Nach dem wir nun 2 mal bis auf die Haut nass geworden sind, fall ich wegen starker Grippe und Fieber aus. Unseren letzten Abend in Sauraha verbringen wir mit im Tharu Culture House, wer es bis hier her schafft sollte auf jeden Fall das Kulturzentrum besuchen. Einwohner des Dorfes, führen dort traditionelle Tänze auf, es wirkt ein wenig wie River Dance mit Stöcken. Durch eine Trommel und das schlagen mit den Stöcken entsteht ein gewaltiger Rhythmus, der schnell das Publikum in seinen bann zieht. Eine starke Vorstellung die mit tosendem Applaus belohnt wird. Den Kindern gefällt am besten der Pico Dance, ein Pfau der lustig über die Bühne hüpft und zum Schluß eine Hibiskusblühte an eines unserer Hostelkinder verschenkt. Der nächste Tag ist unser Rückreisetag nach Kathmandu und steht unter keinem guten Stern. Für die gut 170 Kilometer, brauchen wir 10 Stunden, dank einer größeren Reifenpanne und einiger kleiner Probleme mit dem Getriebegestänge dauert alles ein wenig länger, Nepal halt. Die Reifen werden am Wegesrand abenteuerlich repariert, dass glaubt man nur wenn man es mit eigenen Augen gesehen hat. Während das Aufbocken und demontieren des Rades relativ schnell geht, braucht das abziehen des großen Reifens von der Felge viel Geschick und Muskelkraft. Es gibt keinerlei Maschine dafür, lediglich Hammer und 2 Größere Meißel dienen als Hilfsmittel dafür. Auswuchten ein Fremdwort hier, es gibt weder Gewichte noch sonst was um für einen runden lauf der Räder zu sorgen, vielleicht auch nicht so wichtig da der Buß nach meiner Einschätzung maximal 80 Km/h schafft und meistens wegen der schlechten Straße zwischen 60-70 Km/h fährt. Völlig fertig fall ich in meinen Schlafsack und freu mich das morgens um 6 Uhr heißes Wasser zum Duschen da ist.


Über die Autorin/den Autor:  Es geht wieder los: Jürgen Rabura unternimmt eine weitere Patenschaftsreise nach Kathmandu. Die Besonderheit: Mit dabei ist Raburas vierjährige Tochter. Über die Reise nach Nepal berichtet er hier im Blog. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: