– Vom Glück zweimal im Jahr ein Heimschützenfest zu haben –

„In Voßwinkel auf Schützenfest da steppt drei Tag der Bär – und wer das einmal mitgemacht, kommt immer wieder her!“  Kurioserweise schreibt diese Zeilen gerade ein gebürtiger Echthauser. Seit einem Jahr wohne ich jetzt im Nachbardorf – zum Schützenfest dort gehe ich allerding schon sehr viel länger.  Und eins vorweg: Es ist immer schwierig, Feste miteinander zu vergleichen, deshalb werde ich diesen Versuch auch gar nicht machen. Auch wenn es natürlich die typische Frage gibt: „Welches Fest findest du denn jetzt besser?“ Um ganz ehrlich zu sein: Ich könnte auch keine vernünftige Antwort geben. Beide Feste ähneln sich zwar vom Ablauf (bedingt natürlich auch durch die schöne Tradition des Freibiers), sind aber doch so anders.  So ist es mein Glück, sozusagen zweimal im Jahr ein Heimschützenfest feiern zu dürfen.

Als Echthauser Schützenfestgänger muss man sich umstellen. Eine meiner ersten Fragen, nämlich die nach der Polonaise, konnte niemand so Recht beantworten. Kunststück – es gibt keine.  Aber dafür gibt es einen Montagmorgen, der es in sich hat. Wenn es etwas gibt, um das man Voßwinkel beneiden kann, dann ist es die Stimmung am Montagmorgen in der Halle. Was dann Musiker und Gäste auf die Beine, und im Übrigen auch auf die Tische, stellen, ist einmalig. Vom fragwürdigen Getränk namens Birkemeier einmal abgesehen. Dafür hat man in Echthausen sicherlich ein schöneres Außengelände. Bei gutem Wetter unter den Kastanien ein Freibier zu trinken, auf Bänken zu fachsimpeln – das sind Attribute, die Echthausen für sich verbuchen kann.

Ansonsten ist es schwer Stärken und Schwächen festzuhalten. Es ist eben anders. Das Voßwinkeler Schützenfest ist jetzt ein paar Tage her und die Vorfreude auf das Echthauser Fest steigt jetzt von Tag zu Tag. Übrigens ist es schön, dass viele Echthauser den Weg zum Voßwinkeler Fest finden und umgekehrt. Auch viele meiner Voßwinkeler  Freunde werden wieder nach Echthausen kommen – und das ist doch ein schönes Zeichen.

Im Übrigen ist die erste Textzeile dieses Blogeintrages eine Strophe eines Voßwinkeler Schützenfestliedes – ich denke man kann es vergleichen mit der Echthauser „Armanda“-Tradition. Und dieser geht folgendermaßen weiter: „Ja, wenn du diese Stimmung siehst, dann kann dein Wunsch nur sein: Ich möcht´ so gern in Voßwinkel ein Schützenbruder sein.“  Eins kann ich sagen: Der Dorfname ist genauso gut austauschbar. Beides sind wunderschöne Feste und ich bin stolz, in beiden Vereinen mitzufeiern.

 

Christian Donner

  


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