Archive for Mai, 2011

Ich weiß, dass ich Wochen nicht mehr geschrieben habe und es tut mir Leid, aber ich komme gerade mal ein paar Tage zur Ruhe. Ich war im Dauerstress. Fangen wir mal von vorne an.

Anfang des Monats ging es für mich ja endlich wieder nach Deutschland. Ich war bereits in New York am JFK komplett überfordert mit all den deutschen Menschen um mich herum. Ich spreche zwar deutsch mit meinen Kids, aber um mich herum ist ja immer alles englisch/spanisch und das war für mich irgendwie so ungewohnt. Als ich dann in Berlin an kam war es aus für mich. Meine Gefühle waren eine emotionale Achterbahn! Berlin war wirklich schön, aber es fühlte sich nicht "richtig" an?! Vielleicht versteht das ja irgendjemand. Ich hatte auf jedenfall einen schönen Tag in Berlin mit einem anderen Au Pair, dass im Sommer nach Hingham kommt. Am nächsten Tag war dann die Botschaft angesagt. Das ging super schnell. Habe nur 30minuten gebraucht. Im Jahr vorher in Frankfurt hats 3,5std gedauert zum vergleich. Bin dann 5 Stunden früher als geplant nach Hamm gefahren. 

Auf der Zugfahrt habe ich gelesen. Jendenfalls die ersten 3 Stunden. Danach wollte ich Musik hören, aber ich wurde immer nervöser. Also machte ich die wieder aus und starrte aus dem Fenster. Als ich in Hamm an kam, war alles wie immer: Es war grau und trist. Nicht schön und alles klein. Ich habe auf meine Freundin gewartet, die mich abholen sollte und dann war es so weit und sie kam und ich war einfach nur happy. Es war so toll sie in die Arme zu schießen! Wir sind dann zu ihr und haben den Tag bei ihr verbracht. Ich habe ihren neuen Freund kennen gelernt und am frühen Abend sind wir dann zu einer anderen Freundin gefahren, bei der ich die Zwei über wohnen sollte. Abends sind wir dann alle zu einer weiteren Freundin gefahren mit dem Vorhand Hallo zu sagen. Ich kam an und sie meinte, dass sie mir was zeigen wollte und ich gehe natürlich mit ihr. Sie macht die Tür zu dem Gartenhaus auf und was ist da?! Alle meine Freunde standen da. Sie hatten eine Überraschungs-Willkommens-Party für mich organisiert! Ich war so baff! Wir hatten echt nen guten Abend mit Grillen und nen bissl was trinken. Tat echt gut mal wieder.  🙂

Die nächsten Tage habe ich mich dann mit vielen Freunden getroffen. Ich war in Cafés und habe deutsches Essen genossen. Natürlich war ich auch im Soundgarden. Der Club in Hamm! hihi – Ich muss sagen, dass ich den echt gut finden. (Für Hamms Verhältnisse) Ich bin inzwischen anderes gewohnt, aber für Hamm ist es echt super gewesen. Ich hatte auch ne Menge Spaß mit all meinen Freunden! Es war der Wahnsinn. 🙂
Nach 12 Tagen ging es aber dann leider zurück und da fingen die Probleme an. Der Abschied war total schwer. Schwerer als beim ersten Mal, denn da war man noch aufgeregt, was auf einen wartet und diesmal wusste man das ja schon. Ich bin dann nachts nach Düsseldorf gefahren und morgens von da aus nach Amsterdam. Von Amsterdam ging’s dann weiter nach New York. So war jedenfalls der Plan. Die Realität war dann anders. Wir sind bis über Connecticut gut durchgekommen und haben dann eine Schleife gezogen, weil die JFK in NY zu gemacht haben, da das Wetter so scheiße war. Dann sind wir weiter auf JFK geflogen, da wieder offen war. Dann war zu und wieder ne Schleife. Dann war offen, dann zu, also auf Newark. Da war aber zu viel Verkehr, also Richtung Up State New York. Letzendlich sind wir in Newburgh gelandet, um betankt zu werden. Das ganze hat 2h gedauert. Danach gings zum JFK und mit 3,5h Stunden sind wir dann angekommen. Mein Bus war so gut wie weg. Bis ich Gepäck hatte und durch den costumer service war, war ich 5 Stunden zu spät, also ging ich mit beschweren. Ich steckte so gut wie fest. Die Dame meinte aber nur ganz kalt, dass ich ja dann die Nacht hier bleiben könne. Naja, ich war dann schon total fertig und inzwischen 25h wach. Bis ich mich dann wieder eingekriegt habe udn meine Freundin anrief, ob noch ein Busunternehmen am Abend oder in der Nacht nach Boston fährt. Und tatsächlich gab es noch eins, also habe ich das Airportshuttle genommen, ab nach Manhatten, dann noch zwei Stunden im Regen warten und um 11h abends gings dann nach Boston weiter. Wir sind wegen des schlechten Wetters um 4h morgens angekommen. Hab dann nen Taxi genommen und um 5h morgens war ich endlich im Bett. Nach 33 Stunden wach sein. Ich war nur noch tot müde!

Ich war dann Donnerstag in Boston und habe Wäsche gewaschen und ausgepackt, da ich am Freitag mit meinen drei großen Kids nach New York gefahren bin, um meine Gasteltern zu treffen. Wir sind mit dem Zug am Nachmittag gefahren und am Abend in NY angekommen, wo mein Gastdad uns an der Penn Station abgeholt hat. Wir sind ins Hotel und da es unser Zimmer nicht mehr gab und auch kein anderes, da das Hotel doppelt gebucht hat, haben wir die Presidental Suite bekommen! Das war der Wahnsinn!!! Normalerweise schlafen da nur Leute wie Angelina Jolie oder Barack Obama! Wir waren im Plaza im 21. Stock und hatte eine Wohnung. Wohnzimmer, drei Bäder, zwei Schlafräume und eine riesige Dachterasse. Während man auf dem Klo saß konnte man aus einem riesigen Fenster über NYC schauen! Es war einfach nur so unglaublich! Am Samstag bin ich allein die 5th Av runter gelaufen und am Mittag dann wieder nach Boston gefahren. Ich hatte immer noch Jetlag… 😉 

An diesem Samstag, nach einer Woche arbeiten, ging es dann für mich und meine Freundin nach Chicago! Und Chicago hat mein Herz gestohlen! Die schönste Stadt, die ich bisher in den USA gesehen haben! Ich liebe Chicago!
Wir sind Samstag früh morgens hin geflogen, um 6am ging unser Flieger, nach 2,5h sind wir um 8.20h Central Time gelandet. Hatten also eine Stunde Zeitverschiebung und hatten somit eine Stunde mehr. Sind dann ins Hostel, eingecheckt und dann ab nach Downtown. Da wir keine Ahnung hatten, erwies sich das als schwer. Dann sind wir zum Navy Pier gefahren, sind da nen bissl rumgeschlendert und haben dort Mittag in einem Café gemacht. Sind dann weiter gelaufen bis es anfing zu regnen. Also waren wir drinnen und haben uns da die Läden angeschaut und gewartet. Sind dann im Regen zum Busstopp und dann mit dem Shuttle zur Metro und dann ins Hostel. Dort haben wir uns ne Stunde ausgeruht und sind in unser Zimmer gezogen. Mein Bett war aber irgendwie schon weg, also habe ich ein anderes genommen. Um 6pm fing dann das American BBQ an vom Hostel. Wir sind mit unserem Bier da hin und haben direkt ein paar deutsche kennen gelernt. Die beiden wohnen in Philly und arbeiten bei Siemenes. Wir setzen uns zu ihnen und unterhielten uns, aßen und tranken. Als das Bier und der Wein leer waren, wollten wir uns mehr holen und so ging meine Freundin ins Zimmer und ihre Sachen zu holen, kam wieder und sagte da sind zwei deutsche, die meckern, weil irgendwer nen Bett genommen hat. Anshcließend bin ich ins Zimmer und ein Mädel hatte mein Bett. Na super, dachte ich nur. Also nen neues Bett, aber alle waren irgendwie belegt, also habe ich mich beschwer. Die andern sind derweil zum CVS und haben Nachschub geholt. ICh habe mich mit dem Frontdeskt auseinander gesetzt und ein neues Bett bekommen. Haben extra alle meine Sachen darüber verteilt, damit ja niemand auf die Idee kommt, das wieder mir wegzunehmen. Dann bin ich wieder hoch und habe auf die anderen gewartet. Als sie wieder kamen, tranken wir weiter und unterhielten uns gut. Dann lernten wir die irischen Mädels neben uns kennen. Ich muss ja sagen ich bin immer offen und nett und bin keiner der auf Voruteile hört, aber auf die Iren passt das 1A! Man sagt ja immer die saufen viel und sind laut und genauso waren die Mädels alle! Unglaublich! Ich hab meine eigenen Worte nicht hören können. Die Mädels war so besoffen. Naja, dann haben wir Brasilianier kennen gelernt und uns mit denen unterhalten bis dann ein Typ kam, der im Hostel gearbeitet hat und uns eingecheckt hat. Er war off und saß sich zu uns, also haben wir mit ihm gequatscht. Alle hatten inzwischen eine ziemlichen Pegel und es wurd immer lustiger. Die irischen Mädels sind um 00.30h wirklich noch in ein Pub abgerauscht. Naja, das waren ihr Plan, ob sie ankamen ist eine andere Frage. Wir sind dann um 1h auch ins Bett, weil wir ja fit sien wollten für den nächsten Tag. Da stand dann Sightseeing an. Wir waren frühstücken und haben noch eine Deutsche kennen gelernt. Die nahmen wir mit und ab gings nach Chinatown. Da fing es dann an aus Kübeln zu regnen. Also sind wir in die Läden und haben uns in einem Laden durchprobiert. Getrocknete Früchte und all so einen kram. Dann sind wir Lunch essen gegangen. Es war soo lecker! Habe sogar eine extra für mich gemachte Suppe bekommen, weil ich vegetarisch essen wollte und es das nicht gab. Danach haben wir uns nen Fruchtsmoothie mit so schwarzen Perlen gekauft. Die gibts überall in Chinatown. Die Smoothie’s sind super lecker, aber die Perlen schmecken nach nix. Dann sind wir zurück ins Hostel, weil es nur geregnet hat, aber das war ein Problem, denn die Kreuzung zum Hostel war überflutet. Wir standen bis zu den Knien im Wasser!! Gott sei dank hatte ich ne Leggings mit Kleid und Flip Flops an. Im Hostel waren wir uns dann waschen und haben nen Nap gemacht. Abends dann ins Hard Rock Café, wo wir die deutschen vom Vorabend getroffen haben und zusammen Dinner gemacht haben. Danach sind wir dann zur Sky Lounge gegangen. 15minuten warten für einen herrlichen Ausblick und einen überteuerten Cocktai. Im 95. Stock Cocktails trinken macht Spaß, während über Chicago die Sonne untergeht. Wahnsinn! 🙂
Am Montag hatten wir dann gutes Wetter und sind zum Willis Tower (ehemaliger Sears Tower) gegangen und haben die Aussicht genossen. Diese Stadt ist einfach nur wunderschön! Anschließend sind wir zum Millenium Park gegangen, um diese silberne riesige Bohne anzuschauen. Die ist echt gigantisch. Dann haben wir Lunch gemacht und sind zum Navy Pier gelaufen. Da waren wir schon total k.o., da wir 33°C im Schatten hatten. Wir haben dann eine Bootstour über den Lake Michigan gemacht und die Skyline genossen. 🙂
Anschließend sind wir ins Hostel zum Gepäck abholen und dann zum Airport, wo es zurück in die Heimat ging. In Boston waren es am Abend, als wir ankamen um 10pm auch immer noch 25°C. Es ist endlich Sommer geworden! Ich bin super braun inzwischen. Aus Deutschland, Boston und Chicago! Ich glaube dieser Sommer wird wieder verdammt heiß! Also für alle USA Reisende: Fliegt nach Chicago! Ich bin der Meinung, dass es einer der schönsten Städte in den USA ist. Ich würde gerne da leben, muss ich gestehen! 🙂

Am 28.4. ging es endlich auf die langersehnte, letzte Reise. Wir sollten von Quito aus in Bussen durch die Sierra Ecuadors bis nach Guayaquil, welches an der Küste liegt fahren. Das ganze sollte 9 Tage bis zum 6. Mai dauern.

Wir trafen uns gegen 16:00 Uhr in einem Hotel in Quito, dort warteten wir bis schließlich alle Austauschschüler angekommen und in ihre Zimmer eingeteilt waren. Am Abend besuchten wir das historische Zentrum Quitos, welches ich schon von früheren Besuchen kannte.

In den nächsten Tagen fuhren wir dann noch zur offiziellen Mitte der Welt, welche mit dem GPS ausgemessen ist. Außerdem hatten wir die Möglichkeit an der Distriktkonferenz der Rotarier aus Ecuador teilzunehmen. Auch zum Einkaufen gab es genügend Zeit, da wir zum Mercado Artesanal Otavalo fuhren. 

Danach  ging es weiter nach Ambato und Latacunga. Eigentlich hätten wir auch Banos besichtigen sollen, da dort aber zurzeit ein Vulkan aktiv ist, wurde dies ausgelassen. Dann ging es in die Nähe von Cuenca. Dort haben wir eine alte Inkaruine besichtigt. Es war sehr interessant. Auf der Weiterfahrt kamen wir zur Lagune Cajas, dort war es sehr kalt. Deshalb machten wir nur einen kurzen Spaziergang durch die Natur und fuhren direkt weiter nach Cuenca.

In Cuenca hatten wir eine Talentshow, welche in den Räumen der Universität stattfand vorzubereiten. Unsere Gruppe hat ihre Zeit in Ecuador in einem kleinen Musical dargestellt. Die Programmpunkte waren aber sehr verschieden so gab es z.B. Tänze, Gesang, Theaterstücke…  Zum Schluss haben dann alle Austauschschüler zusammen „We are the World“ gesungen. 

Den letzten Tag in Cuenca haben wir mit Besichtigungen des Stadtzentrums, Eisessen und Andenken kaufen verbracht.

Von Cuenca aus ging es dann in  die größte Stadt Ecuadors: Guayaquil. Schlagartig änderte sich das Klima von kalten 15°C auf fast 30°C.

Dort haben wir dann eine Bananenplantage besichtigt. Es war sehr  interessant zu sehen, wie die Bananen wachsen, geerntet, gewaschen, mit Aufklebern versehen und Verpackt werden. 

Direkt nebenan befand sich eine Kakaoplantage. Dort konnten wir die Kakaofrucht direkt nach dem ernten probieren. Wenn man sie lutscht schmecken sie süß, aber wenn sie später getrocknet sind, total bitter.

Danach fuhren wir zum Parque Historico von Guayaquil, dort gibt es viele Tiere z.B. Affen, Vögel, etc. zu sehen. 

Dann ging es auch schon ins Hotel um sich für den Abend umzuziehen, denn wir hatten ein Boot gemietet, auf dem es eine kleine Feier gab. Das Boot fuhr die ganze Zeit über den Fluss Guayas. Es wurde der König und die Königin der Reise gewählt und getanzt.

In der letzten Nacht kamen wir kaum zum Schlafen, da jeder jeden auf seiner Flagge unterschreiben lassen wollte. Um 4 Uhr morgens beschlossen wir dann, dass wir Hunger hatten und gingen zusammen mit den Rotariern zu einem Restaurant um schnell etwas zu essen. Danach wurden weiter Pins und Visitenkarten ausgetauscht, in Bücher unterschrieben, Klavier gespielt.

 Am nächsten morgen gab es dann die große Verabschiedung. Es flossen viele Tränen, da es die letzte Reise war und man nicht weiß, wann man sich wiedersehen wird.

 

Hallo zusammen,

das beliebte Ballspiel befindet sich auf der Saisonzielgeraden. Gestern Abend das Testspiel gegen Uruguay war doch ganz nett anzuschauen, zumindest in der ersten Halbzeit und in der Schlußphase. Jetzt können sich die Nationalkicker voll und ganz auf die beiden anstehenden EURO-Qualispiele konzentrieren.
Die Termine sind geschickt gelegt. Am Freitag gegen Österreich, und Dienstag gegen Aserbeidschan.
Mittendrin das Schützenfest in unserem Nachbarort. Da können wir ganz entspannt am Samstag zur Vogelstange gehen, und am Sonntag am Festumzug teilnehmen.                 
Aber spätestens mit dem Abpfiff am Dienstag in Baku, übernimmt das Schützenwesen die Regentschaft, denn einen Monat nach unseren Nachbarn feiern wir unser „Fest des Jahres“. 
Zwar finden aus königsblauer Sicht noch zwei Spiele in der Arena statt: Abschiedsspiel von Marcelo Bordon, und das Supercupfinale Meister gegen Pokalsieger, aber diese beiden Spiele sind in der Hochsaison der Grünkittel leider nur Randerscheinungen.
Das soll jetzt nicht abwärtend klingen, aber besonders in diesem Jahr ist rund um das Fest einiges zu tun. 
Das Supercupfinale in der Arena wird dann wohl auch der letzte Auftritt von Manuel Neuer im Schalker Trikot sein.            
Wenn einer seinen Vertrag auf keinen Fall verlängern will, dann sollte man ihn auch ziehen lassen, und das Geld einstecken. 
Ihn bis zu seinem Vertragsende nach der kommenden Saison auf dem Berger Feld festzuhalten, und ihn dann ablösefrei in den Süden ziehen zu lassen, wäre schon aus wirtschaftlicher Sicht unverantwortlich.                 
Jetzt ist aber schluss mit dem Thema. Alles weitere entnehmen Sie bitte der örtlichen Presse und den TV-Geräten.

Tschüß, bis die Tage

R.A.

P.S.: Aus meiner Sicht hat sich der Verzicht auf den Krimi gelohnt, da schaue ich am Freitag lieber den „Tatort: Ernst-Happel-Stadion“.

Hallo zusammen,

noch verabschiedet sich der Fußball nicht in die Ferien.
Gestern das Finale der Champions League, schade das nur eine Mannschaft mitgespielt hat. 
Ich übertreibe jetzt mal ein bisschen, aber das was ManU da abgeliefert hat, hätte die Königsblauen auch hinbekommen, und ich setze noch einen drauf, und Sie wissen wie ich das meine.  
Messi hin, genialer Spieler her, da hatte gestern Reporter Marcel Reif wohl die „Messibrille“ aufgehabt.
Bei seinem Tor zum 2-1 für Barca, fiel Edwin van der Saar wie eine Bahnschranke, zwanzig Jahre zurück, hätte ich da nur meinen starken linken Fuß hingehalten, und Manuel Neuer hätte das Spielgerät direkt als Konter Richtung des katalanischen Gehäuses befördert.        
Man kann es mit dem kleinen Argentinier auch übertreiben, was er wert ist, wenn er keine Xavis, Iniestas und Villas um sich hat, haben wir ja im letzten Jahr bei der WM in Südafrika im Viertelfinale gegen das deutsche Team(4-0 für die Jogi-Truppe), gesehen.                    
Nicht destotrotz hat der FC Barcelona hochverdient mit einem überragenden, wenn man ihn lässt, Lionel Messi die CL gewonnen, leider in einer über weite Strecken einseitigen Partie.             

Heute geht es schon wieder weiter mit Fußball.
Test unserer Nationalmannschft gegen Uruguay, die vor ca. elf Monaten bei der WM im Spiel um Platz drei mit 3-2 besiegt wurden.     
Warmspielen für die EM-Qualibegegnungen am Freitag in Wien gegen Österreich, und Dienstag in Baku gegen Aserbaidschan.   
Für Trainer und Spieler sicherlich eine willkommene Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen, hoffentlich auch für uns Zuschauer auch eine angenehmer Sonntagabenunterhaltung, denn der“ Tatort“ bleibt heute mal ungesehen. 
Hoffentlich hat sich diese Entscheidung nachher gelonhnt.

Schönen Sonntag, und tschüß, bis die Tage

R.A.

P.S.: Ballgeschiebe ja, aber von Barcelona eindrucksvoll praktiziert.

Kaum zu glauben, dass ich nun auch meine letzte reguläre Photography Stunde hinter mir habe! Noch eine Woche Ferien, weitere sieben tage Study Leave und ein Exam, dann komme ich schon nach Hause: Es scheint unfassbar, dass sich mein Austauschjahr nun so plötzlich seinem Ende zuneigt. Manche der anderen Austauschschüler haben sich schon in Richtung Heimat verabschiedet… und ich habe noch immer keine Ahnung, wie ich mein ganzes Gepäck nach Deutschland kriegen soll! 😀

Meine letzte Fotografiestunde war jedenfalls ein gebührender Abschluss für mein Lieblingsfach. Wir haben uns mit ein paar Models aus der Fashionklasse in einem richtigen Fotostudio getroffen und ein professionelles Shooting mit selbstdesigneten Kleidern, Scheinwerfern, Ventilatoren, hochmodernen (und gigantisch schweren!) Linsen und allem drum und dran veranstaltet. Dabei konnten wir zeigen, was wir in dem Jahr gelernt hatte, uns gleichzeitig aber auch ein paar Kniffe und Tricks vom Meister selbst abschauen. Der Besitzer des Studios, ein renomierter Fotograf, war nämlich während des ganzen fünfstündigen Shootings anwesend, um uns das Equipment zu erklären und mit kreativen Ideen auszuhelfen. Ich hatte eine Menge Spaß und auch die anderen Schüler fanden den Tag sehr interessant und lehrreich. Somit hat sich mal wieder gezeigt, dass es sich gelohnt hat, Fotografie zu wählen, da ich nicht nur schöne Fotos und drei Sketchbooks voller Arbeit, sondern auch neue Fähigkeiten und viele schöne Erinnerungen mit nach Hause bringen werde.

Ich werde ein paar meiner Lieblingsbilder, die ich im Studio geschossen habe, hochladen und hoffe, sie gefallen euch 😉

Hallo zusammen,

nach einer grandiosen Idee meiner besseren Hälfte, werden heute die noch verhandenen Rasenkantensteine als sauberen Abschluß in das Erdreich gebracht. 
Danach darf dann auch gleich der Rasen gemäht werden. 
Anschließend wird zur Belohnung dann der Grill angeschmissen.  
Als Höhepunkt der Fußballsaison gönne ich mir dann ab 20.45 Uhr das Finale der Champions League zwischen dem FC Barcelona und Schalke-Bezwinger Manchester United. 
Ein Spiel mit hohen Erwartungen.
Kurzpass-Barca trifft auf die beste Abwehr der CL (4 Gegentreffer).
Ein Sportreporter gestern im Radio nach seinem Tipp auf den Ausgang des Spiel gefragt, antwortete er: 36:35 für Barca, nach Ende der regulären Spielzeit steht es 7:7. 
Klingt ein wenig utopisch, aber ich würde mich darüber freuen, wenn es denn so käme. 
Aber wie war es denn in der Vergangenheit mit den sogenannten Megatopspielen? 
Taktisches Geschiebe, zwei sich 15-20 Meter jenseits der Mittellinie neutralisierende Mannschaften, die nur darauf lauern, diesen einen Fehler des anderen eiskalt auszunutzen, und damit das Finale zu entscheiden.
Bekanntlich bestätigen ja Ausnahmen die Regel, und auf so eine Ausnahme hoffen mit mir sicherlich millionen Fußballfans vor dem TV-Gerät.

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Hallo zusammen,

jetzt kann geschrieben werden was will, ab 1.7. 2011 ist Manuel Neuer der ehemalige Schalker Torhüter, und in Diensten des FC Bayern München.
Er will nicht über 2012 hinaus verlängern, Kohle für ihn gibt es nur noch nach dieser Saison. Ausgehandelt ist die (viel zugeringe) Marie schon, also was hat der Aufsichtsrat am Montag noch zu tun?
In einer zweiminütigen Sitzung, incl. Begrüßung und verlesen der Tagesordnung, das Ende der königsblauen Vertragszeit Manuel Neuers zu verkünden.     
Alles andere wäre ja wohl nicht mehr nachzuvollziehen.
Wenn da jetzt drei Scheichs als Sponsoren des S04 da wären, die ab und zu mal ihre Portokasse öffneten, dann könnte man die Bayern ja noch ein wenig ärgern, aber so ist das Ding gelaufen.    
Auch wenn es keiner so richtig laut zugeben will, Schalke braucht halt die Kohle.  
In der Euro League gibt es in der kommenden Saison wohl auch noch ein Zubrot, aber das wird deutlich überschaubarer ausfallen, als die dicken Fleischbrocken der Champions League.
Manager Horst Heldt soll jetzt mal zusehen, das er die Ladenhüter von der Gehaltsliste bekommt, und einen gescheiten Nachfolger für Neuer findet. 
Bei so vielen Baustellen dürfte es auf dem Berger Feld in diesem Jahr eigentlich gar kein Sommerloch geben.

Tschüß, bis die Tage

R.A.

P.S.: Richtig, die Ohrfeigengeschichte war völlig überflüssig. Muss wohl ne Hohlbirne gewesen sein.

Guten Abend zusammen,

 

vielleicht kann ich meine Bedenken beim zweiten spengleri-Ei doch revidieren. Das Ei scheint sich zu entwickeln. Jedenfalls ist die Bauchbinde nun schon komplett! Wahnsinn, und das nach nur drei Tagen! Ich habe den starken Verdacht, dass diese "komische" Anfangsentwicklung damit zusammenhing, dass das Ei wohl die ersten Stunden nach der Ablage hochkant stand und nicht lag und die Entwicklung schon begonnen hatte… Durch mein Korrigieren der Position (dadurch, dass ich es dann anschliessend "normal" in den Brüter gelegt hatte) muss die Keimscheibe wohl schon angeheftet gewesen sein – und halt an der Seite weiter ihren Lauf genommen haben. Ich hatte das Ei natürlich gründlich in Augenschein genommen, gewogen und vermessen, aber nichts von einer beginnenden Entwicklung gesehen. Anscheinend habe ich da noch mal richtig Glück gehabt, normalerweise ist nach Entwicklungsbeginn ein Verdrehen des Ei´s das Ende.

Jedenfalls hat sich seit heute morgen der Eidotter nun auch unten in die richtige Position gebracht und ist nicht mehr an einem Eipol. Also, wenn man die Kalkschale zum ersten Mal sehen würde, würde man meinen, alles perfekt gelaufen.

Ich hoffe also, dass das doch was wird. Das Weibchen, das das Ei gelegt hat, hat sich am Abend nach der Ablage dann, wie vorhergesagt, in ihre Schlafhöhle verkrochen und hat sich seitdem nicht mehr bewegt. Ist ja auch ganz schön anstrengend für so kleine Tierchen. Das Gewicht ist natürlich auf dem Tiefststand von 136 Gramm – ich muss aber dabeisagen, dass sie sich vor der nun stattfindenden Ruhephase eben noch zwei dicke Regenwürmer schmecken lies 🙂

Also, alles soweit wohl im grünen Bereich. Bei Pepper bin ich immer noch im Unklaren, ob da noch was hinterherkommt. Das Gewicht bleibt konstant über ein Kilo. Safran legt dafür im Moment weiter zu. Sepiaschale findet tagtäglich noch guten Absatz… da wird sicherlich noch ein Gelege dieses Jahr kommen, da bin ich mir gewiss.

So, das war es dann erst mal wieder von meiner Seite – und Ihr seid auf den neuesten Stand. Und wie Raja schon in einem Ihrer Kommentare bemerkte: Ihr dürft ruhig mitdiskutieren, Fragen stellen, etc. Ich versuche auch weiterhin, alles bis ins Kleinste zu erzählen und zu erklären und meine Erfahrungen weiter zu geben. Und hoffe natürlich mit jedem hier von mir verfassten Artikel und Fotos, dass es auch für Nicht-Schröten-Kenner vielleicht spannend genug ist, weiter zu lesen. Aber so ein Blog lebt ja schliesslich auch von Feedbacks 🙂

Gruss an alle, die das jetzt gelesen haben,

Ines

 

Nachdem wir unseren League Champ Titel geholt hatten, ich abends, als ich nach Hause kam, total überzeugt war, ich könnte bestimmt nicht schlafen, weil ich so aufgedreht bin, und dann natürlich doch innerhalb von fünf Minuten geratzt habe, wurde am nächsten Morgen das wohl verdiente Wochenende begrüßt. Ich bin hier echt ständig wochenendreif. Sogar am Wochenende. Ich weiß auch nicht, ich bin hier so viel unterwegs, dass ich echt zu nichts mehr komme. Wenn ich wieder in Deutschland bin, brauche ich erstmal Urlaub vom Austauschjahr. 😉
Okay, zurück zum Wochenende. Nachdem ich nach langem Mal wieder richtig schön ausschlafen konnte, sind Jim und ich gegen Mittag nach San Diego aufgebrochen, um Shannon, Greg und Elsie zu besuchen. Barbara war in Seattle bei der Kommunion ihres Neffen. Da wäre ich ja auch gerne mitgeflogen, aaaber ich hatte ja Freitag League Finals. Das ging dann doch vor. 😉
Bei Shannon und Greg angekommen, habe ich erstmal eine Runde Baby gefüttert. Ich sag ja, ich bin da bald ein Pro drin. Man muss nur immer aufpassen, wenn man ihr Milch gibt, dass sie das Schlucken nicht vergisst. Das passiert Klein Elsie nämlich schon mal, wenn sie zu gierig ist, und dann verschluckt sie sich oder die ganze Milch läuft ihr aus dem Mund. Jaa. Beides nicht so toll.
Danach haben Shannon und ich das Baby den Männern übergeben und sind nach San Diego rein gefahren, um in Little Italy Lunch zu essen. Die haben da die leckersten Nudelgerichte ever. Yummy. Am späten Nachmittag sind Jim und ich auch wieder zurück gefahren, und ich hatte mich eigentlich auf einen schönen, ruhigen Abend gefreut… aber es kam alles anders. Wir waren noch keine fünf Minuten wieder zuhause, als ich eine SMS von Hannah kriege. Unsere Schulband spielt abends ab 7pm, ob ich mit ihr hingehen möchte. Dazu muss man sagen, dass unsere Schulband echt toll ist, die haben auch schon sehr oft Auftritte in San Diego und so gehabt, und spielt eigentlich öfter auswärts als bei uns in Fallbrook. Also wollte ich das natürlich nicht verpassen, habe mich dann in Rekordzeit fertig gemacht, und Hannah hat mich um kurz vor sieben abgeholt. Das Konzert war dann soo toll. 🙂
So viel Spaß hatte ich schon lange nicht mehr, vor allen Dingen, weil hier ja sonst Party mäßig nicht wirklich was los ist. Nach dem Konzert hat Alyssa’s Cousin mich mitgenommen und bei Alyssa abgesetzt, da ich da übernachtet habe, weil wir am nächsten Tag shoppen gehen wollten. Jaa, komplizierte Geschichte, ich weiß. 😉 Also war ich sonntags schön shoppen und –zack- war mein Wochenende auch schon wieder vorbei. Da seht ihr mal, wie schnell das hier immer geht. Und ich habe vielleicht 5 Stunden dieses Wochenendes zuhause verbracht. Hachja. Diese armen, gestressten Austauschschüler immer. 😉
Obwohl diese Woche dann eigentlich gar nicht so schlimm war, da ziemlich viel passiert ist. Erstmal waren da ja noch die CIF Swimming Finals, und dann, natürlich, das Highlight des ganzen Schuljahres: Prom! 🙂 Dates wurden noch auf den letzten Drücker organisiert, Tickets gekauft, Partybusse und Limos gebucht, Tische fürs Dinner reserviert und, und, und… Ich konnte mich aus dem ganzen Stress aber gepflegt raushalten, da ich weder in einem Bus mitfahren, noch zum Dinner gehen würde. Ich hatte nämlich das Glück, am Promtag auch noch CIF Finals zu haben, und war deshalb froh, überhaupt gehen zu können. Ich habe also bis Samstagabend gar nichts mit Prom zu tun gehabt, wenn man mal davon absieht, dass ich mir das Gejammer der Anderen angehört habe und in Floral Design geholfen habe, die Gestecke fertig zu machen. Die sind echt schön geworden. Und sahen total professionell aus, dabei haben wir eigentlich nur ein paar Blümchen in eine Schale gesteckt… 😉
Am Donnerstag waren dann erstmal CIF Prelims. Eigentlich dachte ich ja, ich würde die 100 Brust schwimmen, aaaber die haben die Zeiten wohl irgendwie nachträglich nochmal angehoben und da hab ich es um drei oder vier Zehntel verpasst. Naja. Machste nichts. Ich hatte dann schon Angst gar nicht zu schwimmen. Echt, ich glaube, da wäre ich richtig fertig gewesen. Wofür hab ich mich denn vier Monate jeden Tag wie eine Bescheuerte abgerackert? Aber ich hatte Glück und bin in die Lagenstaffel rein gekommen. Yay! Staffeln sind sowieso besser als alles andere.
CIF ist dann aber doch noch eine Nummer größer als Leagues. In den Prelims gab es ungefähr 30 Teams; am Samstag in den Finals durften aber nur noch 15 schwimmen. Um weiterzukommen, musste jedes Team mindestens zwei Einzel – und einen Staffelstart unter den ersten 12 platzieren. Das fand ich ja ganz schön mies. Stell dir mal vor, da schwimmst du mega gut, wirst auch platziert, und dann ist aber keine Staffel gut genug, um weiterzukommen, und damit hast du auch Pech gehabt und darfst nicht mehr schwimmen. Aber naja. Regeln sind Regeln und Fallbrook hat es ja auch geschafft.  Meine Lagenstaffel wurde als Zehnter platziert. 🙂 Ich glaube, unser Trainer war schon sehr zufrieden mit uns.
Am Freitag hatten wir dann unsere letzte offizielle Swim  Practice. Und ich muss gestehen, dass ich da eigentlich ganz froh drüber bin. Jeden Tag 2 ½ Stunden schwimmen wurde mir jetzt langsam doch zu viel. Und die Leute sehe ich ja auch alle noch in meiner sechsten Stunde.
Und dann, dann war der heißersehnte Samstag wieder da. Nachdem ich morgens aufgestanden bin, habe ich mir als aller erstes eine Liste gemacht, mit den Sachen, die ich alle für Prom bzw. zum fertig machen, einpacken muss. Nach den CIF Finals bin ich nämlich direkt zu Shannon, um mich schnell zurecht zu machen, und dann zum Prom zu düsen. Und ich konnte schon praktisch vor mir sehen, wie ich meine Schuhe zuhause stehen lasse oder so. Also besser eine Liste.
Um kurz vor zwölf stand ich dann abfahrbereit mit zwei Taschen und einer Tüte vor der Tür und habe auf Aimee und ihre Mutter gewartet, die mich mitgenommen haben. Ich sah aus, als würde ich in den Urlaub fahren, so bepackt wie ich war. Und noch immer hatte ich nichts das kleinste Gefühl von Prom Day. Und dabei hatte ich mir das immer als DEN Tag vorgestellt… Das bisschen Traurigkeit war dann aber auch schon wieder verflogen, als wir am Pool ankamen. Immerhin konnte ich überhaupt gehen.
CIF Finals waren dann wirklich…wow. Allein schon die Aufmachung und alles. Ich kam mir vor, als würde ich auf Europameisterschaften oder so schwimmen. Am Anfang wurde natürlich erstmal wieder die Nationalhymne gesungen. Mit der im Wind wehenden Flagge. Hachja. Ich glaube, diesen Nationalstolz werde ich in Deutschland ein bisschen vermissen. Auch wenn es hier manchmal doch ein bisschen übertrieben wird. 😉 Danach mussten meine Mädels von der Lagenstaffel und ich in so ein Zelt zum Aufwärmen gehen, da wir als erstes dran waren. Das war richtig wie im Fernsehen. Da durfte dann auch keiner mehr rein, außer den Athleten, die im nächsten Lauf dran waren und die Trainer. Und wir haben gewartet, bis wir endlich aufgerufen wurden. Oh man. Ich war so nervös, ich dachte, ich sterbe vor Aufregung. Und dann war es auch schon so weit, „unser“ Eingangslied wurde gespielt und alle Teams gingen der Reihen nach aus dem Zelt raus, zu den Blöcken. Ich kann schon gar nicht mehr sagen, was für ein Lied gespielt wurde, das ist irgendwie alles nur wie durch einen Schleier an mir vorbei gezogen. Ich habe nur mitgekriegt, wie erst unsere Schule, und dann unsere Namen aufgerufen wurden, uns alle zugejubelt haben, und ich innerlich über die Aussprache meines Nachnamens gelacht habe. Bäennewärt. Dann war Chelsea auch schon auf dem Block, und bevor ich überhaupt meine Schwimmbrille richtig aufsetzten konnte, war sie auch schon wieder da (ich sag euch, die ist geflogen, oder so), und ich war dran. Als ich rein gesprungen bin, habe ich nur noch gesehen, dass die Person neben mir ein bisschen eher ins Wasser gesprungen ist, und ich wollte die unbedingt einholen. Jaa. Das hat auch geklappt. Ich weiß auch nicht, wie ich das geschafft habe. 😉
Am Ende sind wir dann Dritter geworden. Woho! Ich war so stolz auf uns. Besonders, da wir irgendwie als Zehnter rein gegangen sind, und dann an allen vorbei geschwommen sind. Jetzt habe ich eine Plakette mehr in meiner Medaillen- aus – Amerika Sammlung. 🙂
Danach habe ich nur darauf gewartet, dass die Aufstellung für die Freistilstaffel  bekanntgegeben wird. Bei der war ich nämlich Ersatz und unser Trainer wollte sich alle Optionen offen halten und hat deshalb erst eine halbe Stunde vorher gesagt, wer jetzt wirklich schwimmt. Ich nicht. Zum Glück. Da konnte ich dann Barbara anrufen, schon mal duschen gehen, und meine Fußnägel lackieren. 😉
Um sechs Uhr trudelten wir dann auch endlich mal bei Shannon ein, und wir beide haben uns sofort ins Bad verzogen, um meine Haare zu machen. Das war auch eine Prozedur. Erstmal ist dieser blöde Lockenstab nicht heiß geworden und wir saßen davor und warten…und warten… und warten… Bis wir dann irgendwann mal den Fön in der Steckdose ausprobiert haben, und der auch nicht anging. Da hätten wir also noch lange gewartet. Die andere Steckdose im Badezimmer ging aber zum Glück. Dann haben wir also angefangen, Locken zu machen. Erst unterster Haarschicht, eine Tonne Haarspray drauf, mittlere Haarschicht, eine Tonne Haarspray drauf, oberste Haarschicht, eine Tonne Haarspray drauf… oberste Haarschicht nochmal, zwei Tonnen Haarspray drauf. Meine doofen Haare aber auch. Die wollten einfach nicht lockig bleiben. Menno. Naja, wir haben es dann erstmal gut sein lassen und mein Make up gemacht. Danach wollten wir dann nochmal meinen Pony zurecht machen.
Und ich stand da also im Bad, Lockenstab in den Haaren, und auf einmal wird mir so schwindelig. Das ist mir echt noch nie passiert. Mir ist richtig schlecht geworden, vor meinen Augen ist alles verschwommen, und irgendwie sind meine Ohren ganz taub geworden. Ich habe nur gedacht, was ist denn jetzt los. Ich hätte ohne Shannon’s Hilfe noch nicht mal mehr die zwei Schritte zum Bett geschafft, ohne umzukippen. Oh man. Das ging echt gar nicht. Ich habe meinen Prom schon vor mir dahin schwinden sehen. Aber komischerweise, als Shannon mir dann ein Glas Wasser und ein großes Stück Pizza gebracht hat, und ich ein bisschen ruhig auf dem Bett saß, da war nach ein paar Minuten wieder alles gut. Ich weiß auch nicht, was das war. Krieg ich jetzt schon Schwächeanfälle hier. Ich sag ja, ich brauche erstmal Urlaub, wenn ich wiederkomme. 😉
Der Rest des Fertigmachens verlief dann aber ohne Probleme, und nach ein paar Fotos sind wir dann um kurz nach acht doch endlich mal aufgebrochen und haben uns auf den Weg zur U.S.S Midway gemacht. Jap, ein Schiff. Unsere Schule hatte Prom auf einem Schiff. Und nicht nur auf irgendeinem Schiff. Auf einem der größten Kriegsschiffe, die damals im 2. Weltkrieg eingesetzt wurden. Heute ist das Riesenteil ein Museum, und wer es sich leisten kann, der kann natürlich auch seinen Prom da feiern (und den Schülern $65 für ein Ticket abknöpfen…). Ich kam mir so klein vor daneben, das ich schon fast Angst hatte, rein zu gehen. Ich musste auch noch alleine gehen, weil meine Gruppe schon drinnen gewartet hat. Humpf. War etwas akward, dann alleine die Treppen hoch zu dackeln, besonders weil alle anderen mindestens zu zweit waren. Am richtigen Eingang wurde dann neben einer Taschenkontrolle sogar noch ein Alkoholtest gemacht. Da habe ich mir auch nur gedacht, jetzt geht’s  aber los hier. Die Gruppe vor mir musste dann auch ins Röhrchen pusten; und tatsächlich, zwei von denen hatten wohl wirklich getrunken. Die wurden dann zur Seite genommen, und die Eltern wurden angerufen. Tja, das war es dann wohl mit Prom, meine Herren. Selber schuld. Ich musste noch nicht mal pusten, sondern bin einfach so durchgegangen. Aber ich hätte mir ja eh keine Sorgen machen müssen. 😉 Drinnen habe ich dann zum Glück meine Gruppe direkt gefunden und nachdem wir ein paar Bilder gemacht haben, sind wir erstmal nach ganz oben ans Deck gegangen. Das war vielleicht toll. Auf der einen Seite war das Meer, auf der anderen Seite Downtown San Diego und über dir ein klarer Sternenhimmel. So toll. 🙂 Nur ganz schön kalt und windig war es da oben. Deswegen sind wir dann auch relativ schnell wieder runter gegangen. Ich wollte meine schönen, hart erarbeiteten Locken ja jetzt nicht innerhalb von fünf Minuten im Wind zerstören lassen.
Wieder unten, haben wir uns die ganzen alten Flugzeuge und alles angeguckt (wie gesagt: Museum) und kamen dann auf die tolle Idee, uns in eins rein zu setzten. War theoretisch sogar möglich, da nicht verboten. Praktisch war das Ganze dann aber schon etwas schwieriger. Hat schon mal jemand versucht, mit einem bodenlangen Kleid in ein hüfthohes Flugzeug einzusteigen? Nein? Würde ich auch sehr von abraten. Holly hat es nämlich als erstes versucht, und als sie ihr Bein über die Seite geschwungen hat, hörte man nur ein kurzes ratsch, und da war das Unglück auch schon passiert. Ihr Kleid ist an einem Nagel hängen geblieben und  gerissen. Die Arme hat mir so leid getan. Sie hatte echt Mühe, die Tränen zurück zu halten. Also sind wir erstmal mit ihr auf die Toilette gegangen, auch um den Schaden genauer zu beobachten, und was finden wir da auf der Waschbeckenablage? Nadel und Faden! In allen möglichen, verschiedenen Farben. Daneben noch Sprühdeo (gibt es hier also doch!), Haarklammern, Wattepads, Haarbänder, Make – up Entferner, Haarspray, kleine Parfümproben… Alles, was frau an einem solchen Abend brauchen könnte. Wir konnten es erst gar nicht glauben. Wer immer die Idee hatte, ich liebe ihn dafür! Wir hatten sogar Glück, und die hatten Faden in der einigermaßen richtigen Farbe da. Außerdem war  nur die untere Lage eingerissen, und man hat es hinterher, besonders in dem Licht eh nicht gesehen. Hier haben sich jetzt meine neu erlernten Nähkünste gleich mal bezahlt gemacht und ich habe eine Viertelstunde meines Prom’s damit verbracht, Holly’s Kleid zu nähen. Ist am Ende sogar richtig gut geworden, und wie gesagt, man hat es eh kaum gesehen. Und sie war mir so dankbar, dass sie sich bestimmt noch dreißig Mal an diesem Abend bei mir bedankt hat. Und dann Montag nochmal. 😉
Nach der ganzen Aufregung brauchten wir erstmal was zu essen. Und auch da gab es reichlich von. Donuts, Lemoncake, Chocoladestripes, Fruchtspieße und, und, und… Nach der Stärkung sind wir dann mal zur Tanzfläche gegangen, und was war? Nichts war. Gähnende Leere. Das ging ja mal gar nicht. Also haben wir dann spontan die Tanzfläche eröffnet, und –zack- kurze Zeit später war sie proppenvoll. Und wir haben es angefangen. Da haben wir uns noch den ganzen Abend mit gerühmt.
Wir hatten dann aber erstmal genug vom Tanzen, besonders da es einfach viel lustiger war, als wir noch alleine waren, und alle uns doof angeguckt haben, und sind auf Entdeckungstour gegangen. Da dachte man, man hätte alles gesehen, aber von wegen. Es gab noch viel mehr! Wir hatten unter anderem sogar Pokertische, natürlich ohne echten Einsatz, dafür aber mit professionellen Leuten hinter dem Pokertisch. Ich kam mir mit meiner nicht vorhandenen Spielererfahrung aus Vegas natürlich ganz cool vor und habe es doch gleich auch mal eine Runde ausprobiert. Zwei Minuten, alle Coins weg. Und vorher noch eine große Klappe gehabt. Oops. Da wurde ich dann natürlich noch den halben Abend mit aufgezogen. Jaja. Wenn man seinen Mund zu weit aufreißt… 😉 Ich konnte dann aber glücklicherweise ganz schnell von mir ablenken, als ich die Flugsimulator entdeckt habe. Ja, richtig gelesen. Flugsimulator. Und ja, wir befanden uns immer noch auf Prom. Hannah, Holly, Sarah, Daniel, Mike und ich sind dann da rein gegangen. Die anderen wollten nicht, und haben lieber davor gewartet. Das war schon cool. Ich saß mit Hannah ganz vorne und wir haben die ganze Zeit so getan, als würden wir das Flugzeug fliegen, und jedes Mal, wenn wir fast irgendwo „vorgeflogen“ sind, haben alle anderen gerufen: „Watch out!“ War schon lustig. Nach unser Flugtour sind wir nochmal eine Runde raus gegangen, und haben mit Schrecken festgestellt, dass es schon 10.30 Uhr war. Über die Hälfte war schon vorbei und wir hatten vielleicht fünfzehn Minuten getanzt. Ging ja so nicht. Also haben wir unser wieder zur Tanzfläche begeben. Pünktlich zur Bekanntgabe der Prom Queen und Princess und des Prom Kings und Prince. Für die konnten wir die Woche vorher in der Schule schon abstimmen. Das Schlimme ist nur, dass unsere Schule einfach so groß ist, dass man noch nicht mal den ganzen Promcourt kennt. Ich kannte drei Leute richtig, und die anderen alle nur vom vorbeigehen. Und bei einem Typen war ich mir sicher, den noch nie vorher gesehen zu haben. Ehm?
Prom Queen und Prom Princess sind dann auch die beiden Mädchen geworden, für die ich gestimmt habe. Prom King ist Sam geworden. Unser super Wasserballer und  Schwimmer. Und Prom Prince wurde Mr. Unbekannt. Ich weiß immer noch nicht, wer das genau sein soll. Und ich habe ihn auch diese Woche noch nicht wieder in der Schule gesehen… Vielleicht versteckt er sich ja während Lunch immer… 😉
Die restliche Zeit haben wir dann eigentlich nur noch getanzt und um kurz nach Mitternacht war Prom dann auch schon wieder vorbei. Aber es war toll. We had a blast, wie man hier so schön sagt.
Jetzt denkt man, ich könnte am nächsten Morgen schön ausschlafen, aber von wegen. Um kurz vor elf hat Alyssa mich schon abgeholt, und wir sind erst in die Kirche (natürlich, aber immerhin blieb mir damit die 8 Uhr Messe erspart) und danach zum RODEO gefahren. Yap, Rodeo. Amerikanischer geht es ja wohl schon fast nicht mehr. Wir hatten sogar extra richtige Cowboyhüte. 🙂 Und dann noch Jeans und ein kariertes Hemd. Die perfekten Cowgirls! An dem Rodeo Platz haben wir dann auch noch Alyssa’s Cousine getroffen, und nachdem Lucia sich dann auch einen Cowboyhut zugelegt hatte, haben wir uns auf der Tribüne einen guten Platz gesucht. Dann konnte es losgehen. Aber bevor das richtige Rodeo losging, kam natürlich erstmal wieder, wie auch nicht anders zu erwarten, die Nationalhymne. Ich sag euch, ich höre in zehn Monaten hier die Nationalhymne öfter, als ich sie in den ganzen 16 Jahren in Deutschland gehört habe. Aber diesmal war es richtig cool. Die hatten nämlich Marines da, also Leute von der Marine. Das ist eh schon mal gut, weil die alle immer so gut aussehen. 😉 Und dann sind die halt erstmal einmarschiert, und dann haben wir gewartet und die Marines gewartet….und nichts passierte. Bis dann auf einmal neben mir so ein kleiner Junge meinte: „The flag comes out of the sky!!“ Ich dreh mich um, und dachte natürlich erstmal, die Fahne würde da an einem Mast hängen oder so, und der Junge hätte das nur nicht so ganz begriffen… aber die kam wirklich aus dem Himmel. Mit einem Paraglider, der die Fahne hinter sich her gezogen hat. Das war echt das Coolste, was ich je gesehen habe. Der ist dann auch noch perfekt in der Arena gelandet und die Marines sind alle ganz schnell hingerannt. Und ich dachte erst, die rennen da hin, um den Paraglider zu beglückwünschen oder so. Aber von wegen. Die wollten die Fahne auffangen, bevor die in den Dreck fällt. Um den armen Flieger hat sich keiner mehr gekümmert. Da tat der mir ja ein bisschen leid. Aber er hat dann auch noch einen Fahnenzipfel abbekommen. 🙂 Dann wurde die Hymne gesungen; die Marines sind wieder raus gerannt, und dann konnte das Rodeo losgehen. Es hat mit Bullenreiten angefangen und oh my goodness. Es war einfach nur hilarious! Also der Teil, in dem die Cowboys auf den Bullen saßen, und die Bullen wie wild geworden durch die Arena rannten, war etwas beängstigend, aber die Kommentatoren waren sooo lustig. Der eine saß außerhalb der Arena, und der andere mittendrin, in einem knallblauen Kostüm, und einem riesigen, gelben Hut auf dem Kopf. Und was die da teilweise von sich gegeben haben. Ich konnte nicht mehr vor Lachen. 🙂
In einer Pause, als die Bullen irgendwie getauscht wurden, hat Mr. Crazy Cowboy dann gefragt, wer denn alles aus Kalifornien kommt. Das waren natürlich fast alle. Dann hat er noch gefragt, wer von außerhalb Kaliforniens kam.. auch noch ein paar. Und dann fragte er als letztes, wer denn von außerhalb der USA käme…Stille, Stille, Stille… und dann schrei ich auf einmal los. „Hey, Hey, that’s me! I’m from Germany!!“ Ehm, jaa. Peinlich. Vor allen Dingen, weil ich drei Jahre gebraucht habe, bis mir mal eingefallen ist, dass ich ja gar nicht aus den USA komme. Und dann fängt Mr. Crazy Cowboy da an zu erzählen, dass er ja auch schon mal in Deutschland war. Im Schwarzwald. Und die ganze Zeit gucken mich alle Leute an. Ich wäre am liebsten in der Tribüne verschwunden. Ein Gutes hatte das Ganze aber dann doch noch. Weil ich armes Ding in Deutschland wahrscheinlich ja nie wieder Cowboys zu Gesicht bekomme (ich weiß jetzt auch warum – in Deutschland gibt es zu viele Bäume. Deswegen haben wir keine Cowboys. Weil Bäume=Keine Wiese=Keine Kühe=Keine Cowboys. So sieht’s aus. ;)), durfte ich am Schluss „backstage“ und eine Runde mit den Cowboys reden. Ich hab mich so special gefühlt. 🙂
Danach bin ich super happy wieder zuhause angekommen, und um sieben Uhr tot ins Bett gefallen. Um SIEBEN. Aber ich war echt fertig mit der Welt. Und dabei war doch am nächsten Tag wieder Schule. Aber immerhin konnte ich mich auf den Dienstag freuen. Da war an unserer Schule nämlich die Awards Verleihung. Und, glaubt es, oder nicht, ich hatte eine Einladung bekommen. Also habe ich mir für Dienstagmorgen den Wecker extra eine Viertelstunde eher gestellt, damit ich mir meine Haare noch ein bisschen machen kann… und was passiert? Ich höre den Alarm nicht. Um fast halb sechs hat Barbara dann hochgerufen, dass sie jetzt fährt, und davon bin ich dann mal wach geworden. Um halb sechs! Normalerweise bin ich um diese Zeit am frühstücken und schon fast auf dem Weg zum Bus. Ich hab echt fast einen Anfall gekriegt. Also bin ich aus dem Bett gesprungen, in mein Kleid und meine Schuhe geschlüpft, Zähne geputzt, meine Schminksachen in meine Schultasche geschmissen, und mit wehenden Fahnen aus dem Haus gerannt. Ohne Frühstück, ohne Lunch, ohne alles. Was ein super Start in den Tag. Den Bus habe ich aber glücklicherweise noch erwischt, und in der Schule habe ich mir dann erstmal einen Muffin geholt und mich von Hannah schminken lassen. Die war so lieb. 🙂 Nach meiner ersten Stunde bin ich dann etwas nervös zum Bob Burton Center, unserem „Theatersaal“, gegangen. Da haben dann glücklicherweise Hannah und Alyssa schon auf mich gewartet und wir haben uns zusammen drinnen einen Platz gesucht. Als ich dann auf das Programm schaute, wusste ich auch schon, was mein Award sein würde. Foreign Exchange Student Recognition. How lame is that, please? Aber naja, habe ich hinterher immerhin eine schöne Urkunde, habe ich mir gedacht. Das war auch direkt der erste Programmpunkt, und als ich dann mit den vier anderen Austauschschülern aufgerufen wurde, bin ich davon ausgegangen, eben dem Direktor die Hand zu schütteln, meine Urkunde in Empfang zu nehmen, und mich wieder auf meinen Platz verdrücken zu können. Von wegen. Als alle fünf Austauschschüler dann nämlich vorne standen, fing er  an zu erzählen, was für einen tollen Job wir doch für die Völkerverständigung leisten würden und so weiter und so fort. Und meine Idioten brüllen die ganze Zeit dazwischen „Yeah, Vivien!“ Bis unser Direktor dann irgendwann wohl genug hatte, und meinte, wir könnten ja auch einen der Austauschschüler aus erster Hand erzählen lassen. Dabei hat er uns der Reihe nach angeguckt. Hat natürlich keiner geglaubt, dass er wirklich einen nach vorne holt, und dann auch noch unvorbereitet.
Hat er aber doch. „Vivien Bannewart. Warum erzählst du uns nicht ein bisschen was?“ Ehem. Ja ne. Ist klar. Ich glaube doch eher nicht. Ich bin dann aber brav ans Mikro gedackelt. Und stand da, und räusperte mich… und räusperte mich nochmal. Das war echt die peinlichste Situation, in der ich je gewesen bin. Meine halbe Schule, die Hälfte der Lehrerschaft, Eltern, Großeltern…alle starrten mich an. Und ich habe keinen Ton rausgebracht. Oh man. Knallrot war ich dabei bestimmt auch noch.
Irgendwann habe ich dann einfach angefangen zu reden. Dass das ja jetzt etwas unplanmäßig war. Und dass ich, wenn ich informiert gewesen wäre, natürlich eine perfekte Rede vorbereitet hätte. Mit einem Seitenblick auf unseren Direktor…  Da haben dann schon mal ein paar ein bisschen gelacht.
Und dann weiß ich gar nicht, was passiert ist, aber auf einmal war ich einfach am reden. Darüber, was für eine tolle Erfahrung das ganze Jahr war, was für wunderbare Menschen ich hier kennen lernen durfte, wie sehr ich alles vermissen werde, und wie dankbar ich bin, dieses Jahr hier verbringen zu dürfen und mich alle so toll aufgenommen haben. Irgendwann, als ich gesehen habe, dass meine Mädels alle am heulen waren, fingen mir dann auch an Tränen übers Gesicht zu laufen. Ich konnte fast gar nicht mehr sprechen. Ich habe nur noch irgendwas gesagt von wegen, dass ich mich im Namen aller Austauschschüler bei der Fallbrook High School bedanke, und dann bin ich ganz schnell von der Bühne gestolpert. Wie peinlich mir das alles in dem Moment einfach nur war. Unten bin ich dann erstmal Hannah in die Arme gefallen, die mir ein Strauß Blümchen übergeben hat. Da ist mir dann mal aufgefallen, dass alle Leute am klatschen waren. Immer noch. Das hat echt einige Zeit gedauert, bis endlich mal alle aufgehört haben. Und ich habe mir nur gedacht, jetzt hört doch endlich auf, damit wir weitermachen können, und alle schnell wieder vergessen, dass ich da gerade wie ein Trottel auf der Bühne stand und vor mich hin gestammelt habe. Das war aber wirklich das Verrückteste, was mir hier passiert ist… Wirklich. Mich erstaunt immer noch, das ich überhaupt einen Ton rausgebracht habe. Nicht nur das, ich habe sogar richtig was erzählt. Und das auf Englisch und ohne Vorbereitung, vor etwa 500 Leuten… Wenn ich das jetzt so aufgeschrieben sehe, hört sich das so toll an, dass ich fast anfange, stolz auf mich zu sein. Aber der ganze restliche Tag war für mich irgendwie gelaufen. Ich bin da die ganze Zeit nicht drüber weggekommen, dass unser Direktor mich da echt einfach ans Mikro gestellt hat, ohne mir vorher mal was zu sagen. Ich glaube es, ehrlich gesagt, immer noch nicht. Obwohl es schon irgendwie schön war, wie dann hinterher ganz viele Leute zu mir kamen, und meinten, dass das ja so toll und ergreifend gewesen wäre. 🙂 Trotzdem brauche ich das definitiv nicht nochmal.
Am Nachmittag bin ich dann erstmal zur Erholung von meinen Gasteltern in „Fluch der Karibik“ und hinterher zum Chinesen eingeladen worden. Das brauchte ich auch, haha. 😉

Damit verabschiede ich mich auch erstmal wieder.
Bis zum nächsten Mal! Und ein ganz dickes Küsschen nach Deutschland!
  

PS.: Der Titel ist übrigens das Motto unseres Proms gewesen. Ich glaube, das habe ich oben vergessen, zu erwähnen… 🙂

Hallo zusammen,

 

ich habe doch etwas Bedenken beim zweiten spengleri-Ei. Heute morgen kam über nur wenige Stunden wie aus dem Nichts ein grosser, weisser Fleck auf dem Ei, aber nicht, wie ich es bei befruchteten Eiern gewohnt bin. Eigentlich erscheint zuerst ein kleines Pünktchen, das innerhalb einiger Stunden dann schön rund grösser wird und sich dann allmählich als Binde zu den Seiten hin ausbreitet.

Das ist diesmal nicht so gewesen. Der Fleck kam irgendwie aus dem Nichts und wächst auch nicht von mittig oben, sondern eher seitlich, ganz komisch…. ich schätze mal, das wird nix. Sowas hab ich bei meinen ganzen Eiern in den letzten Jahren auch noch nicht gesehen. Vor allem ist der Fleck schon so gross, wie er sonst eigentlich nach ca. 4 Tagen ist ????

Naja, wäre ja auch zu schön gewesen. Unbefruchtete Eier sind normalerweise auch etwas gelblich durchscheinend, ist dieses aber nicht. Sieht eigentlich ganz normal aus. Ich bin ja nun wirklich kein Laie bei der Eierbebrütung und -entwicklung, aber sowas … Das komische ist auch, dass man beim Wachsen des Flecks wieder zuschauen kann, wie sonst bei der Bauchbindenentwicklung, nur irgendwie alles in rasendem Tempo. Das Ei wird wie alle vorherigen bei 24 Grad bebrütet, Feuchtigkeit passt auch, da "bruzzelt" also nichts…. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass das Weibchen das Ei nicht "gelegt", sondern "gestellt" hat? Es kann ja in der Hochkantposition schon so einige Stunden verbracht haben. Ich habe es im Brüter natürlich wieder gelegt….

Ich weiss es nicht, bin erstmal ratlos. Werde die nächsten Stunden mal weiter beobachten – aber "normal" erscheint mir das irgendwie nicht. Stelle mal zwei Fotos ein, eins von heute morgen – durchleuchtet, das andere von heute abend – Aussenansicht -. Ich berichte Euch weiter.

LG

Ines