Gestern brachen wir vom Frankfurter Flughafen auf nach Shanghai. Der zehn stündige Flug und die Zeitumstellung forderten schließlich ihren Tribut, sodass uns – in Shanghai angekommen – trotz der neuen Umgebung die Augen zufielen. Weiter ging es dann mit dem Flug nach Kunming, der bei weitem nicht so lange dauerte wie der Flug nach Shanghai (nur 3 Stunden). In der Hauptstadt der Provinz Yunnan angekommen wurden wir sehr herzlich von einer Koordinatorin empfangen, die sich uns mit dem englischen Namen Anna-Maria vorstellte. Auf der Busfahrt in die Stadt wurden wir regelrecht mit Eindrücken bombardiert, da es an jeder Ecke etwas Neues zu entdecken gab: Viele kleine Straßenbuden und Straßenverkäufer, uniformierte Polizisten, viele Pflanzen und Smog. Dennoch sind die Straßen sauber, weil sie unentwegt gesäubert werden.  Auch fiel uns der Unterschied zwischen den deutschen und chinesischen Maßstäben rasch ins Auge – die unzähligen Hochhäuser wirken heruntergekommen, der Verkehr ungeordnet und die gesamten Straßen überfüllt. Anna-Maria stellte uns, nachdem wir unsere Koffer im Hotel abgestellt hatten, das chinesische Essen. Zuerst aßen wir Suppe, in die Nudeln, Fleisch, Tintenfisch, Tofu und Ei gekippt wurden.  Das ganze wurde natürlich mit Stäbchen gegessen. Wie aber isst man Suppe mit Stäbchen? Ganz einfach: man nimmt die Nudeln, wirft sie sich in den Mund und schlürft. Das Flüssige wird einfach ausgetrunken. Der Tisch sah nachher aufgrund unserer Ungeübtheit entsprechend dreckig aus. Weiter ging es mit noch mehr Essen: In einem weiteren Restaurant wurde uns gebratener Reis, scharfe Nudeln und Algensuppe serviert. Die Suppe war (den Erwartungen widersprechend) sehr lecker. Abends fielen wir dann erschöpft, aber zufrieden ins Bett.


Über die Autorin/den Autor:  Wilke Malcherek vom St. Christophorus-Gymnasium ist im Rahmen des Projekts "Welt:Klasse" für vier Wochen in China. Sie berichtet im Blog aus der Provinz Yunnan. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: