olympic park vs hyde park. gestern, schlag ins gesicht. folgender plan war entwickelt worden: rappazapp ab in den olympia-park. der begegnungsstätte der olympia-fans, dem forum romanum des weltsports, dem schmelztiegel der gastländer, kurzum dem mittelpunkt der gesamten spiele. rein in die tube, west ham raus. sehr guter dinge. schade. du kommst hier nicht rein. oder in english: „no tickets, no entry!“ uns und vielen hundert anderen erwartungsfrohen, sportiv interessierten visitors wurde unmissverständlich mitgeteilt, dass man entweder ein ticket für eine veranstaltung im park selbst oder ein reines zugangsticket für den park benötigt. und beide sorten sind natürlich ausverkauft.

echt enttäuschend. denn zumindest waren wir bislang davon ausgegangen, dass ein olympia park irgendwie was für jedermann sein sollte und man da einfach so flanieren und olympialuft einsaugen könne. gut, schätze, sicherheitsaspekte spielen da eine rolle, aber irgendwie trotzdem nicht optimal gelöst. also wieder ab in die bahn und zu unserem mit abstand besten kumpel im mittelpunkt des commonwealth – hyde park. der geheime olympiapark. hier geht es richtig ab. auf einem unfassbar großen areal sind hier fünf riesige großbildleinwände aufgebaut, die jeweils unterschiedliche sportarten zeigen.

dazu granatenstarke live-mucke und zehntausende von leuten aus aller herren länder. alle sitzen und liegen vor den big screens und bejubeln jeden start, jeden ballwechsel und jedes neue megabeer. echt laser. wahnsinn. woodstock mit sport. wir fleeeeetzen uns profimäßig in den überall angeschütteten rindenmulch. geil. tennis. mixed. murray und robson schicken tschechien nach hause. nächster screen. schwimmen. unsere strategen sind zwar nie dabei, aber wenn team gb lospaddelt sind irgendwie alle zuschauer irgendwie blue-red-white. phelps zeigt lochte, dass er noch lange nicht fertig hat. nächster screen. britanniens basketballer dunken die gasol-brüder an den rand einer niederlage. stark. ganz stark.

und ganz nebenbei werden auch noch alle britischen Medaillengewinner herangekarrt und  live vor ort taufrisch auf bühne eins präsentiert. das ist doch mal wirklich awesome, oder?

hyde park ten, olympic park zero.


Über die Autorin/den Autor:  Die Olympischen Spiele in London sind das größte Sportereignis der Welt - das lässt sich auch WA-Mitarbeiter Thomas Münzer (32) nicht entgehen. Zusammen mit seinem Kumpel Stefan Heye (31) aus Werne macht sich Münzer, am Sonntag auf den Weg nach London, um dort zumindest eine Woche lang Sport, Spaß und viele interessante Menschen zu erleben. Von britischen Hauptstadt aus werden die beiden auf unserer Internetseite www.wa.de über Spannendes, Interessantes, Skurriles und Unterhaltsames rund um die Spiele der Superlative in London bloggen. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: