Der heutige Tag begann mit einem weiteren Schritt in Richtung Eingliederung in das chinesische Alltagsleben: Wir sind mit dem Bus zu der „English Training School“ gefahren, in der wir nun alle wichtigen Informationen über die nächsten vier Wochen erhielten. Anfangs verstanden wir nicht, warum Rebecca immer geradezu auf ein Fußballstadion zulief und dann eine Treppe hinauf unter die Tribüne ging bis wir schließlich wirklich vor der Schule standen, welche sich wirklich dort oben befand.
Während der Introduction erhielten wir viele wichtige Informationen über China, die Provinz Yunnan, Kunming, Dali und das Dorf Shang Qing Village, wo wir uns ab dem 02.September der Aufforstung widmen werden. Eine kleine Pause während der Introduction nutzten wir für einen Ausflug in den Wall Mart, wo wir schon damit anfingen Preise vieler Produkte in Deutschland und China zu vergleichen. Zum Mittagessen durften wir schon wieder neue chinesische Köstlichkeiten probieren, von denen wir in Deutschland noch nie etwas gehört hatten. Wir aßen Jiaozi und Mantau -beides eine Art Maultasche gefüllt mit Algen, Tofu und anderem Gemüse-, Mantou – kleines ähnlich gefüllt wie die Jiaozi und Hirsepfannkuchen. Am Nachmittag machten wir uns auf Entdeckungstour durch Dali New Town. Dort befinden sich vor allem viele Boutiquen und Shops, aber auch Märkte und Restaurants. Auf einem der vielen Märkte schlossen wir uns dem neuen chinesischen Trend an: „Sticken nach Zahlen“ 🙂 Außerdem machten wir noch einmal einen kleinen Abstecher zum Fußballstadion, um der örtlichen Fußballmannschaft beim Training zuzusehen. Dies war jedoch für eingefleischte Fußballfans -wie Franzi und Vicky – sehr ernüchternd. Auch abends war es Rebecca wieder wichtig uns etwas neues zu zeigen. Wir gingen in ein Restaurant, dass auf den chinesischen Hot Pot spezialisiert ist. Dabei steht in der Mitte des Tisches eine große Schüssel, die mit einer Suppe mit vielen Einlagen wie Fleisch, 3 Arten Tofu, Nudeln, Blumenkohl, Algen, Sprossen und „Wurst“ gefüllt war. Dazu aßen wir Reis und auch Apfelpfannkuchen. Als Höhepunkt des Tages schafften wir es glücklicherweise noch die wichtigste Mission zu erfüllen: Lena und Franzi kauften sich eine lilafarbende Gitarre, die nun den ganzen Abend ausprobiert wurde und uns beim Singen nun tatkräftig unterstützen wird. Gerade eben haben wir auch das erste Mal unsere Gastmutter getroffen. Leider ist Rebecca schon nach Hause gefahren und so haben wir unseren Mut zusammengenommen und sind spontan zu ihr gegangen, um uns ihr mit unserem begrenzten chinesischen Wortschatz vorzustellen. Dabei versuchten wir auszudrücken, wie wir heißen und dass wir uns bedanken, dass wir bei ihr wohnen können. Für mehr hat es bisher noch nicht gereicht, aber für das Wochenende steht nun Chinesisch-Unterricht auf unserem Programm. Es kann also nur besser werden. 🙂 So geht jetzt ein weiterer ereignisreicher Tag zu Ende bei dem wir als eine wichtige Regel des chinesischen Lebens erkannten: Achte bei Autokauf nicht auf die PS des Autos sondern immer auf die Lautstärke und Ausdauer deiner Hupe.


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