Archive for Mai, 2012

Nun  stehen die ersten Sommerferien in meiner Dienstzeit als Streetworkerin an und da darf natürlich eine Teilnahme am Ferienspaßprogramm der Stadt Werl nicht fehlen.

Passend zu meinem Beruf (bei dem man ja einen Großteil der Zeit „draußen“ verbringt) handelt es sich natürlich um Outdoor-Aktivitäten und so hoffe ich, dass ich eine richtig gute Zeit mit den Kindern und Jugendlichen beim Geocaching (moderne Schatzsuche anhand von GPS-Koordinaten), bei einer Fahrradtour oder bei der Veranstaltung zu dem Thema „Raus in die Natur“ (gemeinsames forschen, spielen und Gestaltung kleiner Kunstwerke aus Naturmaterialien ).

Ich freue mich auf die Veranstaltungen und hoffe auf richtig schönes Wetter!

Anmeldung für das Ferienspaß-Programm ist an diesem Samstag, 02.06., von 08:00 – 12:00 Uhr im Rathaus.

Eigentlich habe ich meine bislang entspannteste Woche hier in Toronto – terminlich gesehen. Dennoch ist es nicht wirklich entspannt für mich, weil es zum ersten Mal nicht wie gedacht oder erhofft läuft. Ich bin noch immer ungewiss, was mein Praktikum angeht und habe gleichzeitig begonnen, über Optionen nachzudenken.

Nachdem ich mich letzten Freitag tatsächlich endlich mit dem Sohn des Herausgebers habe treffen können, hatte ich es wie folgt verstanden: er gibt mir bis Montag eine Liste mit „Events“, die in Toronto laufen und ich kann schauen, was mich interessiert und darüber schreiben. Das war mein Stand am Freitag. Zwar ohne konkrete Aussage, dass ich am Montag um die und die Uhrzeit im Büro oder wo auch immer sein soll, aber immerhin mit dem Gefühl, dass es Montag starten würde. Ich fand es zwar schon ungewöhnlich, nicht ins Büro bzw. in die Redaktion zu kommen und nicht vorgeste zu werden, aber ich bin ja hier um zu sehen, dass manches auch anders laufen kann. Und das gesamte „Team“ besteht wohl nur aus vier oder fünf Personen und die meisten von ihnen wären auch gar nicht im Büro, wie mir Rowland (der Sohn des Herausgebers) erklärte. Jetzt weiß ich ja selbst von meiner Zeit beim WA, dass viele Artikel Zuhause am eigenen Schreibtisch entstehen und dann gemailt werden. Aber ich weiß auch, dass das noch keine Zeitung macht! Es braucht Personen, die diese Artikel layouten, sie passend auf die Zeilen bringen und darauf achten, dass keine Hurenkinder, Witwen oder Schusterjungen entstehen (diese lustigen Begriffe werden benutzt, wenn ein Artikel nicht „gut ausschaut“, wenn zum Beispiel nur ein Wort in einer Zeile steht oder nur eine Zeile in einer neuen Spalte und dann schon ein Absatz folgt). Da muss es doch zumindest einmal in der Woche, bevor die Zeitung in Druck geht, Mitarbeiter im Büro geben?

Wie auch immer. Es hieß, es sei halt keiner im Büro und es wäre auch nicht nötig, wenn ich dort hinkommen würde. Ich sollte lieber meine Zeit in Toronto genießen. Das sind dann so Momente, wo ich gerne in die deutsche Sprache wechseln würde!!! Um die richtigen, um die passenden Worte zu finden!! Ich will weder unhöflich sein, noch mich aufdrängen, aber würde doch gerne rüberbringen, dass ich genau aus diesem Grund ein Praktikum machen wollte: Um im Büro zu sitzen oder in der Redaktion oder um zu Terminen zu begleiten. Es sind eben diese kleinen Sachen, die so spannend sind für mich. Ich würde halt gerne einen Einblick in die kanadische Arbeitswelt bekommen (auch wenn dieser Einblick noch so klein ist).

Nachdem ich nun bis Dienstag mal wieder nichts gehört hatte, habe ich noch mal nachgefragt und ich habe inzwischen den Eindruck, dass Rowland mir „Events“ raussucht, damit ich Toronto kennenlernen kann – sprich ich komme günstiger oder kostenlos in Museen oder zu Veranstaltungen, aber eben als Privatperson. Ich glaube es werden keine Termine sein, die ich für die Zeitung wahrnehmen soll und ich glaube inzwischen, dass er auch nicht wirklich Artikel von mir braucht oder auch nicht möchte? Ich habe mir die Zeitung im Vorfeld ehrlich gesagt auch anders vorgestellt gehabt – vor allem inhaltlich. Ich wusste, dass es „nur“ eine wöchentliche Zeitung ist und sie daher nicht tagesaktuell berichten wird, aber ich war von Themen doch schon enttäuscht und musste gegen meinen ersten Impuls ankämpfen, nicht sofort die Rechtschreibfehler zu korrigieren! So scheint es also auf beiden Seiten von Anfang an unterschiedliche Vorstellungen gegeben zu haben.

Anfang der Woche hatte ich bereits für mich entschieden, diese Woche nun auf mich zukommen zu lassen, um die Situation besser einordnen zu können und dann zu entscheiden, was nun weiter geschehen soll und so mache ich es jetzt auch. Es gibt mehrere Möglichkeiten und ich habe einige Ideen. Aber ich muss nun herausfinden, was ich will und manche Dinge lassen sich eben auch nicht von heute auf morgen organisieren. Daher dominiert in dieser Woche das Gefühl, dass mir die Tage wie Wasser durch die Finger rinnen und dass mir meine restliche Zeit in Toronto zum ersten Mal zu kurz erscheint.

Und nun noch eine Anmerkung zu meinem Geburtstag am Dienstag (und ja, ich habe mein Profil hier angepasst 😉 ), da ich weiß, dass viele interessiert, wie ich meinen Tag verlebt habe. Und nun vielleicht die Enttäuschung: Ich habe nichts Spektakuläres gemacht. Ich weiß, dass wird jetzt überraschen und ich habe es mir ursprünglich auch selbst anders vorgestellt, aber es hatte sich einfach nicht ergeben. Aber ich war auch ehrlich gesagt nicht unzufrieden damit. Ich glaube, das Besondere ist einfach, dass ich hier in Toronto bin. Das ist mein Geschenk gewesen! Und ich habe unheimlich viele (und zum Teil ganz tolle, individuelle) Geburtstagsgrüße bekommen – von meiner Familie, von Freunden, Bekannten und Kollegen. In den vergangen Jahren hat es sich auf mehrere Kanäle verteilt: Die Kollegen gratulieren im Büro, Freunde und Familie kommen zur Feier, ganz viele rufen an, schreiben eine SMS oder eine Mail. In diesem Jahr sind 99% der Grüße über einen Kanal gekommen: per Mail! Beim Anblick meines Postfachs habe ich dann auch schlucken müssen! Total schön zu wissen und eben in diesem Moment, in dieser Entfernung, auch zu SEHEN, dass ich den Menschen, die mir wichtig sind, auch wichtig bin!!

Das Wetter war am Dienstag leider schrecklich: 34 Grad und mit so einer hohen Luftfeuchtigkeit, dass ich einfach keine andere Möglichkeit hatte, als bis Mittags hier im kühlen Haus (Klimaanlage sei dank!) zu bleiben. Nachmittags habe ich mich dann mit „den Brasilianern“ von meiner Sprachschule getroffen (okay, den Schweizer und die zwei Italienerinnen will ich auch nicht unterschlagen). Es war aber ziemlich unruhig, da die meisten bereits mit den letzten Erledigungen beschäftigt waren (shoppen und Sightseeing) oder anderen organisatorischen Dingen, da es für viele am Wochenende zurück nach Brasilien geht. Heute treffen wir uns zur „Abschiedsparty“.

Danach habe ich noch etwas alleine die Stadt genossen und mich abends mit der Praktikantin vom deutschen Konsulat „auf ein asiatisches Bier getroffen“. Nicht mehr – aber auch nicht weniger. An diesem Tag hier in Toronto völlig selbstverständlich auf einer Terrasse sitzen zu können und eins von fünf möglichen asiatischen Bieren zu probieren (übrigens mein erstes asiatisches) – war halt (irgendwie) schon wieder besonders.

 

 

 

 

Wellness ist in. Die Leute fahren meilenweit, um sich von Spezialisten einölen, massieren oder sonstwie verwöhnen zu lassen. Dabei ist die nächste Klopfmassage gar nicht weit: Einfach das Fahrrad schnappen und die Heerstraße zwischen Halver und B54 runterdüsen – das Gesäß wird herrlich stimuliert. Nur frischgebackene Mütter sollten damit ein paar Monate warten.

Nun ist es kein Geheimnis, dass sich unsere Straßen in einem, sagen wir ruhig: erbärmlichen Zustand befinden. Der Abstieg von einem touristisch erschlossenen 8000er ist vermutlich angenehmer als die Fahrt durch Halver-Ehringhausen. (Ortsunkundigen sei gesagt: Warten Sie mit einem Besuch lieber, bis die Straße Ende 2012, -13 oder -14 ausgebaut ist.) Wer sich aber schon als Autofahrer über die Buckelpisten aufregt, sollte sich den Spaß machen, auf nur zwei Rädern unterwegs zu sein.

Die Welt ist plötzlich eine andere.

Der Rennradfahrer, der einen auf der Volmestraße immer ärgert, weil er so weit links fährt, macht das nämlich aus einem guten Grund: Am rechten Randstreifen würde er aufgrund der vielen Fugenrisse und Flickarbeiten nach nur 20 Metern einen Bandscheibenvorfall erleiden. Wenn er nicht gleich in den Rabatten landet. Nun ist die Sturzgefahr mit einem Trekkingrad, sprich: mit breiteren Reifen, nicht ganz so groß. Doch fragt man sich unweigerlich alle 100 Meter: Warum gibt’s hier keinen Radweg?

Klar, ein paar davon gibt es: So führt die offizielle Route von der Ahelle bis Lüdenscheid über die Mintenbecke. Eine Tour, die ich mit gaaanz viel Zeit anpacken würde. Aber ich bin kein Radtourist, ich bin Berufspendler. Zeit ist kostbar und das heißt: Man muss die Schönheit von Volme- und Talstraße zu schätzen wissen. Wer den Wahrde-Abstieg zwischen Brügge und Ostendorf radeln will, bitte. Auch da gibt’s schöne Ecken. Aber später dazu mehr.

Bis dahin:

Lasst rollen, ihr Märker!

Hallo zusammen,

ja was ist denn beim S04 los?   Da sind ja Namen im (Theken)Gespräch, da wird einem ja schwindelig.  Allein wenn ich da an die Kohle denke, die dafür gebraucht wird.      Van der Vaart mindestens 10 Mio. Ablöse heißt es ja angeblich.   Salomon Kalou, sagt mir jetzt nicht spontan etwas, aber ich kann mich nicht um alles kümmern, soll ja dann ablösefrei aus Chelsea abwandern können.     Heißt ja für den S04 aber nichts.    Dann wird das Handgeld und die Aasgeier(Berater)provision halt die entsprechende Höhe haben.                        Aber wir kennen das doch, es ist Pause im Ligabetrieb, die EURO steht vor der Tür, und der ein oder andere im entsprechenden Alter versucht doch jetzt das beste für seine Altersvorsorge zu tun, bevor er sich die letzten fehlenden Euros um das altersgerechte Leben nach der Karriere entsprechend gestalten zu können, in den Ölstaaten oder den USA sichert.     Spätestens mit 38 Jahren sollte er dann die Platzreife für alle Golfanlagen der Welt geschafft haben.            Aber das nur nebenbei.           Kalou ist ja immerhin Nationalspieler der Elfenbeinküste, aber trotzdem weiß ich ihn nicht einzuschätzen.   Van der Vaart war in Hamburg gut, hat sich aber weder bei Real Madrid noch in Tottenham richtig durchgesetzt.    Muss ja jetzt nichts heißen, aber angesichts der viel zu vielen, teuren Flops aus der Vergangenheit klingeln bei mir sofort die Alarmglocken, wenn da prominente Namen mit dem FC Schalke 04 in Verbindung gebracht werden.       Natürlich ist der Anspruch nach wie vor groß bei Königsblau, vor allem bei uns Fans, aber nicht schon wieder mit der Brechstange etwas versuchen.         Es steht außer Frage, das etliche Ladenhüter und Platzpatronen aus dem Kader, und vor allem von der Gehaltsliste verschwinden müssen.               Gegen etwas neues,gutes, frisches ist ja auch nichts einzuwenden, denn in der Champions League  soll ja nicht nur ein bisschen mitgekickt und Geld verdient werden.            Vergessen wir aber nicht, das unsere Nationalmannschaft in Leipzig ihre letzte Übungseinheit unter Wettkampfbedingungen vor dem Abflug zur EURO 2012 hat.  Ohne Bastian Schweinsteiger.   Wade.  Kommt mir irgendwie bekannt vor, nur woher? Fällt mir bestimmt noch ein.

 

Tschüß, bis die Tage

R.A.

So. Die ersten beiden Fahrten sind absolviert. Und schon jetzt steht fest: Ein Fahrrad ist schon ’ne praktische Sache. Es qualmt nicht, es schluckt nicht, es kostet keine Kfz-Steuer – und selbst vermeintliche Nachteile verkehren sich beim genauen Hinsehen ins Gegenteil.

Fest steht (Überraschung): So ein Fahrrad ist langsamer als ein Auto. Viieeeel langsamer. Aber genau diesem Umstand ist es geschuldet, dass ich heute Morgen 15 Euro gespart habe. Denn mit meinem Ford wäre ich zweifellos in jene geschickt platzierte „Blitze“ gedonnert, die unsere Ordnungshüter in der Höhe des Weingeschäfts „Eichelhardt“ platziert haben. Beliebte Stelle, klar. Aber genauso häufig, wie das Ding da steht, bin ich auch schon eben dort geblitzt worden. Nichts Wildes, versteht sich: 15 Euro sind fällig, wenn man mit bis zu 10 km/h innerhalb geschlossener Ortschaften zu schnell unterwegs ist. Aber jetzt, ja jetzt konnte ich denen die lange Nase zeigen!

Wirklich langsam fühlte sich die Fahrt zur Arbeit  trotzdem nicht an: Bis zu 45 km/h zeigte mein Fahrradcomputer an der Talstraße. Für den geübten Radfahrer bergab nichts Besonderes, und doch: Der Weg zu diesem Tempo ist mit Elektroantrieb weitaus leichter als ohne. Selbst in der Ebene lassen sich die von mir angestrebten 20 bis 25 km/h ohne übermäßige Beinarbeit halten. Dieser „eingebaute Rückenwind“ – er funktioniert wirklich. Sogar, wenn auch mit etwas mehr Eigenarbeit, auf der Heerstraße, die sich  schier endlos von der B54 bis zur Karlshöhe in Halver erstreckt.

Leicht abgekämpft – da ein Pedelec tatsächlich nicht von alleine fährt -, aber glücklich erreichte ich heute Morgen schließlich nach exakt 30 Minuten für die rund 12,5 Kilometer lange Strecke das Ziel. Die Heimfahrt am Dienstagabend war zwar vier Minuten kürzer, aber ganz unbedeutend ist die Topographie auch mit dem Pedelec nicht. Noch wichtiger als die Steigung ist allerdings die Beschaffenheit der Strecke – ein weites Feld, das hier morgen Thema sein soll. Bis dahin sage ich erstmal:

Lasst rollen!

Hallo zusammen,

RTL Punkt 6 heute Morgen, Sportblock um 6.10Uhr:   Da wird berichtet, das der S04 angeblich Interesse an Rafael van der Vaart hätte.    Der Niederländer hätte darauf nur geantwortet, das er sich erstmal auf die EURO konzentriere.   Wie meinte der Komentator doch: ein Dementi klingt anders.     War da nicht schon mal was im Gebüsch, und van der Vaart ging dann zu Real Madrid?    So genau weiß ich das aber nicht mehr.     Jetzt ist der ehemalige Spieler des Hamburger SV nicht jünger geworden, und hatte in der englischen Premier League ja auch so seine Startschwierigkeiten.        Jetzt die Karriere als Vorlagenlieferer für Landsmann Huntelaar unter der Obhut eines weiteren Landsmanns, Trainer Huub Stevens auf Schalke ausklingen lassen?     Dabei vielleicht ab und zu mal ein Freistoß mit seinem linken Fuß versenken?        Was wird die Gerüchteküche nicht noch alles zum Brodeln bringen?     Warten wir erstmal die EURO ab.     Wenn da einer mal ein paar gute Pässe gespielt hat, oder gar ein Tor geschossen oder verhindert hat, werden die „Geier“ wieder ihre Kreise ziehen, und das große Geld mit noch größeren Verträgen wittern.      Wie immer bei solchen Veranstaltungen.    Fußball’s next Topstar, ohne Heidi Klum.            Die ersten Termine für das private EM-Dorf stehen auch schon fest:  am nächsten Mittwoch ist „Spatenstich“.    Donnerstag Richtfest, Technik einbauen und Schmücken, und Freitag geht es dann ab 16.00 Uhr mit der Eröffnung los.

 

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Normalerweise hätte ich meinen Sohn für diesen Irrtum rüffeln müssen. Die erste Mathe-Stunde kommt schließlich bestimmt. Und jetzt das:  „Was? Jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit? Das sind ja fast 100 Kilometer!“ Ach, Kind! Das sind nicht nur 100, das sind dreihundertsiebunddreißigkommafünf Kilometer. Oder: 337,5 km. Weit mehr als du dir auch nur ansatzweise vorstellen kannst! Eine Wahnsinnsstrecke. Die ultimative Herausforderung im dritten Jahrtausend. Und wer fährt sie: der Papa, jawoll. Und warum?

Weil er bekloppt ist.Und deshalb gab es auch keine mahnenden Worte für den Filius.

Der Respekt vor dem, was ich mir da aufgehalst habe, wächst mit jeder Minute, die der „Startschuss“ näher rückt. Dabei sind wir mal ehrlich: 337 Kilometer in 18 Tagen – da lächelt der halbwegs trainierte Radfahrer nur. Es soll Verrückte geben, die diese Strecke an einem Tag zurücklegen. UND dann noch für die nächste Etappe trainieren. UND noch Blut spenden. Für sich selbst. Aber das ist ein anderes Thema.

Bestimmt habe ich schon erwähnt, dass es außerdem diesen kleinen Motor gibt, der mein Leih-Zweirad antreibt. Aber bitte: Jetzt nicht müde lächeln. Auch dieser Motor will befeuert werden. Von meinen Waden. Ohne menschliche Muskelkraft ist ein Pedelec – so heißt das gute Stück, das ich nun für vier Wochen testen kann – wirkungslos. Das ist eben der große Unterschied zu einem typischen E-Bike, das, so erklärt mir Fachmann Bernd Wenzel von „Country Bikes“, auch alleine Gas gibt. Trotzdem hat sich dieser Begriff offenbar durchgesetzt. Wie kann es sonst sein, dass selbst ein Hersteller wie

„Winora“ seine Pedelecs durch die Bank als E-Bikes bezeichnet? Ich bleibe im Laufe dieses Blogs beim Begriff „Pedelec“ – basta.

Bernd Wenzel erklärt das Pedelec
Bernd Wenzel von „Country Bikes“ erklärt den Antrieb des Pedelecs. – Foto: Ruthmann

Für Namen bleibt jetzt eh keine Zeit. Am späten Nachmittag steht heute nämlich die erste Heimfahrt auf zwei Rädern an. „Fahren Sie vorausschauend“, mahnte mich der Pedelec-Experte bei der Einweisung. „Denken Sie vorausschauend“, hätte auch gepasst. Denn wer mit dem Fahrrad pendelt, sollte sich bereits vor der ersten Fahrt über die notwendige Kleidung zum Wechseln, Transportmöglichkeiten von Arbeitsmitteln und, und, und Gedanken machen. Und so liegt

die Tüte mit Wechselklamotten in der Redaktion bereit, der Rucksack auch. Was jetzt noch fehlt: die Sonnengarantie bis zum 24. Juni.

 

Hallo zusammen,

der EURO-Kader steht.   Die „Streichergebnisse“ waren nicht so überraschend, allerdings verstehe ich die Entscheidung gegen Cacau nicht ganz.   Abgesehen davon, das ich ihn erst garnicht nominiert hätte, ist er doch der einzige „richtige“ Stürmer neben Klose und Gomez.   In meinen Augen ist Reus eher der Spielertyp offensiv hinter den Spitzen.    Aber ich bin ja auch nur einer von den millionen Bundestrainern, und nicht DER, der es zu entscheiden hat.      Wir wurden bei der Heim-WM 2006 mit der Nominierung Odonkors genauso überrascht.                     Mittlerweile sind ja auch die Vize-Bayern angekommen, und können andere Luft schnuppern, und einen neuen Anlauf auf einen Titelgewinn machen.             Wenn man den Blick mal so durch Europa schweifen lässt, war zu sehen, das sich die anderen Teilnehmer auch nicht mit Ruhm bekleckert haben.      Ist ja auch nicht anders zu erwarten.      Das schlimmste was passieren könnte wäre, wenn unsere Truppe am Donnerstag mit der vermeintlichen Startelf für die EURO 7-0 gegen Israel gewinnt.     Dann überschlagen sich wieder diverse Gazetten.     Einschließlich Heute, sind es noch zwölf Tage bis es aus deutscher Sicht dann richtig los geht.  Die Spannung steigt.

 

Tschüß, bis die Tage

R.A.

An diesem Wochenende hat genau die richtige Veranstaltung für mich stattgefunden: „Doors Open 2012“ in Toronto! Über 100 Gebäude konnten besichtigt werden und viele davon sind normalerweise nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Das hörte sich spannend für mich an und so habe ich mir aus der langen Liste mehrere interessante Sachen rausgesucht. Dabei musste ich an mein erstes Wochenende hier in Toronto denken. Da habe ich zweimal an einem „Janes Walk“ teilgenommen- Stadtführungen, über die ich auch hier im Blog geschrieben habe. Ich glaube, damals war die Auswahl noch nicht einmal halb so groß, aber ich habe die verschiedenen Spaziergänge überhaupt nicht einordnen können – weder thematisch noch örtlich. Inzwischen habe ich einen groben Überblick und bin orientiert, wenn mir jemanden einen Stadtteil, eine Subway Station oder Orientierungspunkte wie Gebäude oder große Straßen nennt. Und ich scrolle mich inzwischen fast täglich durch englische Internetseiten und das Übersetzen fällt immer leichter – nein, es wird besser 😉 Leicht ist es leider noch immer nicht.

Auf jeden Fall habe ich mich am Samstag und Sonntag ins Vergnügen gestürzt und es genossen, die Stadt durch „Doors Open“ weiter kennenzulernen. Eine Übung für mein Englisch war es auch, da ich an vielen Orten mit Volunteers (freiwillige Helfer) und anderen Besuchern ins Gespräch gekommen bin. Eine witzige Situation für mich, da ich auch häufiger schon bei Veranstaltungen als Volunteer geholfen habe. Ein Highlight war für mich „Osgoode Hall“. Ich war dort schon einmal und habe vor allem die Bibliothek bewundert – sie sieht ein bisschen aus wie bei Harry Potter. An diesem Wochenende konnte ich mir aber auch die Gerichtssäle ansehen und die waren richtig beeindruckend! Außerdem konnte man Richter spielen und eine Robe anziehen – musste ich selbstverständlich ausprobieren. Die „City Hall“ (das Rathaus von Toronto) habe ich natürlich auch besucht. Neben einem Ausblick aus der 27. Etage fand ich vor allem die Arbeitsplätze interessant. Einen Blick in das Büro des Majors, Rob Ford, habe ich auch geworfen. Dann habe ich noch ein Hotel in der King Street (One King Street) besucht. Das war früher einmal eine Bank und der Tresorraum mit der dicken Stahltür befindet sich noch immer im Keller. Wohin auch damit?? Dann waren da noch die Roger’s Filmstudios. Das war auch sehr witzig, da wir live bei einer Stau- & Wetter – Moderation zuschauen durften und uns vor die „Wetterwand“ stellen konnten und uns dann selbst im Fernsehen gesehen haben. War wieder einmal interessant zu sehen, wie es im Fernseher ausschaut und wie die Realität aussieht.

Ein Highlight war dann noch die Fire Station in der Nähe der „Beaches“ in Woodbine. Wir (eine Praktikantin, die ich hier kennengelernt habe, und ich) sind dort eher zufällig vorbeigekommen und Doors Open war für den Tag eigentlich auch schon beendet, aber die Feuerwehrmänner hatten Zeit und so gab’s noch eine Extra-Führung. Die Fahrzeuge waren schon beeindruckend, zumal sie kantiger sind und imposanter aussehen als in Deutschland. Also erstmal rauf auf den Fahrersitz! Hätte direkt mal eine Runde um den Block (mit!!)fahren wollen! Dann sind wir noch in den Turm gestiegen oder besser gesagt: „in die Uhr“. An dem viereckigen Turm hängt nämlich an jeder Seite eine Uhr und nachts werden sie von innen beleuchtet. Dort oben standen wir dann – zwischen alten Holzbalken und modernen Scheinwerfern und zwischen vier Uhren. Und eine Etage tiefer konnte ich mal wieder einen schönen Blick über die Stadt und auf den Lake Ontario genießen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hallo zusammen,

wie soll man den Test gegen die Schweiz bewerten?  Hauptsache man hat alle (Wackel)Kandidaten noch einmal gesehen, Ergebnis zweitrangig?       Kann ich mir nicht vorstellen.  3-5 gegen die Schweiz, das kann man nicht so einfach  abhaken.    Hat Jogi Löw anscheinend auch nicht getan, und auf den Trip nach Monaco zum Formel 1- Grand Prix verzichtet.    Es ist viel aufzuarbeiten, zuviel für meinen Geschmack zwölf Tage vor dem ersten Gruppenspiel gegen Portugal.           „Problemfall“ ist und bleibt erstaunlicherweise immer noch die Abwehr.   Einst Prunkstück der DFB-Auswahl, jetzt treibt es einem die Schweißperlen aufs Gesicht, wenn der Gegner näher als zwanzig Meter vor „unseren“ Kasten kommt.             Zwar gehört der zweitbeste Torjäger der Bundesliga, Mario Gomez, mit zu den Angreifern für dieses Turnier, aber richtig überzeugt hat er mich im Nationaltrikot nicht nicht.          Vielleicht  wird er ja ein zweiter Oliver Bierhoff, der erst nach seinem Siegtor bei der EURO 1996 zu Ehren kam.           Was wird mit Miro Klose, und wirkt das Heilmittel Nationalelf auch dieses Mal bei Lukas Podolski?                                    Eigentlich müssten ja die Akteure des spanischen und deutschen Meisters alles reißen.   Die haben Titel gewonnen, und müssten doch vor Selbstvertrauen nur so strotzen.            Aber wer wird von den „Siegertypen“ in der Startelf sein?     Gesetzt dürfte Mesut Özil sein, und es wäre ein Fehler Sami Kedira nicht aufzustellen.        Nichts genaues weiß mal also aktuell nicht, wir zumindest, der gemeine Fan.                 Was in den Köpfen der Teamleitung vorgeht, werden wir wohl am Donnerstag, wenn es zum letzten Test gegen Israel geht, sehen,   zumindest was die Startformation betrifft.       Hoffentlich hat der Monaco-Sonntag Joachim Löw die richtige Einsicht und zündende Idee gebracht.

 

Tschüß, bis die Tage

R.A.