09.09.2013
Das war´s. Zwei Wochen im Dorf gingen heute zu Ende. Der letzte volle Tag war nochmal sehr schön!
Wir Mädchen schliefen nach einigen kleinen Magenproblemchen bis kurz vor 10 und sprangen dementsprechend schnell aus unseren Betten, da wir uns um 10 eigentlich schon auf den Weg zum Centre der Macadamiafans machen wollten. Das hat nicht ganz geklappt, denn wir mussten auf unserem Weg noch die Jungs abholen, die unsere SMS nicht bekommen hatten, und deswegen auf uns warteten.
Endlich alle am richtigen Ort versammelt, versuchten wir, eine Skypeverbindung aufzubauen. Das zog sich in die Länge, da gleichzeitig ein Training für Bauern ablief und der Zuständige, George, sehr beschäftigt war. Wir schafften es jedoch, unsere Videokonferenz mit nur kurzer Verzögerung zu starten.
Die Konferenz selbst war aus unserer Sicht gut und hat hoffentlich Interesse auf mehr geweckt – wir haben noch einiges zu erzählen 🙂
Viel zu erzählen hatte auch Matti Spiecker, Gründer der Stiftung Welt:Klasse und Direktor der Macadamiafans. Wir fragten ihn fast zwei Stunden lang über die Organisation aus. Dabei wurde uns wieder einmal mehr bestätigt, dass diese eine super Sache ist! Auch fiel uns auf, dass nichts dem Zufall überlassen wurde und alles von vorne bis hinten durchdacht ist. Beispielsweise die Auswahl des Produkts: Macadamiabäume sind pflegeleicht, lassen sich leicht organisch anbauen, sind für „intercropping“ (Pflanzen zwischen anderen Pflanzen) gut geeignet, spenden auf Grund dieser Anbaumethode für umliegende Bäume Schatten. Außerdem sind die Nüsse zollfrei, lassen sich gut von Kleinbauern anbauen und sind auf dem deutschen Markt noch nicht sonderlich bekannt.
Alles zu berichten, würde hier zu lang werden, doch wir werden in Deutschland weiter begeistert von der Organisation erzählen 🙂
Leider mussten wir das Gespräch abbrechen, da Matti einerseits arbeiten musste und wir auch noch Kuchen für Rose backen wollten. Die Schwester der Jungs hat nämlich heute Geburtstag 🙂 Wir profitierten dabei sehr von unseren Erkenntnissen vom ersten Backversuch. Größtes Problem war es daher, in unserem Dorf Eier aufzutreiben. Schließlich landeten aber doch welche im Teig und der Kuchen im Ofen. Dort brauchte er zwar entgegen unser Berechnungen eine Stunde, dafür war er aber echt lecker.
Leider war es dank der langen Backzeit schon sechs Uhr, als wir bei Rose ankamen. Sie war trotzdem überrascht, vor allem, als wir ihr Luftschlangen entgegen bliesen. Die Arbeit mit dem Kuchen hatte sich auch gelohnt – entsprechend der kenianischen Tradition fütterte das Geburtstagskind uns alle mit Kuchen. Sehr lustig, da dies vor allem bei den größeren Stücken zu einigen Problemen beim Schlucken führte 🙂
Gesättigt vom Kuchen wollten wir trotzdem nicht das letzte Abendessen in unserer Familie verpassen und machten uns auf den Heimweg. Dort erwarteten uns mal wieder Reis und Bohnen, doch die schmeckten auch beim mittlerweile 11. Mal noch gut 🙂
Den weiteren Abend nutzen wir noch, um endlich in Auftrag der Stiftung ein Interview mit unserer Gastfamilie zu führen, das auf der Internetseite der Macadamiafans veröffentlicht werden wird. Diese befindet sich im Moment noch im Aufbau.
Wir erfuhren noch viele neue Dinge, wie zum Beispiel, dass unser Gastvater gerade eine eigene Kaffeefabrik baut. Er erwartet, dass er dadurch im Gegensatz zum jetzigen Preis (50-100 KSH je nach aktuellem Marktpreis) mindestens 150KSH erhalten wird.
Unsere Gastmutter war jedoch ziemlich müde und auch wir wollten auch früh ins Bett gehen, da Jan-Hendrik morgen Geburtstag hat und wir ihn mit einem leckeren Frühstück überraschen wollen 🙂
Das war´s. Der letzte Tag im Dorf ist vorüber und morgen geht es mit Anthony zurück nach Nairobi. Echt schade, da wir unsere Gastfamilien hier lieb gewonnen haben – vor allem unsere Guides Rose und Kevin! Aber wir werden hoffentlich auch in der Hauptstadt viele neue Freunde finden :
Maike und Katharina

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