Wie wir alle wissen, gehört zum Stardasein natürlich auch die Arbeit vor der Kamera. Das haben wir heute bei der Umsetzung unseres Bildungsauftrags noch einmal zu Spüren bekommen.Während wir unterrichteten wurden wir nämlich gefilmt, um unsere Lehrmethoden zu dokumentieren. Somit hat der Begriff Bildungsfernsehen eine ganz neue Dimension erhalten. Am Nachmittag ging es dann zusammen mit Mister Shang zur größten Zementfabrik Yunnans und einer der größten Chinas, die sich mit drei Worten beschreiben lässt: Staubig, laut und staubig. Jährlich werden hier 6 Mio. Tonnen Zement produziert und hauptsächlich nach China und Myanmar verkauft. Während unserer Besichtigungstour mit Mister Li, einem hochrangigem Maschinisten, durften wir eine der 900 Arbeiter interviewen und erfuhren dabei beispielsweise, dass die Arbeiter 6 Tage am Stück 8 Stunden täglich nonstop arbeiten und dann 2 Tage frei haben. Zwar trugen sie alle Helme und Staubmasken und es hingen überall Warnhinweise (beispielsweise vor herabfallenden Menschen), dennoch waren die Arbeitsbedingungen unsicher und beispielsweise für das Gehör gesundheitsschädigend. Vor allem der Staub ist für die Lungen belastend. Das Gestein, das über Bänder von den Bergen ins Tal befördert wird, wird zuerst in mehreren Gängen zermahlen und dann auf über 1400 °C erhitzt. Nach einem Mischvorgang mit mehreren weiteren Zutaten wird der Zement in Säcke abgefüllt.

Das Zement ist übrigens genauso trocken wie dieser Bericht.


Über die Autorin/den Autor:  Wilke Malcherek vom St. Christophorus-Gymnasium ist im Rahmen des Projekts "Welt:Klasse" für vier Wochen in China. Sie berichtet im Blog aus der Provinz Yunnan. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: