Als ich vor jetzt fünf Monaten nach Florida kam war ich mit meinen Fußballschuhen im Gepäck optimistisch den Amis ordentlichen Fußball zeigen zu können. Doch als die Schule began, hat sich der Optimist in mir schon die Kugel gegeben. Denn da man in der amerikanischen Schulform den ganzen lieben langen Tag in der Schule verbringen darf, hat es keinen Sinn gemacht mir außerhalb der Schule Sportaktivitäten zu suchen, weil es an meiner Schule dummer Weise keinen Fußball mehr gibt. Also hat sich der leicht deprimierte Optimist in mir gedacht, sich dieses Jahr Amerika durch amerikanische Sportarten fit zu halten.

Dieser Gedanke brachte mich zum Basketball. Mit dem leicht zu großgeratenem Ball und dem ein wenig zu hochgesetztem Ziel habe ich in Deutschland beim Schulsport schon meine Erfahrungen gehabt. Doch Basketball wird hier etwas anders gesehen! Unser Coach hatte stets gepredigt für ihn stehe an erster Stelle Gott, danach komme seine Familie und an dritter Stelle sehe er Basketball. Als ich dann ein wenig zu hochmütig in das Training des Teams einstieg, was zwei Monate vor der Sasion startete, wurde mir schnell klargemacht das ich die größte Niete bin! Doch mit der Zeit haben sich meine Künste stetig verbessert und ich habe angefangen mit den Bankspielern mitzuhalten. Doch das war die größte Zufriedenstellung die ich jemals hätte haben können. Weiter habe ich es jedoch nicht gebracht. Die Sasion startete mitte November und endete in einer traurigen Niederlage im Halbfinal-Districtgame. Die gesamte Sasion über wurde jeden Tag zwei Stunden trainiert, wenn es keine Spiele gab. Also hatte man die meiste Zeit mit dem Team verbracht und das brachte für mich welche meiner besten Kollegen hier hervor. Nun da die Basketball Sasion vorbei ist, brauchte ich was neues.

Das Team


So hat für mich vor einer Woche Track angefangen. Track ist wie Leichtathletik in Deutschland, wobei man sich nur auf ein Spektrum wie Laufen konzentriert. Als ich in das Training eingestiegen bin lief das Training schon den zweiten Monat, weil die Basketballsasion durch unser Weiterkommen den Trainingsanfang von Track überschnitten hatte. Das heißt die ersten Competitions stehen an ohne das ich viel Zeit hatte mir einen Platz im Team zu machen. Doch wie sich rausgestellt hat, war dafür nicht viel Zeit nötig. Schon nach dem ersten Trainingstag für mich habe ich meinen Platz als Läufer für die 400 meter und die 1000 meter gesichert. Also kann ich optimistisch auf Districtkurs gehen!


Über die Autorin/den Autor:  Frederik Gruhn, 15-jähriger Schüler des Mariengymnasiums in Werl, wagt die Reise über den großen Ozean und lebt für zehn Monate in Tampa, Florida. Dort besucht Frederik die elfte Klasse der Bayshore Christian School. Von all seinen Erlebnissen im fernen Land berichtet er in einem Blog berichten. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: