Ein Blick von mir und ich habe sofort erkannt, dass die Terrassentür weit auf steht. Leisen Schrittes habe ich schon mal die grobe Richtung eingeschlagen. Papa hat das natürlich sofort gesehen und meinte, dass ich nicht mehr raus gehen sollte. Bitte? Irgendwie sind Papas doch auch dafür da, dass man NICHT auf sie hört. Deshalb bin ich vorsichtig über die Türschwelle gegangen, habe Papa noch einen Blick zugeworfen und ein leichtes Grinsen aufgelegt. Das hatte zur Folge das die Stirn von „meinem Großen“ Wellen schlug, die Augenbrauen sich zusammen zogen und der Mund etwas spitzer wurde. „RONJA, hier geblieben“ habe ich nur noch gehört und die ersten Schritte in Richtung Wiese getätigt.
Papas Schlappen stampfen auf dem Laminat und ich höre wie er schneller wird. Mein Vorsprung war aber schon recht groß, bis zur Wiese praktisch uneinholbar. Ein kindliches Kichern entwich meinem Mund, während ich blitzschnell einen Fuß vor den Anderen setzte. Geschafft, das Grün ist erreicht und das nächste Ziel wurde ins Auge gefasst, die Schaukel. Ich renne, ich laufe, ich gebe Vollgas. Ich sehe Papa vor meinem geistigen Auge mit ausgestreckten Armen hinter mir herlaufen, schneller und schneller. Plötzlich bleibe ich abrupt stehen, irgendetwas ist anders als sonst. Ein Blick nach unten bestätigt mein Gefühl. „Papa, Füße nass!!!“ Tja, ich hätte mal lieber ein paar Schuhe angezogen, denn Strumpfhose und Stoppersocken waren, dank der feuchten Wiese, sofort aufgeweicht. Papa hat mich dann zurück getragen.

Na warte, irgendwann kann ich eine Schleife binden und dann …

Bis dann, Eure Ronja!


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