Archive for Dezember, 2011

Sonntag, 05. September 2010

Set 1:
Auf der Burgtreppe. Ein strahlend blauer Himmel, der Schattenwurf versprach. Der erste Blickwinkel war von unten nach oben, das verzerrt die Körperproportionen meistens. Der Teil, der der Kamera am nächsten ist (Beine und Becken) wirken größer als Brust und Kopf, aber bei Tanjas ausladendem Kleid konnte dieser Effekt vorteilhaft ausgenutzt werden. So verlieh das Bild dem Kleid noch mehr Volumen. Bei einem eng anliegenden Etuikleid hätte das so nicht funktioniert. Deshalb konnte diese Sequenz nur von Tanja ausgeführt werden.

Tanja

Tanja

Tanja
 

Am gleichen Set, mit gleichem Licht, nur im Blickwinkel von oben nach unten, ging es weiter. Ich dachte an Jennifers Worte über Tanjas Versunkenheit. Da alle Einstellungen der Technik erledigt waren, konnte ich mir jetzt erlauben, diese Versunkenheit zu studieren.
Ich fragte sie, ob sie die Trancewelt erreicht hätte und wann. Vielleicht nach dem fünften Auslösen? Sie antwortete: „Eigentlich sofort.“
Hm, bewundernswert! Trotz, dass sie nicht wirklich allein war, schaffte sie es, durch ihre Konzentration, diese Tiefe zu erreichen. So etwas wird von Profis vor der Kamera verlangt.

Tanja

Tanja
 

Beim Aussuchen der besten Bilder am PC habe ich immer die Gelegenheit, den Models ein paar Fragen zu stellen, um meinen Horizont zu erweitern. Tanja und ich tauschten bei dieser Gelegenheit auch tiefere Details über unsere persönlichen Techniken der Meditation und deren Bewusstseinserweiterung aus. Diese Dinge sind sehr persönlich und daher streng vertraulich.

Zu Sabine: Zu ihrer wachen Ausstrahlung gebe ich dem Bildsensor eine Blende mehr Licht. Das unterstreicht Sabines positive und glückliche Ausstrahlung in dieser Sequenz.

Sabine

Sabine

Sabine
 

Alina (neu im Team): Ich lernte sie schon vor längerer Zeit kennen. Durch diesen Fototermin und weil Jennifer nicht teilnehmen konnte, ergab sich eine gute Gelegenheit, sie auch vor der Kamera kennen zu lernen. Alinas Persönlichkeit strahlt immer eine Dominanz aus, deshalb nahm ich sie so, wie sie ist und ließ sie vom Licht überstrahlen. Das ist eine Eigenart von mir, das mache ich bei blondem Haar immer gern.

Alina
 

Birgit, mein Titelmodel, entwickelt sich in der Versunkenheit immer mehr.

Birgit
 

 Fortsetzung erfolgt in Teil 2

Sonntag, 05. September 2010

Set 2:
Zeit für die Schießscharte. Die Sonne stand nun im richtigen Winkel. Sie konnte nur durch die schmale Öffnung in den dunklen Turm hineinfallen. Das berechenbare senkrechte Strichlicht sollte nur einen kleinen Teil des Gesichtes treffen und so einen starken Ausdruck bei der ‚Nah’ bringen.

Die Positionierung der Gesichter der Models musste dabei exakt stimmen, dazu gab ich genaue Anweisungen. Die D100 besitzt einen für heutige Verhältnisse kleinen Monitor, aber was ich darauf erkennen konnte, machte mich glücklich. Alles spielte mit. Selbst der Wind ließ die Haare der Models in die Öffnung wehen. Das war nicht von mir geplant, das war ein Geschenk.

Tanja

Tanja

Alina

Sabine

Sabine

Birgit

Set 3:
Auf dem Brunnen sitzen. Tanja benutzte ich zum Probesitzen, um den Set einzurichten. Dabei interviewte ich sie erneut – man lernt von Mal zu Mal dazu. Diese Einstellung jedoch gefiel mir nicht. Ich empfand sie zu fad. Deshalb nahm ich eine Leiter und benutzte die Rückseite des Brunnens, um mehr mit den Gegenlichtreflexen arbeiten zu können.

