Von Geschlechterdifferenzen bei Ikea

Nach einem sehr netten Freitagabend mit meinen Studenten (an dem wir mal NICHT gelernt haben und ich NICHT arbeiten musste), kamen mein Bruder und mein Vater am Samstag Nachmittag, um mich abzuholen (da ich am Sonntag arbeiten musste) und mir so gleichzeitig mein Weihnachtsgeschenk (den alte Familiendrucker und Scanner) zu bringen.
Nachdem alles ausgepackt war, fuhren wir noch zum Ikea, denn ich brauchte noch Gardinen und ein Regal für meine Bücher. Ja und was da passierte, dass ist echt wieder eine Geschichte, die für sich spricht.

Ich hab mir so tolle Gardinen in einem Pflaume/Aubergine Ton ausgesucht, die sogar mein Vater toll findet. Auf dem riesigen Verkaufsschild findet man einen 50% reduzierter Preis (bei Ikea ist ja gerade „Knut“ -Schlussverkauf). An der Kasse steht dann aber der nicht reduzierte Preis. Mein Vater fragt einen der Verkäufer. Der ruft seinen Kollegen an und gibt ihm, nachdem er nicht weiß, wie man die Farbe der Gardine nun nennt, die Strichcodenummer an. Nach kurzem Gespräch klärt sich das Missverständnis – der Preisunterschied läge an den Farben. Nur beige, rot und grün seien reduziert. Ich sage, ok, ich nehme sie nun trotzdem und der Verkäufer sagt: „Wieso das denn? Ich kann das stornieren und sie nehmen einfach eine andere Farbe.“ Mein Vater versucht ihm klar zu machen, dass Farben für Frauen doch recht wichtig sind. Der Kommentar des Verkäufers dazu war dann nur: „Ach, rot und lila ist doch das gleiche.“ Ich glaube meine Kinnlade fiel ziemlich weit herunter. Rot —- und —- Lila sind —- nicht einmal —- kompatibel!

Am Sonntag war ich dann arbeiten. Was mir nicht so wirklich bewusst war: Der wilde Mann baut diese Woche seine Küche um und das hieß für mich: alles spülen, was in so einer Küche gespült werden kann.
Um 15 Uhr wurde das Lokal geschlossen und alles wurde geputzt und herausgebracht. Ich bin echt mal gespannt, wie es nächstes Wochenende aussieht. Da bin ich Samstag und Sonntag wieder am Werk.
Ab dann werde ich aber erstmal nicht mehr viel arbeiten gehen, denn Uni geht vor. Ich schreibe den ganzen Februar Klausuren. Angefangen mit (dem Schlimmsten natürlich) Mathe. Dann folgen Physik, molekulare Biologie, Unix und Chemie.

Bis dahin

Annie


Über die Autorin/den Autor:  Annika Fischer ist 22 Jahre jung und studiert an der Uni Bielefeld "Molkularbiologie". Über den Alltag im Studentenleben schreibt sie im Blog. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: