Guten Abend,

 

 etwas Glück muss der Mensch ja im Leben haben, und so wie es ausschaut, ist das Glück dieses Jahr definitiv auf meiner Seite. Jedenfalls, was die Eier- und Nachzuchtrate angeht…

Das 5er-Gelege von Safran gibt für Ende November weitere Hoffnung. Nach drei Tagen erschien auf dem ersten Ei ein weisses Pünktchen, das sich ausbreitete, heute morgen dann auf einem zweiten Ei. Ja, Bingo, zwei Eier sind befruchtet. Ob von den anderen drei noch was hinterherzieht, warte ich mal noch zwei bis drei Tage ab, wenn sich bis dahin nichts getan hat, wird das auch nichts mehr.

Tja, irgendwie habe ich heute so gedacht, dass mein Brüter damit zum ersten Mal fast das ganze Jahr durchläuft. Gruss an den heimischen Strom-Energieversorger 🙂  Aber irgendwie kam es ja auch etwas quer dieses Jahr, da die Eier zu so unterschiedlichen Zeiten kamen und ich bei zwei Tieren ja jeweils mehr als ein Gelege hatte. Als ob das verkorkste Jahr 2010 entschädigt werden müsste 🙂

Und das tut es ja auch. Drei kleine Krümel dackeln hier immerhin schon in ihren kleinen Terras rum – und ich bin immer wieder auf´s Neue fasziniert, dass so kleine Tierchen fix und fertig aus einem so kleinen Ei schlüpfen. Dass eine gerade mal sechs-Gramm-Schröte schon wie ein Adulti Regenwürmchen hinterherjagt, in der Erde buddelt und auf die höchste Stelle der Korkrinde klettert…obwohl man die Zehen nur mit der Lupe richtig sehen kann 🙂

Ich habe aber auch dieses Jahr wieder festgestellt, dass es trotz aller Erfahrung für mich nicht einfacher geworden ist, Pyxideas nachzuziehen. Klar, wichtig sind natürlich erst einmal befruchtete Eier, mit einem Blind-Gelege kann keiner etwas anfangen. Es bleibt aber trotzdem immer noch ein kleines "Glücksspiel", ob man befruchtete Eier dann bis zum Schluss auch durchbekommt. Diese Eier nehmen einem doch die kleinsten Temperaturschwankungen oder das nicht penible Einhalten der hohen Luftfeuchtigkeit bei der Bebrütung übel. Oder irgendetwas anderes stimmt halt nicht, dass die Entwicklung eingestellt wird. Mein ganzer Stolz ist deshalb natürlich Thúy, auch BVB-Schröte genannt, die erste Nachzucht von Pepper. Und vielleicht wird es ja zum Jahresende auch noch was mit einem Tierchen von Safran.

Ich werde zum Wochenende mal neue Bilder von den drei Nachzuchten einstellen. Jetzt, wo bei allen der Carapax richtig entfaltet ist, kann man schon schöne Aufnahmen machen. Wenn sie denn Lust auf ein Fotoshooting haben und nicht die ganze Zeit den Kopf einziehen … 🙂

Ach so, nicht zu vergessen: Safran ist zwar noch groggy und bewegt sich sehr wenig, hat aber immerhin schon zweimal gespeist. Gott sei Dank, dass die Futteraufnahme wieder ihren normalen Gang geht. Sie hat ja lange genug gefastet. Der Rest wird mit der Zeit auch wieder normal laufen.

Eine schöne Woche noch,

Ines

 


Über die Autorin/den Autor:  Ines Wulfert ist Mediendesignerin. Ihr großes Hobby sind Schildkröten. Über ihre Erfolge in der schwierigen Zucht berichtet sie in ihrem Blog. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: