Hallo zusammen,

Schneegestöber trotz „verschlossenem“ Dach.  Boateng kurzfristig zu einem „Gerüst-Guru“, Draxler grippegeschwächt, und mal wieder ein Umbau der Startelf.   Die Bilder, die gestern aus Bukarest über den Bildschirm waberten, hätten auch in einen der vielen Dracula-Verfilmungen gepasst.   Düster,  Atmosphäre im Stadion wie in einem Eisschrank, und ein Spiel, das angesichts der späten Anstoßzeit gefährlichen Einschlafcharakter hatte, aber es lebte ja wie man schon schön sagt, von der Spannung.   Den Dämpfer gab es dann in der Schlussphase  noch passend dazu, als der Kommentator von einem Tor in Basel zu berichten wusste, für Basel,  und Julian Draxler nicht den Arsch in der Hose hatte, den sich schon in die andere Richtung bewegenden Steaua-Keeper mit einem trockenen Schlenzer, Schieber, Hammerschlag, was auch immer, zum Siegtreffer für den S04 zu überwinden.    Ob das am Ende jetzt gerecht gewesen wäre oder nicht, stünde auf einem anderen Papier, und hätte die Protagonisten, wie der Fangemeinde der Königsblauen nicht im geringsten interessiert.      So wurde das torlose Remis aus Schalker eine gefühlte Niederlage.   Denn jetzt MUSS der S04 sein letztes Gruppenspiel in der Arena gegen den FC Basel gewinnen um das Achtelfinale der Königsklasse zu erreichen.  Nur am Rande, dabei ist es egal wie hoch der Sieg da ausfällt, es muß NUR gewonnen werden.             Bei einem gestrigen Sieg hätte schon ein Unentschieden den Schalkern gereicht um weiterzukommen.    Und wissen Sie was dann passiert wäre?   Genau! Völlig richtig erkannt.  Da der S04 so ein Ergebnis noch nie großartig verwalten konnte, wäre nähmlich, warscheinlich noch in der obligatorischen Nachspielzeit,  ein letzter verzweifelten Angriff der Schweizer irgendwie im Schalker Tor gelandet, und alle Blauweißen hätten auf dem kalten Rasen gelegen.    So ist jetzt Feuer unter dem Dach.  Alle wissen was los ist.          Das Trostpflaster Europa League mit Donnerstags- und Sonntagsspielen ist auf jedenfall gesichert.         Was mich gestern nur gewundert hat, ist, das der Assistent an der Aussenlinie den Ball bei Farfans Aktion im Aus gesehen haben will.  Der sah den Schalker Angreifer ja nur von hinten, und irgendwie waren Körper und Beine noch vor dem Ball.   Der Torlinienaufpasserhinguckerassistent, der maximal drei Meter davon entfernt Stand, ließ seinen Knüppel im Sack.  Seltsam, aber Tatsachenentscheidung!!!  Genau wie die nicht ganz perfekte Faustabwehr von Torwart Fährmann.  Im Prinzip hat er alles richtig gemacht, nur hätte er den Ball noch treffen müssen.   Auf der anderen Seite blieb der Trikotzupfer gegen Szalai auch unbestraft.   Von daher passt dass schon.  Nur das gestern dargebotene, hatte bis auf die Spannung wenig mit Champions Leaguequalität zu tun.      Es können sich noch alle deutschen Klubs, die Bayern sind es schon, für das Achtelfinale qualifizieren.      Aber über ein mögliches „Traumfinale“ in der EL zwischen Lüdenscheid-Nord und Herne-West hat noch keiner nachgedacht.   Wenn schon der Rechenschieber rausgeholt wird, dann aber auch alle Möglichkeiten durchspielen ;-).

Tschüß, bis die Tage

R.A.


Über die Autorin/den Autor:  Rainer Aschmoneit schreibt unseren Schalke-Fan-Blog. Der leidenschaftliche Schalke-Fan aus Hamm kommentiert die großen und kleinen Geschichten rund um den S04 mit viel Witz und Selbstironie. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: