Hallo an alle Sauerkrautnasen zu Hause 😉 Ich hoffe, ihr habt akzeptables Wetter in Deutschland. Hierzulande kommt man sich momentan tatsächlich vor wie in einem schwarzweiß Film: Wolkenverhangener Himmel, Dauerregen und alles ist duster und grau… Gut, genug der britischen Wetterkonversation, weiter geht’s im Text 😀

 

Es kommt immer mal wieder vor, dass sich die liebe Organisation, mit der ich in England bin, mit ihren Schülern in Verbindung setzt. Und das sieht dann so aus:

(Keine Begrüßung)

 NO VISITS BY GERMAN FAMILY/FRIENDS DURING THE PROGRAM. Please feel free to again forward that message.. It says so both in English and in German in the contract.

Students may NOT receive visitors from Germany: NO EXCEPTIONS.

Please let the other local reps know that should you be informed of any kids in breach of this contract rule, you’ll be excluding them from the program and send them home! (Die Mail war gerichtet, an meinen Local Co-ordinator)

This rule really is in place in ALL exchange programs we offer and despite the fact England is very close to Germany and everyone can fly over rather inexpensively, the nat family/friends may not do so!

The only option the kids have is to return to Germany during x-mas vacation which we don’t think makes much sense but they may do so or to have their parents visit after the program. It is a plain and simple lie they weren’t told and it’s neither your nor our job to make them read what they sign…

I’m sorry they just don’t seem to understand this or all try to find their ways around it?!!!

It seems we’re doing nothing but explaining to them all the time that it’s a plain program rule for all into exchange students no matter where they go, which they all signed in their contracts, and that there will not be an exception to it for nobody never ever.

(Keine Verabschiedung)

 

Diese Nachricht ist original so von meiner Organisation gekommen; ich habe nichts verändert und ich muss zugeben: Mit jeder dieser E-mails wird mir Into unsympathischer. Soll das etwa der Völkerverständigung dienen? Sie nehmen es sich nicht nur heraus, am laufenden Band ihre Regeln zu ändern und sagen dabei jeglicher Etikette den Kampf an (Formulierungen wie "never ever" („garantiert nie“), das Schreiben in Großbuchstaben und der Missbrauch von Satzzeichen…) nein, sie beschimpfen ihre eigenen Austauschschüler, Kunden wenn man so will, als Lügner! It is a plain and simple lie they weren’t told- zu gut Deutsch: Wenn die Schüler behaupten, niemand hat sie von dieser Regel in Kenntnis gesetzt, lügen sie. Vielen Dank für die Blumen! (Kleine Bemerkung am Rande: Mir hat niemand von dieser Regel erzählt. Es wurde sogar zu Anfang das Gegenteil behauptet.)

Sowohl die Umgangsform als auch das Verhalten an sich sind höchst unprofessionell und unhöflich. Außerdem widerspricht man sich von Seiten der Organisation andauernd selbst. Dazu muss gesagt werden, dass es zu Into Germany eine englische Partnerorganisation, Into Uk, gibt. Diese beiden Institutionen scheinen nicht miteinander zu kommunizieren. So wusste beispielsweise Into Germany nichts davon, dass Into UK uns per Mail für den Rest des Austausches das Reisen in England komplett verboten hatte. Auf unsere Beschwerde hin setzte man sich mit Into UK in Kontakt und später hieß es dann, die Mail sei ein „Versehen“ gewesen und alles bliebe beim Alten. Into UK hatte sich allerdings nicht die Mühe gemacht, das „Missverständnis“ selber aufzuklären, bis heute gibt es keine Stellungnahme, und wie man eine E-Mail „aus Versehen“ tippen und abschicken kann ist mir auch ein Rätsel.

Als Austauschschüler fühle ich mich von Into UK in England nicht willkommen geheißen und komme mir eher wie ein Gefangener vor als wie ein zahlender Kunde.

Die obige Mail reiht sich ein in eine lange Liste von weiteren Fauxpas, die sich die Organisation in dieser kurzen Zeitspanne bereits erlaubt hat. Wie viele andere Schüler hier in England hatte ich tiefes Vertrauen und große Hoffnungen in Into und muss ganz ehrlich sagen, dass ich ziemlich enttäuscht bin, hatte die Organisation doch zuerst einen so guten Eindruck auf mich gemacht. Selbst im Internet war nicht viel Negatives zu finden, was mich im Nachhinein sehr wundert und aus diesem Grund wollte ich diese Chance nutzen, einiges klarzustellen. Daher mein Tipp an alle, die ein Austauschjahr in Erwägung ziehen: Wenn ihr euch im Internet über die Organisationen informieren möchtet, lest auch negative Kritiken und wägt das Für und Wider sorgfältig ab.

Take care!

Katja 🙂


Über die Autorin/den Autor:  To change this standard text, you have to enter some information about your self in the Dashboard -> Users -> Your Profile box. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: