Hallo zusammen,

ein paar Stunden noch, und das Jahr 2012 ist Geschichte.   Wie es denn gelaufen ist, macht jeder für sich aus.  Ich für meinen Teil, der hier den FC Schalke 04 beleuchten, loben, kritisieren, sonst wohin schießen, und ihm ein Denkmal bauen darf, sehe das abgelaufene, sportliche Jahr zunächst positiv überrascht, und im dritten Drittel, leider, bestätigt.    Platz drei und die Teilnahme an der Champions League war, und ist ja noch ein toller Erfolg.      Der Start der aktuellen saison auch noch, aber dann kam der Absturz auf Platz sieben.        Es wird beim S04 immer wieder gnadenlos aufgezeigt, das wenn der vorhandene Kader ohne Verletzungen auskommt, und dazu noch die sogenannten Leistungsträger an ihr Limit oder darüber hinaus gehen, dann wird mal kurzfristig vom Bayerjäger oder ähnlichem gesprochen.      Wehe dieses Konstrukt wird auseinandergerissen, sei es durch Verletzungen, Sperren oder lang anhaltende Formschwäche, dann passiert genau das, was in den letzten Wochen eben passiert ist.            Zum Glück ist erst eine Halbzeit gespielt, die Akteure können neue Kraft tanken, und was beim S04 in dieser Situation noch wichtiger ist, sie können, und einige müssen sogar den Kopf frei bekommen.          Da ist in erster Linie der Trainer gefragt, der selbst ja mehr oder weniger ein Newcomer ist.             Chef-Coach Jens Keller wird hoffentlich auch bald wissen, mit wem er denn letztendlich für die Rückrunde planen kann.       Die Köpfe frei bekommen müssen auch die Fans, und sich von dem Gedanken verabschieden, der S04 eine absolute Spitzenmannschaft ist.    Dafür hat sie in der abgelaufenen Halbserie zu oft das Gegenteil bewiesen.        Ich will ja hier nicht draufhauen, aber es muss doch auch bitte keiner verrücktspielen, wenn die ersten drei Spiele im neuen Jahr(zu Hause Hannover 96, in Augsburg, daheim gegen Fürth) gewonnen werden, und alles wieder in höheren Sphären schwebt.     Die müssen aber auch gewonnen werden, um wieder nach Europa zu kommen, denn danach geht es nach München.        Aber es wäre nicht Schalke,  wenn es denn nicht so wäre.                Ich habe speziell nach dieser Pleitenserie immer die Bilder vergangener Tage vor dem geistigen Auge, als wir wutentbrannt das Parkstadion verließen, nicht druckreife Schimpfworte von uns gaben.     Im Auto uns immer noch nicht beruhigten, und beschlossen, das wir nie wieder hinfahren.        Sonntags auf dem Sportplatz bekam man dann von den Mannschaftskameraden den nächsten eingeschenkt.         Montags auf der Arbeit ging es weiter, und Dienstags beim Trainig gab es noch den ein oder anderen Stich.            Mittwochs der erste Anruf, wie es denn so ginge.   Donnerstags die erste zögerliche Anfrage, was meinste soll’n wir, ach nee komm lass.       Freitags wieder ein Anruf, du der … und der … würden doch auch noch einmal…     Samstag war 12.00 Uhr Treffpunkt, und nach Beladungdes Wagens mit Proviant ging es wieder los.             Daran hat sich bis heute nichts geändert, und in mir schleicht dieses unbeschreibliche Gefühl hoch, als wenn es 2013 so weitergeht.   Sehe gerade an der Pinnwand einen Aufkleber: Blau und Weiß ein Leben lang.

 

Guten Rutsch allen, und tschüß, bis die Tage

R.A.

 


Über die Autorin/den Autor:  Rainer Aschmoneit schreibt unseren Schalke-Fan-Blog. Der leidenschaftliche Schalke-Fan aus Hamm kommentiert die großen und kleinen Geschichten rund um den S04 mit viel Witz und Selbstironie. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: