Archive for Januar, 2012

Heute musste Mama zu einem Lehrgang und deshalb war ich mit Papa bei der Spielgruppe. Bei Papa läuft alles immer etwa hektischer ab, weil er meistens zu spät kommt. So stand er  dann heute Morgen mit der Wickeltasche, einer Jutetasche, meiner Trinkflasche, dem Autoschlüssel und mir draußen auf unserer Einfahrt, als er merkte, dass sein Portemonnaie noch fehlt. Also schnell die Trinkflasche auf den Briefkasten gestellt, um eine Hand frei zu haben, anschließend die Tür auf gemacht, Portemonnaie geholt und ab zum Auto. Alles eingepackt und los.
Auf dem Parkdeck vor dem Jugendzentrum angekommen, kam von Papa ein lautes Wort mit „Sch“, welches genau weiß ich nicht mehr. Er hatte die Trinkflasche auf dem Briefkasten vergessen. Zum Glück hatte er noch eine Flasche zum Nachfüllen mit, allerdings ohne Sauger, die Falsche sollte ja nur zum Nachfüllen sein. Naja, Sabine hatte aber noch einen Sauger da und so musste ich nicht verdursten.
Das Spielen war wie immer sehr schön, ging nur leider viel zu schnell vorbei. Ich glaube Papa hat es auch Spaß gemacht. Er war ja der Hahn im Korb!
Wieder zu Hause angekommen ging sein erster Blick in Richtung Briefkasten, die Flasche war weg! Wie konnte das sein. Er ließ die Sekunden vor der Abfahrt noch einmal Revue passieren und ihm fiel ein, er hatte die Flasche doch vom Briefkasten mitgenommen und …. auf das Autodach gestellt um den Wagen aufzuschließen,  wo sie jetzt natürlich nicht mehr stand.
Wir sind dann zusammen zur Straße gegangen und siehe da, da stand meine Flasche. Auf dem Bordstein, einsam und mit gefrorenem Tee.
Papa meinte, es würde sowieso langsam Zeit, dass ich aus einem Becher trinke.
Na dann Prost, Eure Püppi.

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Hallo zusammen,

wer will noch mal, wer hat noch nicht?     Das Transferkarussell dreht sich nur noch wenige Stunden, und dann gibt es keine Gelegenheit mehr sich zu verstärken, oder Ladenhüter loszuwerden.   Beim S04 scheint da wohl Ruhe zu sein, mit anderen Worten, Farfan wird nicht zu Geld gemacht, aber in Sachen Vertragsverlängerung ist auch noch nichts zu hören.   Spannender ist es diesbezüglich sowieso auf anderen Schauplätzen.        Dauerthema der letzten Wochen ist mein „Freund“ Ballack.           Gerade eben habe ich noch gelesen, das  sich jetzt auch noch Real  für den ehemaligen Dauervize interessiert, Real Mallorca.     Das hätte doch was.  Ob Sieg oder Niederlage, egal, mit Micki Krause dann um die Häuser ziehen, und am nächsten Morgen mit dem „König von Mallorca“ auf der Sonnenterasse frühstücken.      Es wären auch nur zwei Flugstunden von Alemania entfernt, New York das dreifache.    Am schnellsten ginge es nach Manchester, und mit dem Linksverkehr kennt er sich ja bestens aus.          Mir ist es soetwas von egal wo er am Ende seine Karriere ausklingen lässt,  Hauptsache es gibt in den üblichen Gazetten keine wochenlangen Serien über M.B.   Man braucht sie ja nicht zu lesen.            Ich werde noch ein bisschen schauen, ob es vielleicht doch noch irgendwo einen „Sensationstransfer“ gibt.

 

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Mein Gott, wer haette das gedacht: Nachdem ich mit der Ummeldung vom Marathon auf den Halbmarathon in Miami Pech gehabt habe (wie berichtet), hatte ich ja nur zwei Tage Vorbereitung auf den Marathon. Na ja, optimale Vorbereitung ist etwas anderes.

Umso ueberraschter bin ich, dass ich es geschafft habe. Ich bin ueber die volle Marathon-Distanz ueber 42 Kilometer durch Miami gegangen. Nicht schnell, aber es hat sich damit ein Traum erfuellt! Als ich Freitagabend die Renn-Unterlagen erhalten habe, habe ich noch gedacht, ich wuerde eh nach spaetenstens 10 Kilometern aus dem Rennen aussteigen. Und kaum war es Sonntagnacht, kam ich kaum aus dem Bett. Zu wenig Lust hatte ich auf den Lauf. Aber: Mir ging durch den Kopf: Bin das wirklich ich? Gebe ich auf, bevor ich es ueberhaupt probiert habe? Nein, sicherlich nicht. Wach geworden durch die kalte Dusche, ging es per Taxi zum Start. Zur Miami Airlines Arena, der Heimat der Basketballer der Miami Heat. Kurz vor 5 Uhr nachts (alsu gut eine Stunde vom Start entfernt war ich dort) kam ich an. Tausende von Laufern waren in der beeindruckenden Kulisse von Palmen, Lichtern und Sponsoren schon dort.

Ich habe immer geschaut, ob dort jemand ein T-Shirt aus Deutschland traegt, aber keine Chance! Ich, die in meinen Auswaerts Borussia Gladbach Shirts (!) und im Nike T-Shirt plus Muetze (wegen meiner langen Haare) und Handschuhen – ist halt ein Markenzeichen von mir – an den Start gegangen ist. Trotz der warmen Temperaturen. Damit hebe ich mich zumindest ab 🙂

Wow, allein das Drum-Herum: Beeindruckend! Leute aus der ganzen Leute am Start und jeder mit seiner eigenen Geschichte. Auch ich sollte, und wollte, dazu beitragen! Ich, die wenig traniert, aber umso motivierter im Kopf war. Nach drei Knie Operationen, grossen Problemen mit Huefte und Ruecken und als diejenige, die seit derm Auswandern alleine durchs Leben spaziert. Umso mehr bedeutet mir der Marathon.

Ich gehe an den Start, auch wenns sich die Geschichte wiederholt! Wie schon damals, 2009 in Fort Lauderdale, verpasse ich die USA-Nationalhymne weil ich vorm Dixie-Klo warte. Ja prima. Aber ich nutze die Zeit zum Dehnen! Nur die Hymne vorm Dixie-Klo zu Singen ist mir in dem Moment zu bloed 😉

Um 6.15 faellt der Start.  Nicht fuer mich. Ich bin, unter ueber 25.000 Laeufern, weit hinten einsortiert. Vor dem Start wurde man einsortiert nach geplantem Zieleinlauf. Ich habe bei der Anmeldung im Juni 2011 auf 4:00 spekuliert, entsprechend weit bin ich hinten. Aber vorher eben noch am dichtgedraengten Toiletttenhaeuschen an der riesigen Basketball-Arena.

Es muss gegen 6:30 gewesen sein, als ich mit einem Jubel-Schrei und Simply Reds Song „Fairground“ (einem meiner absoluten Lieblingssongs , und einem Song mit viel Bedeutung fuer mich) die Startlinie ueberquert habe. Stolz wie Oscar, natuerlich! Die Leute dort jubeln und ich fuehle mich gut. Ich schicke meine Gedanke nach oben, an die Leute, die mir fehlen. Und los gehts!

Die ersten Meilen gehen gut. Von Miami gehts nach Miami Beach. Dort, wo ich derzeit im 4-Bett-Zimmer eines Hotels wohne. Die Bruecke ist fuer mich ein Heimspiel, so gut kenne ich die Strecke. Ungefaehr 15 mal so lang wie der Rhynerberg, aber mit umso schoenerem Ausblick auf den Yachthafen und den Kreuzfahrthafen im Morgengrauen gehts Richtung Miami Beach. Ich fuehle mich gut, laufe dennoch sehr langsam. Schliesslich weiss ich, worauf ich mich einlasse, und dass ich nicht fuer einen langen Lauf traniert bin. Aber kaum auf der Bruecke, schalte ich meinen iPod zur Lieblingsband meiner Kindertage um: Bei Erasure kann ich einfach nur Mitsingen und Mittanzen, und das tue ich auch! Innerlich! Bei „Sometimes“ merke ich, wie ich trotz Laufen mit der Huefte anfange zu tanzen. So trashig der Song auch ist, aber er verbreitet gute Laune. Und mir Lust weiterzulaufen 🙂

Waehrend die ersten nur noch gehen, laufe ich weiter. So gut wie heute bin ich mit der Atmung usw noch nie klar gekommen. Wow! Zwieschendurch dehne ich das ohnehin getapte Knie. Aber, es haelt. Es ueberrascht mich selbst. Immer wieder ein Ziehen, aber das ist okay! Auch Huefte und unterer Ruecken machen mit! Und ich komme in Fahrt!

In Miami Beach am beruehmten Ocaen Drive angekommen, stehen auch die letzten Partygaenger der vergangenen Nacht zum Jubeln! Toll, denke ich. Selbst in Fort Lauderdale beim Marathon 2009 war nie solch eine Stimmung und so viele Leute am Strassenrand!

Besonders schoen: Ich kenne die Strecke. Bis zu dem Punkt, als sich die Spreu vom Weizen trennt. Marathon und Halbmarathon wurden in Downtown Miami auf eine andere Route geschickt. Ich, die als Kampfschwein bekannt ist, habe keine Sekunde ueberlegt und bin auf die Marathonstrecke eingebogen. Wohlwissend, dass es nun weit aus Miami heraus geht und es somit kaum noch Moeglichkeiten gibt, aus dem Rennen auszusteigen. Aber, bis dahin merke ich nur wenig Energieverlust. Und: Ich will es probieren. Ich, das Kampfschwein in Gladbach-Shorts 🙂 Lucien Favre wuerde es nicht anders wollen 😉

So ungefaehr zwischen Meile 14 und 15 fing genau das an weh zu tun, was mich vor dem Rennen schon gestoppt hat. Dank neuer Laufschuhe hatte ich Blasen an den Fuessen. Na ja, ich dachte, es sind ja  nur Blasen an den Fuessen. Nix wildes also. Denkste! Das Ganze wurde so schlimm, dass ich kaum auftreten konnte mit dem linken Fuss. Klar also, dass es den Rest der Strecke nicht besser wurde. Immer habe ich geschaut, wie es am Fuss aussieht. Es sieht nicht schlimm aus, tut aber so hoellisch weh, als wenn man in eine offene Wunde Salz streut. Und dann sehe ich die Laeufer vor und hinter mir. Leute mit Behinderungen, grosse und kleine Laufer, Leute mit extremen Uebergewicht. Und dann soll ich wegen einer tierisch schmerzenden Blase am Fuss aufgeben?

No way! Das bin nicht ich! Mit dem Fuss kann ich laengst nicht mehr auftreten, also humpel ich. Mal laufend, mal gehend. Kommt alles auf dasselbe hinaus! Alles tut weh. Aber dann sind da die Sprueche der Laeufer auf deren Shirts. Ein, ich sage mal sehr moppeliges Maedel, hat auf ihrem Shirts „Paciencia y fe“ geschrieben, also „Geduld und Glaube“. Das inspiriert mich. Genauso wie der Laeufer ohne Arme, der mit mir auf einer Hoehe ist. Wir alle koennen nicht mehr. Aber uns alle verbindet der Wille, das Ziel in der Zeit von unter 6 Stunden zu erreichen. Die Zeit ist mir so etwas von egal. Darum geht es nicht. Ich laufe, weil ich Lust habe in meinem (!) Miami zu laufen und weil ich zeigen will, dass man schaffen kann was man will, wenn man nur will. Also: Die Schmerzen im Fuss, in der Achillessehne und in der angeschlagenen Beinmuskulatur sind mir egal. Ich denke an mich, an meine Freunde, an Hamm, an alle, die gerade bei mir sind. Wer mich vom Laufen aus Hamm kennt weiss, dass ich kaum laechel beim Laufen. Entweder singe oder fluche ich. Schliesslich hoere ich meistens Rap-Musik wenn ich in Hamm laufe. Nicht gerade der beste Einfluss. Wer sich aber die Bilder aus www.ingmiamimarathin.com von mir anschaut, wird sehen, dass ich stets ein Laecheln auf den Lippen habe und die Faust zur Freude und Motivation nach oben strecke. Die Leute an der Strecke sind Wahnsinn! Das stachelt mich an! Das habe ich noch nie erlebt!

Ab dem Moment, wo sich Halbmarathon und Marathon trennen, gehts Richtung Coconut Grove und Key Biscayne. Letzteres habe ich bereits vor einigen Jahren zu Fuss erkundet. Coconut Grove kennen einige Touristen, zumindest die quasi Stadtmitte. Nun, ich hatte viel Zeit mir alles dort anzuschauen. Ich muss sagen: Schoene Ecke dort, aber mir bleiben nicht die netten Gegenden in Erinnerungen, die auch die Touristen kennnenlernen. Dort, wo die Menschen wohnen und uns Laeufer anfeuern und auch ab und an Fruechte und andere Staerkungen an uns verteilen, das bleibt haengen!

Und dann gehts auf die Zielgerade: Wer aber amerikanische Strassen kennt, weiss, wie weit die sein koennen. Genau diese Strasse kenne ich von Fussmaerschen, bin aber ueberrascht, wie fix alles geht. Ich habe mir selbst gedacht, ich spiele einfach 5 Mal den froehlichen Song Song „Sunrise“ von Simply Red ab, dann meusste ich da sein. Und tatsaechlich: Nur noch eine Meile, also gut 1,6 Kilometer plus die letzten 200 Yards. Knapp 2 Kilometer noch. Obwohl ich seit ueber 5 Stunden unterwegs bin, sind noch so viele Laeufer hinter mir. Und: Viele Leute stehen an den Strassen und peitschen uns an. Sie sehen an meinem Laeuferschild, dass ich Rabea heisse. Sie bruellen meinen Namen, rufen „Go Rabea go, you are almost there“. Ich laechel sie an, strecke immer wieder die geballte Faust in die Luft, bruelle „yeaahhh“ und laufe weiter. Die Schmerzen im Fuss sind da, aber sie sind mir egal geworden. Die Atmung klappt auch noch. Also noch mal durchatmen und auf die letzten Kilometer. Es geht durch das Bankenviertel von Miami, Touristen werden es kaum kennen. Dann noch eine Bruecke runter und auf die Zielgerade.

Ich bleibe noch einmal stehen. Durchatmen. Geniessen. Gedanken sammeln. Und den iPod noch mal auf Simply Red stellen:Ich will mit „Fairground“ einlaufen, wie ich schon den Start ueberquert habe. Und dann sehe ich all die Leute. Ueber 5 Stunden harren sie dort aus, mit Schildern ausgestattet und sie feuern jeden von uns an. Der Mann vor mir ist etwas schneller, er hat keine Arme mehr. Ich bewundere ihn. Genauso wie das Maedel, das locker das doppelte meines Gewichts auf die Waage bringt. Sie laufen vor mir ins Ziel ein. Ich freue mich fuer sie. Freue mich aber auch, als ich an der Reihe bin. Ich bruelle mich selbst ins Ziel, freue mich ueber die wunderschoenen Erlebnisse hier. Die Leute, ihre Emotionen und ihre Begeisterung. Die letzten Meter werde ich von Jubelrufen begleitet und, natuerlich, von Simply Red. Yo, das ist jetzt mein Fairground hier, also mein Rummelplatz. Besser haette die Songwahl nicht sein  koennen 🙂

Beim Ueberqueren der Ziellinie zeige ich nach oben, in Gedanken an meinen besten Freund, und ich bruelle ich Freude aus mir heraus. Ich habe geschafft. Ich weiss nicht wie und warum, aber ich freue mich.

Im Ziel ziehe ich sofort die Schuhe aus, mein rechter Fuss und die Achillessehne (sie wird sofort dick) tun sooooo weh. Jeder der mit begegnet, gratuliert mir zum Finish. Ich glaube, das macht man hier in den USA. Und es sind die Geschichten am Rande, die die Laeufer ausmachen. Meine Geschichte ist die einer Auswanderin mit drei Knieoperationen, einem Hueftschaden und der Geschichte einer 27-Jaehrigen, die derzeit voellig auf sich allein in den USA gestellt ist. Ich zeige: Man kann schaffen was man will, wenn man nur will.

Im Ziel treffe ich andere Menschen mit eigenen Geschichten. Die letzten Kilometer war ich mit dem Mann ohne Arme auf Augenhoehe, im Ziel gratuliert er mir und wir kommen ins Gespraech. Er sagte, es sei sein erster Marathon und er wolle zeigen, dass er es schaffen kann. Also wie ich. Seine Geschichte beruehrt mich. Genauso wie die vieler der anderen 25.000 Laeufer. Jeder hat heute Geschichte geschrieben. Das ist der Unterschied zu Deutschland: Hier laufen die Leute ihren Marathon, um es ein mal im Leben zu schaffen. In Deutschland wurde ich seither stets gefragt, welche Zeit ich gelaufen sei. Ich sage: Es ist mir egal. Ich hatte andere Ziele. Mein Gewinn: Wunderschoende Erlebniss, die ich mein Leben lang mit mir trage. Seine gelaufene Zeit vergisst man schnell, aber diese Erlebniss bleiben.

Ich bin stolz auf mich, dass ich es geschafft habe. Mein Dank gilt allen Laeufern von Miami (laut Statistik war ich wohl die Einzige aus Hamm) und auch meinen Freunden und Bekannten in Hamm. Ihr wisst, wer ihr seid!

Als ich gestern zurueck im Hotel war, wurde ich von einem anderen Laeufer angesprochen. Er hatte einem anderen Hotelbewohnener Bescheid gegeben, dass ich am Humpeln sei wegen der Achillessehne. Der Physiotherapeut hatte mir auch gleich seine Hilfe angeboten. Nett! Na ja, seither folge ich nur den Urinstinkten des Menschen: Schlafen und Essen 😉  Bin doch sehr muede seither. Mal sehen, wie es mit der Sehne weitergeht.

Vorhin habe ich aber den iPod wieder abgespielt: Als Erasures „Always“ und „Sometimes“ lief, konnte ich trotz starkem Muskelkater und Achillessehnenverletzung nicht anders: Ich musste einfach tanzen. So trashig Erasure ist, so sehr versprueht die Band gute Laune. Also: Morgen bin ich wieder auf den Beinen und gehe den Fuehrerscheintest erneut an. Und dann sehen wir weiter! Wie beim Marathob eben: Aufgeben gilt nicht 🙂

Danke an alle, die den Marathon moeglich gemacht haben! Ich habe vor dem Lauf auf meinen Laufschuhen die Namen einiger wichtiger Leute aufgeschrieben. Darunter sind auch die Kollegen vom WA und auch alle Rhyneraner. Aber eigentlich alle Hammer! Ich bin fuer Hamm gestartet und in Gedanken bei euch!

Ich habe uebrigens hier schon alle geschockt, als ich bereits gestern angekuendigt habe, dass ich auch in gut 4 Wochen auch in Fort Lauderdale (dort habe ich 2009 meinen bis dahin einzigen Marathon gemacht)  wieder an den Start gehe. Aber dieses Mal moechte ich etwas zurueck geben. Ich moechte mich als Helfer beteiligen. Also einer von denen sein, die die Leute nach vorne treiben. Die Leute haben mir so viel gegeben, das moechte ich in Fort Lauderdale zurueckgeben. Hoffentlich, habe ich dann auch bereits einen Job… Naechstes Mal mehr!

Alles Liebe! Viele Gruess nach Hamm 🙂 Rabea

 

Ich bin immer noch in Oamaru und genieße meine Zeit hier sehr.
Im Hostel gehen die Leute ein und aus, nur ich bleibe länger. Bei manchen dieser Leute tut es mir wirklich Leid, wenn man sich gut mit ihnen verstanden hat. Anderesind mir dann wiederrum egal, weil die Chemie nicht gestimmt hat.

Nach Wochen war es dann auch einen Abend mal wieder soweit, dass ich die einzige Deutsche im Hostel war. Das gibt es nicht oft und ich muss sagen, ich habe es genossen. Außer mir war noch ein nettes Paar aus Taiwan, eine Französin und ein Amerikaner dort. Die Hostelbesitzerin hat dann einen Grillabend ausgegeben. Jake, der Amerikaner, und ich wurden einfach nur angewiesen was es alles gibt und wir haben die Grillzange geschwungen und den Ofen angeschmissen.

Das alte Viertel der Stadt ist so ziemlich jeden Tag ein Anlaufspunkt für mich. Wobei ich mich bei einem Kaffee in Annie’s Victorian Teahouse schon ziemlich fehl am Platz gefühlt habe. Dazu kam dann noch, dass Jake es geschafft hat seine Kaffeetasse mit Goldrand umzukippen, sodass in der Stille des Cafes alle Aufmerksamkeit auf uns gerichtet war. Upsss…
Am Sonntag war zusätzlich noch  Bauernmarkt. Leider hatte die Bäckerei zu, die gutes deutsches Brot mit Sauerteig macht. Ich kann kein Toast mehr sehen und auch wenn ich gelernt habe Brot zu backen, mit Hefe schmeckt es doch anders als mit Sauerteig. Gestern war ich dann beim Buchbinder. Leider war der Chef selbst nicht da, aber trotzdem habe ich mich fast eine Stunde in dem kleinen Laden aufgehalten, weil ich mich mit der Frau hinter den Tresen unterhalten habe. Ich hätte auch liebend gerne eines der Bücher gekauft (Notizbücher, Tagebücher), die alle handgebunden sind, aber durch die ganze Handarbeit haben sie einen guten guten Preis. Gestern habe ich versucht den Herr der Ringe-Mann aufzuspüren, aber auch mithilfe des Hundes war er nicht aufzufinden. Der Laden war geschlossen.

Morgen geht es für mich dann weiter nach Dunedin. Das Hostel ist gebucht, eine Mitfahrgelegenheit wird entweder heute Abend im Hostel gefunden oder morgen dann an der Straße. Ich hoffe auf Touristen, denn auf dem Weg nach Dunedin gibt es einige schöne Ecken, wo ich gerne stehen bleiben würde. Ansonsten muss ich mich einfach zwischendurch rausschmeißen lassen und suche mir jemand anderes, der mich weiter mitnimmt.

Hallo zusammen,

fast im Gleichschritt wird die Tabelle in der ersten Liga angeführt, lediglich die Gladbacher sind einen Punkt hinter dem Führungstrio.    Das wird noch eine heiße Sache, wenn das so weitergeht.    Fünfzehn Spieltage sind es noch, in den noch reichlich passieren kann.    So wie im Moment wird es aber nicht weitergehen.   Wenn ja, wäre es wohl  DIE  Saison schlechthin.      Es ist ja nichts neues, wen ich jetzt schreibe, das die sogenannten Topspiele die Meisterschaft nicht entscheiden werden, die Fallen sind in Mainz, Freiburg, Berlin, und vor allem Kaiserslautern aufgestellt.        Ich darf mir garnicht vorstellen, der S04……., und gibt sechs Punkte gegen den Absteiger aus der Pfalz ab.    Wäre mir dann auch egal.  Für was schreibe ich nicht.                          Von Spiel zu Spiel denken, genau das ist es, und da tritt am kommenden Samstag Mainz 05 in der Arena an.  Nach ihremTurbostartsieg vom Sonntag, wissen die auch wieder wie gewinnen geht.                          Noch steht uns aber eine kalte Woche bevor , in der man sich ab und zu mit einem Blick in das  ferne Afrika beim „Africa Cup of Nations“ erwärmen kann.     Aber auch nur gedanklich mit aufgedrehter Heizung und Decke bis zum Hals, denn irgendwie hat’s mich schon erwischt.

 

Tschüß, bis die Tage

R.A.

2 Tage, 822 km, 1 Zeitzone, 18 tote Kängurus, 0 tote Koalas nur um ein Auto anzumelden und dann zu erfahren, dass ein Formular nicht richtig ausgefüllt wurde. Sowas nennt man Frust! Aber es ist nur halb so schlimm wie ihr jetzt denkt. No worries!

Jetzt sitze ich gerade ziemlich verschwitzt und auch ziemlich müde wieder in Geelong, in unserer Hütte und mit gewohntem Hundegebell.

Hier in Australien läuft das mit dem Autokauf etwas anders als in Deutschland und jeder Staat hat da so seine eigenen Regeln und Gesetze aber im allgemeinen muss der Verkäufer 2 Formulare unterzeichnen. Einmal die sogenannte „Rego“ (Personen-Versicherung, Kennzeichnung etc.) und ein Formular auf dem der Besitz umgeschrieben wurde. Dies nimmt dann der Käufer mit zum nächsten Amt geht vorher aber noch einen Road Worthy Check (ähnlich wie der TÜV nur, dass die Autos hinterher immer noch gefährlich sind!). Mit diesem ganzen Kram, der mehr Kostet als unser Auto selbst, kann man dann endlich sein Auto anmelden. Nun so läuft das im Allgemeinen nur war der letzte RWC nicht so lange her und unser Auto war vohrer in South Australia angemeldet. Dazu hatten wir noch ein par Monate Rego drauf. Also fuhren wir um Geld zu sparen (ich weiß wie doof das klingt) 470 km über die Great Ocean Road in Richtung Mount Gambier, die erste größere Stadt in SA. Da wir aber ausschliefen fuhren wir erst um 13 Uhr los.

Jetzt stellt euch mal vor wie lange man für 470 km braucht? Naja auf gerader Strecke 6-8 Stunden (wenn man sich noch die Sehenswürdigkeiten anschaut!). Aber wenn man die ganze Zeit um 90 Grad Kurven, mit einer Beschleunigung die einen echt umhaut (nein nicht wirklich!) braucht man so um die… richtig! 10 Stunden!

Aber schaut euch mal diese Bilder an, allein für die war es es schon wert den Trip gemacht zu haben:

In Mount Gambier angekommen wollten wir eigentlich im „The Mount Gambier Jail“ einchecken. Haha! ja ins Gefängnis zu kommen ist einfach aber das „The Jail“ ist eines der best besten Hostel in der Gegend und bietet das Flair in einer echten Gefängniszelle zu schlafen. Nun ja solange man reinkommt. Kamen wir nicht also schliefen wir zum ersten mal in unserm Auto.

Heute morgen fuhren wir dann nochmal zwei mal zwischen Hostel und Anmeldeamt hin und her um alle Unterlagen zu bekommen. Letztendlich hat unser Verkäufer vergessen die Regoummeldung zu unterzeichnen. Das werden wir aber morgen klären. Zurück werden wir dann über den Highway fahren, weil das erheblich schneller geht!

Hier noch ein par Fotos

Hallo zusammen,

der Beginn der gestrigen Partie zwischen dem 1.FC (noch Podolski)Köln und dem FC Schalke 04 ließ nichts Gutes erahnen.    Erst „spielt“ Keeper Lars Unnerstall beim Flachabstoß den Ball den Kölnern in die Schuhe, bleibt bei einem Eckball auf der Linie kleben, und nach dreieinhalb Minuten bewies Lukas Podolski zum wiederholten Male, warum Linksfüßler eben halt etwas besonderes sind.     Dabei weiß man doch schon seit Jahren, was für einen präzisen Schuss der Nationalspieler hat.      Hinzu noch die überraschende Mannschaftsaufstellung der Königsblauen mit Ciprian Marica in der Startaufstellung.                              Allein die Nominierung des Ex-Stuttgarters „zwang“ meinen Leidensgenossen und mich zu einem längeren Telefonat im ersten Durchgang, in dem aus Schalker Sicht nicht viel passierte, außer das „Poldi“ freistehend  es verpasste, die Führung für seinen FC weiter auszubauen.                     Im zweiten Durchgang dauerte es dann noch ein Viertelstündchen, ehe eben diesem Marica der Ausgleich gelang.     Ja, wenn der „Alpenfuchs“ zum flanken kommt, und er freie Bahn hat, dann sind diese Bälle eben gefährlich.       Statt Saisontreffer Nr. 16 landete der Kopfball von Klaas-Jan Huntelaar am Pfosten, aber nicht weiter schlimm, er war ja wieder da, mit der Nummer Acht, der Marica.       Wenn ich jetzt schreibe, so ist der S04 eben, unberechenbar, stimmt ja auch irgendwie; es können fast alle Tore schießen, dann meinen einige wieder, der …, Sie wissen schon.            Seinen Treffer machte der Hunter dennoch.  Vom Elfmeterpunkt, sicher und eiskalt.       Es ist ja nicht so, als wenn der FC Köln nicht mehr stattfand, nein, Unnerstall konnte bei zwei guten Chancen der Gastgeber sein Können unter Beweis stellen.            Das 4-1 für den S04 erlebten der Kollege und ich dann gemeinsam am Telefon.   Meine Frau fragte, ob dem Kumpel am anderen Ende der Leitung nicht die Ohren weggeflogen sind bei dem Aufschrei.  Sind sie nicht, aber diese Frage hätte sie auch mir stellen können.               Bei einer Messung wären wir garantiert in der Bereich „Start eines Urlaub-Jets“ gelandet.                Im nachhinein betrachtet, hat also eine halbe Stunde ausgereicht, um die Kölner, vielleicht um ein Tor zu hoch, zu besiegen.    Das wäre aber ein wenig übertrieben,  aber verdient war der Sieg, wenn man die neunzig Minuten als Gesamtpaket betrachtet, allemal, und der Wechsel von Jurado für Uchida zwingend notwendig, und zudem noch erfolgreich.

 

Schönen Sonntag noch, und tschüß, bis die Tage

R.A.

Wow, ich habe mich hier schon eine ganze Weile nicht mehr gemeldet und das tut mir leid. Das letzte Mal war ich noch in der Nähe von Rangiora, nun bin ich in Oamaru. Dazwischen war ich ein paar Tage in Christchurch und habe das Filmset von Edoras aus Herr der Ringe besucht. Von dort bin ich an den wunderschön türkisblauen Lake Tekapo gefahren und wurde nach ein paar Tagen von einer Deutschen mit nach Mount Cook genommen. Es war nur ein Tagesausflug mit atemberaubender Aussicht, denn es war keine Wolke am Himmel. Meine Mitfahrgelegenheit hat mich dann in einem kleinen und etwas kitschigen, aber unglaublich gemütlichen Hostel in Omarama gelassen. Nach ein paar Nächten dort ging es dann hierher, nach Oamaru.

Hier kann man jeden Abend die Pinguine beobachten, wie sie aus dem Meer an Land kommen und sich einen Schlafplatz in den Mauern der Häuser in Küstennähe suchen. Es ist wirklich witzig zu beobachten. Da ich mein Reisetempo sehr drossele und in diesem kleinen Örtchen fünf Nächte bleibe, kann ich nun nach und nach die Stadt erkunden, die Leute treffen und einfach nur die Backpacker beobachten, die Tag für Tag in mein Hostel ein- und wieder ausziehen. Um den Mittag herum leihe ich mir den Hund der Hostelbesitzerin aus und dann geht es in den Wald, damit der junge Border Collie ordentlich ans Laufen kommt.

In den nächsten Tagen werde ich den Buchbinder besuchen. Hier gibt es ein wunderschönes Viertel, das im viktorianischen Stil aufgebaut ist, mit kleinen Läden, wie einem Hutmacher, einer Weberei, einem Süßigkeitenladen. Zudem habe ich erfahren, dass hier in der Nähe ein Mann wohnt, der für die Herr der Ringe-Filme Requisiten angefertigt hat. So klein (und doch erstaunlicherweise groß) die Stadt auch ist, es gibt einiges zu sehen. Ich werde mich – versprochen – die Tage melden und berichten, was ich so alles in Oamaru erlebe.

Viele Grüße an die Heimat aus der Ferne!

Es haette gestern nicht schlechter laufen koennen: Erst rassel ich zum dritten Mal in Folge beim schriftlichen Fuehrerscheintest durch und dann erlebe ich am fruehen Abend eine boese Ueberraschung. Okay, hier darf man den schriftlichen Fuehrerscheintest jeden Wochentag zwei Mal taeglich wiederholen (weshalb viele hier vermutlich auch autofahren wie bloed…), aber wie soll ich es auch ohne Vorbereitung schaffen? Das kostenlose Buch mit den Verkehrsregeln haette ich nur auf Spanisch bekommen koennen, schliesslich ist die Behoerde im Stadtteil Little Havanna gelegen, alsi in „Klein Kuba“. Na ja, also musste ich raten bei dem Test, hatte dennoch mehr als 5 Fehler bei 20 Fragen. Also Montag auf ein Neues!

Wenn ich ehrlich bin, bringt mich derzeit aber etwas ganz anderes aus dem Konzept. Hatte ich nicht erzaehlt, dass ich am Sonntag den Miami Halbmarathon laufen wollen wuerde? Denkste! Obwohl ich mich vor gut andertahlb Woche per Email beim Veranstalter vom Marathon auf die halbe Distanz umgemeldet habe und auch eine entsprechende Bestaetigung erhalten habe, kam gestern beim Abholen der Rennunterlagen die boese Ueberraschung. In der Messe Halle, dort wo damals auch schon der Film Police Academy Teil 6 „Auftrag Miami Beach“ gedreht wurde – ein toller Film uebrigens – , habe ich plotzlich mitgeteilt bekommen, ich sei weiterhin fuer den Marathon eingeschrieben. Ummelden ginge nicht mehr, sagte man mir. Schlichtweg weil der Halbmarathon ausgebucht sei.

Na prima. Ich bin kaum vernuenfitg fuer den Halbmarathon trainiert und soll nun den Marathon laufen? Gut, die Strecke kenne ich recht gut. Aber das aendert nichts daran, dass es dennoch soo weit ist. 42 Kilometer eben.

