Heute morgen bei Früstück im legendären Flavers, direkt neben der Stupa in Bodhnath, haben wir kurzfristig eine Besichtigungstur geplant. Kurz darauf geht es auch schon mit dem Taxi zum Buddha Park, eine der drei übergroßen Statuen, ca.10m hoch, wird gerade restauriert und ist mit einem abenteurlichen Bambusgestell eingerüstet und einer Plane verhüllt. Also kein Postkartenmotiv, leider wird nicht gearbeitet, ich hätte zugerne einen der Bauarbeiter beim klettern fotografiert, unsere Berufsgenossenschaft hätte sicherlich Ihre Freude daran gehabt. Auf der fahrt hierher bekommen wir sehr viel Militär zu sehn, 3 LKW deren Ladeflächen voll mit unbewaffneten Soldaten sind, auch an der Stupa, in unserem Distrikt, ist vermehrt Security mit Schlagstöcken zu beobachten. Direkt hinter den 3 Buddhastatuen, gelangen wir nach einem kurzen steilen Aufstieg zur Swayambhunath Stupa. Wir haben bewußt den Hintereingang an der Südseite gewählt, so bleiben uns die 365 steilen Stufen an der Ostseite erspart. Das Ende dieser Treppe wird durch einen 1,5 Meter großen Donnerkeil (Symbol der spirituellen Kraft) makiert. Eine sehr imposante Erscheinung, die immer wieder von den GLäubigen mit Katas geschmückt wird. Vermehrt werden wir von den Händlern gebeten Euromünzen in Rupien zu tauschen, wenn das so weiter geht fliege ich mit 5kg Münzen nach Hause ;-). Die Affen an dieser Anlage stark vertreten, halten sich zurück, einer versucht jedoch dem anderen Jürgen die Colaflasche zu entreißen, verliert aber das Spiel, zu ungleichmäßig sind die Kräfte. Nach dem kleinen Schreck und einer weiteren Taxifahrt erreichen wir Durbar Square, eines der grossen Toristischen Ziele. Im letzten Jahr waren wir durch die Begleitung unserer Patenkinder weitgehend vor den Händlern geschützt, die nun aber, da wir alleine unterwegs sind, ihrem Job alle Ehre machen. An diesem historischen Platz ist Militär allgegewärtig und so zieht es uns nach einem kurzen Rundgang und ein paar Momos (Teigtaschen mit Gemüse- oder Fleischfüllung) wieder zurück nach Bodhnath ins Hostel. Während sich die Situation mit warmen Duschwasser enspannt hat, fließt der Strom nur spärlich und die Akkus sind fast alle leer, mal sehen ob es ein Mantra dafür gibt ;-).


Über die Autorin/den Autor:  Es geht wieder los: Jürgen Rabura unternimmt eine weitere Patenschaftsreise nach Kathmandu. Die Besonderheit: Mit dabei ist Raburas vierjährige Tochter. Über die Reise nach Nepal berichtet er hier im Blog. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: