Archive for Dezember, 2011

Es ist Heiligabend, zur Christmette fuellt sich die Kathedrale bis zum letzten Stehplatz, und die Innenstadt ist hell beleuchtet. Hoert sich nach einem normalen Weihnachtsfest an, der Unterschied ist nur, dass ich es viele tausend Kilometer entfernt in Mexiko bin. Wir, Freunde aus Guadalajara und ich, sind am 24. Dezember in der Stadt Puebla in der Landesmitte angekommen, um Weihnachten gemeinsam zu verbringen, bevor es in den Sueden weitergeht.

Zwar ist es nachts auch hier recht frisch, aber ueber Tag erleben wir 25 Grad und Sonnenschein, da ist Sonnencreme Pflicht. So ein bisschen fehlt mir der Duft von Gluehwein und Lebkuchen in den Innenstaedten, auch wenn so manches Mal deutsche Weihnachtslieder in den Lautsprechern der Kaufhaeuser zu erkennen sind. Wir reisen mit acht Leuten durchs Land und haben uns neben dem Kirchenbesuch am heiligen Abend ein festliches Essen vorgenommen. Neben einem leckeren Rotwein steht das traditionelle Gericht „Pollo con Mole Poblano“ auf der Speisekarte. Das Huehnchen mit Schoko-Chili-Sauce ist ein Muss fuer Mexikoreisende. Ich habe das Gericht schon so manches mal gegessen, aber der Geschmack an diesem Abend uebertrifft alles. Als dann eine Freundin noch kleine Geschenke fuer die Gruppe, die neben einem schoen geschmueckten Christbaum sitzt, aus der Tasche holt, kommt dann doch gemuetliche Weihnachtsstimmung auf.

Die letzten Monate vergingen wie im Flug. Am 16. Dezember endete mein Auslandssemester an der Universitaet von Guadalajara. Die letzten Wochen waren stressig mit dem Erarbeiten von Abschlussarbeiten und auch im Januar liegen noch zwei Arbeiten an, der Unterricht jedoch ist vorbei. Die Stadt und die Freunde in der Uni sind mir ans Herz gewachsen. Besonders schoen waren die „Posadas“, die Weihnachtsfeiern, von zwei Kursen. Wir trafen uns in den Hauesern der Professoren, kochten, assen und tranken zusammen, und liessen die letzten Monate Revue passieren. Bei einer Feier tauchten sogar Mariachis, die traditionellen Saenger Mexikos, auf und sangen mir inzwischen bekannte Folklorelieder.

Zum Jahreswechsel bin ich erstmal unterwegs, um das riesige Land mit den unterschiedlichen Kulturlandschaften zu erkunden. Mehrere Tage hielten wir uns in Chiapas auf. Im Bundesstaat im Sueden leben zahlreiche indigene Voelker, die in den Staedten ihre Waren anbieten. Ausserdem hat es zahlreiche Ruinen und Naturschauspiele, wie die Schlucht von Sumidero, zu bieten. Einfach beeindruckend.

Den Jahreswechsel werden wir in grosser Gruppe am Strand von Tolum feiern. Wir wollen die Karibik geniessen und hoffentlich bei sternenklarem Himmel das Jahr 2012 begruessen.

Noch bis Ende Februar werde ich in Mexiko bleiben, um das Land weiter zu entdecken und um fuer die Uni zu arbeiten. Bis zum naechsten Mal und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2012!

… aber die meisten nennen mich Püppi. Ich bin 18 Monate jung und ein echtes Nordlicht, weil ich leider nicht im schönen Werl auf die Welt gekommen bin, sondern neun Wochen zu früh im Ostseeurlaub meiner Eltern, in Lübeck! Damals fing meine Leidenschaft für das Bloggen an, denn die Daheimgebliebenen mussten ja informiert werden wie es um mich steht. So ist über meine ersten 47 Tage dieses Büchlein entstanden. Da ich gemerkt habe, dass man ziemlich schnell die schönen Momente des Lebens vergisst, ging es mit diesem Blog weiter und jetzt blogge ich auch hier im Soester-Anzeiger.
Zur Zeit habe ich ein Problem, was vielleicht der eine oder andere Leser auch hat; die Zähne. Nur bei mir kommen sie gerade. Im Juni kamen die ersten Sechs und dann monatelang kein Einziger. Letzten Monat allerdings, kam jede Woche Einer. Na schönen Dank und weil die Zähnchen so Theater machen, hab’ ich auch nicht ganz so viel Hunger, aber eins steht fest, Omas Graupensuppe geht immer und die gab es zum Glück mal wieder. Ich weiß, viele von Euch stehen bestimmt nicht so auf Graupensuppe, aber ich finde sie spitze.
Hier seht ihr mich mit meinem neuen Hund “Wuff”, Patentante Jule hat ihn mir zu Weihnachten geschenkt, weil ich vor ihrem Hund “Socke” immer so ein’ Schiss habe. Mama sagt, dass Socke der letzte Hund ist, vor dem ich Angst haben müsste, aber noch ist er größer als ich.  Ich kann halt noch nicht stehen.
Früher oder später werden wir bestimmt die besten Freunde.

 
So, bis dann mal, Eure Püppi!

Dies ist der erste Winter in dem ich als Streetworkerin in Werl unterwegs bin. Privat hätte ich mich natürlich über weiße Weihnachten gefreut –  beruflich empfinde ich das gerade eher milde Wetter jedoch als deutlich angenehmer. ;o)

Auch oder vielleicht eher gerade in dieser Zeit trifft man die Werler Jugend abends auf den Straßen an. Und aus eigener Erfahrung kann ich berichten:  Als Streetworkerin, die selbstgebackene Kekse dabei hat, wird man noch freundlicher aufgenommen, als sonst eh schon.  ;o) Natürlich gibt es in dieser Zeit auch einige melancholischere Gespräche/Gesprächsthemen, aber überwiegend herrscht doch eine friedvolle Stimmung auf den Straßen.

Ich wünsche allen Lesern einen guten Rutsch und alles Gute für 2012.

Verschlafen lagen die Orte neben der fast unbefahrenen B1, als es am Montag zum letzten Auftritt des Madrigalchores Werl ging. Denn bereits für um 09:15 hatte der Chorleiter Jörg Segtrop zum Einsingen in den Pilgersaal gebeten. “Frohe Weihnachten” schmetterte es mir bereits in der Tür entgegen. Spätestens ab da, war ich dann auch richtig wach!Logo Madrigalchor Werl

Der Termin am 2. Weihnachtstag gehört zu den Traditionsterminen, den wir Sängerinnen und Sänger gerne warnehmen. Nach der Messe stob alles auseinander, um den restlichen Tag zu genießen. Dies war dann ersteinmal der letzte Auftritt des Chores-zumindest für 2011.

Denn bereits in der nächsten Woche treten wir wieder auf. Am Dreikönigsfest treffen wir uns in der Propsteikirche zur nächsten Messe, bevor es am 09. Januar 2012 mit den regulären Proben weitergeht. Ab dann steht unter anderem das Magnificat von J.S.Bach auf dem Probenplan.

Nachrichten rund um und aus dem Madrigalchor wird es im nächsten Jahr weiterhin an dieser Stelle geben.

Ich wünsche Ihnen und auch im Namen des Vorstandes, des Chorleiters und der Sängerinnen und Sänger des Madrigalchores Werl, ein gesundes Neues Jahr und bedanke mich ganz herzlich für Ihr Interesse an unserem Chor.

Wann dürfen wir Sie/Dich bei uns zur Chorporbe begrüßen?

www.madrigalchor-werl.de

Hallo zusammen,

eigentlich ist es hier ja für die Jahreszeit zu warm, aber trotzdem machen, oder möchten sich einige “Vögel” auf den Weg in andere, weil wärmere(geldreichere Gefilde) machen.       Unter anderem auch einer, den wir bei so manchen Kontern doch schon vermisst haben, weil er halt schnell ist, auf dem Spielfeld jedenfalls, bis zu seiner Verletzung.    Alle anderen Dinge bedurfte aus seiner Sicht keiner Eile.          Da liegt ihm seit geraumer Zeit ein Angebot zu mehr als stark verbesserten Bezügen vor, und der “Herr” kümmert sich nicht darum.        Das Jahressalär in dem ihm angebotenen, neuen Kontrakt bis 2014, wurde von 2,7 Mio € per anno, wurde um mehr als das doppelte auf 6 Mio € angehoben.  Das sind in Prozent, äh, ja, also deutlich mehr als fünfzig.             Dieses Angebot galt auch noch, als noch garnicht absehbar war, ob er wieder ganz fit wird, und zu einer alten Form überhaupt zurückfindet.       Das war mehr als fair.         Das seinem aktuellen Vertragspartner es dann irgendwann reicht, und das Angebot zurückzieht, ist legitim.       In sollchen Fällen weiß man als Außenstehender ja immer nicht, zu wieviel Prozent welchen der Beteiligten da die “Schuld” in die Schuhe zu schieben ist.           Ist es die Geldgier seines Beraters, von der er nur eingeschränkt etwas mitbekommt, oder ist er es selber, oder im schlimmsten Fall beide?          Wie dem auch sei, ich habe Jefferson Farfan sehr gerne im königsblauen Trikot spielen sehen, aber wenn ein Käufer gefunden wird, der der die aufgerufene Ablöse zahlt, dann soll der S04 den “Vogel” fliegen lassen.       Das ist ein bisschen zuviel der (Ab)zockerei, davon habe ich mehr als die Schnauze von voll.    China soll im Moment interessant sein, wie jetzt zu lesen war.     Wochensalär 233.000 €, das zahlen die Engländer im allergünstigsten Fall gerade mal in der Woche.

 

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Ich wollte schon solange hier mal wieder geschrieben haben, aber als ich dann endlich mal Zeit fand, hatte ich vergessen, wie ich mich einlogge. Heute bekam ich dann eine eMail mit der Bitte irgendein Spam Kommentar zu genehmigen und so bin ich nun enldich doch mal hier gelandet. Ich bin einfach zu verpeilt.
Im November war ja Thanksgiving. Das habe ich mit meiner Hostfamily in Key Biscayne, Fl verbracht. Meine Hostmom flog bereits eine Woche früher mit den drei Kleinen und ich blieb mit den beiden Großen und meinem Hostdad länger in Boston, da sie Schule hatte. Als wir dann in Florida ankamen, war ich einfach nur beeindruckt. Weißer Strand und klares Meer bis zum Horizont. Es ist so unglaublich schön hier. Von der Natur her jedenfalls. Ich bin viel am Strand spazieren gewesen, ich habe endlich wieder schwimmen können (und nicht nur planschen mit den Kids) und war wieder ein wenig joggen. Einen Tag war ich mit meiner Freundin Mayda im State Park, um den Sonnenuntergang auf dem Meer anzusehen. Einfach herrlich. Thanksgiving selbst haben wir im Nachbarhaus verbracht. Das ist hier so eine Club mit Gate und Card und so. Die haben in einem großen Saal ein Buffett angeboten und da der Tag so schön war, hatten wir uns überlegt, dass kochen blöd ist und wir dort essen gehen. Die deutschen Großeltern waren auch da und so sind wir alle da essen gewesen. Es war super lecker! Wenn ich heut noch daran denke, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Der Turkey mit Cranberrysauce und sweet mashed potatoes mit marshmallows und zimt. Klingt ekelig, war aber super lecker! Von dem DEsert wollen wir gar nicht reden: Es gab ungefähr 10 verschiedene Sorten Kuchen und Torten plus diverse Puddings, sogar Flan und Cookies und Brownies.
Allerdings muss man auch sagen, dass hier nix abgeht. Dieser Club ist im nirgendwo. Ich liebe das Meer uns alles, aber hier wohnt nur ein Au Pair und der einzige Laden ist Walking distance ist ein CVS. Also nix besonderes.
Nach Thanksgiving ging dann endlich meine Schule los. Für’s Visum muss ich noch 6 Credits sammeln und das war nun mal endlich an der Reihe. Am ersten Tag musste ich nur zum Placement Test. Ich traf auf einen wirklich sehr gutaussehnden Kolumbianer, der aber auch nur attraktiv war bis zu dem Moment, als er nicht wusste was Deutschland ist. Nicht mal in Spanisch, seine Muttersprache, verstand er etwas. Als dann der andere Junge meinte, er käme aus Saudi Arabien, fragte er nur, ob das in Europa wäre. Danach war dann das gute Aussehen auch nicht mehr wichtig, denn das sind ja wohl Dinge, die man kennt.
Anyway, der Test war super einfach. Ich war nach 30min fertig, obwohl wir 60min hatten. Ich dachte mir nur, wenn das 4 Wochen so laufen wird, geh ich dümmer nach Hause als ich bin. Am nächsten Tag wurde ich dann eines besseren belehrt: Ich bin in der höchsten Englisch Klasse gelandet und wir machen in Structure Class wirklich richtig Grammatik, die ich nie gelernt habe. Zumindest kann ich mich nicht dran erinnern, was nichts zu bedeuten hat.. Inzwischen liebe ich die Schule. Es macht mit echt Spaß und ich hab nicht nur viel in englischer Grammatik gelernt, sondern auch von anderen Ländern und Kulturen. Vorallem von Saudi Arabien, da meine halbe Klasse daher kommt. Meine Communication Lehrerin flucht immer viel und so lerne ich auch das nicht so angebrachte Englisch endlich mal. :D

Achja und jetzt ist schon Weihnachten vorbei. Ich bin inzwischen wieder in Florida und versauere hier. Nein, ernsthaft. Meine Freundin ist gestern angekommen, aber ihre Hostmom hat Magen Darm und so muss ich mich noch bis Morgen von ihr fernhalten. Ich hab hier einfach keine Freunde und niemanden zum reden. Dieses ganzes Kindergerede den ganzen Tag macht einen ein bisschen wahnsinnig im Kopf nach ein paar Tagen ohne vernünftige Adult Conversation, wie man hier so schön sagt. Aber nun zu den schönen Dingen. Es war ja Weihnachten und das wird hier nach verschiedenen Traditionen gefeiert. Meine Hostmom kommt ja aus Puerto Rico und mein Hostdad aus Deutschland. Also hatten wir am 24. hier ein schönes Essen, dass geliefert wurde und traditionell lateinamerikanisch war. Es gab ein riesiges Schwein, dazu Fried Platano (sind das Kochbananen in deutsch??), Yuka Fries (was ist yuka in deutsch??) und Reis mit schwarzen Bohnen. Als Nachtisch gab es dann noch Tres Leches, also drei Milchsorten oder so. Ist super süß und super lecker. Nach dem Essen haben wir dann eine Geschichte aus der Bibel gelesen und die Geschenke wurden verteilt. Eine schließt die Augen und zeiht ein Geschenk und übergibt es demjenigen, an den es ist. Der darf öffnen und wiederholt das Ganze. Irgendwie ging das aber nach 10Minuten nicht mehr so gut und so war ein riesen Durcheinander, aber es war witzig. Die Twins haben die Idee von Santa und Geschenke und Jesus noch nicht so ganz verstanden. Sie hatten ihre Geschenke von mir ins Zimmer genommen aus Angst, dass Santa sie in der Nacht klauen würde. Einfach nur süß! Auf jedenfall waren alle Kinder super froh und alle Erwachsenen auch. Meine Hostmom meinte, dass ich die tollsten Geschenke dieses Jahr hatte und alle Kids sind wirklich total vernarrt darin, was mich unheimlich glücklich macht. Vielen Dank hier an Toys’r'us! :D
Ich habe auch super viel bekommen, womit ich gar nicht gerechnet habe: einen Gutschein von Tj Maxx/Marshalls (ich liebe diesen Laden & lass IMMER Geld da, auch wenn ich plane NUR zu gucken), eine 50$ American Express Card, die ich überall benutzen kann, einen Pulli von Verastem, die Firma meines Hostdads, ein Armband und eine kleine Tasche zum Ausgehen. Alles von meinen Hostparents. Ich war echt geschockt, weil das soo viel ist! Und von den Kiddies hab ich noch Nagellack (3 Farben, d.h. ich hab nun ca. 20 Farben!), Nagellackentferner und so Karten zum verschicken geschenkt bekommen. Es war einfach herrlich und so unheimlich süß von Ihnen. Am Morgen des 25. waren dann nochmal Geschenke unter dem Baum, die diesmal von Santa kamen. Die Kids waren froh und haben nun viel Spielezug hier. Ich find die Tradition echt toll und werd das sicherlich nächstes Weihnachten unheimlich vermissen!

Bald geht es dann zurück nach Boston. Nach zwei Wochen dort, kommt dann meine Nachfolgerin und dann geht’s schon bald zurück. Nicht einmal mehr 100 Tage sind’s bis mich Deutschland zurück hat…

 

Ganz oben auf meinem Wunschzettel stand zur diesjährigen Ausgabe von Weihnachten Ölzeug und eine Grubenlampe. Ohne beides traue ich mich bei dem Wetter der vergangenen Woche hier nicht vor die Tür. Keine Ahnung welcher Teufel mich geritten hat meinen australischen Sommerurlaub in Deutschlands nasskaltem Winter zu verbringen.

Aber Scherz beseite: Vor einer guten Woche bin ich in Bönen zu meinem dreiwöchigen Heimaturlaub angekommen. Die Feiertage, insbesondere Weihnachten, mit meiner Familie und meinen Freunden zu verbringen lasse ich mir nicht nehmen, ganz gleich wo ich jetzt wohne. Der Heiligabend wird bei uns seit ich denken kann zu Viert mit einem Gottesdienstbesuch, anschließender Bescherung und gemeinsamem Fondue-Abendessen gefeiert. Und wenn es nach mir geht soll das auch in Zukunft so bleiben.

Mein australischer Arbeitgeber bezahlt mir einen Heimflug pro Jahr. Den kann und werde ich auch in Zukunft jeweils dazu nutzen die Weihnachtsfeiertage und die Jahreswende bei Familie und Freunden zu verbringen.

Sehr viel ist in den vergangenen zwei, drei Monaten passiert. Ende Oktober hatte ich meinen ersten Besuch aus Deutschland – mein Bruder Jochen kam für zwei Wochen vorbei. Es war sein erster Australientrip, nicht nur deswegen habe ich mir ein paar Tage frei genommen und mit ihm so viel wie möglich unternommen. Im Programm inklusive waren u.a. ein Besuch des wichtigsten Motorsportereignisses in Südost Queensland, dem „Goldcoast 600“-Rennen der australischen V8-Supercar Rennserie (vergleichbar mit der deutschen Tourenwagen-Meisterschaft), ein kurzer Wochenendtrip zum Backpacker-Paradies Byron Bay an Jochens Geburtstag und zum etwas weiter südlich gelegenen Strandörtchen Cabarita Beach, eine Tour zur vor Brisbanes Küste gelegenen Moreton Island mit anschließendem „Whale watching“, sowie ein Zwei-Tages-Trip nach Melbourne. Auch ein Spiel des hiesigen Fußballklubs „Brisbane Roar“, bei dem der deutsche Thomas Broich (ehemals Gladbach, Nürnberg und Köln) unter Vertrag steht, gegen Adelaide United haben wir uns angeschaut. Die Heimspiele finden im Suncorp Stadium statt, das direkt an mein Bürogebäude angrenzt. Dabei kamen wir wenige Minuten zu spät ins Stadion und waren noch damit beschäftigt uns an einem der Cateringstationen mit einem Snack + Bier zu holen, da fiel das 0-1 für die Gäste aus Adelaide. In dem Moment befürchteten wir noch, dass der Spielstand so bliebe und damit nicht nur Brisbane verloren, sondern wir auch das einzige Tor des Tages verpasst hätten. Diese Sorge war jedoch unbegründet, denn weitere 25 Minuten später stand es 5-1 für Brisbane. Endstand war letztlich sogar 7-1, und wir kamen toretechnisch voll auf unsere Kosten.

Ein hervorragendes Beispiel für die horrenden Parkgebühren in Brisbanes Innenstadt bekam Jochen schließlich auch noch geliefert. Als wir in den frühen Morgenstunden zum Flughafen aufbrechen wollten um nach Melbourne zu fliegen bemerkte ich, dass mein Wagen rechts hinten einen Plattfuß hatte. Wir freuten uns über das ausgezeichnete Timing dieses Ereignisses, es war 4 Uhr in der Früh, und unser Flieger ging um 5 Uhr, und überlegten schnell wo wir den Wagen für die beiden Tagen denn nun stehen lassen könnten. Die einzige Lösung war ein öffentliches Parkhaus direkt neben meinem Appartmentgebäude. Gegen kurz nach Vier stellte ich meinen Wagen dort also ab, und wir sprangen ins Taxi zum Flughafen. Bei unserer Rückkehr am nächsten Abend gegen 22.30h kümmerten wir uns zunächst um den Reifenwechsel bevor wir die Parkkarte zum Bezahlen in den Automaten steckten. Angstvoll blickte ich auf das Display auf dem dann wenige Sekunden später die Zahl „156“ stand. Vergeblich suchten wir das Komma nach der ersten oder zweiten Stelle – da war nämlich keines. 156 Dollar für 42 Stunden Parken trieb uns den kalten Schweiß auf die Stirn. Mehr und mehr denke ich, dass der Kauf einer Parkbucht hier in Brisbane ein phantastisches Mittel zur Altersvorsorge ist.

Am 31.10. flogen wir dann beide nach Deutschland, leider auf etwas anderen Routen. Für meinen Bruder war es der Rückflug nach Düsseldorf, für mich war es der Hinflug einer dreiwöchigen Turnierreise mit den australischen Nationalmannschaften, die mit dem World Team Cup in Magdeburg begann. Dabei bekam ich zum ersten Mal am eigenen Leib zu spüren welche Reisestrapazen die australischen Spieler gerade für internationale Turniere in Europa auf sich nehmen müssen. Zwischen dem Durchschreiten meiner Wohnungstür in Brisbane und der Tür meines Hotelzimmers in Magdeburg vergingen letztlich 38 Stunden. In der Anreise enthalten waren vier Flüge (Brisbane – Melbourne – Dubai – Frankfurt – Leipzig) und eine Busfahrt (Leipzig – Magdeburg). Hinzu kamen neun Stunden Zeitunterschied, eine optimale Wettkampfvorbereitung sieht anders aus. Für mich war es gleichzeitig der erste Besuch in Deutschland seit meinem Umzug nach Australien im Juni und schon ein wenig komisch.

Nach dem Turnier hatte ich die Gelegenheit vier Tage bei meiner Familie zu verbringen, bevor es weiterging zum Herren-Weltcup in Paris, für den sich unser Topspieler William Henzell qualifiziert hatte.

Nach zwei Tagen dort stand der Weiterflug zu den Jugend-Weltmeisterschaften in Bahrain auf der Agenda, der für mich mit ausgedehnter Wartezeit am Flughafen in Paris begann. Am Check-In Schalter der Emirates Airlines war ich nämlich Erster in der Schlange hinter etwas, das mir vorkam wie der Umzug einer arabischen Familiendynastie. Ein älterer Herr lief nervös gestikulierend hin und her und rief mit lauter und hektischer Stimme Kommandos an sein Gefolge. Hinter ihm etwa zehn bis zwölf verschleierte Frauen, sowie etliche Teenager, allesamt mit voll bepackten Gepäckwagen vor sich. Der ältere Herr hielt 28 Pässe in der Hand und wollte seine komplette Familie auf einmal einchecken. Leider winkten die Emirates Mitarbeiter ab und verlangten, dass jedes einzelne Familienmitglied einzeln und persönlich eincheckte. Auch eine lange und laute Diskussion, die ich auf ein Einsehen des Check-In Personals (schlicht aus Zeitgründen) hoffend verfolgte, änderte daran nichts. Dann begann der ältere Mann damit alle 28 Pässe an seine Familienmitglieder auszuteilen, die hierzu aus den verschiedenen Ecken des Terminals heran eilten. Denn nicht alle standen hinter ihm in der Check-In Schlange. Gerade bei den bis auf die Augen verschleierten Frauen stelle ich mir das nicht leicht vor. Ich seufzte, setzte mich auf mein Gepäck und schaltete meinen iPod ein.

Zur Jugend-WM in Bahrain hatte ich bei den Mädchen ein sehr junges Team nominiert. Der Altersschnitt von 13 war der jüngste im ganzen Turnier. Dabei war die erst zehnjährige Angela Zhan, das derzeit größte Talent in Australien, eine der Hauptattraktionen des Turniers. Mit sonnigem Gemüt und unbekümmerter, moderner Spielweise holte sie sich die Aufmerksamkeit der Teilnehmer und Zuschauer. Ihr und einem unglücklichen Zufall verdanke ich im Übrigen eine weitere interessante Erfahrung. Im gemischten Doppel trat ihr 17-jähriger Mixedpartner ihr versehentlich auf den Fuß. Ergebnis: Verdacht auf Bruch des kleinen Zehs. Da sie nur unter Schmerzen laufen konnte entschied ich die todunglückliche Angela aus dem Turnier zu nehmen und sie untersuchen zu lassen. Mithilfe der sehr engagierten freiwilligen Helfer des Turniers organisierte ich eine Fahrt ins Krankenhaus. Und so fand ich mich eine halbe Stunde später mit der kleinen Australierin Angela sowie ihrer chinesischen Mutter in einem Krankenhaus in Bahrain wieder und arrangierte mit den Ärzten eine Untersuchung. Eine nicht alltägliche Situation und Aufgabe, die aber letztlich glimpflich ausging.

Beeindruckt war ich von der Hilfsbereitschaft und der Gastfreundschaft der Bahrainis. Jederzeit offen und freundlich versuchten sie alles, damit sich die Teilnehmer und Gäste des Turniers so wohl wie möglich fühlten.

Nach meiner Rückkehr nach Australien stand wenige Tage später noch ein Wochenend-Lehrgang des U13-Kaders in Melbourne an. Damit hatte ich im Oktober und November an insgesamt sieben kompletten Wochenenden gearbeitet. Das ist einer der Nachteile meines Jobs. Aber andererseits bekomme ich dafür auch an anderer Stelle mal einen oder zwei freie Tage, also gleicht es sich auch wieder aus.

Mitte Dezember, quasi als letzte Diensthandlung vor meinem Heimaturlaub mussten noch sämtliche Nationalmannschafts- und Olympiakader auf Basis der erzielten Ergebnisse in 2011 nominiert werden. Diese Nominierungen werden durch den Nominierungsausschuss vorgenommen, dem ich als Sportdirektor vorsitze. Da nicht nur die Damen- und Herrenkader, sondern auch die der verschiedenen Nachwuchsaltersklassen (U13, U15, U18) benannt werden müssen dauert das für gewöhnlich ein oder zwei volle Tage. Und gerade bei der Nominierung zum „Olympic Shadow Team“ ist es essentiell, dass die Kriterien so genau wie möglich beachtet werden. Denn nur die Mitglieder dieses „Olympic Shadow Team“ haben Mitte Februar die Berechtigung am australischen Olympia-Qualifikationsturnier teilzunehmen. Und deshalb bedeutet jede Nichtnominierung gleichzeitig auch immer das Zerplatzen eines Olympischen Traums, bevor er überhaupt angefangen hat.

Wenige Tage vor meinem Abflug nach Deutschland kam ich dann endlich auch noch zu meiner ersten echten Surflektion. Vier Jungs aus dem Freundeskreis meiner Freundin luden mich an einem Samstagabend ein doch am nächsten Morgen mitzukommen und ein paar „Wellen mitzunehmen“. Meine Neugier und Unternehmungslust waren größer als mein Respekt und so fand ich mich am nächsten morgen um 4.30h in der Früh bei schönstem Wetter auf dem Weg an die menschenleeren Strände ca. eine halbe Autostunde südlich der Goldcoast. Als wir gegen 5.00Uhr an der ersten Location ankamen gaben die Jungs der Brandung zunächst den für Surfer klassischen, prüfenden Blick. Aus irgendeinem Grund waren sie jedoch nicht zufrieden. Beim Anblick der Brandung und dem Gedanken, dass ich darin meine ersten Surf-Gehversuche machen sollte, wurde mir kurzzeitig übel. Da der Pazifik an der Goldcoast und den Stränden des nördlichen New South Wales ungebremst und frontal auf die schnurgerade Strandlinie rollt, hat die Brandung ordentlich Wucht. Wir fuhren dann weiter den Strand entlang auf der Suche nach einem geeigneten Plätzchen. Nach einer knappen Stunde kamen wir dann an einen Strandabschnitt an, bei dem die Jungs mit dem „Surf“ zufrieden waren. In dem Moment wusste ich dann auch, weshalb die vorherigen Locations durchgefallen waren: Die Brandung war ihnen nicht hoch genug. Beim ersten Blick in die Wellen musste ich kurz schlucken, aber dann dachte ich mir „was soll´s. Falls du bei deinem ersten Surfversuch ertrinkst, dann tu es wenigstens mit Anstand.“ Ich mir also nichts anmerken lassen, mein Board eingewachst wie es sich gehört, die Schnur ans Bein gebunden, das Board unter den Arm geklemmt und rein in die Dünung. Schwimmen ginge ich in einer solchen Brandung im Leben nie, aber das Surfboard gibt einem schon ein gewisses Gefühl von Sicherheit.

Surfen kann man das was ich gemacht habe noch nicht nennen. Ich war in erster Linie mit dem Durchtauchen von Wellen und Paddeln beschäftigt. Und nach einer halben Stunde Paddeln grüßen die Nackenmuskeln freundlich und geben ihren Dienst auf. Bei manchen Wellenbergen war ich überzeugt, dass sie mich bis nach Neuseeland tragen würden. Wenn man mal eine davon erwischt, dann fängt der Spaß erst richtig an. Das Board nimmt Geschwindigkeit auf und im Handumdrehen reißt es einen herunter und man fühlt sich wie die Katze in der Waschmaschine. Aber trotzdem macht es einen Höllenspaß, und ich werde es in jedem Fall wieder versuchen. Denn zum Leben in Queensland gehört das Surfen einfach dazu.

Am 5. Januar geht es für mich zurück nach Brisbane. Und im ersten Monat des Jahres habe ich zum Glück drei freie Wochenenden, an denen ich meine Surfqualitäten ausbauen kann…

Guten Rutsch ins Neue Jahr,

Jens Lang

Hallo zusammen,

die Braten sind noch nicht richtig verdaut, da geht es heute schon weiter mit den Festivitäten.    Nach dem gestrigen, langen, lustigen und von Tochter und Schwiegersohn in spe vorzüglich  ausgerichteten ersten Feiertag, Essen hätte für drei Kompanien gereicht, wird es heute im ganz kleinen Kreis etwas ruhiger.        Sportlich ist dieser zweite Weihnachtsfeiertag weniger ruhig(den einen oder anderen kommt es vielleicht ganz gelegen). ;-)         Im “Heimatsport” startet das traditionelle Fußball-Hallenturnier des SC Eintracht in der Sachsenhalle, und am Abend spielen sich die Handballer des ASV Hamm-Westfalen in der 2.Liga ab 19.00h gegen die HSG Nordhorn-Lingen den Weihnachtsspeck von den Rippen.  Bei den Jungs wird im Gegensatz zu uns aber eh nicht viel “dran” sein.                    Auf der Insel, bei den linksfahrenden, sportbegeisterten und sich im Grundkurs “Elfmeterschießen leicht gemacht, Chapter 1″ befindlichen Einwohnern,  steht der Sport an diesem Tag ganz weit oben.                 Volle Stadien bei einem kompletten Spieltag in der Premiere League sind bei den Engländern keine Ausnahme.    Ein wenig davon schwappt per Pay-TV auch in unsere Wohnzimmer.       Gleich drei Spiele werden Live angeboten.             Nun muß man dem Non-Euro-Payer ja nicht alles nachmachen, aber vielleicht tut sich ja zwischen Mittagessen und Kaffee/Kuchen eine kleine Lücke auf, um mal einen Blick über den Kanal zu werfen.   Gilt auch für die Zeit zwischen Kuchen und Abendessen.    Also ich muß ja nicht ständig dahin schauen, und Ton braucht auch nicht unbedingt dabei sein, nur mal so ein kleiner, verstohlener  Blick, ich sag auch nichts.

 

Schönen zweiten Feiertag allen, und tschüß bis die Tage

R.A.

P.S.: Hallo Herr Witthöft,  das freut mich sehr, das Ihnen als “Schwarz-Gelber” mein Geschreibsel gefällt.  Das gibt wieder einen Kick nach vorne.  Ein großes BW Danke! ;-)

Hallo zusammen,

wenn man nach dem Wetter der letzten Tage geht, haben wir eigentlich vierundzwanzig Stunden Heilig ABEND.  Richtig hell wird es ja nicht.            Hell werden aber heute Abend die festlich geschmückten Weihnachtsbäume leuchten, ebenso die Augen und Gesichter der Kinder, in froher Erwartung, was denn das Christkind so alles gebracht hat. Da wirkt bei dem einen oder anderen der vorherige Kirchgang mit Oma oder Opa unerträglich lang(ich spreche aus Erfahrung), und noch lästiger das gemeinsame Abendessen, das jeder individuell für sich traditionell dann auch noch zu sich nimmt.          Alle werden es überstehen, die Kleinen wie die Großen, da bin ich mir sicher.

 

In diesem Sinne allen ein frohes, gemütliches und fröhliches Weihnachtsfest und

tschüß, bis die Tage

R.A.

Hallo zusammen,

Sie kennen das sicher alle.   Kurz vor dem Fest muss noch eingekauft werden, nicht weil man in den letzten vier Wochen keine Zeit oder Lust hatte,  sondern weil man die bestellten Sachen, wie Gans, Pute oder den gefüllten Braten ja erst für die kommenden Tage braucht, und jetzt abholen will.    Natürlich fehlt das ein oder andere Teil noch, und deshalb muss man noch einmal rein ins Getümmel.    Wann aber ist die beste Zeit?     Ganz früh morgens, oder kurz vor Feierabend, über die Mittagszeit können Sie vergessen.              Wir hatten uns heute für die Frühvariante entschieden, und staunten nicht schlecht als wir kurz nach Eröffnung des Supermarkts unseres Vertrauen, auf dessen Parkplatz fuhren.         Sehr gut belegt bereits die Parkmöglichkeiten, und Einkaufswagen waren auch nur noch eine mehr als überschaubare Anzahl vorhanden.         Da hatten wohl mehrere die Idee mit dem Frühgeschäft.           Der Einkauf ansich ging auch relativ zügig vonstatten, aber es bleibt ja nicht aus, das man den ein oder anderen Bekannten dann trifft.      “Was war denn mit deinen Schalkern los?,  Weihgnachtsgeschenke alle zusammen?,  Wo seit ihr den Heiligabend?” usw.    Sie kennen das sicher, und so droht langsam die gewonnene Zeit, die man sich durch den frühen Einkauf “erarbeitet” hatte, dahinzuschmelzen.          Irgendwie klappt es dann doch noch, zur Kasse zu kommen.             Zu Hause geht es dann ja weiter, aber weil es doch einen beträchtlichen Zeitgewinn gab, können wir das ganz gemütlich angehen lassen, wie wir es schon seit Jahren erfolglos versucht haben.        An dieser “Morgenstund” und mit dem “Gold” ist doch wohl etwas dran, nur das es in unserem Fall kein Gold, sonder Zeit ist, aber die ist ja bekanntlich auch Gold wert.

 

Tschüß, bis die Tage

R.A.

P.S.:   Ganz schön blöd, der Jermaine Jones.  Soetwas macht man doch nicht im ruhenden Bertrieb.    Naja, die Sperre, die er sich einhandeln wird, gilt ja nur für den DFB-Pokal, gilt auch für seinen “Piepmatz” Klaas-Jan Huntelaar.   Trotzdem blöd.