HALBZEIT!- Heute Morgen hieß es nach zwei Wochen wieder Koffer packen und wir mussten diese auch die vier Stockwerke wieder herunter schleppen. Rebecca hatte uns vorher extra angekündigt, dass sie ein großes Auto zur Fahrt nach Shang Qing Village bestellt hatte, als wir jedoch den kleinen Bulli sahen, fragten wir uns wirklich, wie all unser Gepäck da verstaut werden solle. Mit Rucksäcken und Taschen im Fußraum und unter den Sitzen ging die Fahrt los. An der English Training School holten wir dann unsere vier Studenten ab, die uns im Dorf tatkräftig unterstützen werden. Schnell begaben wir uns auf kleine Straßen, die in Serpentinen durch die Berge führten und in holprigen Schotterpisten und Feldwegen endeten. Wir genossen die Fahrt durchs Grüne und den Ausblick auf andere Seiten von China, jedoch wäre es vielleicht sinnvoll gewesen ein Warnhinweis aufzuhängen, dass die Straßen nicht für Menschen mit Bandscheibenschäden geeignet sind. Nach knapp 1,5 Stunden erreichten wir unser neues Zuhause für die nächsten zwei Wochen und nahmen unser 4-Bett-Zimmer direkt in Beschlag. In der Gastfamilie wurden wir direkt mit einem leckeren Mittagessen begrüßt, bei dem wir unsere Studenten langsam kennenlernten und uns an die neue Umgebung gewöhnten. Nach einer Mittagspause, in der sich Rebecca von uns verabschiedete, machten wir uns das erste Mal auf den Weg, um Bäume zu pflanzen. Nach der Einteilung der Arbeitsteams und der Ausrüstung mit Hut, Handschuh, Trinkflasche und Arbeitsgerät wanderten wir mit 4 Bäumen im Gepäck den anliegenden Berg hoch. Nach 20 Minuten standen uns bereits die Schweißperlen auf der Stirn und dabei ging dann erst die Arbeit los. „Grandpa“ suchte zuerst eine geeignete Stelle für einen Walnussbaum, dann hackten, schaufelten und buddelten wir eifrig ca. 80 cm tiefe Löcher, in die wir den kleinen Baum pflanzen konnten. Dabei erschwerten die Hanglage, große Steine im Boden und auch das schwüle und sehr warme Wetter diese Aufgabe. Nachdem jedes Team seinen ersten Baum gepflanzt hatte, war die Tagesaufgabe erfüllt und wir machten uns wieder auf den Weg zurück ins Dorf. Als wir alle das Abendessen verspeisten und dieses mit „weißem chinesischem Wein“ ergänzten, erklärten uns die Studenten ihre Pläne für den Abend: So sollten wir uns Fragen überlegen, um einander besser kennenzulernen. Dabei sprachen wir sowohl über unser Lieblingsessen und unsere persönlichen Idole, als auch über Religion und kulturelle Bräuche. Danach gingen wir zum lustige Teil des Abends über als wir ein Spiel – ähnlich wie Wahl-Wahrheit-oder-Pflicht- spielten. Beim Spielen hatten wir so einiges zu lachen und die Zeit verging wie im Flug.


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