Hallo zusammen,

so oder so, es wird nie langweilig beim „geilsten Klub der Welt“.
Zunächst war das allgemeine Kopfschütteln da, als die Verpflichtungen von Karimi und Charisteas bekannt wurden, dann vor knapp drei Wochen, als der Name des 31jährigen Griechen, bei denen der Auswechselspieler auf dem Würfel eingeblendet wurde, sogar Pfiffe; und gestern, Sekunden nach seiner Einwechselung der Matchwinner auf „Zuspiel“ von Nationalkeeper Manuel Neuer.

Total verrückt der gestrige Nachmittag. 
Die Pro-Magath Fraktion scheint immer größer zu werden, zumindest hörte es sich so an, als wenn die Pfiffe gegen ihn zumindest nicht lauter wurden. 
Dann brauchte es einen Elfmeter zur Führung mit dem Pausenpfiff nach fader ersten Halbzeit, und nach der Pause hätte alleine Mario Gravanovic mit Hochkarätern die Partie allein entscheiden können, ja müssen.  
Ob alleine auf den Frankfurter Schlussmann zulaufend, oder aus kurzer Distanz freistehend, der Schalker Anhang wurde nicht frühzeitig erlöst, und die Königsblauen für eine deutlich engagiertere Darbietung im zweiten Spielabschnitt entsprechend belohnt.
Im Gegenteil, ein „Klops“ von Neuer und seinem Abwehrkollegen , der allgemeines, ratloses Kopfschütteln nicht nur in unserem Block auslöste, und den Frankfurtern nicht nur den Ausgleich, sondern auch den ersten Treffer seit, gefühlt der Vereinsgründung der Eintracht, bescherte.  
Wieder nichts mit einem Dreier nach einem guten Pokalspiel?  
Man sollte nie vergessen, das Felix Magath auch ein vorzüglicher Schachspieler ist, aber den Zug, den er dann aus der Wundertüte zog, hatte wohl niemand in der ausverkauften Arena auf der Rechnung. 
In der 83. Minute kam dann dieser Zug.
Angelo Charisteas, fast schon ausgemusterte Fußballprofi schiebt den Ball eiskalt am Frankfurter Torhüter Fährmann vorbei zum Siegtreffer über die Linie.
Bei der Videobesprechung zu diesem Spiel, sollte den talentierten, angehenden Torjägern des S04 diese Szene als Anschauungsunterricht für Eins-zu-Eins Situationen immer wieder vorgespielt werden.              
DFB-Pokalfinale, Champions League Viertelfinale, endlich wieder ein Heimsieg im „Spiel danach“; man hat den Eindruck, die Mannschaft konzentriert sich wirklich nur auf den Fußball.  
Die Pro-Magath Plakate werden mehr, zu lesen war gestern auch „Tönnies hau ab“.
Da bin ich aber mal gespannt, wie das heutige Gespräch zwischen dem Fleischfabrikanten und dem im Aufsichtsrat ungeliebten Cheftrainermanager ausgeht.  
Hornberger Schießen auf Ostwestfälisch?

Schönen Sonntag allen, und tschüß, bis die Tage

R.A.


Über die Autorin/den Autor:  Rainer Aschmoneit schreibt unseren Schalke-Fan-Blog. Der leidenschaftliche Schalke-Fan aus Hamm kommentiert die großen und kleinen Geschichten rund um den S04 mit viel Witz und Selbstironie. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: