Nachdem uns der Hahn heute früh geweckt hatte, ging es für uns und die vier Chinesinnen mit Opa Zhang aufs Feld, um dort in Partnerarbeit jeweils mit einer Studentin mit Spitzhacke und Schaufel in den trockenen, steinigen Boden Gruben für die angehenden Walnussbäume auszuheben. Nach dem Mittagessen und einer erholsamen Pause ging es wieder zurück auf das Feld, um in die Gruben kleine Walnuss-Setzlinge zu pflanzen. Der Großvater leitete uns dabei an und half tatkräftig mit, sodass wir nach etwa einer Stunde stolz 8 kleine, eingepflanzte Walnussbäumchen präsentieren konnten. Dies sind die ersten Walnussbäumchen, die wir in mühseliger Handarbeit in China eingepflanzt haben und so einerseits den Bauern helfen konnten, andererseits aber auch einen nachhaltigen Schritt für unsere Umwelt taten. Zum Schluss mussten wir dann unserer Hauptaufgabe nachgehen: dem Bewässern. Wie wir gestern bereits geschrieben haben, ist hier in Yunnan im Moment Trockenzeit, daher ist es wichtig, die Bäume ausreichend zu bewässern. Unsere acht Walnuss-Bäume bekamen sozusagen als Startkapital alle 25 Liter Wasser geschenkt. Zum Abschluss des Tages hatten wir nach dem Abendessen noch eine kleine Gesprächsrunde mit den chinesischen Studentinnen über die Unterschiede zwischen China und Deutschland.


Über die Autorin/den Autor:  Wilke Malcherek vom St. Christophorus-Gymnasium ist im Rahmen des Projekts "Welt:Klasse" für vier Wochen in China. Sie berichtet im Blog aus der Provinz Yunnan. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: