Archive for Dezember, 2013

Hallo zusammen,

keine Angst, es wird kein Jahresrückblick, lohnt ja auch fast kaum, was jetzt den S04 betrifft über den ich mich ja hier schon seit Jahren auslasse.   Ok, Champions League ist noch, und dabei sollte die Betonung auf „noch“ liegen, aktuell.  Aus dem DFB-Pokal mehr als blamabel verabschiedet, und in der Meisterschaft hinkt man mal wieder den eigenen Erwartungen hinterher.   Trotzdem ist ja nicht alles schlecht.  Der Torwart wurde zwangsläufig gewechselt.  Es hat einen neuen Rasen gegeben, und anfangs keimte Hoffnung auf, als mit Kevin-Prince Boateng und Denis Aogo etwas Schwung und Ordnung in das Schalker Spiel kam.  Leider nur ein Strohfeuer, so wie die Silvesterraketen am heutigen Nachthimmel.    Papadoupolos kam wieder, und Kirchhoff kommt dazu.  Was ist mit Klaas-Jan Huntelaar?   Es wäre nicht gerecht, schon zur Halbzeit zu sagen, das war es jetzt.  Als Anhänger des geilsten Klubs der Welt gibt man die Hoffnung ja nicht auf, jetzt noch nicht.        Warum soll den Königsblauen nicht auch einmal eine richtig gute Rückrunde gelingen, und der dritte Platz ernsthaft angegriffen werden kann?    Weil, mal nüchtern betrachtet, schlicht und einfach das Personal dazu fehlt.    Es muß schon die sogenannte Wunschformation, unverletzt, und über Wochen in Topform auflaufen, dann geht vielleicht noch etwas.          Mit so einem fußballerischen Offenbarungseid wie zuletzt in Nürnberg brauchst du noch nichteinmal für die Europa League planen.   Was das dann bedeutet, habe ich schon oft genug geschrieben.       Ein guter Start ist da dringend von Nöten.  Mit anderen Worten:  zum Auftakt der Rückrunde am 26. Januar im Hamburg muß ein Sieg her, und dann müssen die beiden darauffolgenden Heimspiele ebenfalls erfolgreich beendet werden.   Dann kann man gestärkt nach Leverkusen fahren.   Das ist aber noch Zukunftsmusik aus dem Jahr 2014, was aber schon vor der Tür steht, und einige hochkarätige Veranstaltungen im Gepäck hat.       Für uns als Fuballfans ist natürlich die WM in Brasilien der Höhepunkt, hätte aber gegen ein CL-Finale zwischen Königsblau und Schwarzgelb keine Chance ;-).         In ein paar Wochen Olympische Winterspiele.  Schaue ich eigentlich immer gerne hin, aber was da im Vorfeld so abgeht in Russland, da wird einem doch schon etwas mulmig.     Natürlich feiern wir wieder Schützenfest, muß auf der Generalversammlung allerdings noch darüber abgestimmt werden, wie jedes Jahr :-).   Diesesmal mit Kaiserschießen am Sonntag.      Frohes neues Jahr!

"Tausend Feuer in der Nacht!"

„Tausend Feuer in der Nacht!“

Zum Abschluss der Schützensaison am 13. September dann noch ein Kracher:  das Stadtkaiserschießen findet erstmalig in Pelkum statt.  Nahezu 1500 Schützen/innen, Musikkapellen und Spielmannszüge werden durch den Stadtbezirk ziehen, und anschließend einen Nachfolger für das amtierende Stadtkaiserpaar Willi Hoffmann und Irmgard Hoffmann-Petri suchen.     Zu diesem Zeitpunkt ist die neue Fußballsaison 2014/15 gerade gestartet.   Wollen wir aber noch nicht ganz soweit über den Tellerrand schauen.  Erstmal das „Alte“ Jahr verabschieden, und das „Neue“ begrüßen.  Dann Kraft tanken, und fit bleiben, sonst schaffen wir diesen „Marathon“ nicht.

Deshalb wünsche ich Ihnen alles Gute, vor allem die Gesundheit, kommen sie gut rein in das ereignisreiche 2014, und ich würde mich freuen, wenn wir uns an dieser Stelle wiederlesen würden.

Tschüß, Horrido, Gut Schuss und „Blau und Weiss wie lieb ich Dich“, bis nächstes Jahr

R.A.

Hallo zusammen,

kurzes, heftiges Dauerfeuer hallte durch die Arena in Gelsenkirchen.  Lauter Jubel, Feuerwerk.  Der S04 endlich Deutscher Meister?  Und das schon im Winter, also noch schneller als die Bayern?  Das konnte irgendwie nicht stimmen, und es war auch leider nicht so.   Die Biathlon-Elite traf sich zur World-Team-Challenge.  Volle Bude und und ein deutscher Sieg.   Schöner Jahresabschluss für den Schalker Fußballtempel.   Das Siegerteam hatte dabei das Feld mehr oder wenigwer von hinten aufgerollt, nach dem es nach dem ersten Rennen, dem Massenstart, schon weit hinten lag.   Das ist doch mal eine Vorlage für die Fußballer des FC Schalke 04.  Die liegen ja auch hinten, wenn es um die direkte Quali für die Champions League geht.   Was möglich ist, zeigten gestern die Biathleten.   Treffsicherheit, Kampfgeist, und im richtigen Augenblick das Gespühr für den entscheidenden Angriff.  Fast wie im Fußball, nur ohne Ball halt.     Genau so muß Königsblau die Rückrunde angehen, damit noch was geht.  Es reicht ja, wie gestern, kurz vor Schluss alles für sich zu entscheiden.   Es wäre für uns Fans mal wieder nervenaufreibend bis zum letzten Pfiff, aber irgendwie kennen wir  das ja auch garnicht anders.

Schönen Sonntag noch, und tschüß, bis die Tage

R.A.

Hallo zusammen,

na, die Feiertage gut verbracht, Braten und Süßes vertilgt, das man sich schon wieder auf  ’ne Currywurst oder einen Topf Erbsensuppe freut? Süßes ist ja immer noch da, und wird zumindest mich auch noch noch in das neue Jahr begleiten.  Die Zähne machen da schon einiges mit.  Ob die von Kevin-Prince Boateng auch etwas aushalten mussten, weiß man ja nicht so genau.   Zumindest wollte ihm jemand an die Wäsche.  Warum und wieso interessiert mich ja auch nicht, Hauptsache er muss jetzt nicht auch noch wöchentlich zu einem Gesichtskratzerbearbeiter.  Dann wäre für Trainingseinheiten nicht ganz soviel Zeit.  Aber egal, es kommt ja wohl noch einer, der hintenrum aufräumen, und das Spiel nach vorne bringen kann.     Wie war doch zu lesen:  K-H Rummenigge sagte, das der FCB Jan Kirchhoff wohl an einen Kokurrenten abgeben würde.    Also wenn er das im Kampf um die Meisterschaft meint, dann kann er nicht ernsthaft den FC Schalke 04 gemeint haben.   Im DFB-Pokal sind die Königsblauen ja auch schon weg.  Ja, aber in der Champions League noch vertreten.  So wird er das wohl gemeint haben.    Der S04 wollte vor der Saison Kirchhoff schon haben, aber der ging ja in den tiefen Süden.   Da konnte er sich gegen die starke Konkurrenz nicht durchsetzen.   Jetzt zum S04 auf Leihbasis.   Ist Kirchhoff mittlerweile drittklassig, oder soll er sich für einen späteren Verkauf bei den Schalkern fithalten?    Ich glaube nicht, das die Bayern z.B. Rafinha hätten ziehen lassen, selbst wenn er gewollt hätte.    Wir werden sehen, ob er „uns“ weiterbringt.   Irgendwelche Knieverletzungen, besonders im Bereich Kreuzband kann er sich gleich schon mal abschminken, die Posten sind schon vergeben.     Einen der vorne die Dinger reinmacht, wirst du im Winterverkauf nicht finden.   Und ein Obas(el)i reicht da vollkommen aus.    Und hoffentlich ist die Mannschette, oder weiß der Geier was das ist, bei Szalai bald weg, sonst nehm ich ihm die persönlich ab!      Gut vier Wochen Gerüchteküche, Last-minute-Wechsel, und Trainerwechsel bevor es wieder richtig los geht.   Langweilig wird das nicht.  Wer garnicht ohne Fußball kann, die Engländer spielen durch.

Tschüß, bis die Tage

R.A.

 

Nun ist es so weit. Ganz PCC ist im Weihnachtsfieber. Alle sind aufgeregt und die Simmung ist ausgelassen. Seit dem gestrigen Abend erstrahlt das ganze Gelände in allen nur erdenklichen Farben. Offen gesagt, hier in Ghana steht man scheinbar auf Kitsch und visuelle Reizüberflutung. Den Verdacht hatte ich schon früh, nämlich nachdem ich meine ersten Taxifahrten in Ghana unternommen hatte. Fast jeder Fahrer, in dessen Auto ich saß, hatte sein Auto mit allem erdenklichen Krimskrams dekoriert – gerne auch an der Windschutzscheibe baumelnd, sodass man kaum noch die Straße sah. Von Deutschlands Hutablagen verbannt, erfreuen sich Wackeldackel hier am Äquator größter Beliebtheit! Zwar ohne Wackeldackel, dafür aber mit musizierenden Lichterketten, die beinah wie farbige Stroboskope um die Wette blinken, Girlanden, Palmwedeln und Gebasteltem wurde PCC weihnachtlich aufgepimpt. Die genannten Lichterketten sind echt der Knaller. Die „Musik“, die sie von sich geben, sind Weihnachtsmelodien in der Qualität von diesen beim Aufklappen musizierenden Grußkarten, die es mal gab oder noch gibt – allerdings mit fast leerer Batterie. Furchtbar, aber ziemlich witzig!

Das heutige Programm sieht vor, dass gleich um 16.00Uhr der sogenannte Frafra-Choir auftritt. Was ich mir genau darunter vorstellen kann, weiß ich nicht. Eine Caregiverin sagte mir, sie singen in einer mir fremden lokalen Sprache Ghanas, tanzen und schwingen Tücher…. Ich bin gespannt. Morgen dann wird das Krippenspiel aufgeführt, bei dem ich die Aufgabe habe, die Bewohnerin Philomena beim Tragen des Weihnachtssterns zu begleiten. Anschließend wird gefeiert und zusammen gegessen. Aber für uns Volunteers ist natürlich der heutige Abend sehr wichtig. Wir verbringen ihn zusammen und jeder steuert etwas zu Essen bei, sodass ein schönes kleines Büffet zusammenkommt. Danach möchte ich ins „Rooftop“, in eine Bar in Nkoranza, gehen. Da soll heute die Luzie abgehen, haha. Mal schauen, wer mich begleitet.

Ausnahmsweise komme ich auch jetzt schon zum Ende. Mir fehlte in den letzten Tagen echt die Zeit, meinen Blog ausführlich zu schreiben. Nach Weihnachten kommt aber mehr, versprochen! Also, ihr Lieben, euch allen wünsche ich unvergesslich schöne Weihnachten! Genießt es, mit euren Lieben zusammen zu sein! Denn wenn man einige Tausend Kilometer entfernt ist, weiß man Weihnachten im Kreise der Familie wirklich zu schätzen! Habt eine schöne, spaßige und besinnliche Zeit. Euer Simon

Hallo zusammen,

keine Angst, es gibt keine Weihnachtsansprache oder dergleichen.  Wollte Ihnen allen nur ein besinnliches Fest wünschen.  Zu „Allen“ zählen auch die, die nicht königsblau angehaucht sind ;-). Alle eben.

Frohe Feiertage, und tschüß, bis neulich

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Hallo zusammen,

ja wir müssen, und wir werden, und eventuell, gähn, und dann bla, bla, bla ……. —————–  _________, ,,,,,,,,,,,,,,,,,,,, , :::::::::::::::::::: , =====================, ,-,-,-,-,-,-,-,-,-,-,-,-,,–, -´-´-´-´-´-´-´-´-´-´-´-´-´-´,

———————————————————————————————————————————————————————–. Damit das für alle klar ist, und jeder weiß, was in der Rückrunde auf uns…….. schnarch, schnorchel, säg…………

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Junge, Junge, bin ich mittlerweile aufgeregt. Alle 4 Kerzen an unserem Adventskranz brennen und das ist ein sicheres Zeichen dafür, dass das Christkind bald kommt. Mit Mama und Papa habe ich schon unseren Weihnachtsbaum geschmückt. Die Krippe steht auch schon, nur Jesus liegt noch nicht in seinem Bett. Aber das dauert ja auch nicht mehr so lange.

weihnachtsbaum 2

meine Krippe und ich
Meine Adventskalender sind auch schon fast leer und mein Bauch um so voller. Das bleibt ja auch leider nicht aus. Denn die Weihnachtsplätzchen, die ich in den letzten Tagen mit Mama gebacken habe, müssen ja auch gegessen werden. Und die sind wirklich lecker, das könnt ihr mit glauben.

weihnachtsbäckerei
Vor ein Paar Wochen habe ich schon meinen Wunschzettel an mein Kinderzimmerfenster gelegt und das Christkind hat ihn nachts abgeholt. Wir haben das extra ein paar Tage eher gemacht, damit es genug Zeit hat alles zu besorgen. Schließlich war ich das letzte Jahr ja auch immer ganz lieb *räusper*.
Den Werler Weihnachtsmarkt haben wir auch besucht. Eigentlich hatte ich einen Auftritt mit meiner Kindergartengruppe, Mama war schon Vorort und ich sollte mit Papa nachkommen. Den habe ich aber leider etwas zu Weißglut getrieben und deshalb kamen wir genau dann, als unser Auftritt zu Ende war.
Anschließend haben wir noch eine Borussia-Bratwurst gegessen, die war besonders lecker. Papa hat Glühwein getrunken und ich konnte ein paar Runden im Kinderkarussell drehen. Auf der letzten Werler Kirmes konnte ich mich noch nicht so ganz für das Karussellfahren begeistern. Der Bann ist aber jetzt gebrochen und Mama muss immer direkt eine Hand voll Chips kaufen. Einmal durfte ich ganz alleine im Karussell fahren, da wurden ein paar Extrarunden gedreht. Als ich dann aus meinem Auto ausgestiegen bin, hat sich die ganze Welt um mich herumgedreht.

Mama, Papa und ich wünschen Euch allen ein wunderbares Weihnachtsfest. Rutscht gut in das neue Jahr und knallt nicht so laut, sonst kann ich nicht schlafen !!

Bis dann, Eure Ronja

Hallo zusammen,

ohje, was war das denn gestern im Frankenland?  Selbst gegen den sieglosen Tabellenletzten aus Nürnberg musste man am Ende froh sein, das es wenigstens ein mickriges Pünktchen gab.  Dabei gab es am Nachmittag schon gute „Vorlagen“ der Konkurrenz:  Leverkusen patzte in Bremen, und die „Klopper“ kassierten ihre dritte Heimniederlage in Folge,   Gladbach und Wolfsburg nehmen sich heute die Punkte gegenseitig weg.   Aber wie schon so oft, konnte der S04 daraus kein Kapital schlagen.   Es stand, bzw. saß wieder einmal eine Startformation auf dem Platz und auf der Bank , die es so auch nicht mehr geben wird.   Für den erkrankten Keller übernahm Co. Hermann, und dessen Platz nahm Horst Heldt ein. Daneben Kevin-Prince Boateng.   Was sich dann aber nach dem Anpfiff auf Seitern der Schalker abspielte, besser gesagt, nicht abspielte, spottete jeder Beschreibung.  Das hatte nicht im geringsten etwas mit (Spitzen ;-( )Fußball zu tun, wenn Beobachter aus Madrid da gewesen sein sollten, was ich mir nicht vorstellen kann, werden die bereits in der Halbzeit mit Magenkrämpfen vor Lachen in die umliegenden Krankenhäuser eingeliefert worden sein.   Völlig undiskutabel die Versuche von Max Meyer durch drei Abwehrspieler der Nürnberger zu dribbeln.   Es war so ähnlich wie vor Wochenfrist gegen Freiburg, nur mit dem Unterschied, das das Tabellenschlusslicht den Königsblauen nicht mit einem Eigentor oder gar Elfmeter weiterhalf.       Szalai in der Spitze ein Totalausfall, und über den eingewechselten Oberstolperer Obas(el)i möchte ich mich mit Rücksicht auf den Kreislauf nicht weiter zu äußern.     Natürlich hat der S04 eine Verletzungsmisere, aber die die sonst auf der Bank sitzen, haben doch auch den Anspruch zur ersten Elf zu gehören, und müssen doch in der Lage sein, den Tabellenletzten zumindest unter Kontrolle zu haben, und irgendwann den entscheidenden Treffer zu markieren.   Aber dazu reicht es anscheinend nicht.  Es wurde gestern mehr als deutlich, das Schalke nur funktionieren kann, wenn ein Klaas-Jan Huntelaar fit ist und trifft, ein Farfan Lust und Laune hat.  Draxler sich nur auf den Fußball konzentriert, und Höwedes schnell wieder fit wird wird, und den Laden mit Papadopoulos zusammen hält.  Wenn Torwart Fährmann noch das richtige Timing beim Herauslaufen findet, dann könnte es funktionieren, aber auch nur dann.   Und das sind für meinen Geschmack zuviele Rädchen die ineinandergreifen müssen, um nicht hoffnungslos auf der Strecke zu bleiben.    Gespannt bin ich auf die „große Abrechnung nach dem Nürnbergspiel“ heute im Kreise der „Lieben“.          Schaut mal in den Versicherungspolicen nach, ob Boateng ordentlich gegen Sportinvalidität versichert ist.  Dann stellt mal einen Antrag, damit da wenigstens noch etwas zählbares bei herum kommt.   Aber ich glaube den versichert noch nichteinmal LLoyds in London.   So wie ich den S04 kenne, wird da wieder ein halbgares Wischi-Waschi herauskommen, oder alles wegen der Krankheit des Cheftrainers bis nach den Feiertagen verschoben.   Würde mich auch nicht wundern.      So wie gestern in Nürnberg, und zuvor trotz des Sieges gegen Freiburg, kann und darf es nicht weitergehen.   Die viel besagte Reissleine mit all‘ ihren Konsequenzen sollte dabei aber nur das äußerste Mittel sein.  Weit davon entfernt ist man auf dem Berger Feld aber nicht, nur die Verantwortlichen wollen es noch nicht merken.

Einen schönen vierten Advent,

und tschüß, bis die Tage

R.A.

Es ist unglaublich, dass fast ein Drittel der Zeit, die ich hier in Tansania habe, schon vorbei ist. 4 Monate bin ich schon hier, 9 bleiben mir noch. Wenn ich daran denke, wie meine Freunde zum Grillen bei mir im Garten saßen, oder wie ich mit meiner Familie und meiner Freundin am Bahnhof in Dortmund stand und es Abschied nehmen hieß, kann ich es wirklich nicht fassen, dass schon so viel Zeit verstrichen ist.

Neben einer Reise ins Nachbarland Kenia, bei der ich eine Schulfreundin besucht habe, einer Safari mit meinen Mitfreiwilligen und ein paar Reisen in Tansanias größte Stadt Dar es Salaam waren die 4 Monate zu einem großen Teil durch Arbeit geprägt. Das soll nicht heißen, dass ich hier zu viel arbeite. Ganz im Gegenteil: Ich habe einen für mich angenehmen Mix zwischen Arbeit und Freizeit gefunden, bei der man in meinem kleinen Dörfchen wirklich viel in Kontakt mit Tansaniern kommen kann. Von montags bis mittwochs unterrichte ich an der weiterführenden Schule in Kilolo Mathematik. Jeden Donnerstag bin ich an einer Primary School in Kilolo und gebe dort Englischunterricht. Der Unterrichtsstoff stellt eher keine Probleme da, da ich (auf das deutsche Schulsystem umgerechnet) eine vierte, eine achte und eine zehnte Klasse unterrichte.

In den vergangenen Monaten war das eigentliche Problem in den Schulstunden eher die Kommunikation. Die Schüler haben miserable Englischkenntnisse und ich kam hier mit einem Minimum an Kisuahelikenntnissen in Tanzania an. Mittlerweile, nachdem wir fast vier Monate wöchentlichen Sprachunterricht hatten und ich in meinem Umfeld fast durchgehend auf Kisuaheli angewiesen war, beherrsche ich die Sprache nun soweit, dass ich sogar schon Stunden auf Kisuaheli gehalten habe. Eine Sprache vor Ort zu lernen ist nochmal etwas komplett anderes, als in der Schule letztendlich doch nur für gute Noten zu lernen. Das tansanische Schulsystem hat unglaublich viele Makel und Fehler, die einem – wenn man mit ihnen konfrontiert wird – doch vor Augen führen, dass wir uns in Deutschland doch oftmals um Kleinigkeiten den Kopf zerbrechen. Ein Schultag bedeutet für jeden Schüler 4×80 Minuten-Blöcke plus ein 40 Minuten-Block, wobei ihnen pro Tag 20 Minuten Pause gegönnt werden. Eine Klausurphase bedeutet für jeden Schüler von montags bis donnerstags je zwei Klausuren zu schreiben, am Freitag gibt es dann nur noch eine. Von seiten der Lehrer wird Durchfallen allerdings nur auf die Faulheit geschoben, ohne zu Hinterfragen, ob diese Leistungserwartungen nicht auch fleißige Schüler einknicken lassen können. Die Rückgabe der Examen läuft folgendermaßen ab: Zwei Lehrer stehen an der Klassentür – einer mit den Examen, ein anderer mit einem Bambusstock.

Die Schüler werden nach und nach durch die Tür gerufen – wer besteht geht einfach hindurch, wer durchfällt bekommt Schläge in die Handfläche, auf den Hintern oder in die Kniekehle. Die wirklich schlechten Schüler müssen in eine Liegestützeposition gehen und kriegen auf dem Boden ihre Strafe. Manchmal bin ich entsetzt über mich selbst, wie sehr ich nach diesen vier Monaten abgestumpft bin und ich es mittlerweile fast nur noch beiläufig wahrnehme, wenn Schüler mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden liegen.

Ca. eine Woche vor den Examen wird von jedem Schüler Geld eingesammelt – eine Art Teilnahmegebühr. Wer diese nicht bezahlen kann, wird für die letzte Woche des Unterrichts verwiesen und kann die Examen nicht mitschreiben. Ein Jahr umsonst gelernt, der womögliche Schulabschluss hat sich um ein Jahr verschoben, da es an Geld mangelt. Und als ich hörte, wieviel Geld es zum Beispiel Ezechiel, einem meiner cleversten Schüler, gefehlt hat, um an den Examen teilzunehmen, war ich kurz davor ihm das Schulgeld selber zu bezahlen. 20.000 Shillingis sind die Examensgebühren – umgerechnet ca. 10€. Für Familien mit mehreren Kindern ist es oftmals eine große Schwierigkeit für alle Kinder zu zahlen, weshalb manchmal einfach geguckt werden muss, welchem Kind man weiterhilft und welches ersteinmal sitzenbleiben muss.

10 Euro. Ein halber Kasten Bier, einmal ins Kino gehen, ein BigTastyBacon Menü mit Cola und extra Chicken McNuggets…oder ein Jahr Bildung für Jungen wie Ezechiel. Mit dem Geld was hier im alltäglichen Leben fehlt, schmeißen wir in Deutschland tagtäglich um uns. Ich will diesen Blog dieses eine Mal auch dafür nutzen, Werbung für eine Patenschaft zu machen. Ich selbst lebe in einem der beiden Kinderdörfer, die von Amani Kinderdorf e.V. aufgebaut wurden. Ich wurde nicht von meinem Verein beauftragt Werbung zu machen, sondern ich schreibe das hier, weil ich selbst der Überzeugung bin, dass – wenn sie jeden Tag 1€ in die Kinderdörfer schicken (30€/Monat) – das Geld definitiv an einer richtigen Stelle ankommt. Ich erinnere mich daran, wie unsere Stufe vor dem Abitur durch kurze Emails und Telefonate mehrere Hundert Euro an Sponsorengeldern zusammenbekommen haben, ich hoffe, dass sich auch für dieses Projekt Personen/Familien/Vereine/Chöre finden lassen, die eine Patenschaft übernehmen oder als Gruppe ein Kind „sponsoren“.

Falls Sie kein Intresse haben sollten, können Sie davon ausgehen, dass ich diesen Blog nur dieses eine Mal für diese Art von Werbung verwendet habe. Schließlich will ich hierdurch meine Familie, Freunde und andere Intressierte auf dem Laufenden halten, wie es hier unten so läuft und was ich zur Zeit so mache. Falls Sie allerdings Interesse bekommen haben, den Kindern hier zu helfen, dann können Sie sich gerne jederzeit per Email an mich oder an meine Eltern wenden.

Bei mir persönlich steht auch, wie in Werl, Weihnachten auf dem Plan. Hoffentlich habe ich bis dahin meine Amöben (Darmerkrankung) auskuriert und kann nach Weihnachten problemlos Silvester auf Zanzibar feiern. Danach steht auf der selben Insel ein vier tägiges Seminar an, von dem ich Ihnen im nächsten dann berichten werde.
Frohe Weihnachten, und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Benne

Hallo zusammen,

da braut sich etwas zusammen.  Sonntag wird analysiert, besprochen, geplant, geschaut und, und, und.   Nicht zu vergessen, am Samstag wird erstmal noch gespielt.  In Nürnberg, bislang ohne Sieg.  Sie ahnen schon etwas?  Dann ahnen Sie richtig, ich schreibe es aber nicht, weil „Wir“ mit 4-3, Halbzeit 4-0, gewinnen werden! Boah!!!   Nee, ich hab keinen Glühwein mit doppelten Schuss getrunken. Ich will mir nur nicht jetzt schon den Samstagabend versauen, wenn ich an diesen durchaus möglichen „Fall der Fälle“ denke.   Ja dann gibt es noch mehr zu bequasseln in der Chefetage.   Es ist aber auch zum Kot..n, wenn man nur die Verletztenliste sieht, und mit dem Gedanken gespielt wird, den an Ingolstadt ausgeliehen Philip Hofmann zurückzuholen.  Wenn es schon soweit ist, dann frage ich mich allen ernstes ob wir Klaas-Jan Huntelaar überhaupt noch einmal aktiv im königsblauen Dress sehen werden.   Das ist keine Schwarzmalerei, aber das dauert mir alles zu lange.   Erst ein paar Tage Pause, dann Wochen, und jetzt diese Aussagen.       Die Ankündigung, das Höwedes und Draxler vielleicht auch noch länger ausfallen, hebt die Stimmung ja nicht unbedingt.  Soll ich mal total brutal sein?   Haben die beiden sich schon gedanklich verabschiedet, in dem Wissen, das über kurz oder lang ein Trainer kommen wird, dem sie nicht auf dem Kopf herumtanzen können.    In der Premiere League oder sonstwo aber erst recht nicht, und dann ist Farfan auch noch weg.        Aber das will ich mal ganz weit nach hinten schieben.  Wie so vieles, ich muss aufpassen, ob da überhaupt noch genügend Platz ist zum schieben.   Ein Sieg in Nürnberg ist Pflicht, und danach sind alle genauso schlau wie Sokrates.    Es wird keinen Trainerwechsel im Winter geben.  Wenn überhaupt erst zur neuen Saison.  Das mit der Kaderzusammenstellung ist natürlich ein ganz wichtiger Punkt. Der „Neue“ möchte schon mit den Leuten zusammenarbeiten, die er sich vorstellt.  Da kann ich Thomas Schaaf, wenn es denn so gewesen sein sollte, durchaus verstehen.  Am Ende hängt alles von der Champions Leaguequali ab.  Also an einem mehr als seidenen Faden.   Allerdings „nur“ fünf Punkte weit entfernt.       Auch darauf wird neue Coach achten, keine CL, kein Geld, keine Leistungsträger, und das Ziel wieder oben mitmischen zu können, entfernt sich immer mehr.  Das schöne an der ganzen Sache ist ja, das die, die immer weit oben dabei sein wollen, es tatsächlich noch 18mal selbst in der hand haben, um die Tabelle nach dem 34.Spieltag so zu gestalten, das alle glücklich sind.  Wenn sie einen Arsch in der Hose haben, und nicht endgültig zu einer untrainierbaren Söldnertruppe abgestempelt werden wollen.       Am vierten Advent brennen nicht nur auf dem Kranz alle Lichter.

Tschüß, bis die Tage

R.A.