Archive for Oktober, 2013

Guten Abend !

Nach sehr langer Zeit ( nun bin ich schon seit ca. 6 Wochen in Ghana !!! ) kann ich nun endlich meinen dritten Blog-Eintrag hochladen, nachdem es so einige Probleme mit unserem Internet-Stick gab, den ich mir mit meinem Mitbewohner Clemens teile. Wegen der doch relativ großen zeitlichen Distanz zu meinem letzten Eintrag weiß ich nun auch gar nicht, womit ich am besten anfangen sollte….

Also beginne ich einfach mal mit der „schönsten Nebensache der Welt“ : dem FUSSBALL !!  Denn auch die Ghanaer stehen den Europäern in puncto Fußballverrücktheit in nichts nach. So zu sehen vor allem etwa vor 2 Wochen, als die ghanaische Nationalmannschaft das extrem wichtige Playoff-Hinspiel zur WM-Qualifikation gegen Ägypten bestritten hat. Gefühlt jeder Ghanaer hat sich dazu vor einem Fernseher eingefunden und schon weit vor dem Spiel konnte man hier in Akwatia viele Menschen in Ghana-Trikots und bunt geschmückten Helmen in Farben der Nationalflagge antreffen. Auch ich wollte mir dieses Spiel nicht entgehen lassen und so gesellte ich mich zu meinen Kindern ins Waisenhaus, die das Spiel gar nicht abwarten konnten. Schnell machte Ghana dann alles klar und gewann das Spiel überaus verdient mit 6 : 1 !!! Jedes Tor wurde dabei frenetisch gefeiert und die Kinder sind wild durcheinander gesprungen, um nach dem letzten Tor einen Freudentanz hinzulegen. Auch das Stadion ( das Spiel fand in der ghanaischen Stadt Kumasi statt) schien völlig durchzudrehen und die Zuschauer tanzten extatisch durcheinander. Nach Abpfiff des Spiels konnte man überall feiernde Kinder auf den Straßen antreffen, die spontan ( begleitet von ohrenbetäubendem Getrommel auf eine Koch-Schüssel) zu einem Umzug durch die Stadt ansetzten. Ein beeindruckendes Bild !! –  Auch sportlich gesehen darf man sich von dieser ghanaischen Auswahl bei der WM viel erhoffen !

Auch 2 Ausflüge in beliebte Touristenzentren stehen nun auch zu Buche : Der erste Ausflug führte mich und die anderen 6 Freiwillige nach Cape Coast, einer Stadt am Atlantik. Dieser Ort ist besonders für seine Sklavenburg ( Cape Coast Castle) bekannt, von der aus über 2 Jahrhunderte lang Hunderttausende Sklaven in die Karibik und nach Amerika verschifft wurden. Ein Besuch dieser Burg war also eindeutig Pflichtprogramm und eine etwa einstündige Führung  brachte uns die üblen Lebensumstände der Gefangenen sehr nahe. So wurden etwa 200 Menschen in einen sehr kleinen Raum ohne Beleuchtung oder Fenster eingefärcht, in dem sie oft mehr als 2 Monate ausharren mussten. Bis heute zeugt eine Zentimetertiefe Schicht aus Fäkalien und Unrat von den miserablen hygienischen Umständen, Und nicht zu vergessen ist das “ Gate of no return „, durch das jeder Sklave gehen musste, bevor er auf die Schiffe geschäucht wurde.

Aber auch der Strand von Cape Coast ist sehr empfehlenswert : Hier kann man sich nämlich in meterhohe Wellen stürzen, die einen bis zum Ufer mittragen…..

 

Gerade erst letztes Wochenende ging es nach Ada-Foah, einer Kleinstadt im Südosten des Landes, nahe an der Grenze zu Togo gelegen. Hier ist nämlich das Delta des Voltas zu finden, des größten Stausees Afrikas. Von unserem Hotel aus, was direkt am Strand gelegen war, ging es dann auf zu einer Bootstour durch das Delta-Gebiet. Zu sehen gab es hier unter anderem eine Schnaps-Brennerei, die auf einer wunderschönen Insel zu finden ist. Eine Verköstigung des Akpepeshie- Rums ( verarbeitet aus Zuckerrohr ) war dabei inklusive. Auch zahlreiche Villen von schwerreichen Unternehmern aus der nahe gelegenen Hauptstadt Accra konnte man auf dieser Tour bewundern, wobei diese eher surreal wirken, wenn man schon auf der anderen Ufer-Seite arme Fischerdörfer erblicken kann.. Am Abend schlossen wir uns dann noch einer Schildkrötenwanderung an, da derzeit viele Schildkröten zum Laichen ans Ufer kommen. Tatsächlich hatten wir Glück und konnten ein Tier aus nächster Nähe beobachten…..

So, dies wäre es erstmal für den Moment ! Ich hoffe aber natürlich, dass ich in den nächsten Tagen noch einen weiteren Bericht folgen lassen kann !

 

Viele Grüße

 

Marcel Wolf

 

 

 

Hallo zusammen,

als Fußballfan, vor allem als Schalker, ist man ja ein wenig verrückt.  Das wir uns richtig verstehen, positiv verrückt, nicht so wie am vergangenen Samstag, aber das sind ja auch keine Fans.   Man macht sich ja so seine Gedanken um das Spielermaterial des FC Schalke 04.   Speziell wird da über die Position des Torhüters diskutiert.   Nicht nur in unserer Truppe, nein, die ehemaligen aktiven des S04, die vor uns sitzen, sind mit der aktuellen Personalie im Schalker Gehäuse auch nicht zufrieden.  Mit seinen „Ersatzleuten“ aber auch nicht.  Drei Torhüter, und keiner ist dabei, der durch sein Spiel Ruhe in die Abwehr bringen könnte, und für eine schnelle Spieleröffnung sorgt.   Im Nationalteam haben wir seit ewigen Zeiten kein Torwartproblem, aber der S04 hat ein massives.        Jetzt kam mir der Wahnsinnsgedanke!   Bei Real Madrid ist ja Iker Casillas nicht mehr die unumstrittene Nummer Eins, und sitzt mehr auf der Bank, als das er spielt.   Ist ja auch nicht so gut für das spanische Nationalteam.    Nach der Saison will er die „Königlichen“ verlassen.     So, jetzt könnte man doch mal seinen ehemaligen Mannschaftskollegen Raul, der ja auch sehr erfolgreich für Königsblau tätig war in der Wüste anrufen, und mal antesten, ob der da nicht mal ausloten könnte, was denn da so gehen würde.   Stammplatzgarantie bekäme Casillas ja sofort, und er hätte Spielpraxis für die WM 2014, um dann seine Spainier aus dem Turnier zu kicken ;-).    Ein „Königlicher“ für Königsblau.  Macht’s doch noch einmal.   Darüber nachdenken wird man ja wohl noch dürfen.

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Hallo zusammen,

 

gestern abend um 19.40 Uhr fiel das erste Stückchen Schale. Und mit meiner „Glaskugel-Vorhersage“ lag ich richtig: Ei Nr. 3 ist nach 101 Tagen als erstes in der Schlupfphase.

 

Schlupfbeginn der Nachzuchten 2013

 

Meine Nachzuchten von Pyxidea mouhotii sorgen auch 2013 für etwas Spannung. Viele von Euch haben die vergangenen Jahre ja schon so einige Schlupfzeiten hier mitverfolgt. Ich habe dieses Jahr erstmalig eine Webcam installiert, dass der Fortschritt in Echtzeit angeschaut werden kann. Seit 14,5 Stunden läuft sie jetzt nun. Und zu sehen gab es, wie die Schale durchbrochen wurde, eine neugierige Nase so ab und zu herausschlinzt, aber bislang noch alles ruhig vonstatten geht. Mal sehen, was der Tag heute noch so an Überraschungen bereithält. Ich war doch positiv überrascht, dass das Interesse gestern abend schon sehr groß war. Für viele bietet sich ja nicht die Gelegenheit, den Schlupf einer Schildkröte mal „live“ mitzuerleben, wenn auch nur digital.

Wer auch mal einen Blick werfen möchte, wie der Stand der Dinge ist und den Link noch nicht kennt, hier ist er:

http://www.watchmycam.de/webcam.php?nickname=pyxidea

So, dann warten wir mal ab, wie lange es dauert, bis „Ei Nr. 3“ seine Kalkbehausung komplett verlässt. Das kann sich auf alle Fälle noch bis morgen hinziehen. Die anderen beiden Eier liegen noch im Brüter, da ist noch nichts in Sicht.

Bis später,

Ines

 

 

Cape Coast

Am Sonntagnachmittag des 22.September war unser Vorbereitungsseminar zu Ende und wir stiegen mit vollem Gepäck in ein Tro-Tro nach Cape Coast. Cape Coast ist eine Küstenstadt (westlich von Accra) in der wir die meiste Zeit unseres entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes verbringen werden. In Cape Coast angekommen lernten wir unsere Gastfamilie kennen und erhielten unsere Unterkunft. Gemeinsam mit unserer Gastfamilie leben wir auf dem Gelände des ghanaischen Roten Kreuzes. Dort leben wir zu zweit in einem kleinen Zimmer des dazugehörigen Hostels. Unsere Gastmutter Tina ist Lehrerin in einer Schule nahe Cape Coast und unser Gastvater ist Manager des ghanaischen Roten Kreuz der Central Region.

Unsere Arbeit

September bis Oktober

Unser erster Arbeitseinsatz in Cape Coast war beim D.V.L.A ( Driver Licence  ). Dort haben die Bewohner der Central Region die Möglichkeit Unterlagen für einen Führerschein zu beantragen, wobei sie zuvor noch einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren müssen. Zu Beginn bestand unsere Aufgabe darin, unsere in Deutschland erworbenen Erste Hilfe Kenntnisse zu vertiefen und uns die englischen Fachbegriffe anzueignen. Nach einigen Tagen fingen wir an, selbst Erste-Hilfe-Kurse auf Englisch zu geben. Aufgrund von „Trouble“ J konnten wir diese Arbeit nicht fortführen, denn der Chef des D.V.L.A war abwesend. Daher war es nicht mehr möglich die Führerscheinpapiere zu beantragen, weshalb niemand einen Erste Hilfe Kurs benötigte. Da unsere geplante Arbeit für den ersten Monat wegfiehl wurden uns verschiedene Projekte in Gemeinden im Umkreis von Cape Coast vorgestellt. Einige von diesen Projekten werden wir in den nächsten Monaten übernehmen. Um auch sehr abgelegene Gemeinden/Dörfer zu erreichen, mussten wir teilweise bis zu 1 ½ stündige Fahrten in den Regenwald auf uns nehmen.

Gemeinden

In den Dörfern findet man vermehrt Kinder und alte Menschen vor, da die jungen Erwachsenen in die Städte ziehen, um dort ihre Bildung fortzuführen oder Arbeit zu suchen. Der Entwicklungsstand der Dörfer liegt oft noch weit zurück. Verkehrsinfrastruktur, Stromversorgung, Bildungs- und Arbeitsangebot ist sehr begrenzt.  Die junge Bevölkerung kann wenig zur Entwicklung der Dörfer beitragen, da sie ihr erlerntes Wissen aus der Schule mit in die Städte nehmen und somit nicht an Dorfmitglieder weitergeben können.

Es ist uns aufgefallen, dass große Hygieneprobleme bestehen. Deswegen hat das ghanaische Rote Kreuz in vielen Dörfern schon sanitäre Anlagen errichtet, um das Urinieren in der Umgebung zu verhindern und die dadurch ausbreitenden Krankheiten einzudämmen. Leider werden die Toiletten von der Dorfbevölkerung aus mehreren Gründen nicht akzeptiert.

Desweiteren haben wir in einem Dorf einen aidskranken Mann kennnen gelernt , der von den anderen Mitbewohnern extrem sozial ausgegrenzt wurde. Während einer Besprechung im Dorf haben wir beobachtet, dass es ihm nicht erlaubt war, sich neben andere Dorfbewohner zu setzen. Die Stühle, auf die er sich setzen wollte, wurden entfernt und er hatte im Gegensatz zu jedem anderen Dorfmitglied kein Mitspracherecht in der geführten Diskussion. Die Stigmatisierung gegenüber aidskranken Menschen beruht oft auf Unkenntnis und Angst, sodass wir hoffen durch unsere zukünftige Aufklärung über Aids in diesem Dorf, die Stigmatisierung etwas zu vermindern.

Während der Besuche in den Dörfern waren wir die Attraktion, vorallem für die Kinder. In den Städten kennt man weiße Menschen, aber in den Dörfern sind diese noch fremd. Die meisten Dorfbewohner kennen uns weißen Menschen nur aus dem Fernsehen. Zu Anfang waren die Kinder noch sehr zurückhaltend und schubsten sich gegenseitig in unsere Richtung. Wenn wir auf sie zugegangen sind, liefen sie weg. Doch nachdem sich das erste Kind in unsere Nähe getraut hatte, liefen alle Kinder zu uns und umlagerten uns. Unsere Haare, unsere Haut und Fingernägel wurden genauestens untersucht. Die Kinder schienen von uns sehr begeistert zu sein. Als wir das Dorf wieder mit dem Jeep verließen, liefen sie uns hinterher und wollten uns garnicht gehen lassen.

Allgemein ist nicht nur im Dorf, sondern auch auf den Straßen in Cape Coast ist es so, dass uns Kinder, aber auch Erwachsene, immer wieder Obruni, Obruni zurufen. Dies heißt übersetzt, die Weißen. Die Kinder kommen angelaufen und wollen unsere Hand halten beziehungsweiße fordern uns auf High Five zu geben. Dann sind sie immer total begeistert und singen im Einklang: „Obruni, how are you? We are fine and you?“

Während des ersten Monats haben wir jeden Abend einen Fanti Sprachkurs besucht. Dies ist eine der vielen gesprochenen Sprachen in Ghana und wird vorwiegend in der Central Region gesprochen. Die Ghanaer sind total begeistert, wenn wir Fanti sprechen, weil wir dadurch zeigen, dass wir ihre Kultur schätzen und ihre Sprache wichtig ist. Einmal sind wir mit unserem Sprachlehrer zum Markt gegangen und haben die Frauen an den Ständen gefragt , wie sie ihre Produkte auf Fanti nennen. Als sie merkten, dass wir versuchten ihre Sprache zu lernen, überfluteten sie uns mit Vokabeln und schloßen uns sofort in ihr Herz. Einige erkennen uns jetzt noch wieder, wenn wir zum Markt gehen und sprechen uns sofort auf Fanti an. Durch unseren Fantikurs zeigen wir nicht nur Respekt gegenüber der ghanaischen Kultur und machen die Menschen sehr stolz, sondern erhalten auch oft die normalen Preise am Markt, obwohl wir weiß sind. Die Ghanaer sind es nicht gewohnt, das Weiße ihre einheimischen Sprache sprechen können, da die meisten Weißen nur Englisch sprechen.

Seit mitte Oktober haben wir nun eine neue Arbeit, die uns sehr viel Spaß bereitet. Wir geben Unterricht an der Junior Highschool in Kissi. Für den Weg zur Schule brauchen wir inklusive Fußmarsch leider 1 ½ Stunden, sodass wir gezwungen sind, sehr früh aufzustehen. Wir werden einen Monat in der Schule arbeiten. Dort werden wir Gesundheitsaufklärung und Erste Hilfe unterrichten.

Letzte Woche haben wir allgemeine Hygiene, gesunde Ernährung und Durchfallerkrankungen wie Cholera unterrichtet. Dabei gingen wir sehr detailiert vor. Wir unterrichteten die Ausbreitung von Krankheiten, welche Symptome auftreten können, wie man sich schützen kann und welche Möglichkeiten der Behandlung bestehen. Dabei wurde uns bewusst, wie wenig Vorkenntnisse die Kinder haben.  Dies macht unseren Unterricht sehr sinnvoll und motiviert uns sehr, sodass wir jeden Abend den nächsten Unterrichtstag gründlich vorbereiten und uns ausführlich im Internet weiterbilden. Die Schule gefällt uns sehr, da uns die Lehrerschaft  mit offenen Armen aufgenommen hat und die Kinder sich gut am Unterricht beteiligen.

Die kommenden drei Wochen werden wir  folgende Themen behandeln:  Malaria, Aids (Stigamatisierung), Gelbfieber, Umweltverschmutzung ( Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit) und Erste Hilfe

Spenden

Die Kosten für den Freiwilligendienst werden zu 75% vom Bundesministerium übernommen und die restlichen 25% teilen sich der Träger, in unserem Fall das „DRK Soziale Freiwilligendienste Mecklenburg-Vorpommer gGmbH“ und wir als Freiwillige. Unsere Aufgabe ist es, den Geldbetrag durch Spenden zu sammeln.  Das gespendete Geld kommt direkt dem Weltwärts Projekt zu Gute.

 

Wir möchte Sie daher herzlich bitten, durch eine Spende unseren Freiwilligendienst zu unterstützen, da wir jeweils einen Eigenbeitrag von 1.800 Euro selber aufbringen müssen.

Wenn Sie für uns spenden möchten, dann überweisen Sie bitte einen Betrag auf folgendes Konto:

Spende für Mercedes Catherine Pender:

Sparkasse (Mecklenburg-Vorpommern), Kntnr: 171 384 95 90,                             BLZ: 140 520 00 , VZ: Eigenbeitrag weltwaerts, Mercedes Catherine Pender

Spende für Pamela Berger:

Sparkasse (Mecklenburg-Vorpommern), Kntnr: 171 384 95 90,                             BLZ: 140 520 00 , VZ: Eigenbeitrag weltwaerts,  Pamela Berger

Bitte achten Sie darauf, den richtigen Verwendungszweck anzugeben, sonst kann das DRK die Spende nicht zuordnen!

Für eine Spendenquittung (Bitte immer Rechnungsdatum, Betrag und Name des Freiwilligen angeben! In der Regel aber reicht es aus, wenn Sie bei Ihrer Steuererklärung den Kontoauszug vorlegen.) wenden Sie sich bitte an:

Silke Schnitzler, Wismarsche Str. 298, 19055 Schwerin

Wenn Sie keine Spendenquittung erhalten möchten, aber sicher gehen wollen, ob wir ihre Spende erhalten haben, dann senden Sie uns bitte eine E-Mail mit  Rechnungsdatum, Betrag und Name des Freiwilligen an folgende Adresse:

berger.pender.ghana@gmail.com

Wir freuen uns über jede noch so kleine Spende und hoffen auf Ihre Unterstützung!!!

Mit vielen und sonnigen Grüßen aus Ghana,

Mercedes und Pamela

 

 

 

 

Hallo zusammen,

es gibt kein Wiederholungsspiel zwischen Hoffenheim und Leverkusen. War ja auch nicht anders zu erwarten von dieser ganzen Schmierenvereinigung.          Das soll aber nicht mein Thema sein, pure Zeitverschwendung.    Zehn Spieltage im Fußballoberhaus sind vorbei, und es scheinen einige Plätze schon vergeben.   Am sichersten sind wohl die drei direkten Champions Leagueplätze.    So wie die aktuelle Tabelle es zeigt, so wird es auch nach dem 34. Spieltag aussehen.    Den Gang in die zweite Liga werden wohl Braunschweig als Aufsteiger und der SC Freiburg antreten, zumal die Gegner der Südbadener die Tore noch nicht einmal so richtig selber machen müssen.   Ok, das war wohl gestern der Extremfall.   Die Nürnberger taumeln ohne Saisonsieg auf den Relegationsplatz, und der Rest versucht irgendwie auf einen Europa Leagueplatz zu hecheln.    Liest sich nach einer langweiligen Saison.   Wird sie aber bestimmt nicht.   Spätestens wenn es irgendwo ein Derby gibt, und genug Idioten anwesend sind, ist Feuer unter dem Dach.       Nur mal so nebenbei: wie lange darf denn ein gewisser Herr Keller auf Schalke noch das sportliche Zepter schwingen?  Das wird ja immer seltsamer mit den Mannschaftsaufstellungen.  Aber solange der Fleischzerleger seine Finger, und vor allem seine Kohle da im Spiel hat, passiert sowieso nichts.  Einen Tipp hätte ich für den anderen Schwaben in verantwortlicher Funktion beim S04 noch:  falls in der Winterpause jemand Interesse an Talent Julian Draxler haben sollte, dann aber ganz schnell weg damit.    Es sei denn, es kommt bald mal ein Trainer, der alle in den Arsch tritt, und auch etwas aus dem ganzen Haufen Talenten macht, und am besten noch einen Torwart mitbringt.   Erzählt mir jetzt nichts von zweiten Treffer für die anderen am Samstag.

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Hallo zusammen,

es war nicht das Ergebnis des 143. Revierderbys, das ging, soweit man das als Anhänger des S04 überhaupt darf schreiben, in Ordnung.  Das war einfach die Realität, und da ist es unerheblich, ob es, wenn Boateng den Strafstoß zum zwischenzeitlichen 1-1 Ausgleich verwandelt hätte, anders gelaufen wäre.      Was mich verärgert hat, ist die Tatsache, das eine Bande schwarz gekleideter und zum Teil vermummter Vollidioten kurz vor dem Anpfiff wie eine Horde wildgewordener Affen in den Gästblock stürmten, und die bis dato typische Derbystimmung kaputtmachten.   Böller wurden gezündet, gelbe Rauchfackeln, an denen sie besser selber erstickt wären, brannten, und Leuchtraketen oder ähnliches wurden in die Zuschauer und auf den Rasen geschossen.    Selbst der Kapitän der Gäste, Roman Weidenfeller mußte bei dem Versuch den Mob zu beruhigen, so einem roten Geschoß ausweichen.   Schiedsrichter Knut Kircher sah sich veranlasst diese Partie unter diesen Umständen erst garnicht anzupfeifen.    Selbst der Aufruf des Stadionsprechers mit dem Warnhinweis auf längere Stadionverbote fruchtete nicht.   Was mich aber total in Rage brachte, war die Untätigkeit der Weißbehelmten.   Ein paar von denen stand aufgereiht neben dem Block, und sahen untätig zu, wie die Hornochsen ihr Unwesen trieben, und sogar die Kunststoffscheiben eintraten. Als dann ein paar von den schwarzgekleideten Dreckstücken flüchten wollten, liefen sie hinterher.         Wegen einer Fahne, die einer anderen Truppe aus irgenwelchen Gründen nicht passte, maschierten sie während eine Champions Leaguepartie  in Heeresstärke in die Nordkurve und sprühten mit Pfefferspray.    Gestern passierte nichts!   Diese Unverhältnismäßigkeit ist eine bodenlose Frechheit!  Da ist im Vorfeld zu lesen, das man deeskalierend aufttreten will.  Toll gemacht!   Minutenlang steht  ein Hubschrauber über dem Berger Feld, draußen halten sich auch noch Beamte auf, und die haben nicht bemerkt, wie  so ein Scheißhaufen in schwarz mit gelben Streifen auf dem Hemd oder Pulli den Gästeblock stürmt?     Der Wachdienst wird da wohl völlig überfordert gewesen sein, was aber die DFL nicht daran hindern wird, dem FC Schalke 04 eine saftige Strafe aufzubrummen.    Erst in der zweiten Halbzeit wurde der Gästeblock mit den Beamten „eingerahmt“.       Wenn das das neue Sicherheitskonzept zwischen Veranstalter und Polizei sein soll, dann lass die mit Helm und Uniform lieber zuhause und ihre Überstunden abfeiern.     Das hätte man anders regeln müssen.    Wie heißt es doch so schön, da hätte man mal den anderen die gesamte Härte des Gesetzes spüren lassen sollen.   Mit allen Nebengeräuschen die sich im Getümmel ergeben.              Was mir auffiel, war, das wie eingangs schon geschrieben, die „übliche“ Derbyatmosphäre herrschte.    Schlacht- und Schmähgesänge hüben wie drüben, wobei sich die Gästeanhänger im Oberrang der Tribüne „normal“ verhielten.   Teilweise auch im „Käfig“.      Erst als diese Brut, die sich mit hundertprozentiger Sicherheit nicht für Fußball interessiert, auftauchte, wurden auch die anderen „lebendiger“.       Ich habe in meinem Bekanntenkreis auch viele Anhänger der Schwarz-Gelben.   Habe in Bussen und Bahnen  mit ihnen nebeneinabder gesessen, sogar Bierdosen ausgetauscht, angestossen und geleert.    Vor dem alten Stadion „Rote Erde“ das Spiel mit ihnen aus Sicht eines Fans analysiert, und alles ist so abgelaufen, wie man es sich beim Fußball vorstellt.  Es blieb alles friedlich.    Egal ob das ein Spiel auf den heimischen Plätzen vor  50,100 oder 500, oder im Oberhaus vor 60, 70 oder 80tausend stattfindet, soetwas wie gestern in der Arena hat beim Fußball nichts zu suchen, und schadet ihm mehr, als manch einer zu denken wagt.      Vielleicht bekommt der ein oder andere von gestern tatsächlich Stadionverbot, hoffentlich bundesweit auf Lebenszeit, aber dann sehe ich schon wieder in allen Stadien die Plakate auf denen gegen diese Verbote protestiert wird.   Die können, egal ob sie blauweiß, schwarzgelb, rotweiß  oder sonst noch was tragen, gleich mit „einkassiert“ werden.       Beide Lager haben ja auch Sprüche aus der Fäkalsprache für den jeweils anderen parat, aber einen könnte man auch praktisch anwenden, nicht für die Allgemeinheit, nein, das wäre nicht fair, aber „Scheiße BVB“, und das als megadicken Haufen auf das Schweinepack, das gestern ein Fußballfest kaputtzumachen versuchte, damit es darin erstickt für alle Zeiten.          Schönen Sonntag noch, und

tschüß, bis die Tage mit friedlicheren, wirklichen Fußballfans

R.A.

Hallo zusammen,

gestern waren wir bei einem Rundenwettkampf zu Gast in Berge.   Thema natürlich auch das Derby, gibt es doch bei den Schützen einige Anhänger der Königsblauen, ja,ja, von den Anderen war auch einer da.   „Ja wenn wir so … wie am Dienstag….“,   „Jau, dann steht es schon zur Pause 4-0“.    Der Andere runzelt die Stirn, „von was träumt ihr eigentlich nachts?“   War klar, das er so reagieren würde.  Man muß das Ganze auch erst in der Gesamtheit hören.   Also wenn das Gespräch zuende ist.  Praktisch so, als wie wenn der Schiri abpfeifen tut, um es mal dem einen in einer für ihn verständlichen Sprache versuchen begreiflich zu machen ;-).     Schon von Kindesbeinen an, wurde uns doch beigebracht, das man sich in ein Gespräch nicht unaufgefordert einmischen soll.    Hätte er es getan, dann hätte er auch gewußt, das wir das Eckenverhältnis, das auf dem Videowürfel in Verbindung mit einer Sponsoreneinblendung angezeigt wird, meinten.    Das alles in harmonischer und lustiger Atmosphäre als Flachs, wie wir sie uns auch morgen in und um Gelsenkirchen herum wünschen.     Es ist allein schon deshalb wünschenswert, damit Herr Jäger, seines Zeichens Innenminister von Nordrhein-Westfalen, nicht seine Garnisonen behelmter Beamter ausrücken lassen muss.  Ein kleiner Tipp, falls das Thema in den Vorbesprechungen für den Derbyeinsatz nicht behandelt wurde:    beide Fanlager werden Fahnen haben, die der anderen Seite nicht gefällt, und das seit Ur-Zeiten.   Nur für den Fall, das das keiner wissen sollte.    Es soll doch nichts übersehen werden, um das Derby zu einem wirklichen Fußballfest werden zu lassen.     Das Gute an dem morgigen Spiel ist ja, das es DAS   DERBY ist, und kein „normales“ Bundesligaspiel, obwohl auch nicht mehr als drei Punkte vergeben werden, denn das hat dann etwas wie Pokalcharakter.   Und in diesem einen Spiel ist ja dann alles möglich.  Für beide Seiten übrigens,  selbst ein 0-4, und jetzt aber richtig lesen!:  ECKEN, mehr nicht.    Es gab doch vor nicht allzulanger Zeit in der Königsklasse die Partie Celtic Glasgow gegen Barcelona CF.   Barca hatte 87 Prozent Ballbesitz, Celtic gewann mit 2-1.   Das könnte mir morgen auchso gefallen, auch wenn es da an die Pumpe geht.    Für die Anderen: Ihr wisst schon wer da wer ist in diesem Beispiel? 😉

Tschüß, bis die Tage

R.A.

P.: S.: Nicht alles ganz so ersnst nehmen

„Tausend Feuer in der Nacht!“

Hallo zusammen,

die Europapokalwoche endet erst heute Abend mit den Partien der Europa League, ich finde die Bezeichnung  UEFA-Cup trotzdem immer noch besser, aber die Fans zweier bestimmter unterschiedlicher Farbkombinationen richten ihren Fokus auf den kommenden Samstag, 15.30 Uhr, Ort: Gelsenkirchen, Arena.   DAS  DERBY steht auf dem Spielplan.  Blau-Weiß gegen Schwarz-Gelb.   Das sagt eigentlich alles.        Wie bei jedem Aufeinandertreffen der beiden Ruhrrivalen wird auch privat für neuzig Minuten alles in zwei Lager getrennt.   Sollange es, natürlich mit den üblichen Sticheleien, im Rahmen bleibt, ist alles ok, und die unterlegene Hälfte muß sich ca. ein halbes Jahr etwas von der anderen Seite anhören.   Allerdings hatte ich nach den letzten beiden Aufeinandertreffen, die die Königsblauen für sich entscheiden konnten, nicht das Gefühl, als wenn auf der einen Seite Weltuntergangsstimmung herrschte, und auf der anderen die totale Euphorie ausgebrochen wäre.    Dafür liefen die darauffolgenden Partien für beide Teams zu sehr in unterschiedliche Richtungen.  Während es für den S04 „bergab“ ging, starteten die von der B1 zu einer Siegesserie.    Es gab nicht Wenige auf Seiten der Schalker, die es sich andersherum gewünscht hätten.   Natürlich unter vorgehaltener Hand, denn soetwas denkt, und schon garnicht spricht man soetwas aus.  Woll, Sie wissen schon.           Da werden wir mal abwarten was da so an Sprüche in den nächsten Tagen uns um die Ohren fliegen.    Ein Nachbar, einer von der anderen Seite, meinte heute bei unserem morgendlichen Plausch so ganz nebenher.   Samstag is ja Derby,wa?  Mehr nicht.  Jau, dem ist erstmal nichts hinzuzufügen.

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Hallo zusammen,

im Ruhrgebiet tobte zu später Stunde das Wetter mit fast allseinen Facetten.   In Gelsenkirchen zuckten drei blaue Blitze in der Arena, und trotz der fast sommerlichen Temperaturen wurde es einem eiskalt auf den Sitzen.  So brutal effektiv wie der Chelsea FC habe ich selten eine Mannschaft gesehen.   3-0 liest sich ziemlich deutlich, aber so war es beileibe nicht.   Die „Blues“ erwischten den besseren Start bereits nach fünf Minuten durch Torres.  Einsam und allein konnte er die Kugel per Kopf über die Linie drücken.    Da war sie wieder, die Abwehrschwäche der Königsblauen.     Inrgendwann im Laufe der ersten Halbzeit mischte der S04 dann auch mit, und hatte Torchancen, aber die Gäste standen ansonsten souverain in der Abwehr.    So richtig viel zu tun bekamen beide Keeper nicht, aber eben durch diese eingangs beschriebene abgebrühtheit der Londoner, und der Fehler beim Gastgeber, gewann der Tabellenzweite der Premiere League schon fast locker diese Begegnung.  So hatte es zumindest den Anschein.       Man kann der jungen Truppe ja keine großen Vorwürfe machen, aber gerade bei solchen Spielen macht sich das Fehlen von Routiniers wie Huntelaar und Farfan schmerzlich bemerkbar.   Positiv war zu vermerken, das es im anderen Spiel der Gruppe zwischen Bukarest und Basel keinen Sieger gab, und somit der S04 auf Platz zwei steht, der ja zum Weiterkommen reichen würde.    Das kann in zwei Wochen aber schon wieder anders aussehen, wenn es zum Rückspiel an die Stamford Bridge geht.     Zu befürchten wäre ein „Endspiel“ am letzten Spieltag in Rumänien.   Auf jeden Fall muß das Heimspiel gegen Basel gewonnen werden, und dann schauen wir mal weiter.    Heute wird noch aufgearbeitet, analysiert und hoffentlich keine neuen Verletzte ausgemacht.    Ab morgen dann, ja dann alle Konzentration auf DAS  DERBY!    Nur wie phasenweise gestern gekickt wurde, dann…., lassen wir das.    Samstag fängt selbst dieses Spiel bei 0-0 an.

Tschüß, bis dieTage

R.A.

Das blaue Licht des Innenraums scheint abends irgendwie mystisch in der Dunkelheit. Ab und zu durchbricht das Geräusch des Lüfters, der anspringt, die Stille. Er muss exakt arbeiten, um Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu regeln. Der zweite Thermometerfühler, der zur Sicherheit eng bei den Kalkschalen im Substrat liegt, zeigt an, dass alles in Ordnung ist. 27 Grad Celsius, 94% Luftfeuchte. Der 94. Tag neigt sich dem Ende.

 

 

Noch ist Ruhe. Ruhe bei den Schröten, die die letzten Tage in ihrer wohl mittlerweile engen Behausung verbringen. Und komischerweise Ruhe auch bei mir. Zum ersten Mal in all den Jahren, seit ich Pyxidea-Nachwuchs erwarte. Ist ein ungewohntes Gefühl. Als ob etwas fehlt. Die Nervosität, die sonst immer so ab dem 90. Tag stieg, ist nicht da. Ich laufe (noch?) nicht wie ein Tiger im Käfig hin und her und schaue zu oft, ob sich schon was tut. Im Moment werfe ich nur einen Blick, wenn der Weg sowieso kreuzt. Vielleicht kommt es ja noch, wenn das Wochenende naht. Schließlich kann es nicht mehr lange dauern, bis in einem der Eier ein Riss erscheinen muss.

Was auf alle Fälle da ist, ist die riesige Vorfreude. Und ein wenig ist es dann doch wie in den Jahren zuvor. Die Technik steht bereit, Kamera und Video sind bestückt und aufgeladen. Webcam ist anhand eines Papierdummys, der in der „Schlupfbox“ als Ei-Ersatz liegt, ausgerichtet und einsatzbereit. Also auf diesem Gebiet alles „wie immer einmal im Jahr“. Mal schauen, wie lange die Ruhe und Stille bei mir – und bei den ersehnten Panzerträgern – noch anhält. Bei mir dann wahrscheinlich doch nur noch bis zum Wochenende.

Ines