Tanja

Das gefiel mir schon viel besser.

Tanja

Alina

Birgit

Sabine

Sabine

Die letzte Aufnahme widmete ich Alina bei schwachem Licht auf dem Bett, denn mein Plan war es, bei dem nächsten Treffen Gruppenbilder der Sinnlichkeit zu machen. Daher war es gut für Alina, die das gewachsene Team noch nicht so gut kannte, wenigstens die Location schon mal kennen gelernt zu haben.

 

Alina

 

Sonntag, 22. August 2010

Es geht weiter mit Aufnahmen der Sinnlichkeit. Diesmal sind dabei:
Sabine (Miss Mai im Kalender „Starke Frauen“ Förderturm Bönen 2006),
Jennifer (neu dabei) und natürlich Tanja und Birgit.

Birgit   Zuerst wie immer die Maske. Ein für mich neuartiger Lippenstift von Tanja (eine Seite Farbe, die andere Gloss) lies sich für unsere Aufnahmen phantastisch gebrauchen.
Birgit und Tanja

 

Tanjas Rückenreißverschluss dagegen ist für uns alle eine Herausforderung.
Im letzten Drittel macht er immer Schwierigkeiten.

Ladies   Jenny
Birgit, Tanja, Jennifer   Jennifer


Set 1:
Alle Models beginnen mit der Einstellung im Schlafzimmer am Bett.
Diese Aufnahmen dienen als Lichtcheck für Jennifer und Sabine.

 

 

 

Tanja
 

Birgit

Birgit

Birgit
 

Sabine

 

Sabines Ausstrahlung vor der Kamera geht eher in Richtung Spaß und Lebenslust,
aber ich kann mir Sabines Gesicht auch gut in Sinnlichkeit vorstellen.

 

Jennifer
 

Ihr leicht geöffneter Mund und ihre geglossten Lippen vermitteln super Sinnlichkeit.


Set 2:
Sabine und Jennifer im Eingangsbereich.

Sabine
 

Jennifer

Jennifer
 

Fortsetzung folgt in Teil 2

 

Alle wünschen sich „Einen guten Rutsch“. Wenn ich so aus dem Fenster auf mein Spielgerüst schaue, alles nass, rutschen nicht möglich. Letztes Jahr sind Cousine Hannah und Cousin Fred mit dem Schlitten und von Oma gezogen, den kleinen Hügel bei uns runter gerutscht. Jetzt schaue ich aus dem Fenster, kein Schnee, rutschen nicht möglich. Anfang des Jahres war es so glatt, dass man kaum gehen konnte und immer ausgerutscht ist. Ich schaue aus dem Fenster, kein Eis, rutschen nicht möglich. Jetzt frage ich euch „Wie soll ich denn heute gut rutschen?“.
Naja, ich für meinen Teil wünsche euch, dass ihr nicht nur heute gut rutscht, sondern das ganze Jahr über.
… dass, wenn ihr von eurem Spielgerüst rutscht, ihr keinen nassen Po bekommt und im weichen Sand landet.
… dass, wenn ihr eine rasante Schlittenfahrt vor euch habt, ihr heile unten ankommt.
… dass, wenn ihr euch mal wieder auf Glatteis bewegt, eure Windel dick genug ist, falls ihr hin plumpst.

 

 

In diesem Sinne, STÖßCHEN.

Eure Püppi

P.s. Böllert nicht so viel, sonst werde ich noch wach.

 

 

 

 

 

 

Unsere Weihnachtsvorbereitungen fingen dieses Jahr schon im November an. Denn aufgrund der langen Zustellzeiten der Post mussten wir schon früh mit dem Kartenschreiben und Geschenkeeinkaufen beginnen.
So kam es, dass wir bei 30° C und blauem Himmel über youtube Rolf Zuckowskis „Winterkinder“ gehört haben, um ein bisschen weihnachtliche Stimmung beim Kartenbasteln und –schreiben zu schaffen – jedoch leider ohne Erfolg.
Am 29. November waren alle Päckchen und Karten verschickt und wir sind nach Sydney gekommen – in die weihnachtlich geschmückte Großstadt mit großen Tannenbäumen und Lichterketten überall. Sogar das Wetter war annähernd wie in Deutschland – recht kühl und regnerisch (der kälteste Sommer seit 50 Jahren in Sydney), sodass teilweise sogar vorweihnachtliche Stimmung aufkam.
Noch nicht einmal auf einen Adventskalender mussten wir verzichten: Unsere Eltern und Freunde ließen uns über das Internet jeden Tag ein Türchen öffnen, hinter dem sich ein schöner Text, Spruch, Wunsch und / oder Musik verbarg.

Nach unserer Zeit in Sydney sind wir nach Tasmanien geflogen, wo wir etwa 30 km südlich von Hobart wieder bei einem Ehepaar, Pam und Geoff, für Verpflegung und Unterkunft arbeiten.
Weil sie selbst die Feiertage mit ihren erwachsenen Töchtern in ihrem Ferienhaus in Orford verbringen, haben sie uns das Haus, die Hühner, den Hund und ein Auto für diese Zeit anvertraut.
Zwei Tage vor Heiligabend wurden wir mit einer Heckenschere auf ein großes Feld geschickt, um uns einen schönen Teebaum-Ast als „Tannenbaum“ auszusuchen. Nach 20 Minuten kamen wir mit einem schönen Ast zurück (allerdings von einem Melaleukabaum, unsere botanischen Kenntnisse müssen wir noch verfeinern), für den uns Pam Weihnachtsschmuck bereitgestellt hat.

Und – wie immer – viel schneller als gedacht war dann schon Heiligabend. Wir sind aufgewacht und der Himmel war blau und die Luft sehr warm. Nach einem Frühstück draußen auf der Terrasse mit dem schönen Meerblick haben wir gefrühstückt und danach noch einmal bei englischen Christmas Carols Vanillekipferl gebacken und die letzten Vorbereitungen für die Geschenke des jeweils anderen getroffen.
Spätnachmittags haben wir dann unser Festmahl, ein ganzes Brathähnchen und Kartoffelgratin, in den Ofen geschoben und später bei einem Glas Weißwein und Kerzenlicht in der Abendsonne genossen.
Um 20 Uhr haben wir die Heiligabendmesse unten im Dorf besucht, bei der viele (uns dank der Weihnachts-CD schon bekannte) englische Christmas Carols gesungen und besinnliche Weihnachtstexte vorgelesen wurden, sodass wir uns in der kleinen, hübsch geschmückten Kirche wirklich weihnachtlich fühlten.

Als wir nach der Messe zurück kamen, haben wir Kerzen angezündet, leise die Weihnachts-CD eingelegt und Bescherung gemacht: Nach und nach haben wir all die Geschenke, die wir mit der Zeit bekommen hatten und schon zwei Monate neugierig beäugt hatten, geöffnet und uns über die ganzen Aufmerksamkeiten erfreut.
Von unserer Gastfamilie wurden wir mit reichlich Süßigkeiten beschenkt, besonders die für Australien berühmten Tim Tams (die es auch leider nicht in Deutschland gibt) durften nicht fehlen. 😉

Am nächsten Morgen haben wir als erstes mit unseren jeweiligen Familien geskyped. Ich hatte es mir vorher viel schwieriger und trauriger vorgestellt, aber ich war viel zu froh sie zu sehen… 🙂

Nach knapp zwei Stunden skypen gab es dann Frühstück, und zwar mit allem, was wir uns nur wünschen konnten und schon seit 16 Wochen nicht mehr hatten: Rührei mit angebratenen Speckstreifen, Käse, Mortadella, Marmelade, Nutella, Aufback-Brötchen und –Croissants, frisch gepresstem Orangensaft und sogar frischen Erdbeeren! 🙂
Wir haben so viel gegessen, dass wir uns den Rest das Tages buchstäblich nicht mehr bewegen konnten und den ganzen Tag entweder auf der Couch oder den Sesseln verbracht haben, bis wir uns duschen mussten, um pünktlich um 19 Uhr bei Rose und Graham zum Essen zu sein.
Die hatten wir eine Woche vorher auf einer Pizza-Party kennen gelernt. Da sie Freunde von unserer Gastfamilie sind, haben wir uns kurz unterhalten und als sie gehört haben, dass wir alleine Weihnachten feiern würden, haben sie uns ganz spontan zu ihrer Dinner-Party mit ihrer Familie und ihren Freunden eingeladen.
Dort war es wunderschön: sie leben in einem Haus mit einer noch atemberaubender Aussicht auf das Meer als wir sie schon von unserem Haus aus haben, und die ganze Familie war unheimlich lieb zu uns. Zum Essen gab es zur Vorspeise (typisch australisch) King Prawns und als Hauptgericht Truthahn, Schinken, Kartoffeln und Lachs.
Wir haben einen netten und witzigen Abend dort verbracht, bevor wir am nächsten Morgen in Richtung Norden nach Orford aufgebrochen sind, um Geoff und Pam und ihre Töchter zu besuchen. Ihr Ferienhaus ist sehr nah am Meer, sodass wir erst einen Strandspaziergang und später noch eine Fahrradtour am Meer und an den Klippen entlang gemacht haben.
Wir haben einen schönen Abend dort verbracht mit Geoff, Pam und ihren Töchtern und deren Familien und haben nach dem Abendessen noch zusammen gesessen und uns unterhalten und Gesellschaftsspiele gespielt.
Und als wir am nächsten Tag wieder zurückgefahren sind, waren die sommerlichen Weihnachtsfeiertage dann schon endgültig vorbei.

Hallo zusammen,

da haben wir doch gerade noch versucht die ungewohnten Schneemassen beiseite zu schaufeln, und verzweifelt nach ein paar Krümel Streusalz angestanden, da ist schon wieder eine Silvesterparty kurz vor dem Start.     Wie immer fragt man sich: wo ist das Jahr geblieben?        Die Frage bezieht sich natürlich überwiegend auf die Aktivitäten des FC Schalke 04, denn über den amtierenden, ohne jegliche Chance auf Wiederholung, Deutschen Pokalsieger schreibe ich ja hin und wieder mal im königsblauen Blog.    Das seit geraumer Zeit, und immer noch sehr gerne.            Wie war denn nun das Jahr für den S04, oder besser für uns Fans?                Da war zunächst eine „Gurkensaison“, die phasenweise bedrohlich nahe an den Abstiegsplätzen vorbeischrammte, aber ein versöhnliches Ende mit dem Pokalsieg in Berlin gegen den MSV Duisburg endete.        Höhepunkte waren natürlich die Begegnungen in der Champions League.   Die beste Mannschaft, die ich je in der Arena bei diesem Wettbewerb gesehen habe, war im Halbfinale Manchester United.    Von dieser Partie, auch wenn sie verloren ging, schwärme ich noch heute.       Das war schon ein krasser Unterschied zwischen dem S04 und ManU.          Der absolute Spassfaktor waren die beiden Begegnungen gegen Inter Mailand.              Sollten die Königsblauen mal wieder den Sprung in die Königsklasse schaffen, es sieht zur Halbzeit ja garnicht so schlecht aus, dann sollen sie der Stevens-Truppe in der Vorrunde ruhig Inter, Valencia und Lissabon zulosen, die liegen uns.             Liest sich vielleicht ein bisschen überheblich, aber die letzten Gruppenphasen hat der S04 als Vizemeister immerhin überstanden, und war einziger deutscher Klub, der in der CL noch im TV zu sehen war.                    Trainerwechsel auf Schalke sind ja keine Ausnahmen, aber in diesem Jahr war es doch ein wenig turbulent.       Das Magath gehen musste, bahnte sich ja irgendwie an, aber das Ralf Rangnik dem Bournout Tribut zollen musste, war schon ein tiefer Schlag ins Kontor.        Er soll sich ja auf dem Weg der Besserung befinden, und es ist ihm zu wünschen, das er bald wieder gesund auf der Fußballbühne zu sehen ist.                 Sein Nachfolger ein alter Bekannter.                Huub Stevens führte die Mannschaft bis dato auf Rang drei in der Liga.  Punktgleich mit dem amtierenden Meister, drei Zähler hinter „Herbstmeister“ Bayern München und elf Punkte vor einem Platz, der nicht für die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb berechtigt.           Das sieht ja so im Großen und Ganzen nicht schlecht aus, aber es gibt natürlich noch einige Baustellen die noch zu bearbeiten sind.        Da geht es in erster Linie um die Spieler die noch, aber bald nicht mehr unter Vertrag stehen.     Ich will Ihnen mal was sagen:  Es nervt, und wir als Aussenstehende haben eh keinen Einfluss darauf.  Da halte ich es mit einer Strophe aus einem der zahlreichen Liedern mit, von, über den S04, die ich zu meiner „Nordkurvenzeit“ auch mitgesungen habe:  „Tausend Trainer schon verschlissen, Spieler kommen, Spieler geh’n.   Doch was steht’s bleibt sind wir Schalker, die immer treu zur Mannschaft steh’n“.       Auch wenn wir manchmal schimpfen.          In wenigen Stunden ist das Jahr 2011 Geschichte, 2012 steht vor der Tür, und es wird nicht minder spannend wie sein Vorgänger, im Gegenteil, zur spannenden Bundesliga, gibt es im Sommer noch die EURO 2012 in Polen und der Ukraine noch als Zugabe.  Allein die Vorrundengruppe der DFB-Elf liest sich schon wie ein Halbfinale:  Dänemark, Portugal und die Niederlande.

 

In diesem Sinne, allen einen guten Rutsch in das neue Jahr, Gück und Gesundheit,

und tschüß bis zum nächsten Jahr

R.A.

Sonntag, 22. August 2010

Set 3:
Das Badezimmer ist ein Ort, wo Frauen hinter sich abschließen, ihre Ruhe finden und an sich denken können.
Heraus kam, dass dieser Set mit seiner Beleuchtung sich am besten für Tanja und Sabine eignete.

 Tanja

 

 Tanja
 

 

 Sabine

Set 4:
Der trockene Himmel und die Temperatur machten es an diesem Tag möglich, Außenaufnahmen auf meiner Burgterrasse zu machen. Das durch die Bewölkung diffuse Licht versprach weiche Hautaufnahmen, also keine harten Schatten.

Beim Auswählen und Auswerten der Ergebnisse sprach ich mit Jennifer über Tanjas Fotos, um einen Eindruck zu bekommen, was eine Frau wohl dabei fühlt und sie beschrieb Tanjas Fähigkeit so, dass sie bei solchen Aufnahmen immer völlig abtaucht.

 

 Tanja

 Tanja
 

 Sabine
 

 Jennifer
 

 Jennifer im Mondlicht

 

Ich konnte mir diesen Set auch mit härterem Licht auf den Models vorstellen, dafür vereinbarten wir einen neuen Termin mit Sonnenschein.

An Weihnachten und Silvester hat es gefälligst kalt zu sein, am besten noch mit Schnee. Für mich ist das dieses Jahr nicht der Fall, denn dazu bin ich auf der falschen Seite der Welt. Mein momentaner Aufenthaltsort ist Kaikoura, auf der Südinsel Neuseelands und ich sitze in der stechend warmen Morgensonne.

Mitte Oktober bin ich vom Frankfurter Flughafen aufgebrochen, um ein Jahr Auszeit zu nehmen nach 16 Jahren Lernen. Die ersten Wochen habe ich auf der Nordinsel verbracht und die Gegend in, um und über Auckland erkundet. Zu der Zeit war auch noch die Rugby Weltmeisterschaft in Neuseeland und das gesamte Land war im Rugby-Fieber. Was dann sein Finale hatte, als Neuseeland den Titel im eigenen Land gewonnen hat.

Doch jeder Backpacker und auch die meisten Kiwis (die Einwohner nennen sich selbst nach dem kleinen Vogel) sagen einem immer, dass die Südinsel weit schöner als die Nordinsel ist. Diesen Rat habe ich befolgt. Lediglich die Hauptstadt Neuseelands habe ich noch besucht. Wellington ist mir um einiges sympathischer als Auckland, weil es einfach eine kleinere Stadt mit viel Charme und zudem Persönlichkeit ist, was man in Auckland nicht wirklich findet. Von dort bin ich mit der Fähre auf die Südinsel gefahren und habe nach einer Weile in dem Hafenörtchen Picton einen Job in Blenheim gesucht. Der Ort wurde mein Zuhause für die nächsten sieben Wochen, da es das Zentrum für die Weingüter ist, also gibt es einiges an Arbeit für Backpacker. Zumindest ist das die Theorie, denn in der Praxis sah es etwas anders aus und ich saß eine ganze Weile arbeitslos im Hostel herum. Etwas anderes kann man in dem Ort nämlich nicht wirklich machen. Aber das Warten hat sich gelohnt, denn ich konnte in einer Weinflaschenfabrik arbeiten, die die Flaschen gefüllt, etikettiert und gelagert hat. Es war wohl die stupideste Arbeit, die ich jemals tun musste. Aber sie brachte Geld und das war alles was ich wollte.

Das Hostel war voller Langzeitbewohner, sodass man schnell zu einer großen Familie zusammengewachsen ist. Es wurde gekocht, gefeiert, beim Paintball aufeinander geschossen oder über Gott und die Welt diskutiert.

Kurz vor Weihnachten sind alle aufgebrochen, weil niemand in Blenheim bleiben wollte. Mit den restlichen Langzeitbewohnern gab es noch ein (deutsches) Weihnachtsessen: Rheinischer Sauerbraten mit Rotkohl und Salzkartoffeln. Ein kleines bisschen Heimat für die Deutschen und etwas Neues für die Asiaten und die Kiwis in der Runde.

Auch ich habe mich mit einer anderen Deutschen auf den Weg gemacht, um Weihnachten an einem schöneren Ort zu verbringen. Dies wurde Kaikoura, einem kleinen Küstenort, der zwischen dem Meer und den Bergen eingefangen ist. Hier gibt es Pelzrobben- und Möwenkolonien und man kann mit Delfinen schwimmen, Wale beobachten oder einfach nur so die atemberaubende Umgebung genießen. Dies sollte Weihnachten werden – und nach Wochen mit grauem Himmel kam endlich die Sonne hervor, sodass es ein typisch neuseeländisches Sommer-Weihnachten werden konnte.

So einfach es klingt, ist es aber doch nicht, denn es war das erste Weihnachten fern von der Familie. Auch wenn ich bereits ausgezogen war, zu Weihnachten bin ich immer bei meiner Familie gewesen. Zudem ist ist es wirklich seltsam, im Sommer Weihnachten zu feiern. Einen richtigen Weihnachtsbaum gibt es nicht, es steht eine Plastiktanne im Hostel und der eigentliche neuseeländische „Weihnachtsbaum“ ist Pohutukawa, ein immergrüner Baum, der um die Weihnachtszeit rot blüht. Eigentlich wollten wir den Tag am Strand verbringen (wie es die richtigen Kiwis tun, nur dass sie dabei noch grillen), doch es kam ganz anders:

Schon des öfteren konnte ich von der Gastfreundlichkeit der Kiwis profitieren. Ob es nun um eine Autofahrt quer durch die Stadt geht, weil ich sonst meinen Bus verpassen würde oder eine kurze Auskunft, die in einer halbstündigen Unterhaltung endet: Der Kiwi an sich ist immer hilfsbereit und versucht es einem so einfach wie möglich zu machen, sich heimisch zu fühlen. An Weihnachten war dies wieder der Fall, denn zunächst wurden wir von einer Familie zum Mittagessen eingeladen und den restlichen Tag haben wir mit einem älteren Ehepaar verbracht, das uns die Umgebung gezeigt hat und uns später zu sich nach Hause einlud, um eine Tasse Kaffee und ein paar Plätzchen zu essen. Es war ein einmaliges Weihnachten, was in Deutschland so sicher nie stattgefunden hätte.

Wie mein Silvester wird, weiß ich noch nicht wirklich. Wir werden es in Akaroa verbringen, einem kleinen, französisch angehauchtem, Ort auf einer Halbinsel bei Christchurch, und dort zelten. Richtige Pläne gibt es aber noch nicht. Es kommt ganz auf die Menschen an, die wir dort treffen werden. Es wird sicherlich gefeiert und bei gutem Wetter können wir vielleicht Teile der neuseeländischen Küste sehen und hoffentlich einige Feuerwerke. Kommendes Jahr will ich unbedingt einige der Drehorte von „Herr der Ringe“ sehen und vielleicht auch einen Blick auf die Dreharbeiten zu der Verfilmung von „Der Hobbit“ erhaschen.

Hallo zusammen,

ich habe vor einiger Zeit schon von den Aktivitäten einer Gruppe berichtet, die sich um dieTradition beim FC Schalke 04 ausserhalb des Spielbetriebs kümmern will.      Die „Supporters“, eine starke Fangruppierung der Königsblauen hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Schalker Meile „einzurichten“, „Die Meile der Tradition“.            Mit der Meile ist in erster Linie die Kurt-Schumacher-Straße gemeint, an der das  Schalker, oder traditionell: das Berger Feld mit dem alten Parkstadion und der Arena mit seinem Trainingsgelände und Geschäftsstelle, grenzt.              Im weiteren Verlauf stößt man zwangsläufig auf die Spielstätte, in der die Grundsteine zu Meisterschaften und Pokalsiegen gelegt wurden:  Die Glück-Auf-Kampfbahn mit seiner alten, Legenden erzählen könnende Haupttribüne.        Direkt davor das Vereinslokal des FC Schalke 04, das seit vielen Jahren den Namen „Bosch“ trägt, und in dem es heute immer noch die leckere Erbsensuppe mit Einlage gibt, wie vor zig Jahren, und in dem immer noch der Platz zu sehen ist, auf dem Ernst Kuzorra saß,  sein Pils genoß und von den „guten alten“ Schalker Zeiten erzählte.               Genauso wenig aus der Schalker Tradition wegzudenken, ist der Tabakwarenladen von Kuzorra, den später auch Stan Libuda betrieb, und Heinz van Haaren.        Zu der Zeit, war „Der Mythos“ auch noch Vorverkaufsstelle für Eintrittskarten des S04 bei Auswärtsspielen.     Auf dieser langen“Meile“ befinden sich noch mehr Lokalitäten und Treffpunkte rund um die Königsblauen, aber dazu mehr im nächsten Jahr.

 

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Heute war es mal wieder soweit. Mama trifft sich einmal im Monat mit anderen Mädels zum quatschen, essen und trinken. Ist wohl so eine Art Krabbelgruppe für Große, jedenfalls von der Lautstärke her, passt das ganz gut. Normalerweise ist das immer Abends, aber heute war Frühstück angesagt und zwar bei uns. Da war ich dann natürlich auch mit von der Partie.
Auf Sekt habe ich dieses mal verzichtet, aber Tante Diana hat mich mit Weintrauben vollgestopft, ist ja vom Prinzip auch so eine Art Sekt, nur halt noch nicht fertig. Und wo die Tante mich so auf dem Arm hatte, muss ich wohl versehentlich „Mama“ zu ihr gesagt haben, worauf mich meine richtige Mama korrigiert hat und meinte, dass das doch „Tante Diana“ sei. Achso, hab‘ ich mir gedacht und laut „DI-A-NA“ gesagt. Was dann folgte war ein jubilieren, als würde Pavarotti zum letzten Mal singen. Applaus vom ganzen Tisch und Mama hats‘ sofort dem Papa erzählt, der hat ja zur Zeit Urlaub. Dem passte das natürlich gar nicht, weil „Papa“ sagen klappt nicht wirklich.
Nicht traurig sein, irgendwann sag ich ganz oft „Papa“. „Papa, hol mir was zu trinken“, „Papa, nur noch 5 Minuten fernsehen“ 😉
Heute hat mich Papa in die hohe Kunst des Ukulele spielen eingeweiht. Vielleicht steige ich aber noch auf Schlagzeug um, mal sehen wie ich meine beiden Großen am Besten nerven kann.

 

 

 

 

 

Bis dann, Eure Püppi!