Archive for März, 2012

Hallo an alle,
Ich habe jetzt schon furchtbar lange nicht mehr hier gebloggt. Teilweise aus purer Verschiebung und Faulheit ( :-/ ) aber vor 3 wochen vor allem wegen des Zeitdranges.  Ich war im Schwimm und Wasserspring Verein der Schule und musste jeden Tag trainieren, sogar in den Ferien. Wir waren aber dann auch richtig gut. Am Ende habe ich eine Auszeichnung für den „Am meisten vebesserten Wasserspringer“ bekommen, meinen Varsity letter und einen KLAA sticken. Den letter und den sticken bekommt man wenn der coach glaubt du hast genug engagement gezeigt um dem Besten Team anzugehören. Im schwimmen gibt es nur ein team, ansonsten in z.B Varsity Basketball kriegt man einen letter nur wenn man ins Team aufgenommen wird. Das ist schon ziemlich schwer. Und naja den Sticken bekommt man wenn man den letter verdient UND einen guten durchschnitt über die ganze saison hat. Man wird dann als Scholar Athlete bezeichnet. Aber genug davon, heute geht es jetzt endlich los in den bekannten „Spring Break“. Der ist vergleichbar mit den Osterferien, leider aber nur EINE Woche lang. 🙁
Ob überhaupt und wenn ja wohin ich fahre erfahrt ihr im nächsten Blog. Diese werden von nun an wieder öfter aber ein klitzekleines bisschen kürzer kommen.
Bis zum nächsten Mal und bleibt gespannt!
Euer Philipp

Die Stimmung hier auf dem Caravanpark ist, obwohl es nicht der beste und sauberste ist, echt super. Man trifft hier viele Iren, Franzosen, Japaner, natürlich auch Deutsche, auch einen Dänen habe ich getroffen. Dazu kommt noch die Kälte Nachts sind es im Moment ca. 6 Grad und Tagsüber 26, wodurch man die ganze Zeit am frieren ist.

Kleine Zwischeninfo: Ich habe erfahren, dass jährlich ca. 5.000.000 Deutsche nach Australien fahren… das erklärt einiges! Eine Frage stell ich mir schon seit einigen Wochen: „Ist es wirklich das Abenteuer was du erwartet hast? Komplett auf dich allein gestellt in einem fremden Land?“ Eine klare Antwort habe ich noch nicht, aer eine individuelle und erlebnisreiche Reise ist es auf jeden Fall. Auch ist es ziemlich leicht hier Kontakt zu schließen, wenn man nur ein bisschen offen für neues ist. Eine Grundvoraussetzung die jeder hier hat!

Trotz der vielen Deutschen wird hier sehr viel Englisch gesprochen und man bekommt viel Kultur mit. Nur nicht von der Australischen… ach nee die gibt’s ja gar nicht, oder doch? Nun habe ich auch die Kehrseite der von „No worries“ kennen gelernt. Eine „I-don’t-care Mentalität“ ist hier bei vielen Farmern und vor allem aber leider bei vielen Jugendlichen stark ausgeprägt. Vielleicht bekommt man das aber auch gerade als Backpacker schnell mit. Es gibt einfach einen Überschuss an Backpackern warum sollte man sich den dann um die par kümmern die gerade für einen arbeiten oder denen man gerade über den weg läuft? Es scheint ihnen ziemlich egal zu sein, was für einen Einfluss man als Backpacker hat. Nicht als einzelner aber dennoch bei so einer Masse. Überall wo man hingeht sieht man irgendwelche Leute, mit kaputten Autos, dreckigen Anziehsachen und einem generell Ungepflegtem Aussehen. Nein, keine Obdachlosen, Backpacker, was eine Art von Obdachlosigkeit ist. Ich selber lebe nun schon seit 2 Monaten in meinem Auto und mir ist das Rasiergel ausgegangen. Rasiergel ist meiner Meinung nach ein überflüssiges Luxusgut, darum wird der Bart erst dann abgeschnitten wenn sich Essen drin verfängt! 🙂

So genug über die doch echt netten Aussies gelästert. Während der Zeit hier auf dem Caravanpark bin, habe ich viele sehr interessante Geschichten gehört und viele Leute kennengelernt. So zu Beispiel einen Japaner, welcher von Brisbane bis nach Sydney und von dort aus nach Melbourne und über ganz Tasmanien ge-hiched-hiked ist. Eine unglaubliche Strecke! Das sind ca. 4000 km und nur wenige Male musste er mit dem Zug fahren. Das man chronisch Pleite als Backpacker ist, ist klar aber ich treffe auch immer mehr Leute die hier im Park einfach festsitzen und gerade mal so ihre Miete bezahlen können. Ein Deutscher der nun schon seit 1 ½ Jahren in Australien ist hat im Moment noch genau 7 Dollar auf seinem Konto und kein Bargeld mehr. Vielen der Iren geht es hier nicht anders, trotzdem sind sie froh hier zu sein und lassen auch jeden Abend richtig die Sau raus.

Die Lieblings-Lektion meiner Mutter haben hier schon alle gelernt: „Wer feiern kann, kann auch arbeiten!“  Es wird besonders heute am Wochenende viel gefeiert! Bei mir gibt es mittlerweile oft Burger, heute sogar Kartoffelsalat und Apfelmus. Die Größte Party jedoch stieg am St. Patricksday. Da waren die Iren echt irre drauf. Überall sah man auf grüne Anziehsachen und es wurde bis spät in die Nacht gefeiert und am nächsten Morgen eher betrunken als nüchtern weitergearbeitet.

Ich selber habe auch schon Freundschaft mit einem Iren geschlossen, der hier schon sein zweites Jahr verbringt und bald hofft eine Anwartschaft und danach eine Green Card zu bekommen. Irgendwann, sagte er mir, will er sich in der Nähe seiner anderen Verwandten, in Queensland, niederlassen.

Wenn ihr noch erfahren wollt, was in den letzten Wochen arbeitstechnisch bei mir los war, schaut doch noch auf hendrikaustralien.wordpress.com vorbei!

Hallo zusammen,

nach dem gestrigen, voerst letzten internationalen Auftritt vor heimischer Kulisse kann sich der FC Schalke 04 voll und ganz auf den Schlußspurt in der Liga konzentrieren, um dann in der nächsten Saison wieder international, dann aber Dienstag und Mittwochs, dabei zu sein.         Es war irgendwie ein seltsames Spiel in der Arena.     Erst lief es nicht so richtig los, dann patzte Timo Hildebrand bei Führungstreffer der Basken, und schied in der Pause verletzt aus.      Dann fiel glücklicherweise postwendend der Ausgleich, und Königsblau konnte im ersten Durchgang noch in Führung gehen.       Das geschah dann auch durch Raul mit seinem zweiten Treffer, und dann schien das Spiel zu laufen.    Mit den fantastischen Fans, die gestern für echt super Europacup-Atmosphäre sorgten, im Rücken, war es nur noch eine Frage der Zeit, wann der dritte Treffer fiel, und damit wohl auch das Spiel entschieden gewesen wäre.          Aber es sollte nicht sein.    Eine bärenstarke Abwehr der Gäste und das Aluminium ließen keinen weiteren Treffer zu.        Der Ausgleich für Bilbao war typisch für das gestrige Abwehrverhalten der Stevens-Truppe.  Nicht richtig am Mann, zu langsam, im Aufbau daneben.      Schwachpunkte waren besonders die Außen Fuchs und Utchida.  Mein lieber Schwan, was haben die sich da zusammengegurkt.         Auch von Klaas-Jan Huntelaar war fast nichts zu sehen.          So reicht das das international in dieser Saison noch nicht für mehr als das Viertelfinale.          Nach dem Ausgleich war ein regelrechter Bruch im Spiel des S04 zu bermerken.     Die Treffer Nummer drei und vier für Bilbao waren die logische Konsequenz daraus.       Schade, aber zum Nachkarten bleibt keine Zeit.  Sonntag in Hoffenheim geht es darum den dritten Platz zu verteidigen, aber mit richtigen Verteidigern.

 

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Bereits am 8.00 Uhr treffen wir uns ins Zentrallabor. Laborchef Saleh erscheint leider nicht. Er wäre wegen eines Notfalls ausserhalb der Stadt. Dafür kommt Mario, der IT- und Telecommunication Chef des Gesundheitsministeriums. Nach seiner Meinung sei es überhaupt kein Problem durch ein neuartiges Mikroskop die Bilder per Internet zu verschicken. Er will sich darum kümmern. Wunderbar !
 
Meine Aufgabe wird es sein, die Pathologen an der Uniklinik Charité Berlin mit ein zu binden. Mich interessieren 2 Bilder von Che Guevara an der Wand. Die Lösung ist: es gibt eine Kubanische Aerztin hier im Labor, die zu diesen Dienst von ihrer Regierung verpflichtet wurde.  Kuba schickt Aerzte in alle Welt. „Wieviele seit ihr hier“, frage ich sie. „Wir sind ingesamt 15 Kubanische Aerzte hier in Eritrea“.
 
Um 9.00 uhr hechte ich schnell zum Lufthansa-Office in der Stadt um mein Ticket bestätigen zu lassen. Auf dem Rückweg zu Fuss schaue ich im Hospital für Kriegsverzehrte im Demdem-Camp vorbei. Ich suche einen Physiotherapeuten der um Hilfe für seine 15-jährige Tochter bittet, die eine Kiefergelenksversteifung hat. Diese düstere Klinik mit den vielen querschnittsgelähmten alten Kämpfer ist immer wieder bedrückend.
 
Zurück in der Klinik treffe ich den Sauerstoffexperten Christian Herzberg mit dem ich mich kurz über die  geplante Anlage für unseren Klinikneubau in Keren unterhalte. Auch die anderen Provinzkliniken in Eritrea würden sicher von diesen fantastischen Anlagen profitieren. Direkt im Anschluss bittet mich Neo-Chef Zemichael eindringlich um eine Renovierung seiner Station. Ueberall bröckelt der Putz und blättert die Farbe, die Wandecken sind abgewetzt und die Boiler für Warmwasser sind defekt. Da solche Baumängel immer auch Hygieneprobleme darstellen, werden wir diese Defekte zum Wohle der sensiblen Neugeborene schnellstens beheben. 
 
Im OP-Zentrum treffe ich die zierliche 5-jährige Niyad, die nur 12 Kilogramm schwer ist. Bereits am 4ten Tag nach ihrer grossen Herz-OP steht sie lachend auf den Gang und kickt mit den Schwestern.  Um 12.00 Uhr hat mich Dr. Ogba eingeladen, mir die Räumlichkeiten und PC-Ausstattung des Instituts für Fachausbildung anzusehen. Ogba ist Gynäkologe und Leider des Instituts.  Für seine angehende Fachärzte gibt es 40 Computerarbeitsplätze und Kontakt zu Medizinern und Bibliotheken in aller Welt aufzunehmen.  Alle 40 Computer hängen an einer einzigen Internetleitung. Die Geschwindigkeit dieser Verbindung kann man sich lebhaft vorstellen. Mal sehen, ob wir an dieser Stelle etwas für die Ausbildung der jungen Kollegen tun können.
 
Dann kommt endlich der erlösende Anruf: Yemane, der Parteichef hat sein Besuch für 18.oo Uhr angekündigt. Mal sehen was es gibt.
 
Dies ist der letzte Bericht vor der Abreise.
 
Tschüss und bis bald
Peter Schwidtal
March 21, 2011
8.00 Uhr – Geplant war ein Besuch bei der Ministerin um die Themen weiterer Spezialisierung Eritr. Kinderärzte in Deutschland zu besprechen und und das Thema Tele-Pathologie nochmals zu besprechen. Leider sagte die Ministerin das Gesprüch kurzfristig ab mit der Begründung, dass sie sich nochmals detailliert mit der Materie befassen möchte. 
Um 9.00 Uhr ging die Fahrt nach Mendefera los: Truppenbesuch bei unseren Oldenburger Kollegen in der Provinzklinik. Wieder fällt uns die fruchtbare Erde in dieser Region Eritreas auf.
 
In Mendefera begrüssen uns Dr. Sebastian, Schwester Steffi und Schwester Birte überaus glücklich und zufrieden. Ingenieur Hans Georg
hatte in den wenigen Tagen ganze Arbeit geleistet. Neue Wasserleitungen, neue Steckdosen, perfektes Licht – alles funktioniert jetzt in Mendefera. Auch die Solaranlage funktioniert ausreichend bei Stromausfall, um die Wärmebettchen für Frühgeborene weiter zu betreiben. Die Zusammenarbeit mit dem Eritreischen Kinderarzt Samson, Kinderschwester Guoy und Techniker Mussie funktioniert perfekt. Im letzten Halbjahr 2011 wurden 52 Neugeborene behandelt und in den ersten 3 Monaten 2012 bereits 64. Das bedeutet eine Verdopplung der
Behandlungsfälle durch vermehrte Zuweisung von draussen und das wachsende Vertrauen der Bevölkerung in dieser Klinik. Genauso hatten wir uns das erhofft. Was jetzt noch dringend fehlt, ist eine Qualifizierung der Geburtsabteilung, denn haeufig kommen die Früh- und Neugeborene bereits dort zu Schaden, weil die Kinder z.B. auskühlen oder nicht beatmet werden.
 
Nach Abstimmung mit dem Klinikdirektor werden unsere Oldenburger Freunde dann im Herbst ein Geburtshelfer und eine Hebamme mit ihm Team haben.
Der Wunsch nach zusätzlichem Material und besserer Ausstattung ergbt eine lange „to-do“-Liste für mich; ein neuer Entbindungsstuhl, eine OP-Lampe, reichlich OP-Bereichskleidung, Ultraschallgeräte für Geburts-und Kinderklinik, Sauerstoffkonzentratoren und Infusionspumpen. Alles kein Problem, haben wir bereits alles im Lager gesammelt.
 
Zum Abschluss diskutierten wir das Problem der Genitalbeschneidung der Mädchen in Eritrea. Seit 2007 ist dies per Gesetz verboten. Unser Kollege Samson hat seitdem nur noch einen einzigen Fall von Klitorisbeschneidung bei einem Saeugling gesehen. Per Gesetz war er dazu verpflichtet diesen Fall zu melden und die Beschneiderin ist mit Sicherheit ihrer Strafe zugeführt worden. Er zeigte uns Bilder von erwachsene Frauen, die damals zu 100 % beschnitten wurden. Grausame Fotos von den Folgen dieser rituellen Tortur, die jetzt glücklicherweise in Eritrea ein Ende gefunden hat.
 
Zurück in Asmara blieb nur wenig Zeit zur Erholung, denn als nächstes stand der Besuch der Augenklinik an. Chefärztin Dr. Gennet führte uns durch die Klinik und erlaeuterte uns ihren Bedarf für die Zukunft. Neben technische Unterstützung mit einem speziellen OP-Mikroskop bittet sie um Entsendung eines deutschen Spezialisten für Glaskörper- und Netzhautchirurgie. Bereits in September wird unser OP-Team zur Behandlung von schielenden Kindern bei Gennet eintreffen und ein neues Kapitel unserer Aktivitäten in Eritrea eröffnen.
Dieser Einsatz wird dankenswerter Weise von einem grosszügigen Spender aus Körbecke gefördert.
 
Am Spätnachmittag gab es noch ein Treffen mit Berhane, genannt Mario, dem Head of IT und Telecommunication des Gesundheitsministeriums. Mit ihm besprach ich das Thema Tele_Pathologie. Wie bekommt man die Bilder von Asmara zur Charité in Berlin ? Mit dem hiesigen langsamen Internet lassen sich unmöglich Bilder verschicken. Aber Mario hat wohl eine schnellere Internetleitung in seinem Büro und so verabredeten wir uns für Freitag früh um 8.00 h im Labor der Pathologie um die Problemlösung vor Ort mit dem Laborchef zu besprechen. 
 
Abends telefonierte ich noch kurz mit unserer Fraktion in Keren. Zwei kritisch kranke Neugeborene sind leider verstorben. Schwester Maria aus Lippstadt bricht sich die Seele aus dem leib und Techniker Mario hat sich ein Sonnenstich zugezogen. 
Alltag in Afrika.
 
Mit herzlichen Grüssen
Peter Schwidtal

Um 7.30 h kommt es noch am Frühstückstisch zu einer unverhofften Besprechung mit Dr. Urban, dem Leiter des Deutschen Kinderherzchirurgenteams. Ihm fehlen Betten für die vielen operierten Kinder, da die externeKinderstation gerade renoviert wird. Ich begebe mich in die benachbarten Hals-, Nasen-, Ohrenklinik und treffe dort meine alte Freundin Dr. Alem. Sie ist eine von drei HNO-Aerzten für das gesamte Land mit 5,5 Mio Menschen. Ihr kann ich ein grosses Patientenzimmer abhandeln um dort die kleinen operierten Herzpatienten unter zu bringen.

Anschliessend treffen wir uns zur Morgenbesprechung mit Dr. Habteab, dem Leiter der grossen Hauptstadtklinik. Wir besuchen danach die von uns durchrenovierte Krankenhausküche des Orotta-Hospitals und müssen feststellen, dass manche Maschine aufgrund technischer Probleme noch nicht richtig laeuft. Hier muss im Herbst unser Schweizer Küchenspezialist noch mal ran.

Um 9.30 h kommt es zu einem interessanten Treffen mit Dr. Saleh, dem neuen Leiter des histo-pathologischen Labors. Er berichtet uns, dass die Gewebeschnitte von operierten Tumoren mühsam durch Boten ins Ausland gebracht werden  da es im Land keine zuverlässige Pathologie gibt. Es braucht unnötig viel Zeit und nicht jedes Preparat erreicht sein Ziel.Unsere Idee ist es die bereits 2007 installierte Einheit von Mikroskop und Kamera mit einem Satelliten zu verbinden um somit das Projekt der Telemedizin zwischen Eritrea und der Universitätsklinik Charité in Berlin zu starten. Dr. Saleh ist sehr angetan von der Idee und wirkt sehr tatkräftig und engagiert.

Morgen werde ich zu diesem Projekt bei der Gesundheitsministerin vorsprechen und am Donnerstag mit unserem IT-Techniker Oli Becker aus Oldenburg das Labor von Dr. Saleh wieder besuchen. Wenn alles gut geht könnte das Projekt zum Jahresende starten.

Um 11.00 h besuchen wir Ministerin Salma Hassen, die als Sozialministerin für das grosse Waisenhaus Godaifzuständig ist. Nach der vollständigen Renovierung von Sanitäranlagen,  Fenstern, Installation der Industriewaschmaschine für die Wäsche der vielen Waisenkinder und den kompletten Innenanstrich der Zimmer, steht nun nur noch die Durchrenovierung der veralteten Küche an. Hierfür werden wir auf Industriespenden angewiesen sein.

Nachmittags besuchen wir die Deutsche Botschaft um Neuigkeiten hinsichtlich des Grenzkonfliktes zu erfahren. Es scheint alles ruhig zu sein – es herrscht keine Kriegsgefahr.Im Anschluss besuchten wir den Lufthansa Country Manager um von ihm zu erfahren, ob uns die vertraute Airline auch in Zukunft noch fliegen wird. So wie es aussieht können wir weiter auf sie bauen.

Um 17.30 h treffe ich noch Dr. Tadesse Mehari, dem Leiter aller medizinischer Ausbildungsprojekte in Eritrea. Wir möchten gerne Dr. Mahmud, einen jungen, engagierten, Eritreischen Arzt für 4 Wochen in das Klinikum Oldenburg holen um ihm als Leiter der Kinderintensivstation weiter zu qualifizieren. Aktuell haben wir mit dem Herzteam mehrere Intensivisten mit dabei, die die Eritreischen Kinderaerzte fortbilden. Ein weiteres Projekt, dass ich mit ihm bespreche, ist das der Telemedizin. Er ist ein hoch intelligenter, angenehmer Gesprächs- und Kooperationspartner.
Schön, dass es diesen Menschen hier in Eritrea gibt.

Soviel für heute und herzlichen Gruss
Peter

Aufstehen war heute bereits um 5.30 h angesagt um bei Sonnenaufgang die eintreffende Kamele beobachten zu können. Auf den Weg dort hin sahen wir die offenen Türen der grossen koptischen Kirche Kerens. Zu unserer Ueberraschung fand um 6. Uhr bereits ein Gottesdienst statt. Die lithurgischen Gesänge klangen für uns fremd, hatten aber überaus meditativen und sakralen Charakter. Eine spannende fremde Welt die sich für uns hier immer wieder auftut.

Anschliessend setzten wir uns zwischen die Kameltreiber und beobachteten das zunehmende Markttreiben. Ich unterhielt mich angeregt mit einem alten Mann, der  weder mich verstand noch ich ihm. Trotzdem hatten wir viel Freude miteinander.

 Um 9.30 Uhr hatte ich mich an der Klinik mit einer Familie verabredet, deren beide Söhne beim Vieh hüten auf eine vergessene Aethiopische Landmine getreten waren. Der 12-jährige Hassan hatte ein Unterschenkel und am anderen Bein sein Fuss verloren. Unser orthopädischer Professor Martini aus Heidelberg wird in Kürze den schmerzenden Stumpf  korrigieren und sehen, ob man die Prothesen nicht verbessern kann. Minen fordern auch 21 Jahre nach Kriegsende immer noch ihre Opfer, insbesondere unter den  spielenden und Vieh hütenden Kinder.

 Um 10.00 Uhr kam dann der grosse Moment: nach 2-jähriger Vorbereitung und Planungszeit fand heute die Grundsteinlegung für unser neues Mutter-Kind-Zentrum statt. Die Eritreische Gesundheitsministerin Amina Nurhussien, der Gouverneur der Provinz Anseba sowie der Bürgemeister der Stadt Keren feierten zusammen mit denVertretern von ArcheMed und dem einheimischen Krankenhauspersonal dieses wichtige Ereignis. Welche Erlösung für mich – nach all den mitunter schwierigen Vorbereitungen.

Die eritreischen Aerzte und auch die Gesundheitsministerin sind überaus dankbar für dieses ambitionierte und grosse Projekt – wird es doch jährlich hunderten Kindern und vielen Müttern das Ueberleben sichern.  Die Gesundheitsministerin lud uns im Anschlus zum ueberaus leckerem eritreischen Mittagessen ein.

 Danach ging es zügig auf dem Heimweg – wieder all die Serpentinen hoch – nach Asmara. Dort galt es die Aktivitäten der nächsten Tagen zu planen und die Treffen abzustimmen. Die Teams der Kinderherzchirurgen, der Kinderaerzte aus Mendefera und zum Glück auch die Berliner Gruppe in Barentu berichteten übereinstimmend von tollen Erfahrungen und guten Ergebnissen ihrer Arbeit. Für mich als Projektleiter eine grosse Erleichterung Es macht mich glücklich und stolz zugleich.

 Das war’s für heute.

Tschüss und bis morgen.

 

Peter

Hallo zusammen,

da treffen heute Abend im Viertelfinale der Europa League Raul und Jurado auf  ihre Landsmänner von Atletic Bilbao.    Jetzt muß man ja bei den Basken vorsichtig sein; darf man denn sagen, das sich heuteAbend auf dem Rasen der Arena etliche Spanier tummeln?         Wie man ja vielleicht weiß, dürfen bei Atletic nur Basken spielen, keine anderen, äh, Spanier. Also sind jetzt Basken keine Spanier?     Ich hatte mal einen Arbeitskollegen der gebürtig aus Barcelona stammte, und im Urlaub auch dort in sein Haus zurückfuhr.     Sein Lieblingsverein, dürfte klar sein.      Als die WM 1982 in Spanien war, fragte ich ihn mal, was ist den mit euren Spaniern los?         Da wurde der ca.165cm große Kollege ein Riese und ging in die Luft wie ein HB-Männchen.  „Ich bin kein Spanier, ich bin Katalane!!!“ tobte er durch die Halle, und drohte zu platzen.     Das spiegelte zu der damaligen Zeit auch das allgemeine Interesse an der Nationalmannschft in etwa wieder.        Wenn die Bayern, die ja alle Weißheiten im Fußball am liebsten für sich einvernehmen würden, auch so dächten, und da unten im Süden wirklich nur Gamsbärte und Lederhosen auf dem Platz rumlaufen würden, hätte für das Kicken eine Kuhwiese auf einer beschaulichen Alm ausgereicht.                                    Aber zurück zu heute Abend.  Die üblichen Wünsche stehen da an:    Ein Sieg mit mindestens zwei Toren Vorsprung, ohne selbst eins zu kassieren.          Jetzt sind die Basken zwar „nur“ Tabellenelfter in der Primera Division, aber Fußballspielen können sie, auch wenn ManU nur schnell raus wollte aus diesem Wettbewerb.            Und bei den Herrschaften Raul und Farfan und ihren Verträgen halte ich es so wie Manager Horst Heldt, Mund bleibt zu.

 

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Heute hat Mama wieder neben mir geschlafen. Nicht weil sie so Sehnsucht hatte, sondern weil es mich mal wieder erwischt hat. 3 Monate hatten wir mit inhalieren Pause, jetzt sind wir wieder dabei. Letzte Nacht habe ich viel gehustet und heute morgen habe ich mich wieder angehört, wie Papa nach einer durchzechten Nacht, oder wie Mama nach einem Ärztekonzert. Ich war total heiser. Für die Beiden bestimmt ganz angenehm, weil ich nicht mehr laut schreien kann. Für mich natürlich nicht so schön, weil ich mich nur schlecht bemerkbar machen kann.
Heute Nachmittag war ich wir im Kraftwerk. Mit Arif, Melina, Mila und Annika. Da habe ich das erste Mal richtig im Sand gespielt, „Papa, es wir Zeit, das du einen Sandkasten baust!“ Sand ist super, noch etwas Kalk, Zement und Wasser mit dabei und schon kann gemauert werden. Maurermarmelade, auch als Mett bekannt, mag ich schon sehr gerne.
Bis dann, Eure Püppi

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Foto: R4 Team Westfalen