Die singenden Hunde
Wenn Du schon einmal irgendwo warst bleiben Dir doch nur die guten Dinge in Erinnerung. Aus diesem Grund muß ich auch das all-nächtliche „singen“ der Hunde vergessen haben, heute Nacht ist es mir aber wieder schlagartig bewusst geworden. Wenn sich so gegen 21 Uhr die Strassen und Gassen leeren, beginnt Ihre Zeit und sie endet im Morgengraun. Es gibt zwei Varianten dazu, die eine besagt das die Hunde bellen um sich warm zu halten, die andere das Sie ihr Revier verteidigen. Nun da wir dieses Jahr später dran sind und es deutlich wärmer ist, die bellerei aber nicht weniger wird, tendiere ich doch zu variante Zwei. Den ersten Tag nutzen wir um uns zu aklimatisieren und uns ein wenig im Hostel umzuschauen. Wir dürfen 4 neue Kinder begrüßen die aus der hohen Dolporegion 4200m ins Hostel gekommen sind und sich schon prächtig eingelebt haben. Dank der guten arbeit von Shelter 108 haben schon alle einen Paten gefunden und erfreuen sich nun der Möglichkeiten die sich Ihnen bieten. Als wir uns vor drei Jahren, auf Empfehlung eines Kletterkollegens, für diese Organisation endschieden haben, war vor allem Endscheidend das es sich um einen kleinen Verein handelt der sich speziell auch für Kinder in Randgebieten einsetzt. So ist doch ein persöhnlicher Kontakt und eine schnelle Abwicklung garantiert. Ich bin sehr froh über diese Endscheidung und kann nur den Hut vor der Arbeit die geleistet wird ziehen. Die Kinder haben bereits mit den Vorbereitungen für das Losar Fest begonnen und so werden jeden Abend Kapses vorbereitet und in Öl fritiert, dabei fassen alle mit an. In einem Raum wird der Teig vorbereitet und ausgestochen in der Küche dann in 2 großen Kesseln fritiert, wir schauen dem treiben bewunderd zu, jeder hat hier seine Aufgabe und es läuft harmonisch Hand in Hand. Ich bin wirklich sehr gespannt was uns mit dem Fest alles erwartet. In den späten Nachmittag Stunden dürfen wir noch die Mutter eines Hostelkindes kennen lernen. Sie ist den Winter über nach Kathmandu gekommen um sich in der Winter Klinik behandel zu lassen, wärend für die Dolpopas die Behandlung kostenlos ist, schlagen doch die benötigten Medikamente stark zu Buche. Auf meine Frage hin ob den die Traditionelle Tibetische Medzin nicht helfen kann, bekam ich die Info das Sie nicht mehr ausreichend sei, zu stark ist die Mutter schon erkrankt. Zumindestens ist der Winter in Kathmandu eher Milde gegenüber dem Dolpo und so kann Sie sich wieder ein bischen erholen. Die Dusche am Anbend war übrigens kalt und so hoffe ich auf Strom und warmes Wasser im Guest House und eine ruhige Nacht, vielleicht treten die Hunde ja in den Singstreik 😉


Über die Autorin/den Autor:  Es geht wieder los: Jürgen Rabura unternimmt eine weitere Patenschaftsreise nach Kathmandu. Die Besonderheit: Mit dabei ist Raburas vierjährige Tochter. Über die Reise nach Nepal berichtet er hier im Blog. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: