28.08.2013

Und schon wieder ein schöner Tag vorbei!
Der Morgen begann für manche von uns um 7 Uhr, als die Schweine gefüttert, der Hühnerstall geöffnet und die Ziegen und Schafe an den Wegen an Sträuchern und Pfählen festgebunden wurden. Nach dem hier üblichen Frühstück – mit Butter bestrichene Brote – ging es mit einem „Panga“, zu deutsch Machete, los in Richtung der 92-jährigen Großmutter. Dort bekamen wir noch eine Zweite und zerhackten fleißig bereits gefällte Bananenbäume, um sie anschließend an die Kühe zu verfüttern. Diese Arbeit machte so viel Spaß, dass wir sie jetzt möglichst jeden Tag machen werden. Danach ging es aufs Feld, eine Art größeres Gras mit den Pangas zu scheiden, damit auch dieses an die Kühe verfüttert werden kann.

Unsere weitere Arbeit bestand darin zwei Bananenbäume mit Hilfe der Pangas zu fällen. Dabei  bevorzugte Jan allerdings lieber seiner Schweizer-Taschenmesser, was im Gegensatz zu den Pangas ein sehr, sehr kurze Klinge besitzt (Unser Guide glaubte nicht, dass ein Taschenmesser einen Bananenbaum fällen konnte). Doch er konnte unseren afrikanischen Gastgeber von seinem Messer überzeugen und einen Baum fällen. Den anderen fällten wir dann schließlich mit dem Panga, da dies eindeutig schneller ging.

Am Nachmittag stand für uns ein Spaziergang, ja eigentlich schon eine Wanderung zum Wald um den Mount Kenya an. Der Weg führte uns durch die vielen Teeplantagen hier in Kenia und zeigte uns mal wieder aufs Neue, in welch wunderschöne Landschaft es uns verschlagen hat.

Als Highlight unserer kleinen Wanderung kamen wir schließlich zum dem Wald, welcher zum Schutz vieler dort noch lebenden afrikanischen Tierarten, wie Elefanten, Affen, Schlangen usw., eingezäunt ist. Nach einigem Verhandlungsgeschick unserer Guides führten uns schließlich zwei Ranger durch diesen und wir hatten das Vergnügen, ein Stückchen unberührte Kenia-Natur zu erleben. Zu sehen gab es dort für uns wunderschöne Pflanzen, Bäume und auch Tiere, wie zum Beispiel Affen, Ameisen und sogar ein Stückchen tote Schlange. Da die Ranger allerdings nur Pangas mit sich führten, kehrten wir nach einer halben Stunde Wanderung um. Sie gaben uns zu verstehen, dass für eine längere Wegstrecke Schusswaffen gebraucht würden, um unsere Sicherheit, z.B. vor Elefanten, zu gewährleisten.

Erschöpft von dem weiten Ausflug werden wir bald ins Bett gehen, denn die Kühe haben auch morgen früh wieder Hunger.

Jan und Jan-Hendrik


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