Reisebericht vom Sonntag, den 18.3.2011

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Früh um 7 Uhr bestiegen wir mit grosser Mannschaft unseren Bus in Richtung Keren.
Keren ist die zweitgrösste Stadt Eritreas und liegt 1000 mtr tiefer als die Hauptstadt Asmara.
Die Serpentinenstrecke ist nicht ungefährlich wie wir an einem verunglückten LKW sehen konnten:
in einer Kurve hatte es seinen Anhänger mit der schweren Ladung eines Seecontainers auf die
Seite geschmissen. Glücklicherweise konnten wir uns zwischen den havarierten Brummi und der
Felswand noch durch quetschen. In der Provinzklinik Keren erwarteteten uns bereits die Lippstädter
Freunde, die den neuen Kollegen von der Berliner Charité die alte Geburtsklinik und die in Aufbau
befindliche Neonatologie (Neugeborenenintensivstation) zeigen konnten. Nach einer Stunde machten
wir uns wieder auf dem Weg ganz in den Westen Eritreas, nach Barentu. Die Landschaft war für
uns alle sehr beeindruckend. Grosse Weiten, Herden plus Palmen in den Flussniederungen. Ueberall
konnten wir die Eritreische Staudammprojekte und aufgestauten Wasserreservoirs bewundern.
Nach langer, heisser Fahrt erreichten wir die Provinzstadt Barentu. 6 Berliner Aerzte, Schwestern und Hebammen sowie unser Soester Allroundtechniker, Richard Genehr, nahmen ihr neues Taetigkeitsfeld
in Augenschein. Die Begrüssung war ueberaus herzlich aber allen war klar, dass hier ganz viel Arbeit
auf das Berliner Team wartet: staubige Zimmer, nicht funktionierende Waschbecken, nicht funktionierende
Inkubatoren und zuwenig Fachpersonal.  Nach einer Stunde mussten wir unsere Berliner Freunde
bereits wieder verlassen um den langen Heimweg vor Einbruch der Dunkelheit zu beenden.
In Keren erreichte uns die erneute Nachricht von Ethiopischen Angriffen auf Eritrea. Unsere Eritreischen
Freunde sprachen von reinen Provokationen aber keiner Kriegsgefahr. Aber was werden unsere Familien
daheim wohl denken angesichts dieser beunruhigenden Nachrichtenlage? Uns geht es hier gut und sie haben wahrscheinlich Angst,
da sie das friedvolle Leben hier in Eritrea ja nicht vor Augen haben. Wir müssen
telefonieren um ihnen die Sorge zu nehmen. Heute abend gehen wir früh schlafen, denn morgen wollen wir
ganz früh den Kamelmarkt besuchen.
Weiteres folgt in Kürze.
Gruss von Peter
und Heinrich Buttermann

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