27.08.2013

Guten Abend,

der zweite volle Tag auf dem Dorf ist vorüber und wir haben wieder viel gelernt. Nicht nur, wie man Chapati (traditionelles afrikanisches Essen, eine Art Pfannkuchen) zubereitet, sondern, wie der Alltag auf einer Farm generell abläuft: Aufstehen, frühstücken und ab aufs Feld bis zum Mittagessen. Diesmal bei dem Sohn der Gastmutter der Jungs, denn auf ihrem Hof haben wir bereits erfolgreich alles zugepflanzt. Afrikanische Landwirtschaft ist etwas chaotischer – die Pflanze kommt dahin,wo gerade Platz ist. Jenen fanden wir für 6 weitere Bäumchen und etliche Reihen Mais. So staunte der Nachbar nicht schlecht, als er das Feld sah und alles umgegraben und bepflanzt war.

Heute ging die Arbeit noch ein wenig schneller, sodass vorm Mittagessen noch Zeit war, um ein Feld per Hand durchzupflügen. Sehr interessant fanden uns besonders die Kinder, die uns die ganze Zeit bei der Arbeit zuschauten. Auch die Erwachsenen waren belustigt, vor allem bei unserer Frage „Where is the next field?“. Damit müssen wir jedoch bis morgen warten.

Dagegen hatte Rose das Mittagessen schon für uns vorbereitet. Satt und zufrieden gingen wir danach zurück in unsere Gastfamilien, um den ganzen Dreck abzuduschen, der sich während der Arbeit besonders an den Händen und in unseren Haaren gesammelt hatte. Wir waren sehr überrascht, dass unsere Guides uns quasi zum Duschen gedrängt haben. Später wurde uns erklärt, dass es als Unsitte gilt, in Arbeitsklamotten ins Dorf zu gehen.

Nachmittags besuchten wir Verwandte und Freunde der jeweiligen Familie, bis wir nach mehrmaligem Aneinandervorbeilaufen bei der Großmutter der Jungs aufeinandertrafen. Die 92-Jährige freute sich so sehr über unseren Besuch, dass sie uns nicht eher gehen ließ, bevor sie uns alles gezeigt hatte – einschließlich den Weg zurück, den wir viel zu bald antreten mussten. Denn zuhause angekommen, war es schon Zeit fürs Abendessen: Spaghetti! Statt einer Soße gab es dazu    einen der verschiedenen üblichen Eintopf mit Chapati.

Müde von der Arbeit fielen uns – und Dennis – beim Zusammensitzen mit der Familie schon fast die Augen zu, sodass wir früh ins Bett gingen und nun nach einer erholsamen Nacht in den nächsten Arbeitstag starten können.

Wir wünschen Euch mindestens genau so viel Spaß bei der Arbeit, wie wir ihn hier haben 🙂

Liebe Grüße,

Maike und Katharina


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