Archive for Oktober, 2012

Die Proben sind im vollen Gange und auf dem Programm steht die Musik für unser traditionelles Adventskonzert. Mit diesem Konzer begeistert der Chor seit über 40 Jahren die Menschen in Werl. Wie in den Jahren zuvor, erwartet die Zuhörer auch in diesem Jahr ein besonderes Programm.

Wir singen das berühmte „Magnificat“ von Johann Sebastian Bach und mit der Adventskantate „Auf, auf, ihr Herzen, seid bereit“ von Gottfried August Homilius setzen wir die freudige Erwartung auf das Kommen des Heilandes musikalisch um.
Barocker Glanz wird in seiner ganzen Festlichkeit mit der dritte Orchestersuite in D-Dur von J.S. Bach in die Basilika einziehen. Gespielt wird dieses von dem Barockorchester  „Musica antiqua Markiensis“. Das Orchester hat sich auf „alte“ Musik spezialisiert und spielt auf historischen Instrumenten.  Die Soli werden an diesem Abend von den Solisten Gudrun Tollwerth-Chudaska (Sopran), Michaela Günther (Alt), Thomas Witt (Tenor) und Markus Knoblauch (Bass) gesungen.

Die intensivsten Proben erlebten die Sängerinnen und Sänger während des Probenwochenendes im September. Ein feines Hotel im Zentrum von Paderborn bot dafür die optimale Plattform. Unsere erste Vorsitzende Barbara Herrmann dazu:  „Am intensivsten erlebten wir dies bei unserem Probenwochenende im September. Dort probten wir zwei Tage fast ausschließlich Teile aus dem Magnificat, um die schweren Partien einzustudieren. Doch diese Mühe hat sich gelohnt!“ Zum Magnificat mein unser Chorleiter Jörg Segtrop:  „Dieses Werk gehört mit zu den großen Kompositionen von J.S:Bach. Es ist zwar relativ kurz, aber diese Kürze hat es in sich. Jeden Sinnabschnitt des Textes hat Bach unterschiedlich vertont.“ Die Ausführung ist sehr schwer, weil J.S.Bach statt der gängigen Vierstimmigkeit, fünf Stimmen im Chor einsetzt und dabei alle Stimmen an die Grenze des Machbaren gehen müssen.

Das Konzert beginnt am 02. Dezember 2012 um 16 Uhr. Der Vorverkauf hat begonnen und die Karten sind in der Buchhandlung an der Basilika, in der Stadtinformation und bei den Chormitgliedern erhältlich. Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine attraktive Familienkarte für 30 Euro.

Für alle Kurzentschlossenen verkaufen wir nach dem Gottesdienst zum Reformationstag in der Pauluskirche Werl und dem Pontifikalamt zum Hochfest Allerheiligen in der Wallfahrtsbasilika Werl Eintrittskarten. Sie finden uns jeweils vor bzw. in der jeweiligen Kirche.

Es startet immer Mittwochs nach einem langen Wochenende. Die einzige
weitere Information die ich hatte war, dass ich am Mittwoch mit lila
und roten Klamotten in die Schule kommen sollte… und da wusste ich
noch nicht was auf mich zukommen würde. Den Abend zuvor suchte ich mit
meiner Gastmutter ganz fleißig nach passenden Klamotten und wurde dann
auch fündig. Dann der Schock – als ich am Mittwoch in die Schule kam
dachte ich im ersten Moment, nen ganzes Karneval-Trio würde vor mir
stehen! Alle waren gekleidet mit den verrücktesten Sachen und
Accessoires, teilweise konnte ich echt nicht mehr erkennen, wer vor mir
stand. Und ich, mitten unter den ganzen verkleideten Leuten mit relativ
normaler Kleidung .. nur eine rote Hose mit einem lila Shirt, das war
mir vielleicht peinlich. Alle waren angemalt und hatten die schrägsten
Sachen an, selbst die Lehrer! Das war sehr lustig und amüsant,
Respektpersonen in solchen komischen Klamotten zu sehen.

Am Donnerstag hieß es dann: Turn the clock back: 70’s, 80’s, 90’s! Da
wusste ich dann, dass es nur darauf ankommt wie crazy auszusehen, habe
meine ganzen Sachen durchgeguckt und Sportsachen mit Schlafanzügen und
Jeansjacken gemixt und ein paar Accessoires von meiner Gastmutter
ergattern können. Ich war danach ein Mix aus Hippi und 90’er Jahre, es
hat so viel Spaß gemacht! In der Schule angekommen war ich nun endlich
auch wie ein Idiot unter vielen anderen und damit irgendwie ganz
normal. Der Schultag ging viel zu schnell vorüber. Manche haben das
Motto auch wortwörtlich genommen und sind im Schlafanzug gekommen – in
Amerika ist niemanden etwas peinlich. Die Amerikaner kleiden sich
generell schon etwas anders als wir Europäer, die kommen zum Beispiel
mit Badelatschen und Tennissocken oder mit ner Jogginghose zur Schule
und finden das ganz normal! Mich erinnert das immer an den Assi-Tag bei
uns in der Mottowoche. Am Freitag war dann Orange- und Schwarz-Tag, die
Farben der Schule. Alle waren verrückt angemalt und lustig gekleidet,
manche haben sich sogar die Haare angesprüht. Die drei Tage gingen
viel zu schnell vorbei, es war so amüsant und lustig. Fast alle haben
mitgemacht und man hatte den ganzen Tag was zu lachen. In der letzten
Stunde stand dann was typisch amerikanisches auf dem Plan, die
„Pep-Rally“. Da kommt die ganze Schule zusammen in die Turnhalle,
aufgeteilt in die vier Stufen und alle Sportteams und Musikgruppen
werden vorgestellt und Ehrungen werden vergeben. Das klingt nicht nach
dem was es war, ich kann dieses Gefühl nicht beschreiben! Alle sind so
stolz auf ihre Schule und ihre Identität und das wird gefeiert. Die
Cheerleader haben da ihren super großen Auftritt und zeigen alles was
sie bisher gelernt haben! Alle jubeln und das Gefühl, ‚einer von denen‘
zu sein war unbeschreiblich toll. Jede Stufe jubelt für sich und es war
teilweise echt Gänsehaut-Feeling. Ich kann gar nicht sagen was mir
daran so sehr gefallen hat oder was das Beste war. Man muss es selbst
erlebt haben um zu verstehen, dass das Gefühl unbeschreiblich ist. Am
darauffolgenden Samstag war dann der große Homecoming-Dance. Das war
wie eine Art Ball, Ehemalige kamen zurück zur Highschool, die Mädchen
hatten alle ganz feine Kleider an und die Jungs alle schick in Anzügen
und dann hieß es: feiern, feiern, feiern! Das war ein super Abend, der
ebenso viel zu schnell vorbei ging… Was ich so sehr mag an den
High-Schools hier ist, das jede Schule seinen eigenen Stolz hat und das
hier eine gewisse Tradition gelebt wird. Ich möchte hier erstmal gar
nicht mehr weg!

Es fällt mir gar nicht mehr so leicht, in meiner Muttersprache zu
schreiben, manchmal suche ich regelrecht nach den deutschen Begriffen,
echt ein komisches Gefühl …

 

Seit meinem ersten Arbeitstag ist nun schon einige Zeit vergangen und jetzt ist es soweit mal etwas von mir hören zu lassen. Ich möchte in den nächsten Tagen noch zwei weitere Berichte hochladen, damit es nicht ein Riesiger wird, der dann sowieso nicht gelesen wird.
Mittlerweile bin ich ja schon seit zweieinhalb Monaten im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ und es ist verrückt wie schnell die Zeit verfliegt. In der Lukas Community, wo ich mein Freiwilliges Soziales Jahr absolviere, arbeite ich mit Erwachsenen Behinderten zusammen. Die Einrichtung ist in Temple, New Hampshire, im Nordosten der Vereinigten Staaten beheimatet.

Klettern auf einem ortsnahen Berg – im Hintergrund ist bereits die Farbenvielfalt des Indian Summers zu erkennen

Es hat sich wirklich gelohnt diesen Sprung ins kalte Wasser zu wagen. Immerhin war die Arbeit mit Behinderten ja komplett neu für mich. Da in der langen schulfreien Zeit nach dem Abitur bis zum Start meines FSJs eher anderes als Arbeiten im Vordergrund stand, war auch die Umstellung zu einem wahren Fulltimejob neu. Nicht selten sind wir von 7 bis 21 Uhr eingespannt, man gewöhnt sich allerdings ziemlich schnell daran wenig zu schlafen. Auch die Anfangsskepsis wurde mir schnell genommen als wir hier sehr herzlich und familiär aufgenommen wurden. Insgesamt sind wir neun Freiwillige aus ganz Deutschland und sieben Coworker, mit denen wir uns um 17 Behinderte in vier Häusern kümmern. Die Einen sind ziemlich selbstständig, den Anderen muss man zum Beispiel beim Duschen, Zähne putzen und Anziehen helfen. Es gibt hier einen geregelten Stundenplan, sodass jede Arbeitswoche in etwa gleich aussieht. Da aber jeder einzelne Tag immer anders ist und auch die Behinderten immer wieder für Abwechslung sorgen, wird mir eigentlich nie langweilig. Die Arbeit reicht von verschiedensten Workshops bis zum abendlichen Beisammensitzen. Zu den Workshops zählen zum Beispiel Gartenarbeit, das gemeinsame Kochen, Wandern, Holz hacken oder auch Weben.

Die Supercrew – Walking mit Rimadonna, Rascal und Goldie

Am besten gefällt mir das wöchentliche Basketballspiel am Dienstag. Hier entfaltet so manch einer ungeahnte Talente. Darüber hinaus werden hin und wieder interessante kulturelle Veranstaltungen für die Behinderten organisiert. So gab es zum Beispiel am Labour Day ein großes Barbecue mit der gesamten Community. Auch Events wie Pumpkinfeste (Kürbisfeste) stehen hin und wieder am Wochenende auf dem Programm. Das Festival in Keene, einer Stadt rund 40 Meilen von Temple entfernt, will es sogar für die meisten angezündeten Kürbisse ins Guinness Buch der Rekorde schaffen.

Das Kürbisfest in Keene – hier ist nur ein minimaler Anteil aller Kürbisse zu sehen

Bald steht auch schon Halloween an, was hierzulande ja bekanntlich ein Riesenhighlight ist. Aus diesem Grund wurden sogar extra die benachbarten Communities eingeladen. Mit insgesamt rund 100 Leuten wird hier also einiges los sein. Besonders freue ich mich schon auf die Verwüstung des Geländes und darauf meiner Kreativität beim Verkleiden der Residents freien Lauf zu lassen. Für Rascal, einen Bewohner meines Hauses, habe ich da auch schon die ein oder andere Idee. Gerade ihn finde ich besonders interessant, da er immer wieder mit neuen Aktionen für Unterhaltung sorgt. Rascal geht zum Beispiel gerne mal nach Mitternacht auf die Pirsch und öffnet dabei alle Fenster, die ihm auf seinem Weg entgegenkommen. Das kann in den extrem kalten Wintermonaten noch ganz schön spannend werden. Meistens sagt er auf seiner Tour aber noch einmal irgendwann kurz „Hallo“ und kommt ins Zimmer, um den Ventilator anzustellen. Wenn man davon wach wird, kann man den Schaden meistens noch rechtzeitig beheben, bevor am nächsten Tag das Haus zugeeist ist. Es kam sogar bereits vor, dass er eine nächtliche Session auf seiner Gitarre eingelegt hat. Auch Rimadonna, die einen immer besonders lieb hat, wenn es etwas zu essen gibt, prägt den Alltag.  Da wird ein „I love you“ manchmal sogar noch durch ein „I love you very much“ gesteigert. Ich habe also nicht nur in meinen freien Tagen, über die ich in meinem nächsten Bericht schreiben möchte, viel Spaß.

Die besten Grüße gehen raus nach Werne und Umgebung, viel Spaß auf SimJü auch ohne den Kobold Nr.1

Juri Kollhoff

Hallo zusammen,

das war ja bis heute für einen Schalkefan eine tolle Woche.    Erst am vergangenen Samstag der Derbysieg in „feindlicher“ Umgebung, dann wieder in fremden Gefilden der Sieg am Mittwoch in der Champions League bei Arsenal London.      Das ist schon ein schönes Gefühl, weil es ja noch garnicht solange zurückliegt, da war zumindest das Derby eher eine aus Schalker Sicht depremierende Veranstaltung.           Was mir in der noch laufenden Woche aufgefallen ist, das meine Nachbarn, Schützenschwestern und -brüder, die Anhäger der Schwarz-Gelben sind, noch kein einziges Wort über das Derby verloren haben.    Einzig gestern unser netter Postbote meinte, das man ja auch mal gönnen kann.  Aber sein Gesichtsausdruck verrieht, das es mit dem Gönnen wohl doch nicht soweit her ist.        Alle stürmten aber am Donnerstag auf mich los, und meinten, wie klasse es doch war, das beide Teams gewonnen haben.    „Und wir auch noch gegen Madrid“, war vom anderen Lager zu hören.            Für die „Uefa-Fünf-Jahreswertung“ waren die Spieltage in CL und EL äußerst ohne Zweifel erfolgreich.               Und weil es beim S04 ja so selten vorkommt, bleibe ich zumindest immer noch ein wenig vorsichtig.     Wer jetzt die Milchmädchenrechnung aufzustellen versucht:  Derbysieg plus CL-Sieg = BL-Schützenfest gegen Nürnberg, der könnte aber ganz schnell und hart auf dem Boden der Tatsachen landen.        Noch schlimmer ist die Gefahr am Dienstag  im DFB-Pokal gegen Zweitligaaufsteiger SV Sandhausen.      Soweit wollen wir mal garnicht erst denken.    Morgen erstmal Nürnberg, und dann sehen wir weiter.

 

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Hallo zusammen,

 

ja, sie sind sehr weit, die beiden Krümelchen in den Pyxidea-Eiern. Wir schreiben heute Tag 76, und beim Durchleuchten sieht man schon mächtige Bewegungen im Inneren.

Panzer, sogar die Zacken hinten, Füße und Kopf sind klar abgegrenzt. Und ich konnte sogar schon  einzehnen Zehen erkennen, die von innen gegen die Kalkschale drückten. Blutgefäße sind nicht mehr sichtbar, was noch ein wenig rötlich beim Durchleuchten unten schimmert, ist der Dotter…

Ich schätze mal, dass ich ab dem 90. Tag jederzeit mit dem Schlupf rechnen kann. Dieses Jahr hatte ich bei der Bebrütung sicherlich einen klaren Vorteil. Durch die Anschaffung eines neuen Brutschranks konnte ich die Luftfeuchtigkeit definitiv besser halten als all die Jahre zuvor. Schwankungen waren kaum zu verzeichnen, selbst heute, nach nur zweimal Wasser nachfüllen seit Beginn der Bebrütung, zeigt die Anzeige ständig 90%. Perfekt also. Klar, die Technik entwickelt sich ja auch weiter, und der alte Brüter hat immerhin auch schon 10 Jahre auf dem Buckel. Ich schätze mal, da das Ausbrüten von Pyxidea-Eiern ja nur mit einem peniblen Einhalten von Temperatur und Luftfeuchte zum Erfolg führt, brauchte ich diesmal zur Hälfte der Zeit nicht bangen, dass die Entwicklung aufhörte.

Ich habe heute morgen mal ein paar Sekunden die Videokamera beim Durchleuchten eingeschaltet. Ist ganz gut zu erkennen, das in der Kalkschale das Leben tobt 🙂

Stelle Euch erst mal noch nachträglich das Foto vom Tag 70 ein, damit die Entwicklungsverfolgung in Bildern vollständig ist.

 

Tag 70.

 

 

 

Und hier das Video von heute morgen:

Tag 76

 

 

Die nächsten 14 Tage kann ich noch beruhigt angehen, dann beginnt die kribbelige Zeit. Wenn die Unruhe so langsam hochsteigt, dass es endlich losgehen könnte… 🙂 Ich hoffe ja nur, dass beide Tiere dann gut ausentwickelt sind. Wir werden sehen.

Schöne Woche noch,

Ines

 

Hallo zusammen,

da musste der auf die Tribüne verbannte Cheftrainer der „Gunners“ mit ansehen, wie seine Schützlinge unten auf dem Rasen totale Ladehemmung hatten, und auch sonst nicht viel gegen den gut organisierten FC Schalke 04 zu bestellen hatte.    Da waren wir uns bei der „Telefonkonferenz“ in der Halbzeitpause einig, das das was der S04 da so zeigt, wohl in Ordnung ist, aber der richtige zug zum Tor eben fehlt.       Das hat sich ja zum Glück, wenn auch spät, im zweiten Abschnitt geändert.     Ein sieg auf der Insel, und die Tapellenführung, das hat was.      Trotzdem kommen dann im Hinterstübchen immer wieder die zwei verschenkten Punkte gegen Montpellier hoch.      Muß aber abgehakt werden.       Mal ehrlich, wer hatte den nach der Auslosung damit gerechnet, das der S04 auf der Insel einen Dreier einfährt?           Noch ein Sieg im Rückspiel gegen Arsenal, und das Achtelfinale ist erreicht.        Das hätte schon was.     Aber bei diesem Spielplan, bleibt ja kaum Zeit zum Luftholen.      Heute noch die glänzende Ausgangsposition in der Champions League analysieren, und dann sich auf die in der Liga konzentrieren.     Da stellt sich der 1.FC Nürnberg am kommenden Samstag in der Arena vor.        Aufgepasst!    Es ist ab 15.30Uhr wieder Ligaalltag, gefährlich!           Aber so langsam kann man sich vorstellen, das die Truppe sich festigt.     Wann hat es das in der Vergangenheit mal gegeben, das die Königsblauen dreimal hintereinander mit derselben Startaufstellung loslegen?     Wüsste ich spontan jetzt nicht.   Ist doch auch egal, weitermachen!

 

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Hallo zusammen,

mal schauen ob ich die Tasten, nachdem ich wieder ein Jahr älter geworden bin, noch unfallfrei finde.     Wie sagte mein Kumpel doch sehr rücksichtsvoll:  Jetzt biste näher an die 60 als an die 50.    Recht hat er, aber wie sagt man noch in unserer Heimatsprache: wott schälls, oder wie meinte der ehemalige Frankfurter Eintracht Coach Stepanovic noch:  Lebbe gehd waide, oder so ungefähr.                So ist es auch im Fußballerleben.      Gerade von der Derbysiegesfeier knapp unter die Ein-Promille Grenze gesackt,;-) ist morgen die Champions League schon wieder am Start.      Gruppenfavorit Arsenal London ist Gastgeber, und hat sein letztes Spiel beim Abstiegskandidaten Norwich City mit 0-1 verloren, und findet sich in der Premier League aktuell auf Platz neun wieder.       Das hat nicht allzuviel zu bedeuten, aber so richtig sind die „Gunners“ in dieser Saison noch nicht in die Spur gekommen.      Unbezwingbar scheinen sie auch auf heimischen Geläuf jedenfalls nicht zu sein.        Es wird wieder eine Kopfsache sein.     Den Schwung des Sieges im Derby müssen die Königsblauen mitnehmen auf die Insel, und genauso cool auftreten wie an der B1.      Vor allem Lars Unnerstall im Tor wäre es zu wünschen, das er im Emirates Stadium genauso einen kühlen Kopf bewahrt wie am vergangenen Samstag.          Weiterhin fehlen wird Papadopoulos.   Nutzt ja nichts. Soll er sich auskurieren, denn ein Ende der „englischen Wochen“  ist noch lange nicht in Sicht.         Heute Abend werde ich mal im Rahmen der Konferenz bei Sky auch mal einen Blick nach Lille werfen.       Das könnte lustig werden.

 

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Seit drei Wochen bin ich wieder in Deutschland, zuhause. Erstaunlicher- /erschreckenderweise war ich sehr schnell wieder im Alltag drin. Das Leben geht halt weiter, auch wenn man mal ein Jahr „ausgesetzt“ hat.

Richtiger „Alltag“ ist es jedoch noch nicht für mich. Momentan bin ich auf Jobsuche und schreibe Bewerbungen.
Dafür war ich am letzten Wochenende auch auf der Frankfurter Buchmesse. Wobei es dabei eigentlich darum ging Freunde wiederzusehen, da ich in Mainz studiert habe und immer noch einige Kommolitonen dort sind. Somit war es ein schönes Wochenende. Abgesehen von der Fahrt hin und zurück, denn ich scheine Stau anzuziehen. Am Freitag bin ich natürlich in die Vollsperrung auf der 45 gekommen und habe statt 3Stunden 10 benötigt. Am Montag war ich dann noch auf einem Konzert und von da aus bin ich direkt nach Hause, um nicht in einen Stau zu kommen. Das Glück wollte nicht mit mir sein, denn auch dieses Mal war eine Vollsperrung im Spiel. Gott sei Dank in der anderen Richtung, aber trotzdem war meine Strecke betroffen. Es ging trotzdem wesentlich schneller als auf der ersten Fahrt.

Für die nächste Zeit, wird dies erstmal das letzte Mal sein, dass ich hier im Blog schreibe. Über Bewerbungen zu berichten, ist wahrscheinlich nicht sonderlich interessant 😉
Wenn (wenn, nicht falls) ich mich mal wieder auf mache in die Welt, melde ich mich wieder. Ich hoffe, dass es Spaß gemacht hat hier zu lesen und zu sehen, wo ich war und was ich alles erlebt habe.
Auf jeden Fall kann ich sagen, dass ich es vermisse. Neuseeland, das Reisen und die Menschen, die ich dort getroffen habe. Und ich denke, das hier werd ich auch ein wenig vermissen: Menschen damit neidisch machen, was ich erlebe 😉 Oder ihnen einfach nur mit meinen Geschichten eine Freude machen.

Bis bald,
Anna

12. Folge: Ann Christine Ladwig aus Altena hat schon zwei Jahre überstanden

Anforderungsbereich I bis III und deren Operatoren: Ein paar Leute werden diese Begriffe noch gut kennen. Begriffe, die uns nun seit ein paar Wochen in fast jedem Fach begleiten, vor allem in den wortstarken Fächern wie Deutsch, Soziologie und Biologie.
Für uns bedeutet es ein anderes Herangehen an Texte, Bücher und Aufgabenstellungen. Die Anforderungsbereiche und Operatoren sind so etwas wie Erwartungen an den Schüler, wie er etwa an Texte herangeht, wie man mit den Informationen umgeht, die man dadurch erhält, und vor allem nicht um den heißen Brei herumredet, sondern auf den Punkt kommt.
Für mich klang das alles zu Beginn sehr abstrakt und etwas zu weit weg davon, wie ich bis jetzt gearbeitet habe. Doch vor allem unser neuer Soziologielehrer, Herr Kühmel, hat uns von der ersten Stunde an mit großer Geduld und viel Einsatz sehr genau erklärt und erörtert, was man darunter versteht.
Nicht jeder konnte mit diesen Begriffen sofort etwas anfangen und sie ohne Probleme anwenden. Deswegen waren wir heilfroh, dass Herr Kühmel so geduldig mit uns ist. Umso mehr ärgert es ein paar von uns, dass einige Unterrichtsstunden bei ihm ausfielen, sei es durch einen blöden Zufall, Seminare oder die alljährliche Grippewelle. Auch wenn das Fach Soziologie viele nicht von den Socken haut, ist es hilfreich für die kommenden zwei Jahre, da wir dort ein paar gute Übungen bekommen, die wir für die Abiphase gebrauchen können. Jetzt sind die Ferien vorbei, und ich hoffe, dass am Montag alle wieder gesund sind. Denn bei uns in der Klasse hatte die Grippewelle mit recht großem Erfolg zugeschlagen. Man hörte Husten und Schniefen aus allen Rängen.
Heute würde ich gerne eine Mitschülerin an unserem Abendgymnasium vorstellen. Fangen wir mit Ann an. Ann Christine Ladwig ist 21 Jahre jung, kommt aus Lüdenscheid und wohnt momentan in Altena. Sie ist ein Jahrgang über mir in der H3, dem Abiturjahrgang, und hat immer gerne einen guten Tipp für mich parat. Sie verbreitet mit ihrem ehrlichen Lachen in jeder Pause gute Laune und ist immer gut für ein paar Minuten gesunder Diskussionen. Sie besucht das Abendgymnasium, weil sie, aus privaten Gründen, den ersten Bildungsweg nach ihrem Realschulabschluss nicht in einem Rutsch durchlaufen konnte. Ihr Bruder brachte sie dann auf die Idee mit dem Abitur an der Abendschule. Das Abitur macht sie, da sie gerne alle Möglichkeiten haben möchte, um später das machen zu können, was sie gerne will. Sei es ein Studium oder eine spezielle Ausbildung.
Auf die Frage, wie sie es mit dem Leben neben der Schule macht, meint sie: „Ich bin momentan arbeitssuchend. So ist die Einteilung für Haushalt, Freizeit und Schule gut zu bewerkstelligen. Ich bin nur unglücklich über den täglichen Weg von Altena nach Lüdenscheid.“ Da Ann Christine nächstes Frühjahr mit den Abiprüfungen beginnt wollte ich wissen, wie gut sie sich vorbereitet fühlt. Auch hier ist sie sehr optimistisch. Die Lehrer seien alle schwer in Ordnung und hätten immer ein Ohr für Probleme, seien sie persönlich oder schulisch. Und man merkt die gute Unterstützung.
Sie erzählt mir, dass sie es genießt, viele verschiedene Menschen an der Schule zu sehen, ihre Geschichten und von ihrer Herkunft zu hören. Ann Christine sieht die drei Jahre als angenehme Zeit, die nicht verschwendet ist. Und zum ersten Mal, sagt sie, unterhalte sie sich mit ihren Mitschülern ernsthaft – sei es über Sachen aus der letzten Unterrichtsstunde, Geschichten, Gott und die Welt oder wo und bei wem man am Wochenende zusammen lernt. Außerdem solle ich unbedingt ihren Klassenkameraden Ruslan interviewen – einen Mann, vor dem sie viel Respekt habe. Das werde ich auch tun. Nächstes Mal stelle ich aber ihre beste Freundin vor, Ikram.

Was für ein wunderschöner Tag. Ich habe schon fast gedacht, dass der Winter dieses mal unheimlich kurz war. Ich hatte den Eindruck, dass der Sommer heute da war. Ich bin mit Papa in den Kurpark gegangen und da war es wie im Sommer. Viele liefen im T-Shirt herum und es war total voll. Der einzige Unterschied war, dass unheimlich viele Blätter auf dem Boden lagen. Schöne bunte. Heute bin ich zum ersten Mal die große Rutsche herunter gerutscht. Zuerst mit Papa, aber der war wohl an den entscheidenden Stellen zu breit für die Rutsche. Deshalb bin ich danach alleine gerutscht. Das hat Spaß gemacht!

Und wie könnte es an so einem schönen Tag auch anders sein, haben wir am Abend nochmal die Grillmaschine angeworfen. Es gab mal wieder mein Lieblingsgericht, Bratwurst. Den ganzen Tag konnte man Flugzeuge am Himmel sehen und ganz am Abend hat Opa Ludger einen Ballon entdeckt. So einen großen Luftballon habe ich vorher noch nie gesehen. Es schien mir, als wolle er bei Opa Peter im Garten landen. Jedenfalls sah das von hier so aus.


Bis dann, Eure Ronja