Bahnhof von unseren Koordinatorinnen Rebecca und Lynne abgeholt und fuhren mit einem alten Kleinbus zu unserer Gastfamilie, wo ein leckeres Abendessen auf uns wartete. Zu unserer Überraschung hatten unsere chinesischen Freunde sogar Dali-Bier für uns besorgt.

Nach vier Tagen haben wir uns schon ganz gut eingelebt uns fühlen uns sehr wohl. Vom Essen sind wir größtenteils begeistert und den Umgang mit den Stäbchen beherrschen wir immer besser. Zum Mittag- und Abendessen gibt es meistens für jeden ein Schälchen Reis und in der Mitte des Tisches Platten mit verschiedenen Beilagen, von denen sich jeder bedient.

In den letzten zwei Tagen unterrichteten wir Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren an der Preschool im Fach Englisch. Beispielsweise lehrten wir die Körperteile, indem wir ihnen den Song „Head and shoulders, knees and toes“ beibrachten. Das Lernen von Begriffen erfolgt hier nur durch stumpfes Wiederholen vorhergesagter Wörter. Wir zweifeln an dieser Lernmethode und deren Erfolg. Zum Beispiel können sie die zuvor gelernten Begriffe kaum anwenden.

Amüsant für uns sind die Kindermassen, die in den Pausen zu uns stürmen und von unserem europäischen Aussehen begeistert sind. Wir freuen uns schon darauf, die Kinder in den nächsten Tagen wieder zu sehen.

Erwähnenswert sind außerdem noch die Erlebnisse in der Stadt. Von interessanter traditioneller Kleidung über kleine Läden und Restaurants über die Schuluniformen bis hin zu gemeinsamen lockeren Tanzveranstaltungen auf der Straße und im Park.

Von den nächsten drei Wochen erhoffen wir uns noch viele neue Erfahrungen, weiterhin Menschen und neue Landschaften kennen zu lernen und einen tieferen Einblick in die chinesische Kultur zu bekommen.

Wen Hou Dali. – Schöne Grüße aus Dali.

Justus, Vanessa, Hannah und Florian


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