Den heutigen Tag nutzen wir um im Hostel bei den Kindern zu sein und nachmittags mit Ihnen einkaufen zu gehen. In der Nähe gibt es ein großes Einkaufzentrum in dem es Rolltreppen gibt, für Nick etwas völlig normales, für Tsering das erste mal in ihrem Leben. Das kleine Mädchen das mir in den Bergen davon läuft und mehr tragen kann als ich, wackelt bedächtig und hat Probleme mit dem Gleichgewicht. Zum Glück laufen wir Hand in Hand und es passiert nichts. Wir können einige brauchbare Dinge erstehen, der Preisvergleich fällt nüchtern aus. Kostet doch ein Staubsauger oder eine
Mikrowelle so viel wie bei uns. Nur was macht man damit ohne Strom. Da erscheinen mir die Kocher und Heizgeräte, die mit Gas funktionieren schon praktischer. Kleidung ist recht billig, da sie aus China kommt, die Qualität läßt aber zu wünschen übrig. Ob Kathmandu die dreckigste Hauptstadt der Welt ist, kann ich nicht beurteilen. Müll ist allgegenwärtig und wenn der Berg zu groß wird steckt man ihn einfach an. Das wärmt schön und von den Schadstoffen weiß man nichts oder ist unbeeindruckt. Wenn wir abends durch die Straßen ziehen lodern überall solche Feuer. Eine Müllentsorgung gibt es nicht. Ich habe ein Karte vom Dolpo gekauft, die Region aus der die meisten Kindern stammen. Daher ja auch der Name Dolpo Hostel, die Kinder freuen sich und zeigen mir alle ganz aufgeregt die Orte aus denen sie kommen. Sie kennen sich erstaunlich gut aus und kennen die Wege genau. Der Weg in die Heimat ist lang und dauert zwischen 6 und 8 Tagen, davon sind 5 Tage Fußmarsch durch beschwerliches Gelände. Auf die Frage wie lange ich brauchen würde, entgegnet man mir mit breitem grinsen 3 Tage länger.  Greenhorn eben ;-).


Über die Autorin/den Autor:  Es geht wieder los: Jürgen Rabura unternimmt eine weitere Patenschaftsreise nach Kathmandu. Die Besonderheit: Mit dabei ist Raburas vierjährige Tochter. Über die Reise nach Nepal berichtet er hier im Blog. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: