Wir sind in Istanbul, einer der angeblich schönsten Städte der Welt, aber… es regnet und regnet. Auf dem Weg zur Haiga Sophia, einer ehemaligen byzantinischen Kirche und einem heutigem Museum, die von 532 bis 537 erbaut wurde, wurden wir teilweise nass bis auf die Haut. Nur unsere zwei Weltenbummler waren outdoor-mäßig gut drauf.  Nach der Besichtigung war der Weg zum Großen Basar nur noch mittelfeucht. Dort konnten wir den regen Treiben der Händler zusehen und uns bei türkischen Tea und einer Süßspeise abtrocknen und das Lied von Fenerbahce einüben. Gut dass wir Özcan dabei haben. Wir machten uns Spickzettel in Lautschrift und hatten die Musik auf unserem Handy aus dem Internet heruntergeladen. Gegen Mittag wurde es trocken und unsere Sachen trockneten ebenfalls bei rund 17 Grad. Wir gingen über die Gayata-Brücke und fuhren mit der ältesten U-Bahn der Welt, Tünel, nach Beyoglo. Durch das pulsierende Leben gingen wir zum Taximplatz. Ein kleiner türkischer Imbiss zwischendurch, und schon wurde es Zeit, um rechtzeitig wieder bei unseren Autos zu sein. Um 16:00 sollten der Neustart der Rallye in Form eines Le Mans-Starts von dem Haupteingang der Blauen Moschee erfolgen. Zuvor gab es vom OK-Chef Wilfried neueste Informationen zum weiteren Verlauf der Rallye. Es zeichnete sich eine Fahrt über Zypern entweder nach Israel oder nach Ägypten ab. Dieses soll bis zur Weiterfahrt aus Ankara geklärt sein. Nach der Startfreigabe ging es mit den Autos in den Istanbuler Verkehr zur Fähre. Wir hatten das Recht, über die sonst abgesperrten Straßenbahn-Spuren zu fahren. Für unseren Istanbul-Fan Thorsten ein kleiner Höhepunkt der bisherigen Rallye. Hupend fuhren alle auf die Fähren, die von der Stadt Istanbul für uns zur kostenlosen Fahrt freigegeben waren. Soweit zu den Kontakten der Rallyeorganisation. Nach der normalerweise einzig zulässigen Fährfahrt auf den asiatischen Teil der Stadt ging die Fahrt zu Stadion nach Fenerbahce. Natürlich war es Rushhour und es gab keine Parklätze. So mussten die Teams sich im Umfeld des Stadions Parkplätze suchen. Wir hatten , mit Blick auf die Uhrzeit, es war gegen 18:30 als wir vor Ort waren, uns schon gedacht, dass wir nicht mehr Teamweise die Hymne von Fenerbahce singen konnten, denn um 19:00 sollte das Fußballspiel der Formel 1 Fahrer gegen Fenerbahce stattfinden. Hierzu sollten wir freien Eintritt haben. Hier aber zeigte sich einmal, dass auch Wilfried und sein Team im Orient nicht alles im Griff haben. Es gab keine Freikarten, keinen Fangesang und damit auch keine Übergabe des Wimpel von BVB an der Präsidenten von Fenerbahce. Özcan, eingefleischter Borussen Fan,  kann sich so auch wieder bei seinen Soester Freunden sehen lassen, dann die sind, sofern sie Türkischer Abstammung sind, keine Fans von Fenerbahce. So hat Özcan den Wimpel schnell für seinen Fundus konfisziert.

Zum Abendessen trafen wir uns mit einer türkischen Freundin von Thorsten und ließen bei einem Essen nach türkischer Art den verregneten Tag in Istanbul auf der asiatischen Seite ausklingen. Zurück ging es über die Brücke, von Ost nach West kostet die keine Maut, zurück zu unserem Hotel.


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