Mein Wochenende habe ich wie angekündigt in Quebec City, Canada verbracht. Freitag morgen um 10 ging es mit dem Bus los. Eine Stunde später als geplant, da ein Mädchen in einem Taxi festsaß, da der Fahrer kein Navi hatte und sich verfahren hatte.

Die Fahrt war langweilig. Pause wurde nur bei Mecces und an der Grenze gemacht. Da hatte ich einen netten Kanadier, der zu mir sagte:"Hi, sprechen Sie english or frances?" 😀 

Wir kamen abend gegen 6.30h in Quebec an, brachten unsere Sachen ins Zimmer und gingen dann aus, um Dinner zu essen. Also liefen wir quer durch die Stadt & bekamen die ersten Aktivitäten des Winter Carnivals zu sehen. Zum Beispiel hatten sie ein Kanurennen, in dem 6 Männer ein Kanu schoben und rannten. 

Gegessen haben wir dann in einem kleinen süßen Restaurant. Draußen stand ein junger Mann, der gerade vier Wochen Urlaub in Deutschland gemacht hatte und eine deutsche Freundin hat und sprach gleich mal mit uns deutsch. Als wir gingen lernten wir dann den Besitzer des Restaurants kennen, der Österreicher war. 

Am nächsten Morgen stand Sightseeing auf unserem Plan. So sind wir durch die Stadt gefahren und gelaufen. Quebec ist definitiv einer der schönsten Städte überhaupt. Ich hab selten so eine wunderschöne Altstadt gesehen. Anschließend haben wir uns den Winter Carnival angeschaut: Skulpturen aus Schnee, ein Palast aus Eis, eine riesen Rutsche aus Eis und viele andere Sachen. 

Nachmittags sind wir dann ins Ice Hotel gefahren. Das liegt ca. 20min von Quebec City entfernt. Das ganze Hotel ist aus Eis. Ich habe sowas noch nie vorher in meinem Leben gesehen. Es war so unbeschreiblich und so beeindruckend. Die Betten waren aus Eis, lediglich die Matratze und einen Schlafsack gibt es. Die ganze Bar im Hotel war aus Eis, die Gläser ebenfalls aus Eis. Die Tische, die Stühle, Skulpturen und alles aus Eis und Schnee. So unglaublich! Sie haben sogar eine Kirche, in der man heiraten kann. Die Kirche ist die schönste, die ich je gesehen habe, natürlich aus Eis! 

Am Abend haben wir uns chin. Essen geholt, auf unserem Zimmer gegessen und uns fertig gemacht. Wir wollten ja auch das Nightlife von Quebec kennen lernen. Und viele Au Pairs konnten wieder offiziell feiern & trinken, da Canada ab 18 ist und nicht ab 21 wie die USA. Aber für mich macht es nichts, da ich 21 bin. Wir sind in den angesagtesten und besten Club der Stadt gegangen: Dagobert. Draußen gab es eine Bar aus Eis, ebenso Tische. Drinnen gab es unten eine Bar und eine Bühne, wo eine Rockband Coversongs sang. Oben war dann die eigentliche Disco. Die Musik war echt gut zu Beginn, immerhin waren zwei Dj’s da. Die Lichter bewegten sich auf und ab und über der Tanzfäche gab es noch ein Stockwerk, von dem man nach unten schauen konnte.

Ganz anders als dt. Discotheken und definitiv mein Favorit. In Amerika bin ich auch scho in Discotheken gewesen. Aber in den USA laufen die Mädels halbnackt rum und alle machen auf den Tanzflächen rum. Also Amerika ist alles andere als prüde. In Canada war es nicht ganz so extrem. 

Am nächsten Morgen ging es leider nach dem Frühstück um 12 zurück richtung Heimat. Samstag nacht gab es noch einen Schneesturm, mal wieder, vorallem in Vermot. Sie haben so super viel Schnee bekommen. An der Grenze gab es mal wieder eine Pause, wo ich diesmal einen amerikanischen Mann hatte, der einfach gar kein Wort mit mir sprach. Nichtmal eine Frage. 😀

Dafür gibt es hier in Boston nicht mehr ganz so viel Schnee. Am Wochenende war es warm und einiges ist geschmolzen, aber nun sind die Gehwege voll mit Eis, da die Nacht kalt war. Im laufe der Woche erwarten wir wieder mal einen Schneesturm… 


Über die Autorin/den Autor:  Nikola Bittl ist für ein Jahr als Au Pair in Massachusetts. Die 21-jährige Fachabiturientin aus Wiescherhöfen erzählt in ihrem Blog regelmäßig über ihre Erfahrungen in Amerika. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: