Eine unvergessliche Zeit und eine ganz einzigartige Erfahrung naehert sich langsam dem Ende. Es waren vier ganz besondere Wochen, die mit nichts zu vergleichen sind von dem was ich bislang erlebt habe.

 

Gestern und vorgestern war ich mit ein paar anderen Aussies jeweils im Olympiastadion zum Leichtathletik schauen. Von allem Sportevents die ich hier live gesehen habe ist das mein Favorit. Die Atmosphaere im Stadion ist unbeschreiblich, vor allem wenn ein Athlet des Team GB am Start ist. Als Mo Farah vom Team GB gestern beim 5000m Finale der Herren knapp in Fuehrung liegend in die letzte Runde ging, sass im Stadion niemand mehr auf seinem Platz, und man konnte die eigene Stimme nicht mehr hoeren. Und dann behielt er gegen alle Gegenwehr die Fuehrung und ueberquerte als Erster die Ziellinie… was dann im Stadion los war haette die Queen zum Steppen im Kettenhemd gebracht. Unfassbar, Gaensehaut 3000.

Ueberhaupt sind die Leichtathletikwettbewerbe Sport in seiner urspruenglichsten Form. Es gewinnt der, der am schnellsten laueft, am weitesten wirft oder am hoechsten springt. Alle kaempfen unter gleichen Bedingungen (zumindest vom Grundideal und dem Olympischen Geist her…) und Regeln und wer nicht gewinnt kann die Schuld nirgendwo sonst suchen als bei sich selbst.

 

Auf dem Weg vom und zum Olympiastadion werden wir angesprochen von Fans aus der ganzen Welt die ein Foto oder eine Widmung oder Autogramm wollen. Und es herrscht eine durchweg positive und friedliche Stimmung unter allen Beteiligten. Einfach Begeisterung pur fuer Sport, Wettbewerb und Voelkerverstaendigung.

Ich bin gespannt auf die naechsten Tage und Wochen nach meiner Rueckkehr nach Australien. Dann werde ich die Gelegenheit haben auf die Zeit mit etwas Abstand zurueckzublicken.

 

Gestern abend hatte ich noch die Gelegenheit im Deutschen Haus bei der Ankunft der deutschen Hockeyherren dabei zu sein. Dort und vor allem anschliessend auf dem Schiff MS Deutschland wurde ihr Goldmedaillengewinnt gehoerig gefeiert. Es war eine verrueckte Party, aber so richtig gefeiert habe ich nicht, denn die Deutschen habe im Halbfinale die Aussies mit 4-2 aus dem Turnier geworfen…

 

Heute Abend steht mit der Schlussfeier nochmal ein Hoehepunkt auf dem Programm. Ich werde mit einmarschieren, das wird bestimmt ein Erlebnis.

 

Auch wenn ich hier eine Wahnsinnszeit hatte, ich freue mich tierisch auf zu Hause. Morgen abend um 18 checken wir aus dem Olympischen Dorf aus und machen uns auf den Weg zum Flughafen, wo gegen 22h der Qantas-Charterflug mit der australischen Olympiamannschaft an Bord Richtung Australien abhebt.

Ich werde dann ein paar Tage frei haben und endlich wieder an den Strand koennen – denn den gibt es auch hier im Olympiadorf nicht…

 

Viele Gruesse in die Heimat

 

Jens Lang


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