Archive for August, 2012

11. Folge: Zweites Schuljahr hat begonnen / Niemand ist abgesprungen

Von Thomas Köhler
Der erste Schultag nach den Ferien. Jetzt beginnt die
Hauptphase. Die Leistungskurse werden bald gewählt, und der Schulstoff
legt an Tempo und Schwierigkeit zu.
Sechs Wochen Sommerferien sind nun vorbei und es ging zu schnell, viel
zu schnell. Genau, wie ich es erwartet hatte. Und was habe ich die
Sommerferien genutzt. Ich habe mir eine neue Wohnung gesucht, bin
daraufhin umgezogen, habe gearbeitet, hatte eine kurze Zeit lang so
etwas wie ein Hobby und in all dem auch ein paar Tage Urlaub.
Die ersten Schultage waren wie gewohnt. Ich habe mich wirklich gefreut,
meine Klassenkameraden wiederzusehen – und auch darüber, dass es alle
waren, bei denen ich mich vor den Ferien verabschiedet habe. Das heißt:
Keiner hat es sich anders überlegt und ging.
Neues gibt es auch schon. Der Stundenplan hat sich geändert. Nichts
Weltbewegendes, aber die Stunden sind jetzt besser verteilt anstatt auf
einem Haufen. Außerdem werden wir von zwei neuen Lehrern unterrichtet.
Diese ersetzen somit Herrn Glogowski, der uns in Soziologie lehrte, und
Herrn Waldwehr (Name auf seinen eigenen Wunsch geändert), der mich und
ein paar andere Klassenkameraden in Mathe sehr weit gebracht hat.
Die Erwartungen an diese neuen Lehrer sind also ziemlich hoch, denn Herr
Glogowski und Herr Waldwehr waren mir fast ans Herz gewachsen, soweit
man das von Lehrern sagen kann.
Was mich allerdings schockierte, waren die Tage vor dem ersten
Abendunterricht. Ich war zu gleichen Teilen traurig und froh darüber,
dass es wieder losgeht. Traurig war ich, weil ich die Zeit, die ich
hatte, zu sehr ausgenutzt hatte. Die sechs Wochen waren voller Freizeit
und ohne Schulstress, voll mit Aktivitäten, für die man sonst keinen
Raum hatte. Es waren nicht die Sommerferien, die ich im ersten
Bildungsweg hatte, weil ich wusste, dass es schnell vorbei sein würde.
Da merkte ich wieder, wieviel Zeit man eigentlich an einem Tag hat. Der
Gedanke daran, dass ich diese Freizeit jetzt vermissen werde, wog schwer.
Ich kann die Leute mehr als verstehen, die den Alltag ohne Schule dem
Alltag mit Abendschule vorziehen. Es strengt an, und es zog mich etwas
runter. Doch die Freude war auch da. Die Vorfreude darauf, dass ich noch
zwei Jahre habe und es dann vorbei ist und ich mein Abitur in der Tasche
habe. Die Freude, dass es endlich wieder weitergeht und ich danach
endlich das machen kann, was ich immer wollte: Studieren – und zwar
etwas, was mir Spaß macht.
Aufhören möchte ich nicht, und ich denke, das werde ich auch nie in
Erwägung ziehen, doch kann ich nicht lügen, wenn es um die freien
Nachmittage geht. Möge das kommende Schuljahr so werden wie das letzte.
Das würde mir gefallen.

Hallo liebe Leser,

nach langer Abstinenz bin ich nun auch wieder an Bord.

Da ich im Moment meine wohlverdienten „Ferien“ genieße (eine Klausur steht allerdings noch an), habe ich endlich wieder Zeit zum Lesen gefunden. Und da ich von einigen Büchern so begeistert war, habe ich mir überlegt auf diesem Wege ein paar Buchempfehlungen auszusprechen. Vielleicht kann ich den ein oder anderen dazu bewegen auch mal wieder ein Buch in die Hand zu nehmen 🙂

 

Mein erstes Buch, dass ich Literaturfans ans Herz legen möchte ist: Drachenläufer.

„Drachenläufer“ ist ein Roman des amerikanisch-afghanischen Schriftstellers Khaled Hosseini aus dem Jahre 2003.

Zum Inhalt (Klappentext):

„Afghanistan 1975:  In Kabul wächst der 12-jährige Amir auf, der mit Hilfe seines Freundes Hassan unbedingt einen Wettbewerb im Drachensteigen gewinnen will. Hassans Vater ist der Diener von Amirs Vater, doch trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft verbindet die beiden Jungen eine innige Freundschaft. Am Ende des Wettbewerbs wird die Freundschaft von Amir auf schreckliche Weise verraten. Diese Tat verändert das Leben der beiden dramatisch, ihre Wege trennen sich. Viele Jahre später kehrt der erwachsene Amir aus dem Ausland in seine Heimatstadt Kabul zurück, um seine Schuld zu tilgen.“

Meine Meinung:

Als ich das Buch anfing, hatte ich absolut keine Ahnung von afghanischer Geschichte. Ich wusste nichts über den Einzug der Russen und die vermeindliche „Befreiung“ durch die Taliban und so auch nichts über die Grausamkeit, die in das Land kam. Durch die Geschichte von Amir und Hassan wird ein Einblick in die afghanische Geschichte von 1975 bis 2001 gegeben. Das persönliche Schicksal der beiden Jungen steht dabei im Vordergrund. Die Geschichte ist unglaublich  schockierend, dramatisch und gleichzeitig so emotional, dass sie  zu keiner Zeit langweilig wird oder an Spannung verliert. „Drachenläufer“ hat mich tief berührt und ich habe viel darüber nachgedacht.

Fazit:

„Drachenläufer“ ist definitv kein Buch, das man aus purem Vergnügen liest,  dafür ist es zu schockierend. Aber wenn man einmal angefangen hat, kann man sich kaum wieder davon loslösen. Ein absolutes „Muss“ für Lesefreunde.

 

Bis zum nächsten Buch,

Annie

 

Nicht in einem schmutzigen, nassen Loch, in das die Enden von irgendwelchen Würmern herabbaumelten und das nach Schlamm und Moder roch. Auch nicht etwa in einer trockenen Kieshöhle, die so kahl war, dass man sich nicht einmal niedersetzen oder gemütlich frühstücken konnte. Es war eine Hobbithöhle, und das bedeutet Behaglichkeit. – „Der kleine Hobbit“ – J.R.R. Tolkien

Und nachdem ich die jetzt mit eigenen Augen gesehen habe, will ich auch so eine haben!

Bilbos Höhle

Als meinen letzten Ausflug in Neuseeland habe ich mit Hobbiton ausgesucht. Ein letztes Mal Mittelerde besuchen und auf den Spuren des Hobbits und der Gefährten (ob nun in „Der Herr der Ringe“ oder in „Der kleine Hobbit“) wandeln.
Nach den Filmarbeiten von „Herr der Ringe“ wurde die Kulisse zum größten Teil abgebaut. Wegen schlechten Wetters wurde nicht alles abgebaut und nachdem die Farmbesitzer immer mehr Interessenten hatten, die sich das Filmset ansehen wollten haben sie mit New Line Cinema einen Vertrag abgeschlossen, um Touren anbieten zu können. Im letzten Jahr fingen dann die Dreharbeiten für die drei Hobbit-Filme an und so wurde alles wieder aufgebaut. Dieses Mal wurde nichts wieder abgebaut, sodass ich ein wunderschönes Set besuchen konnte!
Es ging vorbei an winzigen und größeren Hobbithöhlen. Es kam immer darauf an, aus welcher Perspektive und mit welchen Schauspielern gedreht wurde, damit die Größenverhältnisse stimmen. Der große Partybaum unter dem Bilbo seinen 111. Geburtstag gefeiert hat, steht in der Mitte des Ortes und ist wirklich beeindruckend. Bilbo und Frodos Höhle darf man leider nicht betreten, da sie aber am höchsten Punkt des Ortes liegt und der wichtigste Auenland-Ort in den Büchern (und Filmen) ist, ist es die schönste Höhle von allen. Natürlich nur von außen, denn die Höhlen sind nichts weiter als Außenfassaden. Die Innendrehs wurden alle in Wellington gemacht. Von Bilbos Höhle gibt es in zwei Innenvarianten: Eine große, damit Bilbo normal darin aussieht und eine kleine, damit Gandalf viel zu groß wirkt. Die große dient nun Peter Jackson in seinem Haus in Wellington als Gästezimmer.

Meine Hobbithöhle

Es ist wirklich beeindruckend, wie viel Lieb zum Detail dem Set gegeben wurde. Obwohl man die meisten Details in den Filmen gar nicht sieht! An den Fensterrahmen sind feine Schnitzereien, das Holz wurde extra auf Hobbitgröße gehackt. Es gibt Gemüsegärten, die auch jetzt noch gehegt und gepflegt werden. Und dann ist da noch das Projekt mit dem „Grünen Drachen“. Der „Grüne Drache“ ist die Kneipe in Hobbiton. Wir durften wegen Bauarbeiten leider nicht nah dran, aber der Blick über den Teich hat schon einiges gezeigt. Zum Kinostart vom ersten Hobbit-Film soll der „Grüne Drache“ eröffnet werden, als echte Kneipe, mit Auenlandbier. Das hat übrigens nur 1% Alkohol. Man wollte den Schauspielern zwar Bier geben, aber keine Alkoholleichen beim Dreh haben.

Nach diesem Tag im Hobbit-Land bin ich schon sehr auf den Film gespannt, auf alle drei Filme. Und ich kann andauernd sagen: Da war ich schon!

Gerade sitze ich in meinem Bus von Tauranga nach Auckland (absoluter Luxus, er hat freies Wifi). In ein paar Stunden sitze ich im Flieger nach Sydney. Das war Neuseeland für mich. Für’s erste, denn ich werde ganz bestimmt nochmal hierher kommen.

Ein letztes Mal gehe ich meine Aufzeichnungen zu allen Vorlesungen, die uns hier in London geboten wurden, durch. Dann werden sie zusammen mit meinen Tickets für den Rückflug im Handgepäck verstaut.

Immerhin erwartet mich vor Ort zu Hause regelrecht eine Bombardierung von Fragen: Was hast du gelernt? Wen hast du getroffen? Was hast du besichtigt …?

Dabei möchte ich nicht unvorbereitet sein 😉

Ich blicke auf 15 wundervolle Tage zurück, alle versehen mit neuen Bekanntschaften, Freundschaften, Vorlesungen, Workshops und Eindrücken. Ein letztes Mal zum gemeinsamen Frühstück, die letzte Vorlesung, die „Closing Ceremony“ und die Abschiedsparty – leider alles unter dem bitteren Beigeschmack des Abschieds.

Allerdings wird dieser nicht endgültig sein. Facebook, Twitter und co ermöglichen uns eine einfache und fortbestehende Kommunikation – das nächste Treffen ist also schnell organisiert!

Die letzten Wochen waren auf jeden Fall unvergesslich und in jeglicher Hinsicht eine Bereicherung. Zwei Wochen geprägt vom Informationsaustausch in kultureller und wissenschaftlicher Hinsicht – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche.

Ich bedanke mich bei allen, die mir diesen Aufenthalt hier ermöglicht haben – dazu zählt vor allem Jugend Forscht und die Ernst A. C. Lange-Stiftung, aber auch Herr Dr. Pallack, der mir auf dem Weg zu diesem Preis mit Rat und Tat zur Seite stand. Dankeschön!

Dies war der erste Blog, den ich verfasst habe. Vorher hatte ich keinerlei Vorwissen, wie ich hier zu formulieren habe oder sowohl wissenschaftliche als auch soziale Inhalte verknüpfen kann.

An dieser Stelle möchte ich mich gerne bei Mike Blüggel bedanken, bei dessen Blog ich mir so manche Inspirationen geholt habe 😉
(http://cta12er.blogspot.co.uk/)

Lautes Geschnatter erfüllt den Raum. „Wie war Dein Sommer?“, „War der August nicht ganz schön heiß?“, „Wo sitze ich?“, „Schön, dass Du wieder da bist!“ Getrappel hin und her und Plätze werden gesucht. Bis jemand laut von vorne ruft: „Bitte hinsetzen, ich möchte gerne anfangen!“
Nein, dies sind nicht Zweitklässler der Grundschule nach den Ferien, sondern die Sängerinnen und Sänger des Madrigalchores Werl, die nach ca. sechs Wochen Pause mit den Proben beginnen wollen.
Natürlich gibt es viel zu erzählen. Zudem steht ein Probenwochenende in Paderborn vor der Tür. Angeregt wird sich über das ein oder andere bis zum Start der Probe noch „schnell“ gesprochen. Und das ist gut so!
Neben dem Singen werden zwischen den Sängerinnen und Sängern soziale Kontakte gepflegt.
Mit dem Probenstart darf der Chor zwei neue Sängerinnen begrüßen, die ausprobieren wollen, wieso es den anderen soviel Freude bereite

Nach wenigen Einleitungsworten des Chorleiters Jörg Segtrop starten wir zunächst mit einer Einsingphase. Mensch, wie habe ich das in den letzten Wochen vermißt. Auch mein kleiner Chor hat Sommerferien gehabt und es geht mit der Singerei langsam wieder los. Nachdem Ruhe eingekehrt ist, genieße ich die ein- und ausströmende Luft, das gemeinsame Ansingen von Tonfolgen zur Lockerung aller Muskeln und zur Vorbereitung auf die nachfolgende Probe.

Jörg Segtrop war in den Ferien nicht untätig und hat das zweite Chorwerk für unser Adventskonzert ausgesucht. Mit Gottfried August Homililus hat er einen Komponisten gefunden, der Johann Sebastian Bach persönlich kennengelernt, und der sogar bei ihm Unterricht gehabt haben soll. Die Kantate heißt „Auf, auf, ihr Herzen, seid bereit“ und besteht aus fünf Sätzen. Diese ergänzt hervorragend das Magnificat von J.S. Bach. Zudem wird das Orchester noch eine Suite, ohne Chor, vortragen.

Schnell haben die Sängerinnen und Sänger die Tonfolgen des ersten Chores aufgenommen und kleinere Erfolge stellen sich ein. Nach der Pause und einigen gesungenen Geburtstagswünschen und der ein oder anderen Ansage steigen wir wieder in das Magnificat ein.

Beschwingt geht es nach der Probe heim. Die Vorfreude auf die nächste Probe kommt bereits auf dem Heimweg.

Wäre es doch bald wieder Montag. Montag um 19:45Uhr treffen wir uns dann wieder im St. Walburgahaus in Werl.
Bis dahin

P.S. Mit Neuaufnahme der Proben, werde ich wieder Geschichten und Informationen zu dem Chor an dieser Stelle veröffentlichen!

Hier in Buenos Aires hat es mittlerweile aufgehört zu regnen…

Man findet nun immer wieder Leute in den Staßen und hört nahezu überall Musik…

Hier im Refugio San Eugenio ist nun auch mehr los.

Fast täglich kommen nachmittags Jugendliche zum Fußballspielen…

Morgens bauen wir gerade hier auf dem Gelände des Refugios eine Umkleide für die Jugendlichen, damit sie sich zum Fußballspielen hier umziehen können…

Weiterhin kann ich auch meine Internetseite empfehlen:

http://lukas-buenos-aires.jimdo.com/

Dort findet ihr in der Leiste unter „Argentinien“ auch eine kleine Bildergalerie meiner ersten Tage hier in Buenos Aires…

Viele Grüße
Lukas

Nach einem Wochenende voller geistiger Regeneration, sprich ohne festgelegtes Programm, brannten unsere Geister heute voller Erwartung auf die kommenden Vorlesungen.

Und wir wurden nicht enttäuscht: Gleich drei Vorlesungen UND ein Museumsbesuch wurden uns geboten und jede Aktivität forderte völlige Konzentration:

Den Anfang machte Frau Judith O’Toole mit einem Vortrag mit dem Titel „Animals Don’t Read the Text Books“. Hier gewährte sie uns einen Einblick in die Geschichte der Tiermedizin und erklärte uns, wie wissenschaftliche Errungenschaften die mystischen Krankheiten der Vergangenheit aufklären und heilbar machen können.

Wir diskutierten über die Evolution der neuen Krankheitserreger, wie diese unschädlich gemacht und Weiterentwicklungen verhindert werden können.

Weiter ging es mit Professor Sam Evans. Mit seinem Vortrag „The Strange Mechanical Behavior of Skin“ verschaffte er uns Klarheit über die Besonderheiten unserer Haut, die wir im Alltag als selbstverständlich hinnehmen: Die Wasserfestigkeit, die Regenerierung, die Komplexität ihrer Struktur und die somit entstehende Elastizität, die er in Versuchsreihen zu verstehen versucht hat. Hierzu entwickelter er einen eigenen Versuchsaufbau und eine Software zum Auswerten der Messungen.

Vor der letzten Vorlesung konnten wir unseren Körper und auch unseren Geist während des Besuches des Science Museums lockern. Auf anschauliche und vor allem interaktive Weise lernen wir allerhand über die Geschichte unsere Wissenschaften: In der Medizin, Raumfahrt, Mathematik und Physik und noch viel mehr. Auf fünf Etagen konnten wir nach Belieben unsere eigenen Interessenschwerpunkte setzen, bevor die letzte Veranstaltung heute begann:
Professor Keith Martin erklärte uns passender Weise, wie unser Auge im Zusammenspiel mit unserem Hirn unser Umfeld wahrnimmt und die Lichtreflexe zu Bildern umformt – es ist ein Aufnahmemedium für unsere Eindrücke, unsere Empfindungen, unsere Erinnerungen.

Nach einem 6-Stunden-Workshop mit anschließender Präsentation der Ergebnisse bin ich gestern nicht mehr dazu in der Lage gewesen, einen Eintrag zu verfassen. Zum einen war zwischen der abschließenden Besprechung und der nächsten Vorlesung, die um 21 Uhr begann, keine Zeit mehr – zum anderen bin ich danach direkt in mein Bett gefallen 🙂

Der „Study Day“ war dem Thema „Overcoming Disaster“ gewidmet.

Schon erschreckend, dass wir nicht mehr über das Verhindern von Katastrophen, sondern schon über das Überwinden derer sprechen. Spätestens jetzt sollten wir lernen, dass Klimawandel und Co keine Probleme in ferner Zukunft sind, sondern schon jetzt eine Bedrohung darstellen!

Ganz im Sinne des individuellen Programms durften wir hier wieder zwischen einzelnen Schwerpunkten wählen – „Mechanical Engineering“, „Earth Observation from Space“, „The Role of Soil in Sustainable Food and Farming“ und „Understanding Volcanoes“ klingen zwar alle sehr verlockend, aber mein Interesse habe ich ganz dem „Emergency Blood Supply“ verschieben.

Dr. Ricardo Costa, Spezialist für Zellbiologie und Transfusionsmedizin und Direktor einer Blutbank, erklärte uns von mittags bis abends, was genau Bestandteil einer Bluttransfusion ist und wie Komplikationen dabei auftreten können.

Ein Problem ist beispielsweise, dass einige Blut-Pakete von Spendern auch mit HIV oder Hepatitis versetzt sein könnten, trotz vorheriger Befragung der Spender und Blutuntersuchungen.

Vor allem in Regionen, bei denen der Spender Geld für sein Blut bekommt, sind gefährdet: Häufig nutzen drogenabhängige Menschen dieses Angebot, um finanzielle Unterstützung zu bekommen. Sie könnten mit einer der Krankheiten infiziert sein und geben trotzdem an, gesund zu sein.
In anderen Fällen sind die Menschen „frisch“ an solchen Krankheiten erkrankt. Normalerweise erkennt man bei der Blutuntersuchung an den gebildeten Antikörpern, ob eine Erkrankung vorliegt. Wenn die Viren aber noch nicht lange im Organismus vorkommen, hat der Körper noch keine bzw. wenige Antikörper ausgebildet, die dann nicht erkannt werden.

Das Ziel ist es also, die Qualität des gespendeten Blutes zu sichern – nur wodurch wird dies gewährleistet?

Das war Teil unserer Aufgabe. In einer Präsentation, in der wir unsere Gedanken dazu festgehalten haben, stellten wir unsere Lösungen den anderen Teilnehmern vor: Zum einen sollte das Bezahlen des Blutspendens abgeschafft werden – Menschen sollen aus Eigeninitiative Gutes tun!
Zum anderen müssen mehr Menschen aufgeklärt werden. Erdbeben, Unfälle und andere Katastrophen gehören mittlerweile zum Alltag auf der Welt, fast täglich wird von Verletzen in den Nachrichten berichtet. Auch wir und unser Umfeld können davon betroffen sein. Was, wenn ein Familienangehöriger viel Blut verliert und keine Reserven vorhanden sind?

In der anschließenden Vorlesung sprach Professor David Philips über Licht und seine heilenden Eigenschaften und wie diese chemisch zu erklären sind.

Heute wurden wieder Ausflüge zu verschiedenen Laboren und Forschungsorten angeboten.

 

So fuhr ich heute mit einer Gruppe nach Oxford zum Diamond Light Source. Hier wird mittels Diamanten sehr helles Licht, genannt Synchrotronlicht, erzeugt, das von Wissenschaftlern über eine breite Palette wissenschaftlicher Disziplinen verwendet wird. Es ermöglicht, atomare Strukturen von Substanzen darzustellen.

Den heutigen Tag verbrachten wir in „Research & Scientific Establishments“, die wir zuvor gewählt hatten. Zur Auswahl standen unter anderem Rolls Royce, The Rothamsted Research Center, Tilbury Power Station und Airbus UK, wofür ich mich entschieden habe.

Auf der knapp dreistündigen Bustour nach Filton wurde uns erklärt, dass vor allem die Arbeit an den Tragflächen der Flugzeuge Schwerpunkt der Führung sein wird.

Vor Ort wurden wir mit einer kurzen Präsentation empfangen, die uns mit der Firma und ihrer Arbeitsweise vertraut machen sollte. Danach wurden wir auf dem Gelände zu den einzelnen Stationen, die das Leben eines Flugzeugträgers ausmachen, geführt.

Von wissenschaftlichen Überlegungen, Design und Planen der Arbeit, über das Entwickeln der Hilfsmittel bis hin zu dem Bau des Trägers und das Organisieren des Transportes – das alles wurde uns erklärt und anschaulich dargelegt, auch wenn wir dazu mit speziellem „Equipment“ ausgestattet werden mussten (Foto Links) 😉

Später sollten wir uns selbst unsere Fähigkeiten als Mitarbeiter bei Airbus UK testen. In einer relativ simpel gestalteten Aufgabe – eine möglichst tragfähige Brücke mit möglichst wenigen Werkstoffen zu bauen – wurden wir auf Teamfähigkeit, problemlösendes Denken, Planungsfähigkeit und Sorgfalt getestet.

Rechts zu sehen, die stolze Siegergruppe mit einer Brücke mit einer Länge von einem Meter und einer Tragfähigkeit von rund 600g.

Internationaler hätten wir gar nicht zusammengewürfelt werden können: Pakistan, Irland, China, Zypern und Deutschland sind vertreten – Teamwork in großem Ausmaß!

Kaum waren wir in der Dämmerung am Imperial College angekommen, begann auch schon der zweite Programmpunkt an diesem Tag: London Eye Night Experience.

Mit der Underground brauchen wir nicht mehr als 7 Minuten bis zum Big Ben, der Weg von dort aus zum London Eye nahm mehr Zeit in Anspruch: Auf dieser halben Meile wurden mehr Fotos aus allen möglichen Winkeln geschossen als je zuvor. Immerhin gilt es, möglichst viele Erinnerungen mit möglichst vielen Menschen festzuhalten, bei einer so großen Anzahl an Leuten kann das äußerst zeitintensiv werden..

 

Ich war genauso nervös, wie an meinem ersten Schultag an der Grundschule und am St. Christophorus Gymnasium. Heute hatte ich sozusagen meine Einschulung in der Maximilian-Kolbe-Schule, aber auf eine ganz andere Weise als früher – der kleine Unterschied ist, dass ich dieses Mal auf der anderen Seite stehe und nicht die Schulbank drücken muss. Jetzt hat die Schule begonnen und es gefällt mir richtig gut! Auch wenn ich sehr aufgeregt war, hab ich mich tierisch auf die Schule gefreut (das kam in dieser Form echt schon lange nicht mehr vor 😀 )! Nun ist die 13 c mit 12 Schülern also meine neue Klasse und ich fühl mich so wohl. Ein super Lehrerteam, nette Schüler und eine tolle Atmosphäre. Der Blick auf den Stundenplan hat mir klar gemacht, dass ich nicht nur „normale“ Fächer wie Mathe und Lesen, sondern auch Textil- und Backunterricht und auch Werken mit Metall auf mich zukommen werden (richtig cool 🙂 ). Die erste Woche ist noch etwas entspannt und durcheinander, da alles noch nicht so seinen Rhythmus hat, aber spätestens in der nächsten Woche geht es richtig los mit dem geregelten Unterricht. Ich freu mich schon auf morgen früh!