In meinem – ich habe ueber 100 Dollar vor einigen Monate fuer die Anmeldung bezahlt – Goodie Bag, gab es neben einem Tshirt und tausender Werbezettel auch drei Regenerationsgetraenke. So wie ich in Form bin, brauche ich die aber schon vor dem Lauf 😉

Ich werde morgen um 6.15 Ostkuestenzeit starten, also 12.15 dt. Zeit. Mein Ziel: Spass haben. Ich bin nicht topfit und zudem nicht krankenversichert. Also muss ich auf „Nummer sicher“ gehen und einfach locker laufen, vielleicht ein paar nette Fotos schiessen, und ob ich anschliessend die Medaille beim Zieleinlauf erhalte, wird man sehen. Werde mir keinen Druck machen.

Ich habe schon so viele der Freiwilligen Helfer hier gesehen und auch den Zieleinlauf mit Tribuehne. Waere ja schon schoen, dort morgen einlaufen zu koennen. Aber, wir werden es sehen. Damals, 2009 in Fort Lauderdale beim Marathon, fand ich es sehr schoen zu sehen, wie all die Frewilligen (darunter viele Familien mit Kindern) einen Anfeuern. Irgendwann hatte ich keinen Durst mehr, aber wenn die Kinder einem so einen Becher Gatorade in die Hand druecken und die einen nach vorne peitschen, dann kann man nicht widerstehen. Es ist weniger das Laufen, auf das ich micht freue, sondern auf genau diese Momente! Ich bin zwar Sportler, aber warum soll Sport immer nur Ernst sein und nicht, wie morgen, einfach nur fuer Spass sorgen konnen?!

War gestern noch etwas laufen, bin seit gut anderthalb Wochen kaum Laufen gewesen. Fuehle mich total steif. Na ja, da werden noch ganz andere Leute starten. Fuer viele ist es ein Erlebnis, hauptsache einmal im Leinen Marathon. Das denke ich mir auch. Nur: Sobald mein Koerper irgendein Anzeichen eines Probleme gibt, steige ich aus dem Rennen aus. Meine Huefte macht wieder, wie meistens, grosse Probleme, aber vor allem fehlt mir die Kondition, und auch die Muskulatur ist gar nicht eingestellt auf einen Marathon. Aber wie gesagt, ich will Spass haben, das ist alles. Alles andere werde ich nicht riskieren. Ich lasse mich morgen ueberraschen.

Ich werde jetzt  noch etwas mexikanischen Reis essen und dann etwas Schlafen. Bin muede, habe die letzten Naechte kaum geschlafen. Werde spaeter noch versuchen die Muskulatur weich zu bekommen  und mich zu dehnen. Danach werde ich weiter sehen!

Wenn ich mich die naechsten Tage nicht melde, liegt es vermutlich daran, dass ich mich nicht mehr aus dem Bett robben kann Richtung Computer 😉 Habt ewas Geduld 🙂

Fuer mich ist nur klar: Ich laufe fuer Hamm, fuer meine Freunde und fuer einen guten Freund, dessen Rueckmeldung mir im Moment zwar sehr fehlt, aber Freunde bleiben Freunde. Egal was kommt. Morgen bin ich in Gedanken bei ihm. Weil wenn Freunde eines machen, dann fuer einander da sein. Manchmal eben auch nur mental, wenn der anderen einen Marathon vor hat 😉

In dem Sinne: Alles Gute auch an die Laeufer der Serie des OSC Hamm morgen! Im Herzen bleibe ich Westfalia-Rhynern-Anhaenger, auch wenn ich allen Laeufern, egal aus welchen Vereinen, die Daumen druecke. Ehrlich! Eine Stunde, nach dem ihr startet, werde ich starten. Oben an der American Airlines Arena in der die Miami Heat Basketballer spielen und leider vergangene Saison gegen Dirk Nowitzki den Titel verloren haben. Aber: Nowitzki war gestern, heute komme ich 🙂 Zumindest setze ich bestimmt die Tradition deutscher Sportler fort, die gerne etwas tanzen und damit das Publikum unterhalten. Also: Sabine Lisicki, halt dich fest, morgen werd ich tanzen beim Laufen 🙂 Denn: Lieber Tanzen und Spass haben beim Marathon, als vor Schmerzen umzufallen 🙂

Drueckt die Daumen morgen. Danke an alle, die das fuer mich moeglich gemacht haben.

1492 entdeckte Columbus Amerika, 2012 entdeckt eine kleine Laeuferin aus Rhynern Miami 🙂

Liebe Gruesse und euch ein schoenes Wochenende

Eure Rabea

PS Ich hoffe, ihr seht an meinen Worten, dass ich beim Marathon nur Spass haben will. Aber was waere ein solcher Lauf ohne Spass? Ich will ja nicht gewinnen hier 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach Silvester haben wir uns in Tasmanien für drei Tage ein Auto gemietet und den schönen Staat noch einmal auf eigene Faust erkundet: der erste Stopp war der Freycinet National Park, den wir auf einem 11km langen Wanderweg ein wenig erkundet haben. Neben schönen Seen, Stränden, Aussichtspunkten und vielen Wallabies im Gebüsch haben wir auch die berühmte Wineglass Bay gesehen.
Danach ging es über die Bay of Fires, eine große Bucht mit vielen kleinen Buchten aus roten Felsen, die einen tollen Kontrast zum türkisen Meer darstellen, nach Launceston.
Auch die Fahrten waren jeweils wunderschön, denn Tasmanien ist einfach ein Bilderbuchland: Hinter jeder Kurve konnten wir eine weitere tolle Aussicht auf die vielen bunten Felder und Wiesen, Hügel, Täler und Wälder werfen, durch die sich mal ein Flüsschen schlängelte.
Und als sich dann noch Regenbogen über die Täler spannten, konnte es malerischer gar nicht sein!
Nach einem Stopp im Lake St. Claire – Cradle Mountain National Park, in dem es sehr hohe, moosbewachsene Bäume gibt und die Erde überall mit Farnen bedeckt ist, sind wir am letzten Morgen, bevor wir das Auto wieder abgeben mussten, noch zu einem hübschen Wasserfall gefahren.
Und dann war unsere Zeit in Tasmanien auch schon vorbei und wir sind nach Melbourne, die Hauptstadt des Bundesstaates Victoria und die zweitgrößte Stadt Australiens, geflogen.
Anders als in Sydney habe ich mich in Melbourne nicht sofort auf den ersten Blick verliebt: es hat zwei Tage gedauert, bis ich die tolle Atmosphäre dort so richtig erkannt habe. Mit vielen kleinen Cafés, tollen Läden und vielen schönen Parkanlagen, in denen wir den australischen Sommer so richtig nutzen konnten, ist diese Stadt eindeutig eine Genießer-Stadt.
Im Moment ist dort das Australian Open und die ganze Stadt ist im Tennisfieber: auf allen größeren Plätzen werden die Spiele übertragen und es gibt unter den vielen Trams, von denen es mehr gibt als Busse, sogar eine eigens eingerichtete Tennistram, für alle Leute, die ein Ticket haben.
Da wurden auch wir angesteckt und so sind wir an unserem letzten Tag in Melbourne dorthin gegangen und haben uns von der guten Stimmung mitreißen lassen.

5 Tage, 3 Staaten, 2 Zeitzonen

Danach haben wir uns einen Campervan gemietet, diesmal für fünf Tage, und in einem großen Bogen wollten wir auf eines der absoluten Höhepunkte unserer Australienreise zusteuern: die Great Ocean Road: eine der berühmtesten Panoramastraßen der Welt, die als Denkmal für die im Krieg gefallenen Soldaten erbaut wurde.
Am ersten Tag sind wir zum Grampians Nationalpark gefahren und dort zuerst durch Felsschluchten auf einen hohen Aussichtspunkt gewandert. Den Sonnenuntergang haben wir bei den „Balconies“ verbracht: zwei Felsvorsprüngen, die wie zwei Balkone über den umliegenden Hügeln und Tälern schweben!
Am nächsten Tag ging es für uns auf weite Fahrt: Ins Outback! 6 Stunden ging es mehr oder weniger durchs Nichts, in die Minenstadt Broken Hill, die sogar schon wieder in New South Wales liegt.
Doch die Fahrt war bei Weitem nicht so langweilig, wie man denken könnte: zum ersten Mal kam es mir wirklich so vor, als wäre ich in Australien! Sogar wilde Emus haben wir auf der Fahrt entdeckt.
Am nächsten Tag ging es wieder 5 Stunden durchs Outback nach Adelaide, diesmal über den Barrier Highway. Es war wirklich toll: überall Steppe oder trockene rot-braune Erde und die Zugschienen führen scheinbar ins Endlose, durch einen Ozean von roter Erde. Noch nie habe ich so viel Erde und Land auf einmal gesehen!
Dann haben wir die Grenze nach South Australia, dem 3. Bundesstaat unserer Tour, in dem wir die Uhren eine halbe Stunde zurückstellen mussten, überquert und die Hauptstadt Adelaide angesteuert.
Weil wir in Adelaide zum ersten Mal länger als 15 Minuten aus dem Auto gestiegen sind, ist uns auch dort erst klargeworden wie heiß es ist! Trotzdem hat uns die Stadt recht gut gefallen, auch wenn die meisten Geschäfte schon geschlossen hatten (es war ja schließlich schon kurz nach 17 Uhr ;-)).
Am nächsten Morgen sind wir von Adelaide aus dann – nach einem kurzen Zwischenstopp in Mount Gambier mit Schwimmbadbesuch – tatsächlich auf die Great Ocean Road.
Wir sind gerade pünktlich zur Abendsonne an der Hauptsehenswürdigkeit, den 12 Aposteln, einer bis zu 60m hohen Felsformation aus Kalkstein, die in der Abendsonne orangerot leuchtete, angekommen und als wir davorstanden, kam es mir so vor, als wäre ich in einem Poster.
Da wir allerdings, um noch den Sonnenuntergang dort zu sehen, einige tolle Sehenswürdigkeiten auslassen mussten, haben wir am nächsten Tag noch einmal von vorne angefangen und sind zunächst durch den an der Küste liegenden Port Campbell Nationalpark gefahren und haben dort Felsbrücken (wie die London Bridge), Höhlen und andere bizarre Formen bestaunt, die durch die Kraft von Meer und Wind geschaffen wurden. Wir waren in einer Bucht zwischen hohen Felsen, die so gerade und glatt waren, als hätte sie jemand einfach mit einer Säge abgetrennt, schwimmen und konnten im Cape Otway Nationalpark noch einmal Koalas beobachten, die am Straßenrand in den Eukalyptusbäumen hingen und schliefen.
Unser kleiner Road-Trip war, genauso wie die gesamte Zeit in Australien, viel zu schnell vorbei.
Morgen ist der letzte Tag hier und es ist wirklich schwer zu glauben, dass ein Land noch schöner sein soll als dieses: nicht nur die Landschaften (vom tropischen Regenwald über Traumstrände bis hin zur Wüste gibt es hier wirklich alles), sondern auch die Tiere, besonders die knuffigen Koalas, die hüpfenden Kängurus und die lachenden Kookaburras, werde ich sehr vermissen – und ganz besonders natürlich die netten Menschen und Freunde, die wir hier gefunden haben.
Aber ich bin aufgeregt und gespannt, was auf uns wartet, wenn wir am Montagmorgen in unser nächstes Abenteuer fliegen…