Archive for September, 2013

Hallo zusammen,

ich habe zwar nicht mehr die meisten auf dem Kopf, aber der lichten „Rest-Haarpracht“ hätte ich gestern am liebsten den Garaus gemacht!  Unglaublich was sich der S04 gegen diese sch…. SAP-Werksgurkentruppe da erlaubt hat.  Nach zwölf Minuten, und einem herrlich herrausgespielten Führungstreffer (3.Min) durch Prince Boateng, und einem Kopfball von Matip, waren die 1899er eigentlich schon klinisch tot.  Anstatt die Partie mit dem nächsten Treffer zu endscheiden, baselt das königsblaue Abwehrversuchsobjekt solange vor dem eigenen Kasten herum, bis die Hausherren mit dem Anschlusstreffer wieder herankamen.   Genau zum richtigen Zeitpunkt macht Höger mit einer tollen Einzelleistung das 3-1 (40.Min).   Da ist das Ding, so wie es bis dato gelaufen ist eigentlich durch, eigentlich, aber es steht ja der S04 auf dem Platz.     Was vor der Pause passend war, war es unmittelbar nach Wiederanpfiff aus Sicht der Schalker genau das Gegenteil.    Aogo bringt aus welchen Gründen auch immer, einen Hoffenheimer zu Fall, und in der 48. Min steht es nur noch 2-3.   Dann kam was kommen musste.   Ein Freistoß, zentral vor Hildebrands Kiste segelt halbhoch ins linke Eck zum Ausgleich.  Jetzt können Reporter, Zuschauer usw. mit „OH“  und „AH“, und „Super“ auf diesen Treffer reagieren, und mich für sonstwas erklären, aber der war haltbar.   Wenn der Ball nicht mit Wucht auf die Torwartecke kommt, sondern in die andere geschlenzt wird, dann heißt es kurzer Spurt und abdrücken, wie wir es noch in der Sandgrube gelernt haben.  Mit einem richtigen Satz wäre es selbst für den „kleinen“ Hildebrand möglich gewesen den unschädlich zu machen.      Unverständlich auch, das danach nach vorne beim S04 nichts mehr lief.  Natürlich hatten die Hoffenheimer noch zwei glasklare Chancen das Spiel endgültig zu drehen, aber dazu wären sie garnicht erst gekommen, wenn die Keller-Truppe konsequent auf das 3-0, bzw. 4-1 gespielt hätte.   Dieses 3-3 ist am Ende wie eine gefühlte Niederlage.   Verständlich, das Kevin-Prince Boateng kurz nach dem Apfiff noch stinksauer war.  Er weiß wo die Glocken hängen. 10 Punkte Rückstand auf Leverkusen, die Platz drei für sich beanspruchen.   Da bleibt nicht mehr viel Auswahl.  Es ist aber auch zum verrücktwerden.  Die könnten auch noch Messie, den dullen Ronaldo oder sonst-noch-wen verpflichten, wenn die vorne acht Buden machen, kannst du sicher sein, das das komische Gebilde da hinten für ausgleichende Gerechtigkeit sorgt.   Mein Kumpel an Telefon war gestern noch drastischer, und was der alles mit den drei Schalker Torhütern vorhat, ist absolut nicht druckreif.   Im TV hätte es gestern nur gepiept.   Die erste Halbzeit war ja bis auf den Gegentreffer ok, aber genau so ein Tor bringt den S04 ins Schwimmen.    Das sollte am Dienstag wenn es in der Champions League gegen Basel geht, tunlichst vermieden werden, sonst wird in der Schweiz nichts zu holen sein.

Tschüß, bis die Tage und schönen Sonntag

R.A.

Hallo zusammen,

Ich nehme mal an, dass so einige von Euch schon länger auf neue Infos gewartet haben. Aber in letzter Zeit waren zu viele wichtigere private Dinge, so dass der Blog hier meinerseits etwas ins Hintertreffen geraten ist, sorry. Aber nun zum Stand der Dinge. Die Pyxidea-Eier im Brüter sind genau so, wie es sein soll. In vier Wochen dürfte es endlich soweit sein, dass hier die Schlupfzeit beginnt. Beim Durchleuchten ist nun Dreiviertel schwarz gefüllt. Vereinzelt sind noch Blutgefäße zu sehen. Bewegungen sind auch keine Mangelware, Kopf und Füsse sind klar erkennbar. So langsam freue ich mich drauf, wenn die Zeit der Unruhe wieder kommt, wann es endlich losgeht. Jetzt wird wohl nichts mehr schiefgehen, also nur noch die Zeit abwarten.

Das Wetter beschert uns im Moment ja noch sehr schöne Tage. Die adulten Schröten sind noch im muckeligen Gewächshaus, auch des nachts bleibt die Temperatur dort dank Heizung um die 16 Grad. Ich will ihnen auch solange es noch geht diese verlängerte Aussensaison gönnen. Die Spengleris und die Nachzuchten sind schon wieder in ihre Terrarien gezogen, alle aber schon recht ruhig. Nächsten Monat beginnen die Vorbereitungen für die Winterruhe, dann wird es still hier in der dunklen Jahreszeit. Alle haben gewichtsmässig diesen Sommer aber gut zugelegt, es ist trotz verspätetem Sommerbeginn also alles bestens gelaufen. Kein Sorgenkind…..

Ich nehme mal an, dass die nächsten vier Wochen hier wohl auch wie im Flug vergehen – oder sich hinziehen wie Kaugummi, je nachdem, von welcher Seite man es betrachtet 🙂 Aber sobald ich mehr berichten kann, werde ich mich wieder melden.

Nutzt die letzten schönen Tage noch draußen aus, der Winter kommt schnell genug.

Ines

Hallo zusammen,

für den einen war es ein Gewürge, für den anderen eine schwache Vorstellung eines Champions Leagueteilnehmer, und für wohl meisten: ist doch egal, Hauptsache eine Runde weiter.  Das es doch mühsamer wurde als es sich die Verantwortlichen der Königsblauen vorher ausgemalt hatten, lag zum einen an der völlig neu zusammengestellten Startformation, und zum anderen an der taktischen und kämpferischen Leistung der Darmstädter.    Es war schon beeindruckend, wie die 98er die Schalker Führung durch verwandelten Foulelfmeter von Farfan wegsteckten, und fast im Gegenzug nach Freistoß und Kopfballstafette den Ausgleich schafften. Dabei zeigte sich die Abwehr der Königsblauen wieder einmal alles andere als sattelfest.   Der Torwarttausch beim S04 blieb aus, und Szalai quälte sich mit seiner Erkältung über den Platz.   Vorbildlich der Einsatz vom Käpitän.  Wuchtig sprang Benni Höwedes in die Flanke von Höger und brachte seine Truppe wieder in Führung.   Youngster Meyer machte fünf Minuten vor Schluss das Weiterkommen klar. Kurz zuvor hatten die Darmstädter mit einem Kopfball aus kurzer Distanz allerdings die große Chance zum Ausgleich.   Wieder sah die Schalker Deckung nicht gut aus.   „Hightight“ in der Nachspielzeit: Gerald Asamoah durfte noch für eine Minute mitmachen.   Für einen aufopferungsvoll kämpfenden Drittligisten hat es gestern noch gereicht, aber jetzt müssen die angeschlagenen zurückkommen, und für die nächste runde auf Losglück hoffen.

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Dieses Wochenende war mal wieder richtig etwas los in Werl. Es lag ein Duft von gebrannten Mandeln in der Luft und laute Musik war schon am Anfang der Fußgängerzone zu hören. Ja, die Schausteller waren mal wieder in der Stadt und haben ihre bunten Buden und Karussells aufgestellt. Ich liebe Kirmes und deshalb bin ich am Samstag auch mit meinen Freundinnen und unseren Mamas auf die Kirmes gegangen. Letztes mal war mir das Karussellfahren etwas zu ungewohnt und darum bin ich noch nicht mitgefahren, aber dieses Mal hat mich Mama einfach hineingesteckt und schon ging es los. Eine ganze Hand voll Chips wurden gekauft. Das „Matorrad“ war mein Lieblingsgefährt. Nach ein paar Fahrzeugwechseln hatten wir aber keine Lust mehr und nur noch Hunger auf Eis.

Am Sonntag war sogar noch mehr los. Da bin ich mit Papa zu Feuerwehr gegangen, denn die hatten „Tag der offenen Tür“. Papa hat mich gefragt, ob ich einen Waffel haben möchte, aber ich wollte nicht. Ich wollte mir lieber die Spielsachen, Hüpfburg und Feuerwehrautos anschauen. Irgendwann hatte ich dann doch Hunger und gesagt, dass ich doch eine Waffel essen würde. Wir haben uns dann am Waffelstand angestellt und ihr werdet es nicht glauben, die Dame vor uns hatte die letzten zwei Waffeln gekauft 🙁 . Die waren wohl unheimlich lecker und deshalb so schnell weg. Naja, wir sind dann zum Wurststand gegangen und haben uns eine Bratwurst geholt, das ist ja so ähnlich. Ich liebe Bratwurst, am besten mit viel Senf!!!
Als wir da so standen und Wurst aßen, kam der Leiterwagen von einem Einsatz wieder. „Papa, ich will da hochklettern“ habe ich gesagt, allerdings war die Leiter zu dem Zeitpunkt noch unten. Als sie ausgefahren war hat mich Papa dann gefragt, ob ich jetzt immer noch hoch will. Nee, besser nicht, habe ich durch ein Kopfschütteln deutlich gemacht.

Wir sind anschließend wieder in Richtung Kirmes gegangen, denn da wartete Opa Peter schon auf uns. Wir hatten vom Samstag ja noch einige Chips für das Kinderkarussell, aber ich wollte nicht mehr. Papa und Opa Peter auch nicht! Vielleicht sind sie zur Maikirmes noch gültig, dann probieren wir es erneut!!!

Gewinne, Gewinne, Gewinne, Eure Ronja

Hallo zusammen !

Leider komme ich erst jetzt dazu, einen Eintrag zu schreiben, da die letzten Tage doch sehr stressig und ereignisreich waren.

Aber alles von Anfang an : Am Donnserstag, den 19.09.2013, bin ich mit ungefähr 30 weiteren Freiwilligen in Accra gelandet, um für ein jahr in verschiedenen Projekten auszuhelfen.  Abends gegen 18:50 ( es war schon stockfinster ) wurden wir also allesamt von dem Projektpartner des DRK-Mecklenburg-Vorpommern ( über den Bewerbung und seminar abliefen ), ARA, abgeholt. Mit 2 Kleintransportern sollte es dann zum beach-hotel gehen. Man bemerke dabei jedoch, dass wir über 30 Freiwillige sind !!! Natürlich war hier also viel Improvisation gefragt, sodass prompt Gepäckstücke auf den Autodächern festgesurrt wurden und die Hecktüren notdürftig mit Seilen geschlossen wurden.Dicht gedrängt und leicht verschwitzt von der heissen,schwülen Luft ging es dann auch endlich los. Zur Unterhaltung wurden dabei verschiedene Actionfilme gezeigt (ja im auto gab es einen fernseher und dvd-player !! ), die Titel wie „Women in Black“ trugen ( eine  ghanaisch, nigerianische Produktion mit viel Magie und Blut). Nebenbei warben bei jeder Ampel dutzende Frauen verschiedenste Waren wie kochbananen, getrocknete Banenchips, Papayas etc. an. Ein Spektakel, dass man erlebt haben muss !!

In den Tagen darauf wurden wir dann von unseren Mentoren ( ausgebildete Kräft , die uns mit Rat und Tat zur Seite stehen ) eingehend in die ghanaische Kultur eingewiesen ( Essen, Verhalten etc. ), was durch den fantastischen Blick vom Hausdach, wo das seminar stattfand, abgerundet wurde. Von hier aus kann man nämlich einen grossteil der ghanaischen Atlantikküste überblicken… Jeden Morgen konnten wir dann also gemeinsam mit den Mentoren am Strand Frühsport betreiben und danach eine Runde schwimmen gehen, was bei den riesigen Wellen hier besonders Spaß  macht !

Montag ging es dann weiter nach Akwatia, einem recht kleinen Ort im Osten des Landes, wo meine endgültige Arbeitsstelle zu finden ist. Die etwa dreistündige Fahrt war dabei auch schon ein Highlight für sich : Weitesgehend ging es dabei über Landstrassen, die von tückischen schlaglöchern ausgestattet waren, sodass unser Faherer immer wieder im Slalom fahren musste ..

Zum ersten Mal seit meiner Ankunft in Ghana wird hier in Akwatia, einem Ort, in den es nur wenige Touristen verschlägt, extrem auf meine Hautfarbe reagiert : Von überall her strömen Kinder herbei und schreien lautstark „obruni , obruni “ ( weisser Mann ) und fragen danach „obruni, how are you ?“. Jeder wusste hier auch sofort meinen Namen, bevor ich auch nur wenige schritte durch die stadt gegangen bin…

Gerade in diesem Moment kann ich lautstarkes Trommeln und Gesang vernehmen, und es ist spät geworden !!

Und ich weiss schon jetzt, dass ich morgen schon zu sehr früher stunde von dem Aufruf des örtlichen Imam geweckt werde und von dem hecktischen Treiben miner Nachbarn.

But This is Ghana and i like it !!!

PS: Fotos kommen leider erst demnächst und natürlich widme ich meinem arbeitsplatz, dem “ My shepherd orphanage „, einen eigenen Eintrag !!

Viele Grüße aus Ghana

Marcel Wolf

Hallo zusammen,

die Mainzer unterlagen im Aufeinandertreffen der Karnevalshochburgen dem Zweitligisten aus Köln mit 0-1.   Die Nachbarn von der B1 benötigten die Verlängerung um die „Löwen“ aus München im Käfig zu halten.  Auch der HSV tat sich schwer.  Am Ende ist es ja egal wie, denn es zählt ja wirklich nur das Weiterkommen, aber der S04 sollte gewarnt sein.   Das Julian Draxler und Kevin-Prince Boateng ausfallen, ist ja nicht unbedingt eine Meldung die zur Beruhigung beträgt.   Nun kann der Aussenstehende ja sagen, momentmal, der S04 ist Erstligist und Champions Leagueteilnehmer, Darmstadt 98 spielt in der Dritten Liga.   Alles richtig, aber wie jedes Jahr das Christkind kommt, und für Überraschungen sorgt, so ist auch in jedem Jahr der Pokalwettbewerb praktisch das „irdische“ Pendant.   Seien wir mal ehrlich, von aussen zuschauen und sehen wie ein „Großer“ bei einem sogenannten „Kleinen“ strauchelt, macht ja doch etwas Schadenfreude.  Mit der Einschränkung, solange es „seinem“ Klub nicht widerfährt.  Oder?   Deshalb halte ich mich heute auch noch geschlossen, bis das Spiel in Darmstadt gelaufen ist.   Es wird seitens der Königsblauen wieder eine neuformierte Truppe auf das Feld laufen.  Angefangen vom Torwart.  Ralf Fährmann soll aber nur heute Abend als Nummer eins im Schalker Gehäuse stehen.   Und was ist, wenn er zum Pokalheld avanciert?    Die Jungspunde Goretzka und Meyer können sich beweisen, genau wir Clemens, der wohl Draxlers Part auf der linken Seite einnehmen wird.   Bleibt noch die Frage wer die Tore für den S04 schießen soll, wenn die Erkältung auch noch Szalai flach legt?   „Asa“ ist ja vorsichtshalber dabei.  Auch er hat das Potenzial zum „Pokalheldentum“.     Man will ja schließlich nach Berlin, und nicht nur im November zur Hertha.

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Hallo zusammen,

der Fall kann mit einem Böllertor tief sein. Der S04 ist am morgigen Mittwoch im DFB-Pokal zu Gast bei Drittligist Darmstadt 98.  Spielstätte Stadion am Böllenfalltor.  Da mussten in der ersten Runde schon die Gladbacher in die Fallgrube.  Nach der Pleite gegen die Bayern sind die „Lilien“ garantiert nicht der gewünschte Aufbaugegner.  Pokal und die Unterklassigen, eine unendliche Geschichte.  Der Gegner muss ernst genommen werden, ansonsten brauchen sich die Königsblauen ab Mittwochabend nur noch auf zwei Wettbewerbe konzentrieren.    Auch das Fernsehen wittert wohl eine „Sensation“ um dann wieder über den S04 herfallen zu können.    Wenn ich es recht in Erinnerung habe, wurde die Partie als Liveübertragung ausgewählt, zu dem Zeitpunkt, als der S04 noch sieglos war, und D98 M’gladbach ‚rausgeschmissen hatte.   Anders kann ich mir es nicht erklären, denn sonst wäre garantiert ein Spiel der Bayern gegen einen Verein aus der Kreisliga, wenn sich denn einer qualifiziert hätte, als „Quotengarant“ übertragen worden.   Schwer genug wird es trotzdem für den S04, denn Huntelaar fällt noch aus, Szalai ist angeschlagen, und so überlegt man, Gerald Asamoah, der in der zweiten Mannschaft der Schalker aktiv ist, in den Kader für das Pokalspiel zu holen.    Nach dem kurzen Zwischenhoch und der Ernüchterung gegen den Rekordmeister, muß nun wieder ein neuer Anlauf gestartet werden.    Da wäre ein Weiterkommen eigentlich schon Pflicht.  In der Liga folgen dann die Auswärtsaufgabe in Hoffenheim, wo noch etwas zu regulieren ist, und dann kommt Augsburg in die Arena.  Von der Champions League reden wir jetzt mal noch nicht.  Eins nach dem anderen.   Die Aufgaben steigern sich:  DFB-Pokal – Liga – CL.  Der S04 muss sich mit steigern.

Tschüß, bis die Tage

R.A.

P.S.: Der Zypriote darf das auch ruhig lesen und TV schauen, auch wenn BMG nicht mehr dabei ist. 😉

Wenn ich mich in meinem Kalender nicht verzählt habe, bin ich nun seit 43 Tagen in Ghana. Das ist lang genug, um sagen zu können: Ich habe einen Alltag. Natürlich erlebe ich nach wie vor Überraschungen und nehme neue Kuriositäten wahr, was sicherlich auch daran liegt, dass meine Augen nun in dem bunten Potpourri die zahlreichen Details erkennen können. Doch alles in allem habe ich mich an das meiste gewöhnt. Dank guter Vorbereitungen in den beiden Seminaren meiner Entsendeorganisation „bezev“ warte ich noch immer auf den Kulturschock, der viele Freiwillige ereilt. Klar, die Armut vieler Ghanaer lässt mich nicht unberührt, aber ich bin mit diesem Wissen hierher gekommen und dementsprechend wurde ich von den zahlreichen Behausungen, die in Deutschland vielleicht gerade einmal (und von vielen nicht einmal) als Geräteschuppen genutzt würden, nicht umgehauen. Im Gegenteil, das ist pures Leben! Ohne Schnörkel, Toilettendeckelbezug und Milchaufschäumer. Es wäre absolut vermessen, zu sagen, dass ich die Leute für diesen Lebensstil bewundere. Oder dass die Leute trotz ihrer Armut glücklich sind. Ich schätze, die meisten würden ohne eine Sekunde zu zögern mit mir tauschen und für mich nach Deutschland gehen. Um mein Leben zu leben, das mir so viele Perspektiven und Sicherheiten bietet. Ich kann diesen Menschen natürlich nicht ihre Armut nehmen, aber wenigstens kann ich mein Leben ein bisschen ghanaischer gestalten und meinen westlichen Reichtum weniger ausnutzen. Hier wird z.B. alles benutzt, bis es seinen Zweck nicht mehr erfüllt. Dann wird es, wenn möglich, für etwas anderes oder jemand anderen zweckentfremdet und erst dann, wenn nichts mehr geht, durch etwas Neues ersetzt. Oder eben nicht. Sicherlich wird dies so gehandhabt, weil finanzielle Mittel knapp sind. Aber ich, und da bin ich bestimmt nicht allein, bin bisher immer ganz anders mit Gegenständen mit Schönheitsfehlern umgegangen. Auch diese Erkenntnis packe ich in meinen Koffer.

Letztes Wochenende, als ich wieder in Kumasi war, habe ich einen 19Jährigen kennengelernt, der bei seiner für ghanaische Verhältnisse einigermaßen wohlhabenden Tante lebt. Ich glaube, seine Mutter ist zu arm, um ihn zu versorgen. Er geht jedenfalls momentan zur Junior High School, die monatlich schon eine ordentliche Stange Geld kostet. So wie es momentan aussieht, wird er nicht zur Senior High School gehen können, um eine Berufsausbildung abzuschließen, da dies die finanziellen Möglichkeiten der Familie nicht zulassen. Wie unfair! Als ich das von ihm hörte, war ich wirklich ergriffen und zugleich beschämt, dass ich nach meiner bereits absolvierten Ausbildung noch ein Hochschulstudium beginnen möchte, „nur“ um mich noch besser auszubilden. Vielleicht war ich in diesem Moment etwas zu vorschnell, aber in meiner das-ist-alles-nicht-fair-Stimmung habe ich ihm gesagt, dass ich nach Möglichkeiten schauen werde, die ihm vielleicht helfen können. Schließlich habe ich die Verbindung zu einem reichen Land. Jetzt setzt er, glaube ich, große Hoffnungen in mich. Aber ich möchte mein Wort halten und es wenigstens probieren. Habt ihr, liebe Leser, nützliche Ideen? Nutzt doch bitte die Kommentarfunktion.

Nun möchte ich etwas leichtere Kost bieten, schließlich soll ein Blog ja auch unterhalten. Und zwar habe ich meinen ersten Skorpion in freier Wildbahn gesehen! Und auch, wenn das Photo die Größe des Skorpions nicht korrekt wiedergibt, ich fand ihn riesig! Ich habe ihn lange beobachtet, denn seine Bewegungen waren echt faszinierend. Diese endeten jedoch abrupt, als eine ghanaische Mitarbeiterin einen dicken Stein auf ihn warf. Hier wird mit allem, was gefährlich sein könnte, nicht lange gefackelt. Auch Schlangen werden direkt mit Stöcken oder Steinen erschlagen, da kennt man hier nichts. Eine Schlange habe ich übrigens auch schon gesehen, die war allerdings kaum größer als ein Bleistift. Aber hey, Schlange ist Schlange. Für ein Foto war sie aber leider zu schüchtern.

Ich möchte übrigens bald in eine Gastfamilie ziehen. Ich durfte letztes Wochenende einen kurzen Einblick in zwei Gastfamilien haben, als ich bezev-Freiwillige in Kumasi besucht habe. Mir hat es so gut gefallen, dass ich mir das auch für mich wünsche. Sicherlich muss ich dann einige Freiheiten abgeben, ich bekomme dafür aber bestimmt einen tieferen Einblick in Ghanas Kultur und außerdem mehr Kontakt zu Einheimischen. Im Moment verbringe ich nämlich mehr Zeit mit niederländischen Volunteers, als mir lieb ist. Schließlich bin ich in Ghana!

So, ich gehe noch schnell in die Stadt auf eine Runde „fried yam“ (eine Wurzel, die eine leichte Ähnlichkeit mit Kartoffel hat) oder „rice with stew“. Und dann ist auch schon fast Schlafenszeit, schließlich ist es schon „spät“.

Es grüßt euch,

Simon

PS: mehr Fotos von Nkoranza und von der Arbeit reiche ich in den nächsten Tagen nach. Alle, die mich kennen, kennen ja auch meine Vergesslichkeit…. Ach, und „Meda ase“ heißt „danke“ auf Twi, der Sprache, die hier in der Region gesprochen wird. Danken möchte ich für euer reges Interesse an und positives Feedback für meine Beiträge!

Hallo zusammen,

so wird das auf Jahre nix mit einem Platz ganz oben in der Tabelle.  Zwanzig Minuten Paroli bieten, und dann durch eingene Unzulänglichkleiten den Rekordmeister zu Toreschießen einladen, ist halt schlicht und einfach zu wenig.  Es wird ja immer von Zuteilung gesprochen.  wo bitte war denn die bei den Kopfball!!!treffern von Schweinsteiger!!!  und Mandzukic.  Das der Chipsverschlinger von Kasse 3 bei den „Kopfballexperten“ wie Höwedes und Matip so frei einicken kann, ist ja fast so als wenn ich auf der PGA-Tour bei den Masters in Augusta auf einem 478 Yards langen Par 4 ein Hole-in-one fabriziere.   Das war nichts.   In dieser Phase wurde auch da noch deutlich warum die Bayern in dieser saison das Maß aller Dinge sein werden, den wenn in der Anfangsphase ein Fußballer europas blass bleibt, dann gibt es genügend andere, die das Spiel organisieren können.   Enttäuschend war, das nach dem Doppelpack der Gäste, die Schalker völlig zusammenbrachen.   Sie standen da wie das Kaninchen vor der Schlange, und der FCB konnte da mehr oder weniger eine Trainigseinheit abspulen.    Spätenetens mit Beginn der zweiten Halbzeit hätte man mehr Feuer der Königsblauen erwartet.  Agressive Zweikämpfe, Laufbereitschaft, Kampf bis die Puste ausgeht.   Zumindest erkennbar versuchen den Anschlusstreffer zu erzielen.  Wenn man dann durch einen Konter das dritte Tor kassiert häte, wäre es ja nur eine logische Konsequenz gewesen, aber man hätte sich auf Seiten der Schalker nichts vorwerfen können.   so war es langweilig, und man hätte eigentlich getrost nach 22 Minuten die Arena verlassen können, verpasst hätte man nichts mehr.  So haben wir den Treffer von Pizzaro nicht mehr gesehen, denn da waren wir schon auf dem Weg zur Bratwurstbude und Auto.    Natürlich wurde im Block wieder die Trainerfrage gestellt, und warum spielen denn Matip und Neustädter immer noch.   Boateng viel zu hoch gelobt, und 8 Mio für so einen wie Szalai.     Bei vier Pflichtspielsiegen in Folge stellte niemand diese Fragen, zumindest habe ich sie im Umkreis von 20 Metern nicht gehört.  Aber auch nicht anderswo.    Es war nach den beiden Gegentreffern nicht mehr drin, weil der Mut fehlte.  Man hatte den Eindruck das die spielr jetzt Angst hatten eine derbe Klatsche zu bekommen.  Naja, 0-4 ist ja nicht gerade als knapp und äußerst unglücklich zu bezeichnen.       Jetzt gilt es Folgeschäden zu vermeiden.  Darmstadt 98, Gegner im DFB-Pokal am kommenden Mittwoch wird auch vor dem Fernseher gesessen und fleißig Notizen gemacht haben.   Schade, dabei fing alles so gut an.  Vor den Spiel war Loddar mal in Originalgröße zu bestaunen. Ließ sich mit Fans fotografieren, genau wie „Asa“, der die Jacke meiner Frau im vorbeigehen streifte. Damit war für sie eigentlich schon alles gelaufen.  Ob die Jacke jeweils mal eine Reinigung erfährt, ist augenblicklich sehr offen.

Tschüß, bis die Tage, und nicht vergessen: Wählen gehen!

R.A.

P.S.: eine Bitte an DFL und DFB: die Vereine könnten eine Menge Geld sparen, wenn die gestrichelte Linie, auch bekannt als Kohdsching-Zohne, abgeschafft würde. Das Markierungsmaterial ist nicht billig.  Denn die vierte Offizielle gestern, Frau Bibiana Steinhaus, hatte wohl Gefallen am Trainer des FCB, der permanent über den Balken trat, ohne das sie eingriff. Nicht ein mal.  Ein Trainer aus Freiburg oder Augsburg, und ein anderer vierter Mann an der Linie, und es hätte Ermahnungen, und in der ersten Halbzeit hätte er sich auf der Tribüne wiedergefunden.   Sollen sich die Schiris auch an die Regeln halten, oder schafft diesen Schwachsinn einfach ab!

Hallo zusammen,

der Franzose kommt über Links, der Holländer mit dem linken Klumpen über rechts, und die anderen verteilen sich über den (leicht ramponierten) Rasen.  So, und jetzt ab und dran.  So ähnlich könnte die Ansprache eines Cheftrainers sein, wenn du gegen den Rekordmeister antrittst.  Da brauchst du keinen großartig motivieren, da sind sowieso alles heiß wie Frittenfett.   Verstecken, und erstmal gucken watt der Ball macht, dann kannst du gegen die Bayern auch gleich in der Kabine bleiben, oder dir die Dinger selbst reinhauen, und in der Halbzeit den Schiri bitten das Spiel jetzt zu beenden, denn es ist ja Samstagabend, und da hat man ja schließlich noch was vor, und außerdem beginnt gleich „Verstehen Sie Spaß?“      Natürlich müssen die Schalker heute an ihre Grenzen gehen, und voll dagegen halten, um eine Chance zu haben.   Und wenn sich eine bietet, dann muss die eiskalt ausgenutzt werden, denn ich kann mir nicht vorstellen, das am Ende auf dem Statistikbord 28-1 Torchancen bei 95% Ballbesitz für den S04 stehen.    Die können von mir aus die Bayern haben, wenn am Ende zumindest ein Punkt in Gelsenkirchen bleibt.   Es wäre auch schön, wenn sich nicht alles auf den „Princen“ konzentrieren würde, denn es gibt auch noch 10 andere Mittspieler auf dem Feld.    Der Gegner kann das ruhig machen, dann bleibt mehr Platz für die anderen.      So, und jetzt raus, und haut se wech, damit der Beginn des Oktoberfestes das einzige ist was die Lederhosenträger heute zu feiern haben!

Tschüß, bis die Tage

R.A.