Hier melde ich mich mal wieder aus dem immer noch verschneiten Amerika.
Der Winter

war eigentlich fast rum, bis uns der andauernde Schnee
wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Dabei hatte ich
mich doch so auf die aufgehenden Blümchen und die ersten Sonnenstrahlen
in diesem Jahr gefreut. Aber darauf muss ich wohl noch ein bisschen
warten…
Die Frühlings-Sportarten sind angefangen, und ich habe mich für Tennis
entschieden. Jeden Tag habe ich nach der Schule zwei Stunden Training
und Samstags bleiben wir auch nicht verschont, an diesem Tag trainieren
wir drei Stunden. Die Trainer nehmen keine Rücksicht auf das Wetter, es
wird trainiert, egal wie kalt oder windig es ist! Denn hier in den USA,
ist Sport sehr wichtig und wird sehr ernsthaft betrieben. Jeder um zu
gewinnen, der Spaß steht da erst an zweiter Stelle.

Hoffentlich zahlt sich das aus, so wie sich mein hartes Training beim
Cross Country ausgezahlt hat. Meine Freundin hatte durch Zufall
mitbekommen, das die Auszeichnungen für die Läufer vergeben werden. Sie
ist in der Pause sofort zu mir gerannt, und erzählte mir, das sie einen
Pokal sah, wo mein Name drauf war! Ich konnte ihr im ersten Moment gar
nicht glauben und fragte sie, ob sie am Spaßen wäre. Als ich dann
realisiert habe, das es ihr sehr ernst war, ging ich zu meinem Trainer.
Dort habe ich einen Pokal bekommen, als Spieler mit der größten
Verbesserung. Er übergab mir den Preis mit den Worten:
,,Congratulations, you did a great job!“ Mir wurde warm und kalt zur
gleichen Zeit, ich habe mich so gefreut, dass mir die Worte gefehlt
haben. Mit einem Pokal, auf dem sogar mein Name eingraviert ist, nein,
damit hätte ich, Hannah Keyen aus dem kleinen Örtchen Büderich, doch
niemals mit gerechnet! Die darauf folgenden Tage hatte ich durchgehend
ein Lächeln auf dem Mund, es ist ein gutes Gefühl, so viel Anerkennung
zu bekommen.


Über die Autorin/den Autor:  Ein Jahr besucht Hannah Keyen aus dem Werler Stadtteil Büderich im US-Bundesstaat Connecticut die Highschool, lebt eine Autostunde von New York entfernt bei Gasteltern. Von ihren Erlebnissen in Amerika berichtet die 15-jährige Schülerin im Anzeiger-Blog. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: