Freitagmorgen um 6:30 Uhr ging die Reise los.Mit einem übervoll beladenen Bulli des Fernsehjournalisten Heinrich Buttermann zum Flughafen Münster-Osnabrück.Der Reisebeginn war überschattet von der am Vorabend durch die Medien gegangenen Meldung über einen Angriff Ethiopischer Truppen auf Eritreisches Staatsgebiet.Können wir reisen oder sollten wir besser nicht reisen?Ist diese Reise gegenüber den Familienangehörigen gegenüber zu verantworten?

Wir haben uns alle für unsere lang geplante Reise entschieden.Sowohl das Auswärtige Amt wie auch Eritreische Regierungsstellen hatten mir versichert, dass alles ruhig ist in der Hauptstadt Asmara.Voller Vorfreude fuhren Andreas Giese (Körbecke) und Richard Genähr (Soest) mit Heinrich (Herzfeld) und mir zusammen Richtung Flughafen.Asmara ist warm und schön – wie immer.Heute, am Samstag, unserem ersten Tag in Eritrea, ging die Arbeit gleich richtig los.Unsere Kinderherzchirurgen operierten 2 kleine Kinder an ihren angeborenen Herzfehlern.Die kleine 2-jährige Prinzessin war bereits 2 Stunden nach der OP so fit, dass sie im sitzen Zuckerwasser trinken konnte.Unglaublich wie schnell die Kinder sich von so einer grossen OP erholen.Gegenüber, auf der Neugeborenenintensivstation, führte Dr. Rainer Uhlig (Lippstadt)  die sechs neuen Kollegen aus der Berliner Charité in die Problematik der Frühgeborenenversorgung in Eritrea ein.Die junge Berliner Mannschaft ist hoch motiviert und sehr angetan von den erreichten Standard in einem der aermsten Ländern unserer Welt.Hinter dem OP-Zentrum werkelten Andreas Giese und IT-Techniker Olie Becker im Schweisse ihres Angesichtes um ein hochmodernes IT-Kabel in der steinigen Erde zu versenken.Durch Unterstützung der Firma Bechtle/Fujitsu werden wir unsere Kinderkardiologie auf den allerneuesten Stand der Technik bringen.ArcheMed’s Vorstandsmitglied, Anne Rieden, besuchte das von uns im Herbst durchrenovierte grosse Waisenhaus.Wir sind alle sehr stolz auf das bislang Erreichte.Immer wieder berührt uns aufs Neue die Warmherzigkeit unserer Eritreischen Freunde und Mitarbeiter.Auch in Krisenzeiten dürfen wir sie nicht alleine lassen – gerade dann nicht!Ich selber war heute den ganzen Tag mit der für Montag geplanten Grundsteinlegung für unser Klinikprojekt in der Provinzstadt Keren beschäftigt.Morgen heisst es um 6 Uhr aufstehen und dann geht es los nach Keren und Barentu, in eine weitere Provinzklinik in der die Kollegen der Berliner Charité ein weiteres Projekt für Neugeborene und Geburtshilfe starten werden.Randbemerkung: die Sonne in Asmara ist auch in März schon ganz schön heiss und manch einer zollt den Tribut mit rot verbranntem Nacken.Die Jacarandabäume blühen im zarten blau!!GrussPeter Schwidtal


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