Bisher habe ich ja nur Nettes geschrieben (meine ich jedenfalls) und weiß gar nicht, ob ich hierüber überhaupt schreiben sollte und ob das hierhin passt. Gestern habe ich erfahren, dass die Schwester einer Freundin einen Schlaganfall hatte. Mit 52 Jahren. Sie hat es überlebt – Gott sei Dank – aber es geht ihr natürlich überhaupt nicht gut. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber man denkt ja oft, mir passiert sowas nicht. Und dann trifft es jemanden im Bekanntenkreis. Sie ist ein paar Jahre jünger als ich und da kommt man doch ins Grübeln. Vielleicht gibt es da jemanden, mit dem man seit Jahren nicht mehr redet. Da steht etwas zwischen einem, das schon längst aus dem Weg hätte geräumt werden können. Vielleicht sollte man sich doch einmal die Hand reichen, bevor es auf einmal nicht mehr geht. Man hat noch einige Wünsche und Träume, die man schon lange vor sich herschiebt, aber sich erfüllen möchte. Vielleicht sollte man damit anfangen, bevor es auf einmal nicht mehr geht. Von einer Freundin bekam ich einen Spruch von Marcel Ayme geschickt "Das größte Vergnügen im Leben besteht darin, Dinge zu tun, die man nach Meinung anderer Leute nicht fertig bringt" (oder sich selber auch nicht zutraut.) Recht hat er.

Ich gehe etwas nachdenklich in diese neue Woche.


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