Nachdem Lars und Stefan heute morgen von ihrem Kalb als Spielzeug missbraucht wurden, ging es, genauso wie die letzten Tage auch, mit Eimern und Schaufel Richtung Berg über Felder und Landstraße.

Dort bewässerten wir kleine Walnussbäume mit dem Wasser aus einem nahegelegenen Bach, der übrigens aus unerfindlichen Gründen den See, der vorgestern noch ausgetrocknet war, wieder aufgefüllt hat.

In der Mittagspause, in der die Chinesen normalerweise ein Nickerchen machen, kaufte die Großmutter ein Hühnchen beim Nachbarbauern, welches Lars schlachten durfte und wir anschließend gemeinsam rupften. Großmutter, Großvater und unsere Leihköchin flambierten das Huhn, nahmen es gemeinsam aus und bereiteten es für den abendlichen Verzehr vor.

Am Nachmittag ging es dann erneut auf den Berg, um dort weitere Bäume in der prallen Sonnen zu bewässern. Doch glücklicherweise schützen uns wie immer die Strohhüte von Familie Zhang.

Nach der Arbeit genossen wir dann alle das leckere Abendessen und das frische Huhn. Besondere Delikatesse war der gekochte Hühnerfuß, der sehr lecker schmeckte und die Konsistenz von Wackelpudding besaß.


Über die Autorin/den Autor:  Laureen Dilgert vom St. Christophorus-Gymnasium ist im Rahmen des Projekts "Welt:Klasse" für vier Wochen in China. Sie berichtet im Blog aus der Provinz Yunnan. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: