Heute Morgen stand der Besuch von Dalis Krankenhäusern auf dem Programm. Das Erste, war ein sehr westlich orientiertes. Das riesige Hochhaus erinnerte beim Eintreten entfernt an einen Flughafen. Überall waren Wartebereiche und Krankenschwestern mit weißen Kitteln und Mundschutz wuselten durch die Menschenmasse. Rebecca erklärte uns, dass die Krankenhäuser in China eher eine große Gemeinschaftspraxis darstellen, da die Patienten sich einen speziellen Arzt aussuchen, dann eine Nummer ziehen und warten, bis sie an der Reihe sind. Dieses Gesundheitssystem hat auch in der Innenstadt Spuren hinterlassen, da wir bis jetzt noch keinen niedergelassenen Arzt entdeckt haben mit der Ausnahme von Zahnärzten. Das zweite Krankenhaus war für uns ungewöhnlicher. Es war ähnlich groß wie das erste, jedoch war es nicht ganz so voll. Schon beim Hereinkommen stieg uns ein krautiger Geruch in die Nase. Wir erfuhren, das es in diesem Krankenhaus lediglich die traditionelle chinesische Medizin praktiziert wird und keinerlei westliche Methoden wie Tabletten oder Infusionen angewendet werden. Wir konnten in einige Behandlungsräume schauen und den meisten Patienten wurde mit Massage oder auch mit Akupunktur geholfen. Am Ende des ersten Ganges wurden die Medikamente ausgeteilt. Es war sehr interessant anzusehen, wie die Mediziner mit für uns altertümlichen Waagen die Heilmittel individuell mischten und abpackten. Schließlich waren wir froh das Gebäude wieder verlassen zu können, da nach einiger Zeit der Geruch für uns sehr unangenehm wurde. Da wir im Gesamten nicht sehr viel Zeit für die Krankenhausbesuche benötigt hatten, spazierten wir ein wenig durch Dali, bis wir vor einer weiteren Schule Werbung für die English Training School machten. Dort erfuhren wir von Rebecca einiges über das Schulsystem und auch den Schulalltag : Wie in Deutschland ist die Grundschule kostenlos und in der Regel gehen die Kinder auf die, die ihrem zuhause am Nächsten ist. Jedoch gibt es, wie Rebecca uns erklärte, den Trend, dass Schüler eine besuchen, die weiter entfernt ist, dafür aber einen besseren Ruf hat. Anders jedoch ist es, dass die Schulen riesig sind und ca. 2000 Schüler beherbergen, was sich auch in der Klassengröße zeigt, die in der Regel zwischen 60 und 70 Schülern schwangt. Ein weiterer Unterschied ist, dass die Eltern ihr Kind immer zur Schule bringen und abholen, was sich aufgrund der Mittagspause auf viermal pro Tag beläuft. Dadurch kommt es pünktlich nach der Schuluhr zu Verkehrschaos auf den überfüllten Straßen. Nach der Mittagspause machten wir uns zu dem See auf, der am Rande Dalis liegt. Dort besuchten wir einen wunderschönen Park, den Er-hai Lake Park, der voller Blumen war und uns in ein Bilderbuchchina versetzte. Dort sahen wir wunderschöne chinesische Lotusblüten. Dieser Ausflug war besonders gelungen, da das Wetter perfekt war: Die Sonne schien vom fast wolkenlosen blauen Himmel. Und ein immer leicht wehender Wind machte die 26 Grad sehr angenehm. Alleine der Er-hai Lake war einen Besuch wert, da er so riesig war (250 km², zweitgrößter Hochlandsee Chinas), das man das andere Ufer nur erahnen konnte.  Hunderte von Fotos später verließen wir den Park und gingen entlang eines Flusses, der vom See in die Innenstadt fließt, zurück in die Stadt. Nach dem Abendessen machten wir uns erschöpft auf den Heimweg. Dabei sind wir froh unsere Beine hochlegen zu können, da wir heute mal wieder große Strecken zu Fuß zurückgelegt haben.


Über die Autorin/den Autor:  To change this standard text, you have to enter some information about your self in the Dashboard -> Users -> Your Profile box. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: