Das Publikum ließ den letzten Akkord im Raum der Wallfahrtsbasilika verklingen, bevor ein langanhaltender Applaus aufbrauste. Viele standen spontan auf und klatschten begeistert weiter, bis der Chorleiter Jörg Segtrop eine Zugabe ankündigte.
Schnell wurde es wieder leise.
Unter dem Motto, wir probieren mal wieder etwas Neues aus, wurden die Zuhörerinnen und Zuhörer aktiv in die Zugabe eingebunden. Begleitet vom Madrigalchor Werl und dem Blechbläserquartett Classic Brass Ruhr, sangen Alle gemeinsam noch einmal das Lied „Tochter Zion“.

Zu Beginn war bei dem ein oder anderen die Überraschung groß gewesen. Während im vorderen Teil der gut besuchten Wallfahrtsbasilika noch leise getuschelt wurde, stellten sich die beiden Ensembles im hinteren Teil fast unbemerkt auf. Die ersten Klänge der Bläser bekamen nach nur wenigen Tönen die volle Aufmerksamkeit des Publikums. Abwechselnd musizierend gingen die Sängerinnen und Sänger und die Bläser zum Altarraum, bevor Pater Ralf Preker mit einigen Gedanken zum Advent das Publikum in der Basilika begrüßte. Anschließend übernahm der gesamtmusikalische Leiter Jörg Segtrop die Einführung in das Adventkonzert und moderierte den weiteren Abend. Neben den Musiktiteln, versorgte er die Zuhörerinnen und Zuhörer unterhaltsam mit Hintergrundinformationen zu Stil, Epoche und Komponist bzw. Arrangeur.

So ungewöhnlich, wie das Konzert begonnen hatte, setzte es sich fort. Der Chor und das Blechbläserquartett musizierten einen Großteil des Konzertes gemeinsam. Die Symbiose beider Ensembleklänge begeisterte mit dem daraus entstehenden Klang. Aber auch mit den jeweiligen Einzelauftritten konnten die Ensembles glänzen. Bei modernen Bläserarrangements von bekannten Advents- und Weihnachtslieder wiegte der ein oder andere sich im Takt der Musik, während das Lied Rorate Coeli aus Op. 176 Nr. 7 von Rheinberger mehr zur Besinnung einlud. Viele Epochen und Stilrichtungen wechselten sich im Konzert ab und zeigten einen kleinen Ausschnitt der großen Vielfalt adventlicher Musik. Nicht nur für das Publikum waren die wechselnden Dirigate ungewöhnlich. Damit Jörg Segtrop in dem Quartett die Trompete spielen konnte, durfte ich das Geamtensemble leiten. Bei den Einzelvorträgen des Chores stand der eigentliche Chorleiter Jörg Segtrop wieder am Pult.

Nach nicht ganz zwei unterhaltsamen und besinnlichen Stunden gestaltete sich das Ende so, wie es alle Beteiligten erhofft hatten. Stehende Ovationen und der Ruf nach einer Zugabe sind immer noch der schönste Lohn für lange Probenarbeit.

Der nächste Auftritt folgt bereits am 3. Advent. Für die WDR Fernsehproduktion „Schöne Bescherung aus Werl“ steht der Chor zwischen 17:00 und 17:45 auf der Bühne. Die Sendung kann auch im Fernsehen verfolgt werden.

Sie möchten einmal ausprobieren, ob Ihnen Singen im Chor Spaß und Freude bereitet?
Probieren Sie sich und uns aus.
Wir proben montags um 19:45 im Walburgahaus Werl.

www.madrigalchor-werl.de


Über die Autorin/den Autor:  Marcus Emte ist Sänger beim Madrigalchor Werl und dort Ansprechpartner für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Der Madrigalchor Werl besteht seit nunmehr fast 45 Jahren und hat 60 Sängerinnen und Sänger. Das Repertoire umfasst neben Werken großer Meister auch die neuer Komponisten. Die Stilsicherheit erhält der Chor durch ihren Leiter Jörg Segtrop. In der Region ist der Chor längst durch seine Konzerte und Auftritte u.a. in der Wallfahrtsbasilika Werl etabliert und ist somit eine feste Größe in der Kulturlandschaft am Hellweg. Der Chor ist Mitglied im Verband Deutscher Konzertchöre. Marcus Emte leitet in der ev. Kirchengemeinde Hemmerde-Lünern den Chor conTakte. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: