22 Stunden on Tour!

Die 255 Km nach Frankfurt haben wir sauber mit dem Auto abgespult. Frühzeitiges Check In bei Ethihad und schon waren wir die großen Taschen los. Zum Glück gibt es auch am Flughafen das große M mit einer riesen großen Rakete zum spielen.  Anschließend durch den Zoll, der uns gründlich gefilzt hat. Zum Glück haben wir einen kleinen Ball mitgenommen, mit dem Nick den ganzen Terminal auf trab gehalten hat. Nick´s erster Flug mit einer  A330 gestaltet sich sehr angenehm und macht großen Spaß. Ein Touchscreen in der Rückenlehne mit Kinderspielen und Filmen und dann all diese Knöpfe, ein Schlaraffenland für Kinderhände. Ein kleines Nickerchen  gemacht und schon sind wir in Abu Dhabi gelandet. 2 Std. später ging der Anschlussflug nach Kathmandu und nach 22 Stunden sind wir dann endlich am Ziel. Der Leiter des Hostels hat uns mit mehreren Kindern am Flughafen empfangen. Die Begrüßung war so herzlich, dass viele Tränen über die Wangen liefen. Wir wurden über und über mit Stoffbahnen, sogenannte Kata oder Glückschals geschmückt. Als wir den Bus sahen war schnell klar das unsere gesamtes Gepäck die Kindern und wir nicht hinein passen. Nicht wenn man deutschen Standard zugrunde legt. In Kathmandu scheint alles möglich und so passte auch alles in den Bus :-).
Der Verkehr besteht aus einem unüberschaubaren Knäul von PKW Bussen Mopeds und Fahrrädern. Fußgängern und Gefährte die man nicht identifizieren kann, kommen noch in die Lücken dazwischen. Es scheint so etwas wie Linksverkehr zu geben. Zumindest hat der Fahrer das Lenkrad auf der anderen Seite. Pures Abenteuer
nach unseren Verhältnissen. Unser Guest House ist einfach und sauber, es gibt
Notstrom für die Beleuchtung, eine Heizung sucht man vergeblich. Gut das wir
warme Schlafsäcke dabei haben. Der Abendliche Besuch im Hostel war für uns sehr
ergreifend. Die Kinder haben für uns gesungen und nach endlosen Umarmungen
haben wir Tee und Essen genossen. Die Nacht war entsprechend kalt bei ca.10
Grad Außentemperatur. Morgen wollen wir in das Gewühl der Straße eintauchen, um
Geld zu tauschen und ein wenig einzukaufen. Zum Glück sind wir zeitmäßig 4,5 Std. vor Deutschland, da bleibt ein bischen mehr Zeit um den Bericht zu schreiben und auf Strom zu hoffen.

 

 


Über die Autorin/den Autor:  Es geht wieder los: Jürgen Rabura unternimmt eine weitere Patenschaftsreise nach Kathmandu. Die Besonderheit: Mit dabei ist Raburas vierjährige Tochter. Über die Reise nach Nepal berichtet er hier im Blog. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: