Hallo zusammen,

„Schalke Fünfnull“, die neue Serie aus dem Ruhrpott. 

Julian Draxler leitete mit seinem Tor den Anfang vom Ende aller Duisburger Pokalhoffnungen ein.
Vier Minuten später stellte Klaas-Jan Hunterlaar mit seinem Treffer zum 2-0 die Zeichen auf Sieg. 
Gänsehaut pur als das Handy klingelte, und Schwiegersohn in spe, Benny, nein nicht Höwedes, etwas kleiner, die Gesangschoreographie der Schalker Fans von Berlin nach Pelkum übertrug. 
Bereits eine Stunde vor dem Anpfiff, berichtete er über die Details die sich auf , und um das Spielfeld abspielten, mit dem Kommentar, das die Trikots, mit denen auch etliche Fans in Berlin zu sehen gewesen sein, ein wenig, na ja, halt anders aussahen. 
Selbst die Nationalhymne wurde live von „Radio Capizzi“ übertragen.
Dabei war wieder festzustellen, welch eine Zeitverzögerung zwischen live vor Ort, und live aus dem TV besteht.       
Schade nur, das sie in unmittelbarer Nähe standen, wo ein paar Unbelehrbare ihre Bengalos abfackelten.
Es ist nichts passsiert.
Mit dem dritten Schalker Tor durch Benny Höwedes stellte auch meine bessere Hälfte ihr Antennen auf Sieg.
Nach Treffer Nummer 4 (Jurado) und fünf (Huntelaar), witterte ich einen neuen Torrekord. 
Den hatten die Schalker ja bereits seit dem 5-0 gegen Kaiserslautern im Jahr 1972 inne. 
Doch die königsblauen beließen es bei dem „Fünfer“.     
Ein erstaunlich faires Pokalfinale, und am Ende feierten beide Fanlager, selten genug, aber so stellt man sich echte Fans vor. Auch in einem Wohnzimmer in Pelkum lagen sich zwei jubelnd in den Armen.  
Raul hat nun auch endlich seinen nati0nalen Pokal, und freute sich sichtlich wie ein kleines Kind.  
Im anschließenden Interview meinte ich herausgehört zu haben, das wir uns auch in der kommenden Saison auf den sympatischen Spanier im königsblauen Dress freuen dürfen. 
Ob das bei Manuel Neuer auch so sein wird, mutiert zu einer immer größer werdenden Wundertüte.  
Selbst Waldemar Hartmann konnte aus Clemens Tönnies in seinem „Waldi’s Club“ nichts genaues herausbekommen.  
Nahrung erhielt das Ganze, als mit eventuellen „Zusatzgaben“ des Gazprom-Chefs Wladimir Puti, der eine Neuer-Fan wäre, spekuliert wurde.    
Tönnies wolle jetzt erst einmal feiern, und wenn am Dienstag die Köpfe wieder klar sind, eine Entscheidung bekannt geben.  
Und welche?
Vielleicht so:  
„Wir waren uns mit den Bayern einig, wollten aber das Finale abwarten.  
Jetzt haben wir den Pott, und Gazprom würde gerne, da der S04 wieder international vertreten ist, auch auf der europäischen Ebene die Schalker mit dem besten Torwart der Welt spielen sehen.
Putin sagte darauf: Also Clemens ruf den Uli und seinen Nachfolger an, und sag ihnen, der Manu kommt vorerst nicht, und die Kohle die Euch nächstes Jahr dann durch die Lappen gehen würde, bekommt ihr von dem guten Wladimir.“   
Nun denken Sie vielleicht, jetzt hat ihm der Pokalsieg vollends das blauweiße Hirn vernebelt, aber seit gestern weiß ich garnicht mehr was ich denken und glauben soll.
Vielleicht wollten alle ja auch nur die Feierlaune der Fans nicht vermiesen.
Wie dem auch sei, die Saison ist gerettet.
Es darf gefeiert werden, wie es die Jungs gestern im Olympiastadion getan haben, und heute in Gelsenkirchen seine Fortsetzung findet, und danach, wenn alle wieder nüchtern sind, und das normale Leben weitergeht, sollte kurz, aber wirklich nur kurz, daran gedacht werden, das in der Liga gerade mal die obligatorischen 40 Punkte, die zum Klassenerhalt immer angepeilt werden, geholt wurden.
Das muß in der nächsten Spielzeit bedeutend anders werden, ob mit oder ohne Manuel Neuer, und dann kann die Operation Titelverteidigung gestartet werden.    
Ach ja, noch eine Neuerung kommt in der nächsten Spielzeit auf uns zu:
Europa findet in Gelsenkirchen demnächst Donnerstags statt, und die Liga ab und an am Sonntag.  
Wir werden gleich in den Garten fahren, vorher Trikot wechseln, denn in dem „Finaldress“ habe ich geschlafen, aber man hat ja Auswahl, und dann werden wir als allererstes die blauweiße Fahne hissen, da müssen sich die Fische einen Augenblick auf ihr Futter gedulden.
Gefreut habe ich mich übrigens über die SMS-Glückwünsche unseres Jugendleiters der Schießgruppe, Stefan, ein Schwarzgelber.          
Vor Wochenfrist wurde die Schale an der B1 gefeiert, heute der Pokaltriumph in Gelsenkirchen.  
Jetzt weiß Fußball-Deutschland endlich wo wirklich das Herz diese herrlichen Spiels schlägt: im RUHRPOTT nämlich ! ! !

Einen schönen Pokalfeiertagssonntag, und tschüß, bis die Tage

R.A.

P.S.:  
Sie dürfen weiter ihre Bahnen ziehen, und hätten es bei einer Pleite auch weiter tun dürfen.
Ich glaube auch bald Ihrem „Flüsterer“, Herr Witteborg


Über die Autorin/den Autor:  Rainer Aschmoneit schreibt unseren Schalke-Fan-Blog. Der leidenschaftliche Schalke-Fan aus Hamm kommentiert die großen und kleinen Geschichten rund um den S04 mit viel Witz und Selbstironie. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: