Nach einem Wochenende voller geistiger Regeneration, sprich ohne festgelegtes Programm, brannten unsere Geister heute voller Erwartung auf die kommenden Vorlesungen.

Und wir wurden nicht enttäuscht: Gleich drei Vorlesungen UND ein Museumsbesuch wurden uns geboten und jede Aktivität forderte völlige Konzentration:

Den Anfang machte Frau Judith O’Toole mit einem Vortrag mit dem Titel „Animals Don’t Read the Text Books“. Hier gewährte sie uns einen Einblick in die Geschichte der Tiermedizin und erklärte uns, wie wissenschaftliche Errungenschaften die mystischen Krankheiten der Vergangenheit aufklären und heilbar machen können.

Wir diskutierten über die Evolution der neuen Krankheitserreger, wie diese unschädlich gemacht und Weiterentwicklungen verhindert werden können.

Weiter ging es mit Professor Sam Evans. Mit seinem Vortrag „The Strange Mechanical Behavior of Skin“ verschaffte er uns Klarheit über die Besonderheiten unserer Haut, die wir im Alltag als selbstverständlich hinnehmen: Die Wasserfestigkeit, die Regenerierung, die Komplexität ihrer Struktur und die somit entstehende Elastizität, die er in Versuchsreihen zu verstehen versucht hat. Hierzu entwickelter er einen eigenen Versuchsaufbau und eine Software zum Auswerten der Messungen.

Vor der letzten Vorlesung konnten wir unseren Körper und auch unseren Geist während des Besuches des Science Museums lockern. Auf anschauliche und vor allem interaktive Weise lernen wir allerhand über die Geschichte unsere Wissenschaften: In der Medizin, Raumfahrt, Mathematik und Physik und noch viel mehr. Auf fünf Etagen konnten wir nach Belieben unsere eigenen Interessenschwerpunkte setzen, bevor die letzte Veranstaltung heute begann:
Professor Keith Martin erklärte uns passender Weise, wie unser Auge im Zusammenspiel mit unserem Hirn unser Umfeld wahrnimmt und die Lichtreflexe zu Bildern umformt – es ist ein Aufnahmemedium für unsere Eindrücke, unsere Empfindungen, unsere Erinnerungen.


Über die Autorin/den Autor:  Einen Sonderpreis, die Einladung zum London International Youth Science Forum der Ernst A. C. Lange-Stiftung, Bremen, hat die 17-jährige Laura Mähler aus Welver beim Bundesfinale des Wettbewerbs „Jugend forscht“ in Erfurt gewonnen. Sie berichtet in ihrem Blog aus England. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: