Es fällt mir immer wieder auf, wie unterschiedlich Neuseeland von Deutschland ist. Das meine ich jetzt nicht nur, weil Neuseeland am anderen Ende der Welt ist. Auch die Menschen haben eine andere Mentalität: Sie sind offener und vertrauensvoller. Ich habe schon einige schöne Geschichten von Backpackern gehört, die die Gastfreundlichkeit der Kiwis spüren durften und auch ich habe schon des öfteren auf diese Offenheit zählen können:

Auf der Nordinsel habe ich mich von dem Hostel, in dem ich ein paar Nächte geblieben bin, in die Stadt bringen lassen und dachte eigentlich, dass ich von dort aus mit dem Bus weiterfahren könnte. Doch dummerweise war die Bushaltestelle, die ich so dringend gebraucht hätte, am anderen Ende der Stadt. Ein nettes Paar hat mich darüber aufgeklärt und die Frau hat auch gleich ihren Mann zurück zum Auto geschickt, damit er mich zur richtigen Haltestelle bringt. Meinen Bus hätte ich ohne die Autofahrt nicht mehr bekommen.

Doch jetzt erlebe ich momentan das extremste Beispiel, denn ich bin bei meiner ersten WWOOFing-Stelle (WWOOF = Willing Workers on Organic Farms) und nun, nach den ersten paar Tagen werden die Besitzer in den Urlaub fahren. Mit meiner Mitwwooferin werde ich mich in der nächsten Woche allein um das Haus, sieben Pferde (darunter ein Fohlen und zwei Jungpferde), zwei Kälbchen, zwei Ziegen mit Zicklein, ein paar Schafe und eine Katze kümmern. Die drei Hunde sind in Urlaubspflege gekommen, damit wir nicht auch noch auf die Wirbelwinde aufpassen müssen. Ich persönlich würde mein Haus und meine Tiere nicht irgendwelchen Leuten anvertrauen, die ich nur ein paar Tage kenne. Aber momentan kann ich wirklich gut damit leben. Wir haben ein warmes Bett, einen vollgepackten Kühlschrank und ein Auto zur Verfügung und die Arbeit ist nicht schwer und macht auch Spaß.


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