Man hat eigentlich immer die Wörter von seinen Eltern im Ohr: Wenn du ausgehst, lass deine Sachen nicht einfach rumliegen. Irgendwann sind sie weg. Als Backpacker gewöhnt man sich jedoch schnell daran seine Sachen einfach rumliegen zu lassen. Zumindest im Hostel. Und dort ist es eigentlich auch sicher, denn man ist unter Gleichgesinnten. Allerdings gibt es auch scharze Schafe.

Schaf Nummer 1:
Wenn man bei uns im Hostel eincheckt zahlt man 20$ als Kaution für den Schlüssel. Leider hat eine meiner Kolleginnen an einem Abend vergessen das Geld für die Schüssel wegzusperren und so war das Geld in der Schublade im Schreibtisch. Wenn es ein normaler Abend gewesen wäre, dann wäre wahrscheinlich nichts passiert. Doch leider waren ein paar Gäste dort, die schon den Abend über zu interessiert an der Rezeption waren und die ganze Zeit nur beobachtet haben. Am nächsten Morgen mussten wir dann feststellen, dass das Geld weg war. Die Gäste auch. Sie haben nichtmals die Nacht im Zimmer verbracht und hatten für zwei Nächte bezahlt. Unser Boss war nicht gerade glücklich darüber, aber im Kiwi-Style hat er sich nicht wirklich drüber aufgeregt. Dabei wäre das nur allzu verständlich gewesen, denn erst eine Woche zuvor wurde der Safe in seinem anderen Hostel in Dunedin aufgebrochen und komplett leergeräumt.

Schaf Nummer 2:
Samstagabende sind die besten Abende zum Ausgehen. Vor allem, weil momentan die Orientierungswoche an der Universität ist. Das heißt, dass Massen an jungen Leuten die Stadt überschwemmen um Spaß zu haben. Und genau das wollten wir auch ausnutzen. Eine Freundin hat allerdings den Fehler begangen und hat ihr Portemonnaie und ihre Kamera in ihrer Jackentasche verstaut. Als sie den Club verlassen hat, waren die Taschen leer. Immerhin hatte sie noch das Glück, dass ihr Reisepass und ihr Handy in einer anderen Jackentasche war, sonst hätte sie keine Papiere mehr, denn natürlich war ihr Führerschein im Portemonnaie. Glücklicherweise hat sie noch einen gültigen amerikanischen Führerschein, sodass sie weiter Autofahren darf (die deutsche und neuseeländische Bürokratie stehen sich dabei nämlich wuderbar im Wege) und da es nachts war, konnte sie zumindest ist deutsches Konto zur Tageszeit sperren lassen, die Kiwis mussten leider mit der Nachtzeit zurechtkommen.

Heute wird nur ein wenig Geld und der Ausweis mitgenommen. Sicher ist sicher.


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